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3. Verwenden des GTK+ basierenden Gentoo Linux Installers

Inhalt:

3.a. Willkommen

Bevor Sie anfangen

Sobald der Gentoo Linux Installer (GLI) fertig geladen wurde, werden Sie vom Willkommensbildschirm begrüßt. Er bietet eine angenehme Einleitung zum Ablauf der Installation von Gentoo auf Ihrem Computer. Denken Sie daran jede Option aufmerksam zu lesen. Es ist eine detaillierte Hilfe für jeden einzelnen Schritt der Installation verfügbar. Drücken Sie einfach Help links unten in der Ecke des Installers. Wir empfehlen, dass Sie immer die Hilfeseiten lesen bevor Sie Ihre Entscheidungen treffen. Beachten Sie, dass Sie jederzeit während der Installation den Konfigurationsprozess speichern können falls Sie Ihre Installation zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen müssen.

3.b. Konfiguration vor der Installation

Optional: Manuelle Netzwerkkonfiguration

In dem nächsten Abschnitt müssen Sie Ihr Netzwerk konfigurieren. Der Installer sollte bereits Ihr Netzwerk erkannt und eingerichtet haben. Falls er dies aber nicht getan hat können Sie Ihr Netzwerk manuell konfigurieren. Unter dem Misc. Tab können Sie ein Ziel definieren oder die Standardeinstellung /var/log/installer.log behalten, der Installer wird dort seine Protokolle ablegen.

Optional: Remote-Installation

Wenn Sie den Zugang zu der Maschine per SSH ermöglichen wollen, können Sie sshd starten und ein root Passwort vergeben.

Optional: Laden zusätzlicher Kernelmodule

Wenn es nötig ist weitere Kernelmodule laden um Ihre Hardware zu unterstützen, tragen Sie diese in die entsprechende Zeile ein, jedes mit Leerzeichen voneinander getrennt

Warnung: Änderen Sie nicht die Auswahl Install mode zu etwas anderem als Normal. Dieses Feature ist noch experimentell und es zu verändern wird Sie mit einem nicht bootbaren System zurücklassen!

3.c. Partitionierung

Vorbereiten der Festplatten

Um Gentoo auf Ihrem Computer zu installieren, müssen Sie Ihre Festplatten vorbereiten. Der Partitioning Bildschirm wird Ihnen eine Liste der erkannten Festplatten anzeigen und Ihnen erlauben die Dateisysteme zu bestimmen, die Sie auf Ihren Partitionen haben wollen. Die Auswahl Clear partitions wird alle vorhandenen Partitionen auf Ihrer Festplatte entfernen, also seien Sie vorsichtig mit dieser Option! Es ist außerdem möglich die Größe bestimmter Partitionstypen zu verändern.

Wenn Sie sich dafür entscheiden mit dem Recommended layout weiterzumachen, wird der Installer drei Partitionen erstellen: 100MB für /boot, eine bis zu 512MB große /swap Partition und den restlichen verfügbaren Platz auf der Festplatte wird für /, die Rootpartition verwendet. Wenn mehr als 4GB unpartitioniert sind, werden die Partitionen bei Benutzung des "Recommended layout" automatisch so konfiguriert, dass keine Daten auf den existierenden Partitionen zerstört werden.

3.d. Netzwerkmounts

Optional: Netzwerkmounts festlegen

Dieser Bildschirm lässt Sie jedes bestehende Netzwerkmount während und nach der Installation einrichten und benutzen. Wählen Sie New um die Konfiguration zu starten. Momentan wird nur NFS unterstützt.

3.e. Auswahl der Stage

Dynamische Erzeugung der Stage

Da Sie eine Installation ohne Internetverbindung durchführen müssen Sie GRP Install sowie Dynamic aus den vorhandenen Optionen auswählen. Alles was Sie benötigen um Ihr System zu erstellen wird dann aus den Dateien auf der LiveCD generiert.

Warnung: Wählen Sie keine anderen Optionen, als die oben angeführten, wenn Sie ohne Internetverbindung installieren.

