Haftungsausschluss:
Dieses Handbuch wurde durch eine neuere Version ersetzt und wird nicht länger gepflegt.
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2. Booten der Universellen Installations CD
Inhalt:
2.a. Hardware Anforderungen
Einleitung
Bevor wir loslegen, sollten Sie eine Liste aller Hardware Anforderungen erstellen,
um Gentoo erfolgreich auf Ihrem System installieren zu können.
Hardwareanforderungen
Eine Liste unterstützter Hardware finden Sie auf der
PA Team Website.
Sie finden möglicherweise weitere Informationen über Ihre Maschine in der Parisc-Linux Hardware Database.
| Arbeitsspeicher |
64 MB |
| Festplattenspeicher |
1.5 GB (ohne Swap Bereich) |
| Swap Bereich |
Mindestens 256 MB |
2.b. Die Gentoo Universal Installations-CD
Einleitung
Gentoo Linux kann mit einem der drei Stage Archive installiert werden.
Ein Stage Archiv ist ein (komprimiertes) Tar Archiv, dass eine Minimalumgebung
enthält.
-
Ein Stage 1 Archiv enthält nicht mehr als einen Compiler, Portage (Gentoos
Paketmanagementsystem) und einige Pakete, auf die der Compiler oder Portage
angewiesen sind.
-
Ein Stage 2 Archiv enthält ein sogenanntes Bootstrap System, dass ist eine
Minimalumgebung von der aus man anfangen kann alle anderen notwendigen
Anwendungen zu bauen, die eine Gentoo Umgebung vollständig machen.
-
Ein Stage 3 Archiv enthält ein nahezu vollständiges, vorgefertigtes
Minimalsystem. Es fehlen lediglich einige Anwendungen, die Sie als Gentoo
Benutzer auswählen und installieren müssen.
Wir haben uns in diesem Dokument für eine Installation mit einem Stage 3 Archiv
entschieden. Wenn Sie eine Gentoo Installation beginnend mit einem Stage 1 oder
Stage 2 Archiv starten wollen, benutzen Sie bitte die Anleitung in unserem Gentoo Handbuch. Dies setzt
jedoch eine funktionierende Internetverbindung voraus.
Gentoo Universal Installations-CD
Eine Installations-CD ist ein bootbares Medium, dass eine unabhängige Gentoo
Umgebung enthält. Sie erlaubt es Ihnen Linux von einer CD aus zu booten.
Während des Bootvorgangs wird Ihre Hardware erkannt und die passenden Treiber
werden geladen. Die Gentoo Installations-CDs werden von den Gentoo Entwicklern
betreut.
Es sind momentan zwei Installations-CDs verfügbar:
-
Die Universal Installations-CD enthält alles was Sie benötigen um Gentoo
zu installieren. Sie beinhaltet stage3-Dateien für gängige Architekturen,
Quellcode für zusätzliche Anwendungen, unter denen Sie wählen müssen und
natürlich die Installationsanweisungen für Ihre Architektur.
Subarchitekturen).
-
Die Minimal Installations-CD enthält nur eine kleine Umgebung, die es Ihnen
erlaubt zu booten und das Netzwerk zu konfigurieren, so dass Sie sich mit
dem Internet verbinden können. Sie enthält keine weiteren Dateien und kann
beim aktuallien Installationsansatz nicht verwendet werden.
Gentoo stellt auch eine Pakete-CD bereit. Diese CD ist keine Installations-CD,
aber eine zusätzliche Quelle die bei netzwerklosen Installationen genutzt
werden kann. Sie beinhalten vorkompilierte Pakete (der sogenannte GRP-Satz),
mit den Sie zusätzliche Anwendungen (wie OpenOffice.org, KDE, Gnome, ...)
einfach und schnell direkt nach netzwerklosen Installationen und genau vor
der Aktualisierung des Portagebaums installieren können.
2.c. Downloaden, Brennen und Booten einer Gentoo Universal Installations-CD
Downloaden und Brennen der Installations-CD
Sie können die Universal Installations-CD (und wenn Sie wollen auch die
Pakete-CD) von einem unserer Mirror herunterladen.
Die Installations-CD befindet sich im
releases/hppa/2005.0/installcd Verzeichnis. Die Pakete-CD befindet
sich im releases/hppa/2005.0/packagecd Verzeichnis.
In diesem Verzeichnis liegen sogenannte ISO-Dateien. Diese sind komplette
CD-Images, die Sie auf CD-R schreiben können.
Nachdem Sie die Datei heruntergeladen haben, können Sie die Integrität testen
um festzustellen ob es Übertragunsfehler gab oder nicht:
-
Sie können die MD5 Checksumme überprüfen und mit der MD5 Checksumme
vergleichen, die wir bereitstellen (zum biespiel mit dem md5sum Tool
unter Linux/Unix oder md5sum für Windows)
-
Sie können die kryptographische Signatur mit der überprüfen, die wir
bereitstellen. Sie müssen aber den öffentlichen Schlüssel, den wir
verwenden (17072058), erlangen, bevor Sie fortfahren.
