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4. Vorbereiten der Festplatte(n)

Inhalt:

4.a. Einführung in Block Devices

Block Devices

Wir werden einen guten Einblick in die festplattenbezogenen Aspekte von Gentoo Linux und Linux im Allgemeinen erhalten, inklusive Linux Dateisysteme, Partitionen und Block Devices. Dann, sobald Sie mit den Vor- und Nachteilen von Festplatten und Dateisystemen vertraut sind, werden Sie durch den Prozess des Partitionierens und der Dateisystemerstellung für Ihre Gentoo Linux Installation geführt.

Zu Beginn werden wir Ihnen Block Devices vorstellen. Das berühmteste Block Device ist wahrscheinlich das, welches das erste IDE Laufwerk in einem Linux System repräsentiert, namentlich /dev/hda. Wenn Ihr System SCSI Laufwerke verwendet, dann wäre Ihre erste Festplatte /dev/sda. Serial ATA Laufwerke sind ebenso /dev/sda, auch wenn es IDE Laufwerke sind.

Die obigen Block Devices repräsentieren ein abstraktes Interface zur Festplatte. Benutzerprogramme können diese Block Devices benutzen um Ihre Festplatte anzusprechen, ohne sich darum zu kümmern zu müssen, ob Ihre Festplatten IDE, SCSI oder irgendwas anderes sind. Das Programm kann den Speicherplatz auf der Festplatte einfach als eine Anhäufung von zusammenhängenden, beliebig zugreifbaren 512-Byte Blöcken ansprechen.

Partitionen und Slices

Obwohl es theoretisch möglich ist eine ganze Festplatte zu nutzen, um Ihr Linux System zu beherbergen, wird dies in der Praxis so gut wie nie gemacht. Stattdessen werden komplette Festplatten Block Devices in kleinere, besser verwaltbare Block Devices unterteilt. Auf den meisten Systemen werden sie Partitionen genant. Andere Architekturen benutzen eine ähnliche Technik, genannt Slices.

4.b. Erstellung eines Partitionsschemas

Standard Partitionsschema

Wenn Sie nicht daran interessiert sind sich ein Partitionsschema für Ihr System auszudenken, können Sie das Partitionsschema verwenden, welches wir in diesem Handbuch benutzen:

Partition Dateisystem Größe Beschreibung
/dev/sda1 Partition map 31.5k Partition map
/dev/sda2 (bootstrap) 800k Apple_Bootstrap
/dev/sda3 (swap) 512M Swap Partition
/dev/sda4 ext3 Rest der Festplatte Root Partition

Notiz: Es gibt einige Partionen mit Namen wie: Apple_Driver43, Apple_Driver_ATA, Apple_FWDriver, Apple_Driver_IOKit, Apple_Patches. Wenn Sie nicht planen MacOS 9 einzusetzen können Sie diese löschen, da Mac OS X und Linux diese nicht benötigen. Sie müssen parted benutzen um diese zu löschen, da mac-fdisk sie noch nicht löschen kann.

Wenn Sie daran interessiert sind zu erfahren, wie groß eine Partition sein sollte, oder auch wieviele Partitionen Sie benötigen, lesen Sie weiter. Anderenfalls fahren Sie nun mit dem Apple G5: Benutzen von mac-fidsk zur Partitionierung Ihrer Festplatte oder IBM pSeries: Benutzen von fdisk zur Partitionierung Ihrer Festplatte.

Wie viele und wie groß?

Die Anzahl an Partitionen hängt stark von Ihrer Umgebung ab. Wenn Sie z.B. eine Menge User haben, wollen Sie höchstwahrscheinlich Ihr /home separat halten, da es die Sicherheit erhöht und Backups einfacher macht. Wenn Sie Gentoo installieren um als Mailserver zu fungieren, sollten Sie /var separat halten, da alle Mails in /var gespeichert werden. Eine gute Wahl des Dateisystems maximiert dann die Performance. Gameserver sollten ein separates /opt haben, da die meisten Game Server dort installiert werden. Der Grund ist ähnlich wie bei /home: Sicherheit und Backups. Es liegt definitiv in Ihrem Interesse /usr groß zu behalten: es wird nicht nur den Großteil der Programme enthalten; der Portage Baum alleine belegt etwa 500MB, ohne die verschiedensten Quellen die darin gespeichert sind mitzurechnen.

