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3. Konfiguration des Netzwerks
Inhalt:
3.a. Benötigen Sie die Netzwerkfunktionalität?
Wer kann ohne?
Generell benötigen Sie keine Netzwerkverbindung, um Gentoo mit der Univeral
Installations-CD oder der Installer LiveCD zu installieren. Es gibt jedoch
einige Situationen, in denen Sie eine funktionierende Internetverbindung haben
möchten:
-
Die stage3-Dateien auf der der Universal Installations-CD passen nicht
zu Ihrer Architektur und Sie müssen die passende stage3-Datei
herunterladen
-
Die stage3-Datei, welche von der Installer LiveCD generiert wird, passt
nicht zu Ihrer Architektur und Sie müssen die passende stage3-Datei
herunterladen
-
Sie müssen eine spezielle Anwendung installieren, um eine Verbindung ins
Internet herzustellen die auf der Universal Installations-CD oder der
Installer LiveCD nicht vorhanden ist aber von der CD unterstützt wird (das
heißt Sie können mit der CD eine Internetverbindung herstellen, die
notwendigen Quellen befinden sich aber nicht auf der CD)
-
Sie wollen Remoteunterstützung während der Installation (mit SSH oder durch
direkte Unterhaltungen im IRC)
Brauche ich das Netzwerk?
Um herauszufinden, ob die stage3-Datei für Ihre Architektur verfügbar ist und
Sie eine Universal Installations-CD verwenden, schauen Sie in
/mnt/cdrom/stages nach und kontrollieren, ob eines der
verfügbaren Stages zu Ihrer Architektur passt. Wenn nicht können Sie noch
eine stage3-Datei einer Architektur auswählen, die mit Ihrer kompatibel ist.
Wenn Sie jedoch eine für Ihre Architektur optimierte stage3-Datei verwenden
wollen, dieses jedoch nicht vorhanden ist, bleibt Ihnen nur die Einrichtung des
Netzwerks als Option.
Wenn Sie keine Netzwerkverbindung benötigen, können Sie den Rest dieses Kapitels
überspringen und mit Vorbereiten der
Festplatten fortfahren. Andernfalls folgen Sie den weiteren Abschnitten in
diesem Kapitel.
3.b. Automatische Netzwerkerkennung
Vielleicht funktioniert es einfach?
Wenn sich Ihr System in einem Ethernet Netzwerk mit einem DHCP-Server befindet,
ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Netz bereits konfiguriert ist. Sie können
nun die zahlreichen Netzwerktools auf der Installations-CD wie zum Beispiel
ssh, scp, ping, irssi, wget und links
nutzen.
Wenn das Netzwerk bereits konfigurierrt wurde, zeigt Ihnen das
/sbin/ifconfig Kommando weitere Netzwerkschnittstellen neben lo an, wie
beispielsweise eth0:
Befehlsauflistung 2.1: /sbin/ifconfig for a working network configuration |
# /sbin/ifconfig
eth0 Link encap:Ethernet HWaddr 00:50:BA:8F:61:7A
inet addr:192.168.0.2 Bcast:192.168.0.255 Mask:255.255.255.0
inet6 addr: fe80::50:ba8f:617a/10 Scope:Link
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:1498792 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:1284980 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:1984 txqueuelen:100
RX bytes:485691215 (463.1 Mb) TX bytes:123951388 (118.2 Mb)
Interrupt:11 Base address:0xe800
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Optional: Einen beliebigen Proxy konfigurieren
Wenn Sie auf das Internet nur über einen Proxy-Server zugreifen können, müssen
Sie während der Installation das System für die Verwendung des Proxy-Servers
vorbereiten. Das ist aber recht einfach. Sie müssen dazu lediglich eine Variable
mit den Informationen über den Proxy-Server setzen.
In den meisten Fällen können Sie den Hostnamen des Proxy-Servers in die Variable
schreiben. Nehmen wir an, der Server sei proxy.gentoo.org und der Port
sei 8080.
