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10. Konfiguration des Bootloaders

Inhalt:

10.a. Eine Wahl treffen

Einleitung

Nun, da Ihr Kernel konfiguriert und kompiliert ist und die notwendigen Systemkonfigurationsdateien richtig konfiguriert sind, ist es Zeit ein Programm zu installieren, das Ihren Kernel lädt, wenn Sie Ihr System starten. Solch ein Programm wird Bootloader genannt. Doch bevor Sie anfangen, betrachten Sie Ihre Wahlmöglichkeiten...

Für Linux/PPC existieren verschiedene Bootloader. Es gibt yaboot (für NewWorld Apple und IBM Maschinen) und BootX (für OldWorld Apple und IBM Maschinen). Der Pegasos benötigt keinen Bootloader, aber wir haben den BootCreator für die Erstellung eines SmartFirmware Bootmenüs mit einbezogen.

10.b. Standard: Die Benutzung von yaboot

Einleitung

Wichtig: yaboot kann nur auf NewWorld Apple und IBM Systemen verwendet werden!

Zuerst müssen Sie die /dev Nodes in Ihrer neuen Umgebung erstellen, da diese während der Bootloader-Installation benötigt werden. Dies können Sie erreichen, indem Sie das /dev Verzeichnis von der Installations-CD in die neue Umgebung hinein mappen.

Befehlsauflistung 2.1: Mounten des /dev-Dateisystems mit der bind Funktion

# exit  # this will exit the chroot
# mount -o bind /dev /mnt/gentoo/dev
# chroot /mnt/gentoo /bin/bash
# /usr/sbin/env-update && source /etc/profile 

Es gibt zwei Möglichkeiten yaboot für Ihr System zu konfigurieren. Sie können das beiliegende yabootconfig verwenden, um yaboot automatisch zu konfigurieren. Wenn Sie aus irgendeinem Grund nicht yabootconfig verwenden wollen, um /etc/yaboot.conf automatisch zu erstellen oder Sie Gentoo auf einem G5 installieren (auf dem yabootconfig nicht immer funktioniert), editieren Sie einfach die schon installierte Beispieldatei auf Ihrem System.

Standard: Die Benutzung von yabootconfig

yabootconfig wird die Partitionen auf Ihrem System automatisch erkennen und wird Dual- und Dreifachbootkombinationen mit Linux, Mac OS und Mac OS X einrichten.

Um yabootconfig benutzen zu können, muss Ihr Laufwerk eine Apple_Bootstrap Partition haben und /etc/fstab muss konfiguriert mit Ihren Linux Partitionen sein. Beides sollte durch die vorangegangen Schritte schon geschehen sein. Stellen Sie sicher, dass Sie die neueste Version von yaboot installiert haben.

Befehlsauflistung 2.2: Installieren von Yaboot mit GRP

# emerge --usepkg --update yaboot

Verlassen Sie nun die chroot Umgebung und führen yabootconfig --chroot /mnt/gentoo aus. Das Programm wird ablaufen und den Pfad der Bootstrap Partition bestätigen. Geben Sie Y ein, wenn dies korrekt ist. Falls nicht, überprüfen Sie erneut /etc/fstab. yabootconfig wird dann Ihre Systemkonfiguration überprüfen, /etc/yaboot.conf erstellen und mkofboot für Sie ausführen. mkofboot wird gebraucht, um die Apple_Bootstrap Partition zu formatieren und dorthinein die yaboot Konfigurationsdatei zu installieren. Betreten Sie hiernach wieder die chroot Umgebung.

Befehlsauflistung 2.3: chroot Umgebung betreten

#  chroot /mnt/gentoo /bin/bash
# /usr/sbin/env-update && source /etc/profile

Sie sollten den Inhalt von /etc/yaboot.conf überprüfen. Wenn Sie Veränderungen an /etc/yaboot.conf vornehmen (wie die Standard-/Boot-OS-Einstellung zu setzen) stellen Sie sicher, dass Sie ybin -v erneut ausführen, um die Änderungen auf die Apple_Bootstrap Partition zu schreiben.

Fahren Sie nun mit dem Rebooten des Systems fort.