3.f. Portagebaum

Einen Portagebaum beziehen

In diesem Bildschirm müssen Sie Snapshot auswählen. Der Installer wird automatisch einen Portagebaum von der LiveCD installieren sobald Sie Snapshot auswählen. Eine Snapshot-URI müssen Sie nich angeben.

3.g. make.conf

USE-Flags

Da Sie eine GRP/netzwerklose Installation durchführen, dürfen Sie vor der Installation keine USE-Flags auswählen. Es steht Ihnen jedoch frei Ihre eigenen USE-Flags in /etc/make.conf zu setzen, nachdem Sie in Ihr fertiges System gebootet haben.

CFLAGS

Sie sollten dennoch Ihren Prozessortyp in den CFLAGS Abschnitt eintragen, zusammen mit allen angepassten Optimierungen die Sie vielleicht wünschen, wie -O2 und -pipe.

Anderes

Jede andere Option, die Sie für den zukünftigen Gebrauch setzen wollen, sollten Sie jetzt auswählen. Use unstable (~arch) erlaubt es Ihnen Pakete aus dem instabilen Zweig des Portagebaums zu benutzen. Build binary packages erzeugt zur Installation fertige Tarbälle aller Pakete die Sie auf Ihrem System kompilieren. DistCC erlaubt Ihnen die Last des Kompilierens mit anderen Computern über Ihre Netzwerkverbindung aufzuteilen. ccache speichert kompilierten Code um ihn später wieder zu verwenden und kann so die Kompilationszeit drastisch verkürzen wenn man das selbe Paket erneut installiert.

Ihnen wird nicht ermöglicht Ihren CHOST zu ändern, weil dass Ihre Installation ernsthaft beschädigen kann. Mit MAKEOPTS definieren Sie, wie viele Kompilierungen parallel laufen wenn Sie ein Paket installieren. Eine gute Wahl ist die Anzahl der im System vorhandenen CPUs plus eins aber dieser Richtwert ist nicht immer perfekt. Auf einem Einprozessorsystem könnte -j2 benutzt werden.

3.h. Kernelquellen

Den LiveCD-Kernel benutzen

Für die GRP/netzwerklose Installation müssen Sie den auf der LiveCD verfügbaren Kernel benutzen. Dies ist lediglich ein gentoo-sources Kernel kompliliert von genkernel, Gentoos automatischen Kompilationswerkzeug, der beim Systemstart Ihre Hardware automatisch erkennt und konfiguriert.

Wenn Sie ein schickes Hintergrundbild während des Systemstarts haben wollen, wählen Sie die Option Enable Bootsplash.

3.i. Bootloader

Treffen Sie Ihre Wahl

Dieser Bildschirm erlaubt es Ihnen Ihren Bootloader auszusuchen und optional zusätzliche Kernelparameter festzulegen, die beim Booten benutzt werden,

Sie können festlegen von welcher Festplatte gebootet wird indem Sie die entsprechende Option für Boot Drive auswählen. Unter Linux wird die erste IDE-Festplatte in Ihrem System hda genannt, die zweite IDE-Festplatte ist hdb und so weiter. Falls Sie SATA- oder SCSI-Festplatten haben würden diese sda, sdb, etc. heißen. Bitte treffen Sie die passende Wahl für Ihr System.

Wenn Sie dem Kernel zusätzliche Optionen übergeben müssen, wie Angaben zu Video oder VGA, fügen Sie diese einfach zum Abschnitt "Extra kernel parameters" hinzu.

Wenn Sie Ihre Festplatte gejumpert haben weil Ihr BIOS nicht mit großen Festplatten umgehen kann, müssen Sie hdx=stroke anhängen. Falls Sie SCSI Geräte haben, sollten Sie doscsi als Kerneloption hinzufügen.

3.j. Zeitzone

Wählen Sie Ihre Zeitzone

Schauen Sie sich die Karte an und wählen Sie die Region aus, die Ihrem tatsächlichen Standort am nächsten ist. Später werden Sie gefragt ob Sie Ihre Uhr auf UTC oder lokale Zeit stellen wollen.

3.k. Netzwerk

Geräteinformationen

In diesem Bildschirm haben Sie die Möglichkeit die verschiedenen Netzwerkschnittstellen in Ihrem PC zu konfigurieren. Lesen Sie die verfügbaren Optionen sorgfältig.