Wie Sie sehen können, hängt es sehr stark davon ab, was Sie erreichen wollen. Separate Partitionen oder Volumes haben folgende Vorteile:

  • Sie können das Dateisystem mit der höchsten Performance für jede Partition oder jedes Volume auswählen
  • Ihr System behält noch freien Speicherplatz, selbst wenn ein defektes Tool ununterbrochen Dateien auf eine Partition oder ein Volume schreibt
  • Falls nötig können Dateisystem-Checks zeitlich verkürzt werden, in dem mehrere Checks parallel durchgeführt werden können (obwohl dieser Vorteil eher mit mehreren Festplatten als mit mehreren Partitionen zum Tragen kommt)
  • Die Sicherheit kann erhöht werden, indem Sie einige Partitionen oder Volumes read-only, nosuid (setuid Bits werden ignoriert), noexec (executable Bits werden ignoriert) etc. mounten

Wie dem auch sei, mehrere Partitionen haben einen großen Nachteil: Wenn sie nicht richtig konfiguriert werden, könnte das Resultat ein System sein, welches viel Speicherplatz auf der einen Partition und keinen auf einer anderen frei hat. Es gibt weiterhin ein 15 Partitionen Limit für SCSI und SATA.

4.c. Standard: Benutzen von mac-fdisk (Apple G5) zur Paritionierung Ihrer Festplatte

An dieser Stelle erstellen Sie Ihre Partitionen mit mac-fdisk:

Befehlsauflistung 3.1: Starten von mac-fdisk

# mac-fdisk /dev/sda

Löschen Sie zunächst die Partitionen, die Sie vorher geleert haben, um Platz für Ihre Linux Partitionen zu schaffen. Benutzen Sie d in mac-fdisk um diese Partition(en) zu löschen. Es wird Sie nach der Partitionsnummer fragen, die gelöscht werden soll.

Zweitens erstellten Sie eine Apple_Bootstrap Partition mit b. Sie werden nach einem Block gefragt mit dem Sie starten wollen. Geben Sie die Nummer Ihrer ersten freien Partition, gefolgt von einem p ein. Zum Beispiel ist dass 2p.

Notiz: Diese Partition ist keine "boot" Partition. Sie wird gar nicht von Linux benutzt; Sie müssen darauf kein Dateisystem anlegen und sollten sie niemals mounten. PPC Benutzer benötigen keine extra /boot Partition.

Erstellen Sie nun eine Swap Partition indem Sie c drücken. mac-fdisk wird Sie wieder nach dem Block fragen mit dem Sie diese Partition beginnen lassen wollen. Nachdem wir 2 vorher für die Apple_Bootstrap Partition gewählt haben, müssen Sie nun 3p eingeben. Wenn Sie nach der Größe gefragt werden, geben Sie 512M ein (oder welche Größe Sie auch immer möchten). Wenn Sie nach einem Namen gefragt werden, geben Sie swap ein (zwingend).

Um die Root Partition zu erstellen, geben Sie c gefolgt von 4p ein um auszuwählen mit welchem Block die Root Partition beginnen soll. Wenn Sie nach der Größe gefragt werden, geben Sie wieder 4p ein. mac-fdisk interpretiert dies als "Benutze den ganzen verfügbaren Platz". Wenn Sie nach einem Namen gefragt werden, geben Sie root ein (zwingend).

Abschließend schreiben Sie die Partitionen mit w auf die Festplatte und beenden mac-fdisk mit q.

Notiz: Um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist, sollten Sie mac-fdisk noch einmal ausführen und prüfen ob alle Partitionen vorhanden sind. Wenn Sie keine der von Ihnen angelegten Partitionen oder von Ihnen durchgeführten Änderungen sehen können, sollten Sie die Partitionen mit "i" in mac-fdisk reinitialisieren. Beachten Sie, dass dies die Partitionstabelle neu erstellt und so all Ihre Partitionen entfernt.

