Gentoo Upgrade Leitfaden
1.
Gentoo und Upgrades
Philosophie
Ein Update in der Welt von Gentoo ist, verglichen mit der restlichen Linux-Welt,
durchaus eine ganz andere Sache. Sie werden wahrscheinlich schon wissen dass
wir nicht den "klassischen" Weg zur Aktualisierung von Software bestreiten.
Bei diesem Weg wartet man normalerweise auf eine neue Version, lädt sie
herunter, brennt sie, legt sie ins CD-ROM Laufwerk und folgt den Anweisungen
des Updates.
Sie werden wissen (schließlich sind Sie ein Gentoo Benutzer), dass dieser
Prozess extrem frustrierend ist für Poweruser welche gerne die neuesten
Entwicklungen nutzen möchten. Selbst Poweruser von anderen Distributionen
teilen wohl dieses Gefühl, wenn man die Popularität und Verbreitung von
Hilfsprogrammen wie apt oder apt-rpm betrachtet, welche schnelle und
häufige Aktualisierungen ermöglichen. Jedoch eignet sich keine Distribution
besser als Gentoo um die Bedürfnisse dieser anspruchsvollen Anwender
zu erfüllen. Von Anfang an wurde Gentoo mit dem Prinzip von schnellen und
wachsenden Updates im Auge entwickelt.
Im Idealfall installieren sie einmal und neue Versionen sind von da an
unwichtig: folgen Sie einfach den Anweisungen in Eine Portage
Einführung im Gentoo Handbuch,
welche erklären wie Sie Ihr System auf dem neuesten Stand halten. Dies ist die
gängige Vorgehensweise, aber manchmal werden Veränderungen am Kernsystem
vorgenommen die eine manuelle Aktualisierung erfordern.
Versionen und Profile
Eine wiederkehrende Frage zur Prozedur der Gentoo Versionen ist: "Warum
werden häufig neue Versionen herausgebracht, wenn diese gar nicht dazu gedacht
sind, dass Benutzer ihre Software aktualisieren sollen?"
Hierfür gibt es verschiedene Gründe:
-
Eine neue Version bedeutet neue Installations-CDs mit behobenen Fehlern und
mehr Funktionen
-
Eine neue Version enthält einen aktualisierten Satz von GRP Paketen und
deshalb haben Benutzer, die "den schnellen Weg" bei der Installation nehmen
(Stage 3 mit vorkompilierten Paketen), kein veraltetes System
-
Letztlich kann es vorkommen, dass von Zeit zu Zeit eine neue Funktion
implementiert wird, die inkompatibel mit älteren Versionen ist
Wenn eine Version neue und inkompatible Funktionen enthält oder einen Satz von
Kernpaketen und Einstellungen liefert, welche das Verhalten des Systems stark
verändern, dann spricht man davon, dass es ein neues Profil liefert.
Ein Profil ist ein Satz von Konfigurationsdateien, welches in einem
Unterverzeichnis von /usr/portage/profiles gespeichert wird. Es
definiert Dinge wie Ebuilds die als System Pakete angesehen werden,
Standard USE-Flags, die Standardzuordnung von virtuellen Paketen und die
Architektur auf welcher das System läuft.
Das Profil, welches momentan verwendet wird, ist bestimmt durch den symbolischen
Link /etc/make.profile. Er verweist auf ein Unterverzeichnis von
/usr/portage/profiles, welches die Profildateien enthält. Das
Profil für x86 2008.0 findet sich zum Beispiel in
/usr/portage/profiles/default/linux/x86/2008.0. Die Dateien in den
übergeordneten Verzeichnissen Teil des Profils sind (und werden daher von
Subprofilen gemeinsam genutzt). Aus diesem Grund werden diese
kaskadierende Profile genannt.
Profile, welche durch neuere überflüssig werden, finden sich noch in
/usr/portage/profiles neben den aktuellen, aber sie sind als
veraltet markiert. Wenn dies geschieht, dann wird eine Datei mit Namen
deprecated in das Verzeichnis des Profils gelegt. Die Datei
beinhaltet den Namen des Profils auf welches "aktualisiert" werden sollte;
Portage verwendet diese Information, um Sie automatisch zu warnen, wenn Sie auf
ein neues Profil aktualisieren sollten.
Es gibt vielzählige Gründe für die Erstellung eines neuen Profils: Die
Veröffentlichung einer neuen Version eines Kernpaketes (wie baselayout,
gcc oder glibc) welche mit älteren Versionen inkompatibel ist.