Befehlsauflistung 2.2: Einrichten des Proxy-Servers |
# export http_proxy="http://proxy.gentoo.org:8080¨
# export ftp_proxy="ftp://proxy.gentoo.org:8080"
# export RSYNC_PROXY="proxy.gentoo.org:8080"
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Wenn der Proxy-Server einen Benutzernamen und Passwort verlangt, sollten Sie die
folgende Syntax in der Variable verwenden:
Befehlsauflistung 2.3: Einen Benutzernamen/Passwort zu der Variable hinzufügen |
http://Benutzername:Passwort@proxy.gentoo.org:8080
|
Das Netzwerk testen
Dazu können Sie beispielsweise den DNS Server Ihres Internetanbieters
"anpingen". Die Adresse dieses Servers finden Sie in
/etc/resolv.conf. Außerdem sollten Sie eine Webseite Ihrer Wahl
"pingen". So stellen Sie sicher, dass sie sowohl mit dem Internet verbunden
sind, als auch, dass Ihre Namensauflösung auch korrekt arbeitet.
Befehlsauflistung 2.4: Der Netzwerktest |
# ping -c 3 www.gentoo.org
|
Wenn Sie nun in der Lage sind Ihr Netzwerk zu verwenden, können Sie den Rest
dieses Kapitels überspringen und mit dem Vorbereiten der Festplatte(n) fortfahren.
Wenn nicht, dann lesen weiter.
3.c. Automatische Netzwerk-Konfiguration
Wenn die Netzwerkverbindung nicht gleich zu stande kommt, beinhalten einige
Installationsmedien den Befehl net-setup (für normale und drahtlose
Verbindungen) oder pppoe-setup (für ADSL-Verbindungen) bzw.
pptp (für PPTP-Benutzer - nur für x86 verfügbar).
Wenn Ihr Installationsmedium das entsprechende Tool nicht enthält oder Ihre
Netzwerkverbindung noch nicht funktioniert, so fahren Sie bitte mit folgendem
Abschnitt fort: Manuelle Netzwerkkonfiguration.
Standard: Verwendung von net-setup
Der einfachste Weg die Netzwerkverbindung zu konfigurieren, falls die
automatische Konfiguration fehlgeschlagen sein sollte, ist das Skript
net-setup eth0
Befehlsauflistung 3.1: Das net-setup Skript starten |
# net-setup eth0
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net-setup wird Ihnen einige Fragen bezüglich Ihrer Netzwerkumgebung
stellen. Haben Sie alle Fragen beantwortet, sollten Sie eine funktionsfähige
Netzwerkverbindung haben. Testen Sie Ihr Netzwerk wieder, wie oben beschrieben.
Sollten die Tests funktionieren, so haben Sie es geschafft. Sie können nun mit
der Installation von Gentoo fortfahren. Überspringen Sie den Rest dieses
Kapitels und fahren Sie mit der Vorbereitung der
Festplatte(n) fort.
Sollte Ihr Netzwerk nun immer noch nicht funktionieren, fahren Sie bitte mit
Manuelle Netzwerkkonfiguration fort.
Alternativ: Verwendung von PPP
Für den Fall, dass Sie PPPoE benötigen, um eine Verbindung mit dem Internet
herzustellen, bringt die Installations-CD (in jeder Version) das Tool
ppp mit. Verwenden Sie das Skript pppoe-setup um Ihre Verbindung
zu konfigurieren. Sie werden nach der Netzwerkkarte gefragt, die mit Ihrem
DSL-Modem verbunden ist, dem Benutzernamen und nach Ihrem Kennwort. Ferner
geben Sie noch die IP-Adressen der DNS-Server des Providers ein, und ob Sie
eine Firewall benötigen oder nicht.