Alternativ: Die manuelle yaboot Konfiguration

Stellen Sie zuerst sicher, dass die neueste Version von yaboot auf Ihrem System installiert ist:

Befehlsauflistung 2.4: Installieren von yaBoot

# emerge --usepkg --update yaboot

Nachfolgend finden Sie eine vollständige yaboot.conf Datei. Ändern Sie diese nach Belieben. G5 Nutzer sollten beachten, dass sie Serial ATA Festplatten haben, die vom Linux Kernel als SCSI Laufwerke angesprochen werden (ersetzen Sie /dev/hda mit /dev/sda).

Befehlsauflistung 2.5: /etc/yaboot.conf

## /etc/yaboot.conf
##
## Führen Sie: "man yaboot.conf" für Details aus. Machen Sie keine
## Änderungen bevor Sie das nicht getan haben!
## Siehe auch: /usr/share/doc/yaboot/examples für Beispielkonfigurationen
##
## Für ein Dualbootmenü fügen Sie eine oder mehrere dieser hinzu:
## bsd=/dev/hdaX, macos=/dev/hdaY, macosx=/dev/hdaZ

## unsere Bootstrap Partition:

boot=/dev/hda2

## ofboot ist der openfirmware Weg die bootstrap Partition anzugeben.
## Wenn diese nicht angegeben ist schlägt yaboot auf dem G5 und einigen G4 fehl (es 
## sei denn Sie geben dem mkofboot/ybin Programm die notwendigen Argumente mit).
## hd:X bedeutet /dev/sdaX (oder /dev/hdaX).
##
## G5 Benutzer sollten diese Zeile unkommentieren.

#ofboot=hd:2

##hd: ist OpenFirmwaresprache für hda
device=hd:

delay=5
defaultos=macosx
timeout=30
install=/usr/lib/yaboot/yaboot
magicboot=/usr/lib/yaboot/ofboot

#################
## Dieser Abschnitt kann doppelt verwendet werden, wenn Sie mehr als einen Kernel
## oder Satz von Bootoptionen haben. - ersetzen Sie 2.6.9 mit Ihrer Kernel
## Version.
#################
image=/boot/kernel-2.6.9
  label=Linux
  root=/dev/hda3
  partition=3
  sysmap=/boot/System.map-2.6.9
  read-only
##################

## G5 und einige G4 Benutzer sollten
##   macos=hd:13
##   macosx=hd:12
## anstelle der Beispielwerte setzen.

macos=/dev/hda13
macosx=/dev/hda12
enablecdboot
enableofboot

Sobald yaboot.conf so eingerichtet ist, wie Sie es wünschen, führen Sie mkofboot -v aus um die Einstellungen in der Bootstrap Partition zu installieren. Vergessen Sie dies nicht! Bestätigen Sie, wenn mkofboot Sie auffordert ein neues Dateisystem zu erstellen.

Wenn alles gut geht und Sie dieselben Optionen haben wie wir im obigen Beispiel, gibt Ihnen der nächste Neustart ein simples Bootmenü mit fünf Einträgen. Wenn Sie später Ihre yaboot Konfiguration erneuern, müssen Sie einfach ybin -v ausführen, um Ihre Bootstrap Partition auf den neuesten Stand zu bringen - mkofboot wird nur für die erstmalige Einrichtung benötigt.

Für weitere Informationen über yaboot werfen Sie einen Blick auf dasyaboot Projekt. Fahren Sie nun mit dem Rebooten des Systems fort.

10.c. Alternativ: BootX

Wichtig: BootX kann nur auf OldWorld Apple Systemen verwendet werden!

BootX setzt voraus, dass der Rechner neu gestartet wird.

Zuerst verlassen Sie die chroot-Umgebung und unmounten alle Festplatten. Dann geben Sie das magische Kommando ein, auf das Sie gewartet haben: reboot.

Befehlsauflistung 3.1: chroot-Umgebung verlassen, alle Partitionen unmounten und neu starten

# exit
cdimage ~# cd
cdimage ~# umount /mnt/gentoo/proc /mnt/gentoo
cdimage ~# reboot

Bitte vergessen Sie nicht die bootbare CD zu entfernen. Sonst wird wieder die CD gebootet anstatt MacOS.

Sobald Ihre Maschine MacOS gebootet hat, öffnen Sie das BootX Control Panel. Wählen Sie Options und deaktivieren Sie Used specified RAM disk. Sobald Sie wieder im Hauptmenü von BootX sind, finden Sie eine Option, um die Festplatte und Partition mit root auszuwählen. Geben Sie die entsprechenden Werte ein.