Um unseren öffentlichen Schlüssel mit der GnuPG Anwendung zu erhalten, tippen
Sie folgenden Befehl:
Befehlsauflistung 3.1: Installieren des Public Key |
$ gpg --keyserver pgp.mit.edu --recv-keys 17072058
|
Verifizieren Sie nun die Signatur:
Befehlsauflistung 3.2: Verifizieren der kryptografischen Signatur |
$ gpg - -verify <signature file> <downloaded iso>
|
Um die heruntergeladenen ISO(s) zu brennen müssen Sie den RAW-Modus wählen. Wie
das im einzelnen funktioniert hängt sehr stark vom verwendeten Programm ab. Wir
stellen cdrecord und K3B vor; weitere Informationen finden Sie in
der Gentoo FAQ.
-
Mit cdrecord schreiben sie einfach cdrecord dev=/dev/hdc
<heruntergeladenes ISO Image> (ersetzen
Sie /dev/hdc mit dem Device Pfad Ihres CD-RW Laufwerk).
-
Mit K3B wählen Sie Tools > CD > Burn Image.
Danach können Sie das ISO Image innerhalb des 'Image to Burn' auswählen.
Schließlich klicken Sie Start.
Booten der Universal Installations-CD
Notiz:
Wenn Sie Probleme mit dem Booten der Installations-CD oder irgendeinem anderen Medium
haben lesen Sie das
PA-RISC Linux Boot HOWTO.
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Booten Sie Ihr HPPA System. Während des Startvorgangs werden Sie eine Nachricht
ähnlich zu dieser sehen:
Befehlsauflistung 3.3: HPPA Startmeldung |
Searching for Potential Boot Devices.
To terminate search, press and hold the ESCAPE key.
|
Wenn diese Nachricht erscheint drücken und halten Sie die Esc Taste solange, bis
ein Options Menü erscheint. Dies kann eine Weile dauern, haben Sie bitte Geduld. Per
Standard sollten Sie die BOOT_ADMIN Konsole betreten. Wenn Sie ein Options Menü
erhalten, wählen Sie Enter Boot Administration mode um in die BOOT_ADMIN
Konsole zu gelangen. Sie sollten nun einen '>' Prompt haben.
Legen Sie die Gentoo Installations-CD in das CD-ROM Laufwerk. Wenn Sie die SCSI ID Ihres
CD-ROM Laufwerkes nicht kennen, wird Ihre PA-RISC danach suchen, wenn Sie das
search Kommando ausführen.
Befehlsauflistung 3.4: Suchen nach der SCSI ID |
> search
Searching for Devices with Bootable Media.
To terminate search, please press and hold the ESCAPE key.
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Ihre PA-RISC wird Ihnen nun alle verfügbaren Startmedien anzeigen. Dies ist
ein Beispielergebnis dieses Kommandos:
Befehlsauflistung 3.5: Verfügbare Startmedien |
Device Selection Device Path Device Type and Utilities
---------------------------------------------------------------------------
P0 scsi.5.0 TOSHIBA CD-ROM XM-3301TA
IPL
P1 scsi.2.0 COMPAQ ST32550N
IPL
P2 lan.0010a7-06d1b6.3.6 server
IPL
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Um von einer CD-ROM zu booten müssen sie den Laufwerkspfad mit angeben. Wenn wir
zum Beispiel das Toshiba CD-ROM aus obigem Beispiel booten möchten, müssen wir
folgendes Kommando ausführen:
Befehlsauflistung 3.6: Starten von einer CD-ROM |
> boot scsi.5.0 ipl
Trying scsi.5.0
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Der Zusatz ipl (Initial Program Loader) teilt palo (dem PA-RISC boot
LOader) mit, im interaktiven Modus zu starten. Damit können Sie zum Beispiel die
Boot Parameter des Kernel ändern.
Nach einem erfolgreichen Start wird palo im interaktiven Modus starten:
Befehlsauflistung 3.7: PALO: Interaktiver Modues |
Boot path initialized.
Attempting to load IPL.
Hard booted.
palo ipl 1.2 root@b180l.da-kot Tue Apr 8 12:43:07 CEST 2003
Boot image contains:
0/vmlinux32 4028015 bytes @ 0x1520000
0/ramdisk 834748 bytes @ 0xf800
Current command line:
0/vmlinux initrd=initrd.gz TERM=linux console=tty root=/dev/ram0 init=/linuxrc
0: 0/vmlinux
1: initrd=initrd.gz
2: TERM=linux
3: console=tty
4: root=/dev/ram0
5: init=/linuxrc
Edit which field?
(or 'b' to boot with this command line)?
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Diese Parameter reichen für die meisten Fälle aus.