Befehlsauflistung 3.2: Verwendung von ppp |
# pppoe-setup
# pppoe-start
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Wenn etwas schief gehen sollte, überprüfen Sie bitte, ob Sie Ihren Benutzernamen
und Ihr Passwort richtig eingegeben haben, indem Sie die Datei
/etc/ppp/pap-secrets bzw. /etc/ppp/chap-secrets
einsehen. Stellen Sie bitte auch sicher, dass Sie die richtige Netzwerkkarte
verwenden. Wenn Ihre Netzwerkkarte im System nicht erkannt wird, müssen Sie das
entsprechende Kernelmodul laden. In diesem Fall müssen Sie mit der Manuellen Konfiguration des Netzwerks fortfahren. Dort
gehen wir näher auf das Laden der entsprechenden Kernelmodule ein.
Wenn alles funktioniert hat, dann fahren Sie mit dem nächsten Kapitel, Vorbereiten der Festplatte(n) fort.
Alternativ: Verwendung von PPTP
Notiz:
PPTP Unterstützung ist nur für x86 verfügbar.
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Wenn Sie PPTP Unterstüzung benötigen, können Sie das Programm pptpclient,
das Ihnen von der Installations-CD bereitgestellt wird, verwenden. Allerdings
müssen Sie vorher sichergehen, dass Ihre Konfiguration korrekt ist. Dazu
editieren Sie die Datei /etc/ppp/pap-secrets oder
/etc/ppp/chap-secrets, so dass diese die korrekte
Benutzername/Kennwort-Kombination beinhalten.
Befehlsauflistung 3.3: /etc/ppp/chap-secrets editieren |
# nano -w /etc/ppp/chap-secrets
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Wenn nötig, sollten Sie nun noch /etc/ppp/options.pptp anpassen:
Befehlsauflistung 3.4: /etc/ppp/options.pptp editieren |
# nano -w /etc/ppp/options.pptp
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Nun geben Sie den Befehl pptp (mit den Optionen, die Sie in
options.pptp setzen könnten) um mit dem Server zu verbinden.
Befehlsauflistung 3.5: Mit einem Dial-In-Server verbinden |
# pptp <server ip>
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Wenn alles funktioniert hat, dann fahren Sie mit dem Vorbereiten der Festplatte(n) fort.
3.d. Manuelle Netzwerkkonfiguration
Die richtigen Kernelmodule laden
Wenn die Installations-CD bootet, versucht sie alle Ihre Hardwaregeräte zu
erkennen und lädt automatisch die entsprechenden Kernelmodule (Treiber). In
den allermeisten Fällen funktioniert dies sehr gut. Allerdings kann es
vorkommen, dass ein Kernelmodul nicht automatisch geladen wird.
Wenn net-setup oder pppoe-setup fehlschlagen, dann ist es möglich,
dass Ihre Netzwerkkarte nicht sofort gefunden wurde. Das bedeutet, dass Sie das
entsprechende Kernelmodul manuell laden müssen.
Verwenden Sie ls, um herauszufinden welche Netzwerk-Kernelmodule von
Gentoo bereitgestellt werden.
Befehlsauflistung 4.1: Nach bereitgestellten Kernelmodulen suchen |
# ls /lib/modules/`uname -r`/kernel/drivers/net
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Wenn Sie einen Treiber für Ihre Netzwerkkarte gefunden haben, laden Sie diesen
mit modprobe.
Befehlsauflistung 4.2: modprobe zum Laden eines Kernelmoduls |
# modprobe pcnet32
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Benutzen Sie ifconfig zum Prüfen, ob das Modul geladen wurde. Eine
erkannte Netzwerkkarte würde in etwa diese Ausgabe ergeben:
Befehlsauflistung 4.3: Testen der Verfügbarkeit der Netzwerkkarte, erfolgreich |
# ifconfig eth0
eth0 Link encap:Ethernet HWaddr FE:FD:00:00:00:00
BROADCAST NOARP MULTICAST MTU:1500 Metric:1
RX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
TX packets:0 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:0
RX bytes:0 (0.0 b) TX bytes:0 (0.0 b)
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Wenn Sie stattdessen diesen Fehler erhalten, dann wurde Ihre Karte nicht
erkannt.