Eine Änderung in den Standard USE-Flags oder in der Zuordnung der Virtuals.
Vielleicht auch eine Änderung bei systemweiten Einstellungen.
2.
Mit neuen Versionen auf dem Laufenden bleiben
Versionen ohne Profiländerungen
Wenn eine neue Gentoo-Version kein neues Profil enthält, dann können Sie sicher
annehmen, dass es niemals passiert ist. :)
Wenn Sie Ihre installierten Pakete aktualisieren,
wie im Gentoo
Handbuch erklärt, dann wird Ihr System exakt genauso sein wie eins,
welches mit der neuen Version installiert wurde.
Versionen mit Profiländerungen
Wenn eine Version mit einem neuen Profil eingeführt wird (so wie 2008.0 für
x86) haben Sie die Möglichkeit, auf das neue Profil zu wechseln.
Natürlich sind Sie nicht gezwungen dies zu tun und Sie können weiterhin Ihr
altes Profil verwenden und einfach Ihre Pakete, wie im Gentoo Handbuch
erläutert, aktualisieren.
Wir möchten trotzdem darauf hinweisen, dass die Aktualisierung des Profils
empfohlen wird, sowie es als veraltet gekennzeichnet ist. Wenn dies geschieht,
bedeutet es, dass die Gentoo Entwickler planen, es nicht weiter zu
unterstützen.
Wenn Sie sich dazu entschließen zu einem neuen Profil zu wechseln, dann
müssen Sie diese Aktualisierung manuell durchführen. Die Art und Weise wie man
aktualisiert, abhängig von Version zu Version, kann sehr unterschiedlich
sein. Es hängt davon ab wie umfangreich die eingeführten Veränderungen
im neuen Profil sind.
Im simpelsten Fall müssen Sie einfach nur den symbolischen Link
/etc/make.profile ändern. Schlimmstenfalls müssen Sie Ihr
System von Grund auf neu kompilieren und die Daumen drücken. Der Wechsel wird
normalerweise in den Release Notes thematisiert. Außerdem finden Sie Anleitungen am Ende dieses Leitfadens.
Unterstützte Profile
Sie können sich eine Liste der von den Gentoo-Entwicklern offiziell
unterstützten Profile auf Ihrer Architektur anschauen, indem Sie zuerst
emerge eselect und dann den folgenden Befehl ausführen:
Befehlsauflistung 2.1: Anschauen der unterstützten Profile |
# eselect profile list
|
3.
Anleitung zur Profilaktualisierung
Allgemeine Anleitung
Wichtig:
Stellen Sie sicher, dass Ihr Portage-Baum aktualisiert ist, bevor Sie
irgendwelche Profiländerungen vornehmen.
|
Führen Sie zuerst emerge eselect aus. Das Werkzeug eselect macht
es Ihnen leicht Profile anzuzeigen und auszuwählen, ohne dass Sie Symlinks per
Hand erstellen oder entfernen müssen.
Befehlsauflistung 3.1: Profilauswahl mit eselect |
# eselect profile list
# eselect profile set <number>
|
Falls Sie es trotzdem bevorzugen, das Profil manuell zu ändern, dann tun Sie
einfach folgendes:
Befehlsauflistung 3.2: Das Profil manuell ändern |
# rm /etc/make.profile
# ln -s ../usr/portage/profiles/<selected profile> /etc/make.profile
|
Notiz:
Es gibt desktop und server Unterprofile für die meisten
Architekturen. Untersuchen Sie diese Profile sorgfältig, da sie Ihren
Anforderungen möglicherweise besser entsprechen, als die äußerst minimalen
Standardprofile.
|
Notiz:
Das Unterprofil developer ist speziell für Gentoo Linux
Entwicklungsaufgaben. Es ist nicht dazu da, um beim Aufbau allgemeiner
Entwicklungsumgebungen zu helfen.
|
Auf 2008.0, 2007.0 oder 2006.1 aktualisieren
Beachten Sie, dass diese Profile erwarten, dass Ihr System eine Unicode-Locale
verwendet. Stellen Sie sicher, dass UNICODE="yes" in /etc/rc.conf
gesetzt ist. Vorraussetzung ist, dass Sie eine Unicode locale für Ihr system
erzeugt haben. Wie Sie die richtige locale erzeugen, erfahren Sie in der
Dokumentation UTF-8 unter Gentoo.
