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10. Konfiguration des Bootloaders
Inhalt:
10.a. Eine Wahl treffen
Einleitung
Nun, da Ihr Kernel konfiguriert und kompiliert ist und die notwendigen
Systemkonfigurationsdateien korrekt ergänzt sind, ist es Zeit ein Programm
zu installieren, dass Ihren Kernel lädt wenn Sie Ihr System starten. Solch ein
Programm nennt man einen Bootloader.
Für Linux/Alpha existieren verschiedene Bootloader. Sie müssen einen der
unterstützten Bootloader wählen, nicht alle. Sie haben die Wahl zwischen aBoot und MILO.
10.b. Standard: Benutzung von aboot
Notiz:
Es wird von aboot nur das Booten von ext2 und ext3
Partitionen unterstützt.
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Zunächst installieren wir aboot auf unserem System. Natürlich benutzen wir
emerge dazu:
Befehlsauflistung 2.1: Installieren von aboot |
# emerge --usepkg aboot
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Im nächsten Schritt machen wir unsere Bootdiskette bootbar. Diese wird
aboot starten, wenn Sie Ihr System booten. Wir machen unsere
Bootdiskette bootbar durch das Schreiben des aboot Bootloaders auf den
Anfang der Diskette.
Befehlsauflistung 2.2: Die Bootdiskette bootbar machen |
# swriteboot -f3 /dev/sda /boot/bootlx
# abootconf /dev/sda 2
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Notiz:
Wenn Sie ein anderes Partitionierungschema verwenden als das, welches wir in
diesem Kapitel verwendet haben, müssen Sie ihre Befehle dementsprechend ändern.
Bitte lesen Sie die entsprechenden man-Seiten (man 8 swriteboot und
man 8 abootconf). Sofern Sie JFS als Root Dateisystem verwenden,
sollten Sie außerdem sicherstellen, dass ro als Kerneloption übergeben
wird, damit es das Protokoll sichten kann, bevor es als beschreibbar gemountet
wird.
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Zusätzlich können Sie dafür dafür sorgen, dass Gentoo automatisch bootet, indem
Sie die aboot Konfigurationsdatei und einige SRM Variablen einrichten. Sie
können diese Variablen aus Linux heraus setzen, es ist aber vermutlicher
einfacher dies in der SRM Konsole selbst zu tun.
Befehlsauflistung 2.3: Gentoo automatisch starten |
# echo '0:2/boot/vmlinux.gz root=/dev/sda2' > /etc/aboot.conf
# cd /proc/srm_environment/named_variables
# echo -n 0 > boot_osflags
# echo -n '' > boot_file
# echo -n 'BOOT' > auto_action
# echo -n 'dkc100' > bootdef_dev
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Wenn Sie in Zukunft wieder in die SRM Konsole müssen (um Ihre Gentoo
Installation wiederherzustellen, mit Variablen spielen oder was auch immer)
drücken Sie einfach CTRL+C um den automatischen Ladevorgang abzubrechen.
Wenn Sie unter Benutzung einer seriellen Konsole installieren, vergessen Sie
nicht das Flag für das Booten serieller Konsolen (serial console boot flag) in
aboot.conf einzubinden. In /etc/aboot.conf.example
finden Sie weitere Informationen.
Fahren Sie nun mit dem Rebooten des Systems fort.
10.c. Alternativ: Benutzung von MILO
Bevor Sie fortfahren, sollten Sie sich entscheiden, wie Sie MILO benutzen
wollen. In diesem Abschnitt werden wir annehmen, dass Sie eine MILO
Bootdiskette erstellen wollen. Wenn Sie von einer MS-DOS Partition auf Ihrer
Festplatte starten wollen, sollten sie die Befehle entsprechend erweitern.
Um MILO zu installieren benutzen wir emerge.
Befehlsauflistung 3.1: Installieren von MILO |
# emerge --usepkg milo
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Nachdem MILO installiert wurde, sollten die MILO-Images in
/opt/milo sein. Die untenstehenden Befehle erstellen eine
Bootdiskette zur Benutzung für MILO. Denken Sie daran das richtige Image für
Ihr Alpha-System zu verwenden.
Befehlsauflistung 3.2: MILO auf einer Diskette installieren |
# fdformat /dev/fd0
# mformat a:
# mcopy /opt/milo/milo-2.2-18-gentoo-ruffian a:\milo
# mcopy /opt/milo/linload.exe a:\lilnload.exe
# mcopy /opt/milo/ldmilo.exe a:\ldmilo.exe
# echo -ne '\125\252' | dd of=/dev/fd0 bs=1 seek=510 count=2
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Ihre MILO Bootdiskette ist nun bereit um Gentoo Linux zu booten. Sie müssen
vielleicht noch Umgebungsvariablen in Ihrem ARCS-Firmware setzen um MILO zum
starten zu kriegen; dies wird alles im MILO-HOWTO erklärt; mit einigen
Beispielen für gängige Systeme und Beispielen der Befehle für die Arbeit im
interaktiven Modus.
Das MILO-HOWTO nicht zu
lesen ist eine schlechte Idee.
Fahren Sie nun mit dem Rebooten des Systems
fort.
10.d. Rebooten des Systems
Verlassen Sie die chroot-Umgebung und unmounten Sie alle gemounteten Partitionen.
Geben Sie nun den magischen Befehl ein, auf welchen Sie schon so lange gewartet
haben: reboot.
Befehlsauflistung 4.1: Verlassen der chroot-Umgebung, unmounten aller Partitionen und Neustart |
# exit
cdimage ~# cd
cdimage ~# umount /mnt/gentoo/boot /mnt/gentoo/dev /mnt/gentoo/proc /mnt/gentoo
cdimage ~# reboot
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Vergessen Sie natürlich nicht die bootbare CD aus dem Laufwerk zu nehmen, wenn
nicht wird wieder die CD und nicht Ihr neues Gentoo System gestartet.
Nach dem Reboot befinden Sie sich innerhalb Ihrer neuen Gentoo Installation, die
Sie nun noch abschließen müssen.
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