Befehlsauflistung 4.4: Testen der Verfügbarkeit der Netzwerkkarte, fehlgeschlagen |
# ifconfig eth0
eth0: error fetching interface information: Device not found
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Wenn Sie in Ihrem System mehrere Netzwerkkarten haben, so sind diese
eth0, eth1 usw. benannt. Stellen Sie sicher, dass die
Netzwerkkarte, die Sie nutzen möchten, funktioniert, und denken Sie daran, den
richtgen Namen während der Installation zu benutzen. Wir gehen von nun an davon
aus, dass die Netzwerkkarte eth0 benutzt wird.
Wurde Ihre Netzwerkkarte erkannt, so können Sie nun erneut net-setup
oder pppoe-setup ausprobieren (diese sollten nun funktionieren). Den
richtigen Freaks unter Ihnen werden wir auch noch erklären, wie man das
Netzwerk manuell einrichtet.
Wählen Sie je nach Netzwerksetup einen der folgenden Abschnitte:
DHCP Verwenden
DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) ermöglicht es die gesamte
Netzwerkkonfiguration (IP-Adresse, Netzwerkmaske, Broadcast-Adresse, Gateway,
DNS Server etc.) dynamisch von einem Server zu beziehen. Das funktioniert
logischerweise nur, wenn Sie einen DHCP-Server in Ihrem LAN haben, oder Ihr
Provider einen solchen Dienst anbietet. Benutzen Sie dhcpcd:
Befehlsauflistung 4.5: Verwendung von dhcpcd |
# dhcpcd eth0
# dhcpcd -HD eth0
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Wenn das funktioniert (Versuchen Sie einen Internet-Server zu pingen), dann sind
Sie fertig mit der Konfiguration des Netzwerks und können mit dem Vorbereiten der Festplatte(n) fortfahren.
Vorbereitung für drahtlosen Zugriff
Notiz:
Nur die Installations-CDs der x86, amd64 und ppc Architekturen unterstützen das
iwconfig Kommando. Wenn Ihre das Kommando nicht enthält, können Sie den
Anleitungen des
linux-wlan-ng Projekt folgen.
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Wenn Sie eine WLan Karte (802.11) benutzen, müssen Sie Einstellungen zur
Nutzung der Karte vornehmen bevor es weiter gehen kann. Um sich die aktuellen
Einstellungen der Karte anzuschauen, benutzen Sie iwconfig.
iwconfig zeigt Ihnen möglicherweise etwas wie dies:
Befehlsauflistung 4.6: Anzeigen der aktuellen Einstellungen für drahtlose Verbindungen |
# iwconfig eth0
eth0 IEEE 802.11-DS ESSID:"GentooNode"
Mode:Managed Frequency:2.442GHz Access Point: 00:09:5B:11:CC:F2
Bit Rate:11Mb/s Tx-Power=20 dBm Sensitivity=0/65535
Retry limit:16 RTS thr:off Fragment thr:off
Power Management:off
Link Quality:25/10 Signal level:-51 dBm Noise level:-102 dBm
Rx invalid nwid:5901 Rx invalid crypt:0 Rx invalid frag:0 Tx
excessive retries:237 Invalid misc:350282 Missed beacon:84
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Notiz:
Einige drahtlose Netzwerkkarten benutzen einen Gerätenamen wie wlan0
oder ra0 anstelle von eth0. Führen Sie iwconfig ohne
irgendwelche Kommandozeilenparamater aus um den korrekten Gerätenamen zu
bestimmen.
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Für die meisten Benutzer sollte es hinreichend sein 2 Einstellungen anzupassen.