Wenn Sie auf eine locale verzichten wollen, sollten Sie UNICODE="no" in
/etc/rc.conf setzen, und baselayout mit dem USE flag
-unicode erneut emergen (oder warten, bis es beim nächsten Update
aktualisiert wird). Sie können das -unicode USE flag entweder
ausschließlich für baselayout setzen, oder global für alle Pakete indem
Sie es zu Ihrer USE-Variable in /etc/make.conf hinzufügen.
Befehlsauflistung 3.3: Optional: Unicode support entfernen |
# echo "sys-apps/baselayout -unicode" >> /etc/portage/package.use
# emerge -a baselayout
# nano -w /etc/make.conf
USE="-unicode"
# emerge -a baselayout
|
Notiz:
Wenn Sie auf das 2007.0-Profil auf der Sparc-Architektur aktualisieren, müssen
Sie dem GCC Upgrade Leitfaden
folgen, da gcc-4 der standardmäßige Compiler ist.
|
Folgen Sie schließlich den Allgemeinen Anleitungen,
um Ihr Profil zu aktualisieren.
Auf 2006.0 aktualisieren
Um zu einem 2006.0 Profil zu wechseln, verweisen Sie den symbolischen Link
/etc/make.profile auf den neuen Pfad. Stellen Sie sicher, dass
Portage aktualisiert wurde, bevor Sie Ihr Profil ändern.
Befehlsauflistung 3.4: Auf ein 2006.0 Profil wechseln |
# rm /etc/make.profile
# ln -s ../usr/portage/profiles/<selected profile> /etc/make.profile
|
alpha - Benutzer, die einen 2.4 Kernel verwenden, oder NPTL nicht
verwenden wollen, sollten das default-linux/alpha/no-nptl Profil verwenden.
Weitere Informationen finden sich in den
Alpha-Release-Notes.
ppc - Die Verschmelzung der ppc32 und ppc64 Profile ging voran.
Das ppc32 Profil wurde auf eine Art und Weise verändert, die ein
minimalistisches, generisches Profil für alle möglichen Zwecke bietet - es
befindet sich in default-linux/ppc/ppc32. Das vom Release abhängige Profil ist
auf die Desktopbenutzung optimiert und befindet sich in
default-linux/ppc/ppc32/2006.0. Es gibt Unterprofile für G3 und G4 Prozessoren,
sowie G3/Pegasos und G4/Pegasos für die Pegasos Open Desktop Workstation.
Stellen Sie sicher, dass Sie das passende Unterprofil für Ihr System auswählen,
wenn Sie auf ein 2006.0 Profil wechseln.
sparc - Aktualisieren auf ein 2006.0/2.4 Profil, basierend auf einem
2.4 Kernel, erzwingt manuelles Eingreifen des Benutzers (Java-Dinge mit
emerge deinstallieren) und ein emerge -e world wegen dem GCC-Upgrade.
Aktualisieren auf ein 2006.0 Profil, basierend auf dem 2.6 Kernel, was
nicht als stabil gilt, benötigt einen Eintrag in
/etc/portage/package.unmask um die 2.6 Version der
gentoo-sources zu demaskieren, sowie einen komplette Systemneuerstellung.
Alle anderen Architekturen - Es gibt keine fundamentalen Änderungen in
diesem Profil. Keine spezifische Anpassung muss vorgenommen werden.
Aktualisieren auf 2005.1
Um auf das 2005.1 Profil zu wechseln, verweisen Sie den symbolischen Link
/etc/make.profile auf den neuen Ort. Stellen Sie sicher, dass
Portage aktualisiert ist, bevor Sie Ihr Profil aktualisieren!
Befehlsauflistung 3.5: Aktualisieren auf ein 2005.1 Profil |
# rm /etc/make.profile
# ln -s ../usr/portage/profiles/<selected profile> /etc/make.profile
|
Alle Architekturen - Es gibt keine fundamentalen Änderungen für dieses
Profil.Keine bestimmte Aktion muss durchgeführt werden.
ppc - Seit dem 2005.1 Release sind die ppc und ppc64 Profile vereint
worden und es wurde eine Anzahl von Subprofilen für spezifische
Subarchitekturen erstellt. Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige
Subprofil für Ihr System ausgewählt haben, wenn Sie auf ein 2005.1 Profil
wechseln.
