Haftungsausschluss:
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11. Abschließen Ihrer Gentoo Installation
Inhalt:
11.a. Benutzerverwaltung
Hinzufügen eines Benutzers für den täglichen Gebrauch
Arbeiten als root in einem Unix/Linux-System ist gefährlich und sollte,
wann immer möglich, vermieden werden. Wir empfehlen daher nachdrücklich
das Einrichten eines Benutzers für die täglichen Aufgaben.
Die Gruppen denen ein Benutzer angehört definieren, welche Aktivitäten der User
ausführen kann. Die folgende Tabelle listet die wichtigsten Gruppen auf, die Sie
vermutlich benutzen wollen:
| Gruppe |
Beschreibung |
| audio |
Benutzer kann Audiogeräte benutzen |
| cdrom |
Benutzer kann optische Laufwerke direkt benutzen |
| floppy |
Benutzer kann Diskettenlaufwerke direkt benutzen |
| games |
Benutzer darf Spiele ausführen |
| portage |
Benutzer kann emerge --pretend verwenden |
| usb |
Benutzer darf USB-Geräte benutzen |
| plugdev |
Benutzer kann anschließbare Geräte wie Kameras und USB-Sticks mounten
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| video |
Benutzer darf Geräte zur Video-Aufnahme und Hardware-Beschleunigung nutzen
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| wheel |
Benutzer darf su benutzen |
In unserem Beispiel erstellen wir einen Benutzer john, welcher Mitglied
der Gruppen wheel, users, sowie audio ist. Loggen Sie sich
zunächst als root ein (nur root kann Benutzer erstellen) und führen
useradd aus:
Befehlsauflistung 1.1: Hinzufügen eines Benutzers für den täglichen Gebrauch |
Login: root
Password:
# useradd -m -G users,wheel,audio -s /bin/bash john
# passwd john
Password:
Re-enter password:
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Sollte dieser Benutzer eine bestimmte Aufgabe als root durchführen müssen, kann
er den Befehl su - verwenden, um temporär Rechte als root zu erhalten.
Alternativ kann das sudo Paket verwendet werden, welches mit richtiger
Konfiguration sehr sicher ist.
11.b. Optional: Installation von GRP-Paketen
Wichtig:
Dieser Unterabschnitt ist nur für GRP-Benutzer. Alle anderen sollten diesen
Abschnitt überspringen und direkt zum Punkt
Wie geht es weiter? übergehen.
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Nach dem Booten des Systems melden Sie sich mit Ihrem neu angelegten Benutzernamen
(hier in unserem Beispiel john) an und benutzen su - um root-Rechte zu
erhalten:
Befehlsauflistung 2.1: root-Rechte erhalten |
$ su -
Password:
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Nun müssen wir die Portage-Konfiguration ändern, wo nach den vorkompilierten
Paketen der zweiten CD (Gentoo Packages CD) geschaut werden soll. Zunächst
mounten Sie die CD:
Befehlsauflistung 2.2: Mounten der Packages-CD |
# mount /mnt/cdrom
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Nun konfigurieren Sie Portage so, dass /mnt/cdrom für
vorkompilierte Pakete genutzt wird:
Befehlsauflistung 2.3: Portage für /mnt/cdrom Konfigurieren |
# ls /mnt/cdrom
# export PKGDIR="/mnt/cdrom/packages"
# export PKGDIR="/mnt/cdrom"
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Nun können Sie die gewünschten Pakete installieren. Die Packages-CD enthält
zum Beispiel ein vorkompiliertes KDE und GNOME:
Befehlsauflistung 2.4: Installation von GNOME |
# emerge --usepkg gnome
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Um herauszufinden, welche vorkompilierten Pakete verfügbar sind, erstellen
Sie eine Liste der Dateien in /mnt/cdrom/All. Wenn Sie zum
Beispiel herausfinden möchten ob KDE installierbar ist:
Befehlsauflistung 2.5: Herausfinden ob KDE isntallierbar ist |
# ls /mnt/cdrom/All/kde*
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Installieren Sie die Binärpakete zu diesem Zeitpunkt. Wenn Sie ein
emerge --sync ausführen, um Portage auf den aktuellsten Stand zu bringen
(wir gehen später noch genauer darauf ein), können die vorkompilierten
Binärpakete schon wieder älter sein, als die neuesten ebuilds in Portage. Um
dieses Problem zu umgehen, können Sie alternativ emerge --usepkgonly statt
emerge --usepkg ausgeführen.
Gratulation! Ihr System ist nun vollständig installiert. Im Kapitel
Wie geht es weiter? erfahren Sie mehr
über Gentoo.
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