Die ESSID (der Name des drahtlosen Netz) oder den WEP Key. Wenn die ESSID und
die Adresse des Access Point bereits gelistet sind und Sie kein WEP benutzen,
funktioniert Ihr Netzwerk bereits. Wenn Sie Ihre ESSID ändern oder einen WEP Key
hinzufügen möchten, können Sie folgende Kommandos ausführen:
Befehlsauflistung 4.7: Ändern der ESSID und/oder Hinzufügen eines WEP Key |
# iwconfig eth0 essid GentooNode
# iwconfig eth0 key 1234123412341234abcd
# iwconfig eth0 key s:some-password
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Sie können Ihre Einstellungen nun nochmal mit iwconfig überprüfen. Wenn
Sie Ihr WLan nun eingerichtet haben, können Sie mit der Konfiguration der IP
Level Optionen wie im nächsten Abschnitt Die
Netzwerkterminologie verstehen fortfahren oder net-setup benutzen,
wie vorhin beschrieben.
Die Netzwerkterminologie verstehen
Notiz:
Wenn Sie Ihre IP-Adresse, Broadcast-Adresse, Netzmaske und DNS-Server kennen,
dann können Sie diesen Teil beruhigt überspringen. Fahren Sie in diesem Fall mit
Benutzen von ifconfig und route fort.
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Wenn Sie DCHP nicht einsetzen können, müssen Sie Ihr Netzwerk manuell
einrichten. Dies ist überhaupt nicht schwierig.Jedoch müssen Sie mit einiger
Netzwerkterminologie vertraut sein, denn Sie werden diese benötigen um Ihr
Netzwerk zu Ihrer Zufriedenheit konfigurieren zu können.Nachdem Sie den
folgenden Abschnitt durchgearbeitet haben, werden Sie wissen was ein
Gateway ist, wozu eine Netmask dient, wie eine Broadcast
Adresse aussieht und wofür man einen Nameserver braucht.
In einem Netzwerk werden die Computer über Ihre IP-Adresse (Internet
Protocol Address) identifiziert. Diese Adresse ist eine Kombination aus vier
Nummern zwischen 0 und 255. Jedenfalls nehmen wir das so wahr. In Wirklichkeit
ist eine IP-Adresse eine 32 Bit-Folge (Nullen und Einsen). Hier ein Beispiel:
Befehlsauflistung 4.8: Beispiel einer IP-Adresse |
IP Adresse (Nummern): 192.168.0.2
IP Adresse (Bits): 11000000 10101000 00000000 00000010
-------- -------- -------- --------
192 168 0 2
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Solch eine IP-Adresse ist einmalig für einen Host (Computer) in allen
angrenzenden Netzwerken (d.h. jeder Host, den Sie erreichen können, muss eine
einzigartige IP-Adresse besitzen). Um zwischen Hosts innerhalb eines
Netzwerkes und außerhalb eines Netzwerkes unterscheiden zu können, ist die
IP-Adresse in zwei Teile eingeteilt: Einen Network Abschnitt und einen
Host Abschnitt.
Diese Unterteilung wird mittels der netmask (dt. soviel wie Netzmaske)
beschrieben. Die netmask ist eine Reihe von Einsen gefolgt von einer Reihe
von Nullen. Der Teil der IP-Adresse der den Einsen entspricht, ist der
Netzwerkteil, der andere Teil mit Nullen entspricht dem Hostteil. Die Netzmaske
kann wie eine IP-Adresse aufgeschrieben werden.
Befehlsauflistung 4.9: Beispiel einer Netzwerk/Host Teilung |
IP-address: 192 168 0 2
11000000 10101000 00000000 00000010
Netmask: 11111111 11111111 11111111 00000000
255 255 255 0
+--------------------------+--------+
Network Host
|
In anderen Worten ist 192.168.0.14 ein Host in unserem Teilnetz, während
192.168.1.2 dies nicht ist.
Die Broadcast Adresse ist eine IP-Adresse, die den gleichen Netzwerkteil
wie unser Netzwerk hat, allerdings nur Einsen im Hostteil hat. Alle Computer in
dem Teilnetz hören auf diese IP-Adresse. Diese Adresse ist zum Broadcasting
eines Paketes an alle Computer gedacht. D.h. ein Paket wird an alle Computer im
Netzwerk gleichzeitig geschickt.