BootX kann konfiguriert werden, um Linux beim Booten zu starten. Wenn Sie dies tun sehen Sie, wird der Computer in MacOS starten un dann während des Starts BootX laden, was wiederum Linux startet. Auf der BootX Webseite finden Sie weitere Informationen.

Rebooten Sie nun wieder und fahren Sie mit Abschließen der Gentoo Installation fort.

10.d. Alternative: BootCreator

Wichtig: BootCreator wird ein nettes SmartFirmware Bootmenü in Forth für den Pegasos erstellen.

Stellen Sie zunächst sicher, dass Sie die aktuelleste Version von bootcreator auf Ihrem System installiert haben:

Befehlsauflistung 4.1: Installieren von bootcreator

# emerge --usepkg --update bootcreator

Kopieren Sie nun die Datei /etc/bootmenu.example in /etc/bootmenu und editieren Sie diese entsprechend Ihren Bedürfnissen:

Befehlsauflistung 4.2: Editieren der bootcreator Konfigurationsdatei

# cp /etc/bootmenu.example /etc/bootmenu
# nano -w /etc/bootmenu

Folgend finden Sie eine vervollständigte /etc/bootmenu Konfigurationsdatei. Verändern Sie diese nach Wunsch.

Befehlsauflistung 4.3: bootcreator Konfigurationsdatei

#
# Beispiels Erläuterungsdatei für bootcreator 1.1
#

[VERSION]
1

[TITLE]
Boot Menu

[SETTINGS]
AbortOnKey = false
Timeout    = 9
Default    = 1

[SECTION]
Local HD -> Morphos      (Normal)
ide:0 boot2.img ramdebug edebugflags="logkprintf"

[SECTION]
Local HD -> Linux 2.6.10 (Normal)
ide:0 linux-2.6.10 video=radeonfb:1024x768@70 root=/dev/hda3

Zuletzt muss das bootmenu nach Forth übersetzt und auf Ihre Boot Partition kopiert werden, damit die SmartFirmware es lesen kann. Deswegen müssen Sie bootcreator aufrufen:

Befehlsauflistung 4.4: Installieren des Bootmenüs

# bootcreator /etc/bootmenu /boot/menu

Notiz: Sie sollten auf alle Fälle einen Blick auf die Einstellungen von SmartFirmware werfen, wenn Sie neu starten. Vergewissern Sie sich, dass menu die Datei ist, welche standardmäßig geladen wird.

Fahren Sie nun fort mit der Installation mit Neustarten des Systems.

10.e. Rebooten des Systems

Verlassen Sie die chroot Umgebung und unmounten Sie alle gemounteten Partitionen. Danach tippen Sie den magischen Befehl ein, auf den Sie solange gewartet haben: reboot.

Befehlsauflistung 5.1: Unmounten aller Partitionen und Rebooten

# exit
livecd ~# umount /mnt/gentoo/proc /mnt/gentoo/dev /mnt/gentoo
livecd ~# reboot

Nachdem Sie in die neue Gentoo Installation gebootet haben schließen Sie die Installation mit Abschließen der Gentoo Installation ab.


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Seite aktualisiert 9. Juni 2005

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Zusammenfassung: Es gibt verschiedene Bootloader. Jeder wird anders konfiguriert. In diesem Kapitel werden wir Ihnen alle Möglichkeiten vorstellen und Sie durch die Konfiguration des Bootloaders nach Ihren Bedürfnissen begleiten.

Sven Vermeulen
Autor

Roy Marples
Autor

Daniel Robbins
Autor

Chris Houser
Autor

Jerry Alexandratos
Autor

Seemant Kulleen
Gentoo x86 Entwickler

Tavis Ormandy
Gentoo Alpha Entwickler

Jason Huebel
Gentoo AMD64 Entwickler

Guy Martin
Gentoo HPPA Entwickler

Pieter Van den Abeele
Gentoo PPC Entwickler

Joe Kallar
Gentoo SPARC Entwickler

John P. Davis
Bearbeiter

Pierre-Henri Jondot
Bearbeiter

Eric Stockbridge
Bearbeiter

Rajiv Manglani
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Jungmin Seo
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Jared Hudson
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Colin Morey
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