Aktualisieren auf 2005.0
Mit der Einführung von 2005.0 wurde bei mehreren Architekturen entschieden,
dass weitere zusätzliche Profile festgelegt wurden. Stellen Sie sicher, dass
Sie die Beschreibung jener Profile lesen, bevor Sie sich entscheiden auf eines
von jenen zu migrieren. Die meisten Architekturen, wo vorher 2.4 gegeben war,
haben nun auch den 2.6 Kernelbaum als Standard.
Einige Architekturen benötigen ein wenig mehr Handarbeit um von einem Profil
auf ein anderes zu wechseln. Wenn dies der Fall ist, sind Schritt-für-Schritt
Leitfäden in der Tabelle verlinkt.
| Profil |
Beschreibung |
Spezifischer Leitfaden zur Aktualisierung |
| default-linux/alpha/2005.0 |
Standardprofil für 2.6 Kernel für Alpha 2005.0 |
|
| default-linux/alpha/2005.0/2.4 |
Alpha 2005.0 Profil für 2.4 Kernel |
|
| default-linux/amd64/2005.0 |
Standardprofil für AMD64 2005.0 für 2.6 Kernel |
|
| default-linux/amd64/2005.0/no-multilib |
AMD64 2005.0 Profil für Systeminstallationen mit deaktiviertem Multilib
|
|
| default-linux/arm/2005.0 |
Standardprofil für ARM 2005.0 für 2.6 Kernel |
|
| default-linux/hppa/2005.0 |
Standardprofil für HPPA 2005.0 für 2.6 Kernel |
|
| default-linux/hppa/2005.0/2.4 |
HPPA 2005.0 Profil für 2.4 Kernel |
|
| default-linux/mips/2005.0 |
Standardprofil MIPS 2005.0 |
|
| default-linux/mips/cobalt/2005.0 |
Cobalt spezifisches Profil für MIPS 2005.0 |
|
| default-linux/mips/mips64/n32/2005.0 |
2005.0 Profil für n32-unterstützende MIPS Plattformen |
|
| default-linux/mips/mips64/ip28/2005.0 |
Indigo2 Impact spezifisches Profil für 64-bit 2005.0 |
|
| default-linux/mips/mips64/2005.0 |
64-bit MIPS 2005.0 Profil |
|
| default-linux/ppc/2005.0 |
Standardprofil PPC 2005.0 für 2.6 Kernel |
|
| default-linux/ppc64/2005.0 |
Standardprofil für PPC64 2005.0 für 2.6 Kernel |
|
| default-linux/s390/2005.0 |
Standardprofil für S390 2005.0 |
|
| default-linux/sparc/sparc32/2005.0 |
Standardprofil für Sparc 32-bit 2005.0 |
|
| default-linux/sparc/sparc64/2005.0 |
Standardprofil für Sparc 64-bit 2005.0 |
|
| default-linux/x86/2005.0 |
Standardprofil für x86 2005.0 für 2.6 Kernel |
|
| default-linux/x86/2005.0/2.4 |
x86 2005.0 Profil für 2.4 Kernel |
|
Um auf das gewählte Profil zu wechseln, verweisen Sie den symbolischen Link
/etc/make.profile auf den neuen Ort. Stellen Sie sicher, dass
Portage aktualisiert ist, bevor Sie Ihr Profil aktualisieren!
Befehlsauflistung 3.6: Aktualisieren auf ein 2005.0 Profil |
# rm /etc/make.profile
# ln -s ../usr/portage/profiles/<selected profile> /etc/make.profile
|
Wenn Sie ein 2.4-basierendes Linux-System verwenden, aber auf einen
2.6-basierenden Kernel migrieren wollen, sollten Sie unseren Gentoo Linux 2.6 Migration Guide
lesen.
Aktualisieren auf 2004.3
Mit der Einführung des 2004.3 Profils gibt es für Anwender keine großen
Modifikationen an Ihren Systemen (siehe unten für Details). Jedoch entschieden
sich die Gentoo Entwickler dieses neue Profil herauszubringen und durchaus
einige Profile als veraltet zu markieren um die Einführung der
geschichteten Profile (engl. stacked) zu beschleunigen. Das sind jene
Profile welche dem neuen Layout des /usr/portage/profiles
Verzeichnisses folgen; zum Beispiel
/usr/portage/profiles/default-linux/x86/2004.3 (unterstützt von
Portage 2.0.51 oder neuer).