Befehlsauflistung 4.10: Broadcast-Adresse |
IP-address: 192 168 0 2
11000000 10101000 00000000 00000010
Broadcast: 11000000 10101000 00000000 11111111
192 168 0 255
+--------------------------+--------+
Network Host
|
Um im Internet surfen zu können, müssen Sie wissen welcher Host die
Internetverbindung herstellt. Dieser Host wird Gateway genannt. Da dieser
ein normaler Host ist, besitzt auch das Gateway eine normale IP-Adresse (z.B.
192.168.0.1).
Zuvor haben wir schon erwähnt, dass jeder Host eine eigene IP-Adresse besitzt.
Um diesen Host aber mit einem Namen ansprechen zu können (anstatt einer
IP-Adresse) benötigen Sie einen Dienst, der Namen (wie dev.gentoo.org)
in IP-Adressen (wie 64.5.62.82) umwandelt. Dieser Dienst wird
nameservice genannt. Um diesen Dienst nutzen zu können, müssen Sie
die entsprechenden Nameserver kennen. Diese werden in der Datei
/etc/resolv.conf festgehalten.
In manchen Fällen trägt das Gateway ebenfalls die Rolle des Nameservers. Sonst
müssen Sie den Nameserver des Providers angeben.
In der Zusammenfassung benötigen Sie also folgende Daten bevor Sie fortfahren:
| Netzwerk Begriff |
Beispiel |
| Ihre IP-Adresse |
192.168.0.2 |
| Netzmaske |
255.255.255.0 |
| Broadcast-Adresse |
192.168.0.255 |
| Gateway |
192.168.0.1 |
| Nameserver |
195.130.130.5, 195.130.130.133 |
Verwendung von ifconfig und route
Das Einrichten des Netzwerks besteht aus drei Schritten. Zunächst teilen wir uns
mittels ifconfig selbst eine IP-Adresse zu. Dann richten wir das sog.
"routing" ein. D.h. Daten die nicht für das lokale Netzwerk bestimmt sind,
werden an das Gateway geschickt. Dies wird mit dem route Befehl erreicht.
Schließlich halten wir die Nameserver in der Datei /etc/resolv.conf
fest.
Um eine IP-Adresse zuzuteilen, wird die IP-Adresse, die Broadcast-Adresse sowie
die Netzmaske benötigt. Der folgende Befehl muss ausgeführt werden, wobei die
Variablen ${IP_ADDR} durch die IP-Adresse, ${BROADCAST} durch die
Broadcast-Adresse und ${NETMASK} durch die Netzmaske ersetzt werden
sollten.
Befehlsauflistung 4.11: Verwendung von ifconfig |
# ifconfig eth0 ${IP_ADDR} broadcast ${BROADCAST} netmask ${NETMASK} up
|
Nun wird das "routing" eingerichtet. Hier muss ${GATEWAY} durch die IP-Adresse
des Gateway ersetzt werden.
Befehlsauflistung 4.12: Verwendung von route |
# route add default gw ${GATEWAY}
|
Nun öffnen Sie die Datei /etc/resolv.conf mit Ihrem bevorzugten
Editor (in unserem Fall verwenden wir nano):
Befehlsauflistung 4.13: Erstellen von /etc/resolv.conf |
# nano -w /etc/resolv.conf
|
Nun tragen Sie hier den Nameserver (oder mehrere) dem Beispiel folgend ein.
Dabei sollten Sie natürlich wieder ${NAMESERVER} durch die entsprechende
IP-Adresse ersetzen.
Befehlsauflistung 4.14: /etc/resolv.conf Template |
nameserver ${NAMESERVER1}
nameserver ${NAMESERVER2}
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Das wars schon. Nun sollten Sie Ihre Internetverbindung testen. Dazu "pingen"
Sie einfach einen Internetserver (wie Google). Funktioniert es, sind Sie nun
endlich bereit, Gentoo zu installieren. Fahren Sie mit dem Vorbereiten der Festplatte(n) fort.
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