Jetzt da Ihre Partitionen angelegt sind, können Sie nun mit dem Erstellen der Dateisysteme fortfahren.

4.d. IBM pSeries, iSeries und OpenPower: Benutzen von fdisk zur Partitionierung Ihrer Festplatte

Notiz: Wenn Sie vorhaben ein RAID Festplattenarray für Ihre Gentoo Installation zu nutzen und Sie POWER5-basierte Hardware benutzen, sollten Sie jetzt iprutils ausführen, um die Festplatten mit dem Advanced Function Format zu formatieren und das Festplattenarray anzulegen. Sie sollten auch in Betracht ziehen, dieses Paket mit emerge zu installieren, wenn Ihre Installation vollständig ist.

Die folgenden Teile erklären, wie man das oben erwähnte Beispiel Partitionslayout erstellt und zwar:

Partition Beschreibung
/dev/sda1 PPC PReP Boot Partition
/dev/sda2 Swap Partition
/dev/sda3 Root Partition

Verändern Sie Ihr Partitionslayout nach Ihren eigenen Vorlieben.

Das aktuelle Partitionslayout anzeigen

fdisk ist ein beliebtes und mächtiges Werkzeug um Ihre Festplatte in Partitionen zu unterteilen. Starten Sie fdisk auf Ihrer Festplatte (in unserem Beispiel benutzen wir /dev/sda):

Befehlsauflistung 4.1: fdisk starten

# fdisk /dev/sda

Sobald Sie in fdisk sind, werden Sie mit einem Prompt wie diesem begrüßt:

Befehlsauflistung 4.2: fdisk Prompt

Command (m for help):

Drücken Sie p um Ihre aktuelle Partitionskonfiguration anzeigen zu lassen:

Befehlsauflistung 4.3: Eine Beispiel Partitionstabelle

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1          12       53266+  83  Linux
/dev/sda2              13         233      981571+  82  Linux swap
/dev/sda3             234         674     1958701+  83  Linux
/dev/sda4             675        6761    27035410+   5  Extended
/dev/sda5             675        2874     9771268+  83  Linux
/dev/sda6            2875        2919      199836   83  Linux
/dev/sda7            2920        3008      395262   83  Linux
/dev/sda8            3009        6761    16668918   83  Linux

Command (m for help):

Diese bestimmte Festplatte ist konfiguriert sechs Linux Dateisysteme zu beherbergen (jedes mit einer dazugehörigen Partition, gelistet als "Linux") und auch eine Swap Partition (gelistet als "Linux swap").

Entfernen aller Partitionen

Zuerst entfernen wir alle existierenden Partitionen von der Festplatte. Drücken Sie d um eine Partition zu löschen. Zum Beispiel um ein bestehendes /dev/sda1 zu löschen:

Notiz: Wenn Sie nicht alle Partitionen löschen möchten, löschen Sie nur diejenigen, die Sie auch löschen wollen. An dieser Stelle empfiehlt der Autor eine Sicherung Ihrer Daten anzulegen, um einen Verlust zu vermeiden.

Befehlsauflistung 4.4: Löschen einer Partition

Command (m for help): d
Partition number (1-4): 1

Die Partition wurde zum Löschen vorgesehen. Sie wird nicht mehr angezeigt, wenn Sie p drücken, sie wird aber nicht gelöscht, bis Ihre Änderungen gespeichert wurden. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben und ohne Speichern Ihrer Änderungen abbrechen wollen, drücken Sie umgehend q und Enter und Ihre Partition wird nicht gelöscht werden.

Angenommen, dass Sie wirklich alle Partitionen auf Ihrer Festplatte löschen wollen, drücken Sie wiederholt p um die Partitionstabelle anzuzeigen und dann d und die Nummer der Partition die Sie löschen wollen. Schließlich werden Sie eine leere Partitionstabelle haben:

Befehlsauflistung 4.5: Eine leere Partitionstabelle

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

Device Boot    Start       End    Blocks   Id  System

Command (m for help):

Jetzt, da die Partitionstabelle im Speicher leer ist, sind wir bereit die Partitionen zu erstellen. Wir werden ein Standard Partitionsschema benutzen, wie wir es zuvor angesprochen haben. Natürlich sollten Sie den Instruktionen nicht auf das Wort folgen, wenn Sie nicht dasselbe Partitionsschema verwenden wollen!

