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Konfigurationsanleitung für Gnome

Inhalt:

1.  Was ist GNOME?

Das Projekt

Das GNOME-Projekt ist ein freies Softwareprojekt, engagiert in der Entwicklung von GNOME, einer Unix/Linux-Desktopsuite und -Entwicklungsplattform. Die GNOME Foundation koordiniert die Entwicklung und andere Aspekte des GNOME-Projektes.

Die Software

GNOME ist eine Desktopumgebung und Entwicklungsplattform. Dieses Stück freie Software ist von mehreren führenden Firmen der Industrie als die Desktopumgebung erkoren worden. Es ist sowohl für Business-Benutzer, Privatanwender als auch für Entwickler sehr interessant.

Die Community

Wie jedes große Projekt auf der Grundlage freier Software, hat auch GNOME eine große Basis an Benutzern und Entwicklern. Footnotes beinhaltet GNOME-Desktop News für Anwender; GnomePlanet ist für Hacker/Mitwirkende und Developer.Gnome.Org ist für GNOME Entwickler.

2.  Installation von GNOME

Was wird gebraucht?

Bevor Sie mit der Installation von GNOME beginnen, sollten Sie evtl. Ihre USE-Variable editieren. Stellen Sie sicher, dass X, gtk und gnome in Ihrer USE-Variable enthalten sind, zu finden in der Datei /etc/make.conf. Wenn Sie Unterstützung für hald (Hardware Abstraction Layer) wollen, fügen Sie ihren USE-Flags hal hinzu. Das selbe gilt für dbus, ein System-Message-Bus, den Gnome intensiv benutzt. Das avahi USE-Flag ermöglicht DNS-Erkennung in GNOME (ähnlich wie Rendezvous unter Mac OS X). Wenn Sie keine KDE-Unterstützung möchten (die andere große Desktopumgebung), entfernen Sie qt3, qt4, arts und kde.

Befehlsauflistung 2.1: Beispiel-USE in /etc/make.conf

USE="-qt3 -qt4 -arts -kde X dbus gtk gnome hal avahi"

Sie können das branding USE-Flag hinzufügen, um einen netten, mit Gentoo-Grafik versehenen Splashscreen, anstatt des standardmäßigen Gnome-Splashscreens, zu bekommen:

Befehlsauflistung 2.2: Gentoo-Branding aktivieren

# echo "gnome-base/gnome-session branding" >> /etc/portage/package.use

Wenn Sie damit fertig sind, beginnen Sie die GNOME Installation, indem Sie gnome kompilieren:

Befehlsauflistung 2.3: Installation von GNOME

# emerge gnome

Sie können sich auch für eine minimale GNOME Installation mit gnome-light entscheiden:

Befehlsauflistung 2.4: Installieren einer minimalen GNOME Umgebung

# emerge gnome-light

Dies wird einen Moment dauern. Wärend die Installation fortschreitet, können Sie all jene Bücher lesen, derer Sie habhaft werden können (es dauert wirklich ziemlich lang). Fertig? Wunderbar, jetzt aktualisieren Sie Ihre Umgebungsvariablen:

Befehlsauflistung 2.5: Aktualisierung der Umgebungsvariablen

# env-update && source /etc/profile

Als nächstes bereinigen wir die verbleibenden Dienste.

Befehlsauflistung 2.6: Hinzufügen von hald und avahi-dnsconfd zum Standard-Runlevel

# /etc/init.d/hald start
# rc-update add hald default

# /etc/init.d/dbus start
# rc-update add dbus default

# /etc/init.d/avahi-dnsconfd start
# rc-update add avahi-dnsconfd default

Erste Eindrücke

Lassen Sie uns zuerst anschauen, was gerade kompiliert wurde. Verlassen Sie Ihre Root-Shell und loggen Sie sich als normaler Benutzer ein. Wir werden unsere Session so konfigurieren, dass GNOME gestartet wird, wenn wir den startx-Befehl ausführen (siehe auch Verwenden von startx in der X-Server Konfigurations Howto):

Befehlsauflistung 2.7: GNOME als Standard-Desktopumgebung

$ echo "exec gnome-session" > ~/.xinitrc

Beginnend mit gnome-base/gnome-session-2.26.2 müssen Sie die Variable XDG_MENU_PREFIX voranstellen, falls Sie die ~/.xinitrc Methode verwenden, um die Gnome-Menüs zu bekommen. (Falls Sie ~/.xinitrc nicht verwenden, wird alles automatisch für Sie erledigt; es ist keine zusätzliche Konfiguration erforderlich.)

Befehlsauflistung 2.8: Voranstellen der XDG_MENU_PREFIX zu ~/.xinitrc

$ sed '1i\export XDG_MENU_PREFIX=gnome-' ~/.xinitrc

Starten Sie jetzt Ihre grafische Umgebung durch Ausführen von startx:

Befehlsauflistung 2.9: Starten von GNOME

$ startx

Wenn alles glatt läuft, sollten Sie von GNOME begrüßt werden. Herzlichen Glückwunsch! Jetzt lassen Sie uns jedoch einen Blick auf die Möglichkeiten werfen, GNOME Ihren persönlichen Wünschen anzupassen:

3.  Konfiguration von GNOME

GNOMEs grafischer Login-Manager

Wenn Sie den "GNOME Display Manager" (GDM) bei Systemstart automatisch gestartet haben möchten (so dass Sie sich graphisch einloggen können), müssen Sie das xdm-Initscript zum Standard-Runlevel hinzufügen:

Befehlsauflistung 3.1: Hinzufügen von xdm zum Standard-Runlevel (default)

# rc-update add xdm default

Editieren Sie nun /etc/conf.d/xdm und passen Sie die DISPLAYMANAGER Variable an.

Befehlsauflistung 3.2: /etc/conf.d/xdm editieren

DISPLAYMANAGER="gdm"

Wenn Sie jetzt Ihren Rechner neu starten, wird der GNOME Display Manager Benutzername und Passwort von Ihnen einfordern und als Default-Einstellung GNOME als Desktopumgebung verwenden (obgleich Sie natürlich auch einen anderen einstellen können).

Um die Funktionalität von hald zu nutzen, müssen Sie Ihren Benutzer zur Gruppe plugdev hinzufügen. Wenn Sie Unterstützung für Geräte, die nicht vom nautilus-Dateimanager gehandhabt werden, benötigen (oder wenn Sie nautilus gar nicht verwenden), sollten Sie sicherstellen, dass gnome-volume-manager mit dem USE-Flag automount gebaut wurde und es jedes Mal, wenn sie sich einloggen, gestartet wird.



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Aktualisiert 1. September 2009

Zusammenfassung: GNOME ist eine viel genutzte Arbeitsumgebung. Diese Anleitung versucht, alle Aspekte GNOME's zu beschreiben - Installation, Konfiguration, Benutzung, ... eingeschlossen.

Sven Vermeulen
Autor

Lars Strojny
Bearbeiter

Joshua Saddler
Bearbeiter

Robert Körner
Übersetzer

Tobias Heinlein
Übersetzer

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