Um auf das 2004.3 Profil zu wechseln verweisen Sie den symlink
/etc/make.profile auf den neuen Speicherort:
Warnung:
Vergessen Sie nicht Portage zu aktualisieren bevor Sie Ihr Profil
ändern!!
|
Befehlsauflistung 3.7: Aktualisieren des symbolischen Links /etc/make.profile |
# rm /etc/make.profile
# ln -s ../usr/portage/profiles/default-linux/<arch>/2004.3 /etc/make.profile
|
Alle Architekturen - Wie oben erwähnt sind keine großen Veränderungen
mit diesem Profil eingeführt worden. Jedoch sollte erwähnt werden, dass
sys-apps/slocate und net-misc/dhcpcd nicht länger als
Systempakete angesehen werden. Das bedeutet, dass wenn Sie
emerge --depclean durchführen, Portage versuchen wird diese vom
System zu entfernen. Wenn Sie diese Pakete benötigen fügen Sie diese bitte,
nach dem Profilwechsel, zu /var/lib/portage/world hinzu. Sie
können diese auch mit emerge manuell installieren.
ppc - sys-fs/udev ist nun anstatt sys-fs/devfs der
Standard für neu installierte Systeme. Dies hat jedoch keinen Effekt auf
bereits installierte Systeme.
Portage aktualisieren, so dass es kaskadierende Profile unterstützt
Obwohl dieser Abschnitt sich nicht optimal in diesen Upgrade Leitfaden einfügt
ist er ziemlich wichtig. Jedes Profil das oberhalb dieses Abschnittes
aufgelistet wurde benötigt eine Version von Portage die kaskadierende Profile
unterstützt. Jedoch erlauben einige obsolete Profile diese Aktualisierung von
Portage nicht oder der Benutzer verwendet ein Profil, welches nicht mehr
verfügbar ist. In diesem Fall wird jeder Versuch, Portage zu aktualisieren,
fehlschlagen.
Um dieses Problem zu umgehen kann der Benutzer einen temporären symbolischen
Link auf das obsolete Profil setzen. Dies erlaubt die Aktualisierung
von Portage, nach der mit dem in diesem Leitfaden erwähnten Prozedur zur
Aktualisierung fortgefahren werden kann. Bitte ersetzen Sie <arch>
durch Ihre eigene Architektur:
Befehlsauflistung 3.8: Portage durch das obsolete Profil aktualisieren |
# rm /etc/make.profile
# cd /etc
# ln -sf ../usr/portage/profiles/obsolete/<arch> make.profile
# emerge -n '>=sys-apps/portage-2.0.51'
|
Aktualisieren auf 2004.2
Um auf das 2004.2 Profil zu wechseln verweisen Sie den symlink
/etc/make.profile auf den neuen Speicherort:
Warnung:
Vergessen Sie nicht Portage zu aktualisieren bevor Sie Ihr Profil
ändern!!
|
Befehlsauflistung 3.9: Aktualisieren des symbolischen Links /etc/make.profile |
# rm /etc/make.profile
# ln -s ../usr/portage/profiles/default-linux/<arch>/2004.2 /etc/make.profile
|
x86 - Dieses Profil wechselt bei der Standard X11 Implementierung von
x11-base/xfree zu x11-base/xorg-x11. Diese Veränderung
betrifft nur den Standardwert und ist nur relevant für diejenigen, welche
noch keinen X Server installiert haben. Wenn Sie bereits einen installiert
haben werden Sie von der Veränderung nicht betroffen sein. Sie haben die
freie Wahl, wie vorher auch, von einem X Server zum anderen zu wechseln.
amd64 - Es gibt keine fundamentalen Veränderungen zu vorherigen
Profilen. Kein spezifischer Vorgang muss durchgeführt werden.
Aktualisieren auf 2004.0
Um auf das 2004.0 Profil zu wechseln verweisen Sie den symlink
/etc/make.profile auf den neuen Speicherort:
Befehlsauflistung 3.10: Aktualisieren des symbolischen Links /etc/make.profile |
# rm /etc/make.profile
# ln -s ../usr/portage/profiles/default-<arch>-2004.0 /etc/make.profile
|
Alle Architekturen - Es gibt keine fundamentalen Veränderungen zu
vorherigen Profilen. Kein spezifischer Vorgang muss durchgeführt werden.
Aktualisieren von Profilen älter als 1.4 zu 1.4
Die Anleitung für dieses Upgrade ist relativ komplex, Sie finden sie
hier.
Die Inhalte dieses Dokuments sind unter der Creative Commons -
Namensnennung / Weitergabe Lizenz lizenziert.
|