Erstellen der PPC PReP Boot Partition

Zuerst erstellen wir eine kleine PReP Boot Partition. Drücken Sie n, um eine neue Partition zu erstellen, dann p um eine primäre Partition zu wählen, gefolgt von 1 um die erste primäre Partition zu wählen. Wenn Sie nach dem ersten Zylinder gefragt werden, drücken Sie Enter. Werden Sie nach dem letzten Zylinder gefragt, geben Sie +7M ein um eine 7 Mbyte große Partition zu erstellen. Wenn Sie dass getan haben, drücken Sie t um den Partitionstyp zu setzen, 1 um die Partiton, die Sie gerade angelegt haben auszuwählen und dann 41 un den Partitionstyp auf "PPC PReP Boot" zu setzen. Schließlich müssen Sie die PReP Partition als bootbar markieren.

Notiz: Die PReP Partition muss kleiner als 8 MByte sein!

Befehlsauflistung 4.6: Erstellen der PReP Boot Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System

Command (m for help): n
Command action
      e   extended
      p   primary partition (1-4)
p
Partition number (1-4): 1
First cylinder (1-6761, default 1): 
Using default value 1
Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (1-6761, default 6761): +8M

Command (m for help): t
Selected partition 1
Hex code (type L to list codes): 41
Changed system type of partition 1 to 41 (PPC PReP Boot)

Command (m for help): a
Partition number (1-4): 1
Command (m for help):

Wenn Sie jetzt p drücken, sollten Sie die folgende Partitionstabelle sehen:

Befehlsauflistung 4.7: Erstellte Boot Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1  *            1           3       13293   41  PPC PReP Boot

Command (m for help):

Erstellen der Swap Partition

Nun erstellen Sie die Swap Partition. Dazu drücken Sie n, um eine neue Partition zu erstellen, dann p, um fdisk mitzuteilen, dass Sie eine primäre Partition anlegen möchten. Dann drücken Sie 2, um die zweite primäre Partition, in unserem Fall /dev/sda2, anzulegen. Wenn Sie nach dem ersten Zylinder gefragt werden, drücken Sie Enter. Wenn Sie nach dem letzten Zylinder gefragt werden, tippen Sie +512M ein, um eine Partition mit einer Größe von 512 MB zu erstellen. Nachdem Sie dies getan haben, müssen Sie mit t den Partitionstyp festlegen, 2, um die gerade angelegte Partition auszuwählen und dann 82, um den Partitionstyp als "Linux Swap" festzulegen. Nachdem Sie diese Schritte abgeschlossen haben, drücken Sie p und Sie erhalten eine Paritionstabelle, die etwa so wie diese aussieht:

Befehlsauflistung 4.8: Partitionstabelle nach Erstellen einer Swap Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1           3       13293   41  PPC PReP Boot
/dev/sda2               4         117      506331   82  Linux swap

Command (m for help):

Erstellen der Root Partition

Zum Schluss müssen Sie noch die Root Partition erstellen. Dazu drücken Sie n, um eine neue Partition zu erstellen, dann p um fdisk mitzuteilen, dass Sie eine primäre Partition anlegen möchten. Dann drücken Sie 3, um die dritte primäre Partition, /dev/sda3 in unserem Fall, anzulegen. Wenn Sie nach dem ersten Zylinder gefragt werden, drücken Sie Enter. Wenn Sie nach dem letzten Zylinder gefragt werden, tippen Sie Enter, um eine Partition zu erstellen, die den restlichen freien Platz belegt. Nachdem Sie diese Schritte abgeschlossen haben, sollte durch Drücken von p eine Paritionstabelle angezeigt werden, die etwa so wie diese aussieht:

Befehlsauflistung 4.9: Partitionstabelle nach Erstellen der Root Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1           3       13293   41  PPC PReP Boot
/dev/sda2               4         117      506331   82  Linux swap
/dev/sda3             118        6761    29509326   83  Linux

Command (m for help):

Speichern des Partitionslayouts

Um das Partitionslayout zu speichern und fdisk zu verlassen, drücken Sie w.