Wenn Sie weitere Features benötigen, müssen Sie das entsprechende Keyword an das
Ende der Kommandozeile anhängen. Um ein Keyword anzuhängen editieren Sie das
letze Feld und fügen Sie ein Leerzeichen gefolgt von Ihrem Keyword ein. Die
aktuell einzig implementierten Keywords sind cdcache, dass die
Installations-CD anweist, sich in den Arbeitsspeicher zu laden; dadurch können
Sie die CD später unmounten. Sowie noload=Modul1[,Modul2[,...]] welches
einem erlaubt das Laden bestimmter Module explizit zu deaktivieren.
Befehlsauflistung 3.8: Hinzufügen von cdcache als Bootoption |
(or 'b' to boot woth this command line)? 5
init=/linuxrc cdcache
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Jetzt haben sie die Kernel Bootparameter angepasst, booten Sie.
Befehlsauflistung 3.9: Booten des Kernel |
(or 'b' to boot with this command line)? b
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Sie sollten einen Root Prompt ("#") auf der aktuellen Konsole haben und mit
Alt-F2, Alt-F3 und Alt-F4 weitere Konsolen benutzen können. Gehen Sie mit Alt-F1
wieder auf die Ausgangskonsole zurück.
Fahren Sie nun mit der Konfiguration zusätzlicher
Hardware fort.
Konfiguration zusätzlicher Hardware
Die meisten HPPA Maschinen haben eine On-Board Netzwerkkarte. Ältere nutzen den
lasi Treiber, der fest in den Kernel einkompiliert ist. Neuere benutzen den
tulip Treiber, welcher als Modul vorliegt. Um letzteren zu benutzen laden Sie
den Treiber.
Im nächsten Beispiel versuchen wir das tulip Modul (Unterstützung für
verschiedene Arten von Netzwerkkarten) zu laden:
Befehlsauflistung 3.10: Laden von Kernel Modulen |
# modprobe tulip
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Optional: Benutzer Accounts
Wenn Sie planen, anderen Menschen Zugriff auf Ihre Installation zu geben oder
mit irssi ohne root Rechte chatten möchten (aus Sicherheitsgründen), müssen
Sie die notwendigen Benutzer Accounts anlegen und das root Passwort ändern.
Um das root Passwort zu ändern benutzen Sie das passwd Programm:
Befehlsauflistung 3.11: Wechseln des root Passwort |
# passwd
New password:
Re-enter password:
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Um einen Benutzer Account zu erstellen benötigen wir zunächst den Namen des
Accounts gefolgt von einem Passwort. Wir benutzen useradd und
passwd für diese Aufgaben. Im nächsten Beispiel erstellen wir den
Benutzer "john".
Befehlsauflistung 3.12: Erstellen eines Benutzer Accounts |
# useradd -m -G users john
# passwd john
New password:
Re-enter password:
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Sie können die Benutzerkennung von root zum neu erstellen Benutzer mit su
wechseln:
Befehlsauflistung 3.13: Wechseln des Benutzers |
# su - john
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Optional: Lesen der Dokumentation während der Installation
Wenn Sie das Gentoo Handbuch (entweder von der CD oder Online) während der
Installation lesen möchten stellen Sie zunächst sicher, dass Sie einen Benutzer
Account (wie in Optional: Benutzer Accounts
beschrieben) angelegt haben. Drücken Sie nun Alt-F2 um sich an einem
neuen Terminal anzumelden.
Wenn Sie die Dokumentation auf der CD lesen möchten können Sie direkt
links2 starten:
Befehlsauflistung 3.14: Lesen der Dokumentation auf der CD |
# links2 /mnt/cdrom/docs/handbook/html/index.html
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Nichtsdestotrotz ist die Online Version des Gentoo Handbuch vorzuziehen, da
diese aktueller als die auf der CD enthaltene ost. Sie können diese genausogut
mit links2 durchblättern, allerdings erst, nachdem Sie das Kapitel
Konfiguration des Netzwerk durchgearbeitet haben (andernfalls haben Sie
keine Verbindung ins Internet um das Dokument anzuschauen):
Befehlsauflistung 3.15: Lesen der Online Dokumentation |
# links2 http://www.gentoo.org/doc/de/handbook/handbook-hppa.xml
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Sie können auf Ihr initiales Terminal mittels Alt-F1 wechseln.
Optional: Starten des SSH Daemon
Wenn Sie anderen Benutzern während der Installation Zugriff auf Ihren Rechner
geben wollen (vielleicht weil diese Benutzer Sie bei der Installation
unterstützen oder sie diese für Sie durchführen), müssen Sie einen Benutzer
Account für sie erstellen oder ihnen möglicherweise gar das root Passwort
geben (machen Sie das nur, wenn Sie diesem Benutzer
vollständig Vertrauen können).
Um den SSH Daemon zu starten führen Sie folgendes Kommando aus:
Befehlsauflistung 3.16: Starten des SSH Daemon |
# /etc/init.d/sshd start
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Um sshd nutzen zu können müssen Sie das Netzwerk einrichten. Fahren Sie nun
mit dem nächsten Kapitel Konfiguration des Netzwerk
fort.
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