Unter dem Tab Hostname/Proxy Information/Other müssen Sie einen Hostnamen für Ihr System vergeben. Falls benötigt können Sie auch Proxyserver und DNS-Einstellungen festlegen.

3.l. Daemonen

Crondaemon

Crondaemonen sind hilfreiche Programme die Aufgaben zu geplanten Zeiten ausführen. Auch wenn Sie keinen installieren müssen, können sie trotzdem recht hilfreich sein.

Systemlogger

Ein Systemlogger ist eine Notwendigkeit für jedes Linuxbetriebssystem. Treffen Sie Ihre Wahl aus den vorhandenen Möglichkeiten.

3.m. Extrapakete

Optional: Installation von Extrapaketen

Die LiveCD beinhaltet eine Reihe verfügbarer vorkompilierter Pakete. Wenn Sie einige davon installieren wollen, markieren Sie das passende Kästchen.

Wichtig: Da Sie Gentoo ohne Internetverbindung installieren, können Sie keine zusätzlichen Pakete außer den im Installer angezeigten installieren.

3.n. Startupdienste

Dieser Bildschirm erlaubt es Ihnen verschiedene Dienste zu wählen die beim Systemstart geladen werden sollen. Gehen Sie die verfügbaren Optionen und deren Abhängigkeiten genau durch und wählen dann die gewünschten Dienste aus. Wenn Sie z.B. xorg-x11 zur Installation ausgewählt haben und direkt in eine grafische Oberfläche booten wollen, dann würden Sie "xdm" von der Liste wählen.

3.o. Andere Einstellungen

Verschiedene Optionen

Jetzt haben Sie die Möglichkeit unterschiedliche Einstellungen zu ändern, einschließlich Tastaturbelegung, grafischer Anzeigemanager, der Standardeditor und ob Sie Ihre Hardwareuhr auf UTC oder lokale Zeit stellen wollen.

3.p. Benutzer

Benutzer und Gruppen hinzufügen

Setzen Sie zuerst das root-Passwort für den Systemadministrator (der root Benutzer).

Wir empfehlen nachdrücklich dass Sie einen normalen Benutzer für den täglichen Gebrauch anlegen. Die ganze Zeit als root zu arbeiten ist gefährlich und soll vermieden werden! Legen Sie Ihre Benutzer an, setzen Sie deren Passwörter und fügen Sie sie zu den entsprechenden Gruppen hinzu. Sie können wahlweise die home-Verzeichnisse verändern, die Loginshell aussuchen und hilfreiche Kommentare eintragen.

3.q. Überprüfung

Abschließen

Bitte nehmen Sie sich Zeit jeden Schritt des Installationsprozesses genau zu prüfen, um sicherzustellen dass Ihr System richtig konfiguriert ist. Wenn Sie die Überprüfung beendet haben, können Sie den Fortschritt speichern und beenden oder Install auswählen um die automatische Installation voon Gentoo zu starten.

Es steht Ihnen frei sich auf der LiveCD umzuschauen, während die Installation voranschreitet. Das Installerfenster wird Sie benachrichtigen sobald sie beendet ist. Zu diesem Zeitpunkt können Sie das Fenster durch Drücken des x in der oberen rechten Ecke beenden. Wenn Sie fertig sind, können Sie sich ausloggen und rebooten. Stellen Sie sicher, dass Sie die LiveCD während des Reboot entfernen.

Gratulation, Ihr System ist nun vollständig ausgerüstet! Faren Sie mit Wie geht es von hier aus weiter? fort, um mehr über Gentoo zu erfahren.


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Seite aktualisiert 9. August 2006

Diese Übersetzung wird nicht länger gepflegt

Zusammenfassung: Sie haben nun die Möglichkeit einen grafischen Installer zu verwenden um Gentoo zu installieren. Konfigurieren Sie die Optionen, die Sie benötigen, mit einem leicht zu bedienenden GUI und Sie sind startfertig.

Sven Vermeulen
Autor

Roy Marples
Autor

Daniel Robbins
Autor

Chris Houser
Autor

Jerry Alexandratos
Autor

Joshua Saddler
Autor

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Joe Kallar
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