Befehlsauflistung 4.10: Speichern und verlassen von fdisk

Command (m for help): w

Jetzt da Ihre Partitionen erstellt sind, können Sie mit dem Erstellen der Dateisysteme fortfahren.

4.e. Erstellen der Dateisysteme

Einleitung

Jetzt, da Ihre Partitionen erstellt sind, ist es an der Zeit Dateisysteme auf ihnen anzulegen. Wenn es Ihnen egal ist welche Dateisysteme ausgewählt werden und mit dem zufrieden sind, was wir als Standard in diesem Handbuch benutzen, fahren Sie mit Dateisystem auf einer Partition anlegen fort. Wenn nicht, lesen Sie weiter um die verfügbaren Dateisysteme kennen zu lernen...

Dateisysteme?

Notiz: Verschiedene Dateisysteme sind verfügbar.

ext2 ist das erprobte und wahre Linux Dateisystem, unterstützt aber kein Metadata Journaling, was bedeutet, dass routinemäßige Dateisystem Checks beim Booten ziemlich zeitaufwändig sein können. Es gibt mittlerweile eine Auswahl an journalisierenden Dateisystemen neuerer Generation, die die Konsistenzchecks sehr schnell erledigen und dadurch im Vergleich mit den nicht-journalisierenden Gegenstücken vorzuziehen sind. Jounalisierende Dateisysteme verhindern lange Verzögerungen beim Booten, wenn sich das Dateisystem in einem inkonsistenten Zustand befindet.

ext3 ist die journalisierende Version des ext2 Dateisystems, die Metadata Journaling für schnelle Wiederherstellung sowie andere verbesserte Journaling Modi wie "full data" und "ordered data" Jornaling unterstützt. ext3 ist ein sehr gutes und verlässliches Dateisystem. Es hat eine zusätzliche hashed b-tree Indexing Option die in fast allen Situationen hohe Performance ermöglicht. Sie können diese Indexierung aktivieren indem Sie -O dir_index zum mke2fs Befehl hinzufügen. Kurz gesagt: ext3 ist ein exzellentes Dateisystem.

ReiserFS ist ein B*-tree basierendes Dateisystem mit einer sehr guten allgemeinen Performance und überholt sowohl ext2 und ext3 im Umgang mit kleinen Dateien (Dateien kleiner als 4k) oftmals mit einem Faktor von 10x-15x. ReiserFS skaliert ausserdem extrem gut und hat Metadata Journaling. Seit Kernel 2.4.18+ ist ReiserFS solide und sowohl als Dateisystem für generelle Anwendungen, als auch für extreme Fälle wie große Dateisysteme, den Gebrauch mit vielen kleinen Dateien, den Gebrauch mit sehr großen Dateien und Verzeichnissen mit tausenden von Dateien brauchbar.

XFS ist ein Dateisystem mit Metadaten Journaling, dass unter dem Gentoo Linux xfs-sources Kernel voll unterstüzt wird. Es beinhaltet ein robustes Feature-Set und ist auf Skalierbarkeit optimiert. Wir empfehlen den Einsatz dieses Dateisystems nur auf Linux Systemen mit High-End SCSI und/oder Fibre Channel Storage und einer unterbrechungsfreien Stromversorgung. Da XFS agressiv in-transit Daten im RAM puffert, können unsachgemäß designte Programme (solche die keine Vorsichtsmaßnahmen treffen, wenn Sie auf die Festplatte schreiben und davon gibt es einige) dazu führen, dass eine ganze Menge Daten verloren gehen, wenn das System unerwartet ausfällt.

JFS ist IBMs hochgeschwindigkeits journalisierendes Dateisystem. Es ist kürzlich bereit für den Produktionseinsatz geworden.

Dateisystem auf einer Partition anlegen

Um ein Dateisystem auf einer Partition oder einem Volume zu erstellen, gibt es für jedes mögliche Dateisystem entsprechende Programme:

Dateisystem Befehl zur Erstellung
ext2 mke2fs
ext3 mke2fs -j
reiserfs mkreiserfs
xfs mkfs.xfs
jfs mkfs.jfs

Zum Beispiel, um die Root Partition (/dev/sda4 in unserem Beispiel) als ext3 (wie in unserem Beispiel) zu formatieren, würden Sie folgendes benutzen:

Befehlsauflistung 5.1: Dateisystem auf einer Partition anlegen

# mke2fs -j /dev/sda4

Erstellen Sie nun die Dateisysteme auf Ihren neu erstellten Partionen (oder logischen Volumes).

Aktivieren der Swap Partition

mkswap ist der Befehl, der benutzt wird um Swap Partitionen zu initialisieren:

Befehlsauflistung 5.2: Erstellen einer Swap Signatur

# mkswap /dev/sda3

Um die Swap Partition zu aktivieren, benutzen Sie swapon:

Befehlsauflistung 5.3: Aktivieren der Swap Partition

# swapon /dev/sda3

Erstellen und aktivieren Sie jetzt den Swap mit den oben erwähnten Befehlen.

4.f. Mounten

Nachdem Ihre Partitionen nun initialisiert sind und ein Dateisystem beinhalten, ist es an der Zeit diese Partitionen zu mounten. Benutzen Sie den mount Befehl. Vergessen Sie nicht die notwendigen Mount Verzeichnisse für jede erstellte Partition anzulegen. Als Beispiel erstellen wir einen Mountpunkt und mounten die Root und Boot Partition:

Befehlsauflistung 6.1: Mounten von Partitionen

# mkdir /mnt/gentoo
# mount /dev/sda4 /mnt/gentoo

Notiz: Wenn Sie Ihr /tmp auf eine separate Partition legen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie die Berechtigungen nach dem Mounten ändern: chmod 1777 /mnt/gentoo/tmp. Dies gilt auch für /var/tmp.

Fahren Sie mit der Installation der Gentoo Installationsdateien fort.


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Seite aktualisiert 20. Januar 2006

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Zusammenfassung: Um Gentoo installieren zu können, müssen Sie die benötigten Partitionen erstellen. Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie eine Festplatte für die zukünftige Benutzung partitionieren.

Sven Vermeulen
Autor

Roy Marples
Autor

Daniel Robbins
Autor

Chris Houser
Autor

Jerry Alexandratos
Autor

Seemant Kulleen
Gentoo x86 Entwickler

Tavis Ormandy
Gentoo Alpha Entwickler

Jason Huebel
Gentoo AMD64 Entwickler

Guy Martin
Gentoo HPPA Entwickler

Pieter Van den Abeele
Gentoo PPC Entwickler

Joe Kallar
Gentoo SPARC Entwickler

John P. Davis
Bearbeiter

Pierre-Henri Jondot
Bearbeiter

Eric Stockbridge
Bearbeiter

Rajiv Manglani
Bearbeiter

Jungmin Seo
Bearbeiter

Stoyan Zhekov
Bearbeiter

Jared Hudson
Bearbeiter

Colin Morey
Bearbeiter

Jorge Paulo
Bearbeiter

Carl Anderson
Bearbeiter

Jon Portnoy
Bearbeiter

Zack Gilburd
Bearbeiter

Jack Morgan
Bearbeiter

Benny Chuang
Bearbeiter

Erwin
Bearbeiter

Joshua Kinard
Bearbeiter

Tobias Scherbaum
Bearbeiter

Xavier Neys
Bearbeiter

Grant Goodyear
Korrektor

Gerald J. Normandin Jr.
Korrektor

Donnie Berkholz
Korrektor

Ken Nowack
Korrektor

Lars Weiler
Mitarbeiter

Tobias Scherbaum
Übersetzer

Jens Schittenhelm
Übersetzer

Patrick Sudowe
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Torsten Veller
Übersetzer

Michael Frey
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Markus Nigbur
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Boris Ruppert
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Jan Hendrik Grahl
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Christian Hartmann
Korrektor

Martin Bürger
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Sophie Lee
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Thomas Gabelmann
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Timo Rothweiler
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Sebastian Westermayer
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