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4. Vorbereiten der Festplatte(n)

Inhalt:

4.a. Einführung in Block Devices

Block Devices

Wir werden einen guten Einblick in die Festplatten bezogenen Aspekte von Gentoo Linux und Linux im allgemeinen, inklusive Linux Dateisystemen, Partitionen und Block Devices erhalten. Dann, sobald Sie mit den Vor- und Nachteilen von Festplatten und Dateisystemen vertraut sind, werden Sie durch den Prozess des Partitionierens und der Dateisystemerstellung für Ihre Gentoo Linux Installation geführt.

Zu Beginn werden wir Ihnen Block Devices vorstellen. Das berühmteste Block Device ist wahrscheinlich das, welches das erste Laufwerk in einem Linux System repräsentiert, namentlich /dev/sda. SCSI- und Serial-ATA-Laufwerke erhalten beide Namen mit /dev/sd*; selbst IDE-Laufwerke werden mit dem neuen libata-Framework im Kernel mit einem /dev/sd* Namen versehen. Wenn Sie noch das alte Geräte-Framework verwenden wird Ihr erstes IDE-Laufwerk /dev/hda sein.

Das obige Block Device repräsentiert eine abstrakte Schnittstelle zur Festplatte. Benutzerprogramme können dieses Block Device benutzen, um Ihre Festplatte anzusprechen, ohne sich darum zu kümmern, ob Ihre Festplatten IDE, SCSI oder irgendetwas anderes sind. Das Programm kann den Speicherplatz auf der Festplatte einfach als eine Anhäufung von zusammenhängenden, beliebig zugreifbaren 512-Byte Blöcken ansprechen.

Partitionen

Obwohl es theoretisch möglich ist eine ganze Festplatte zu nutzen, um Ihr Linux System zu beherbergen, wird dies in der Praxis so gut wie nie gemacht. Stattdessen werden komplette Festplatten Block Devices in kleinere, besser verwaltbare Block Devices unterteilt. Auf den meisten Systemen werden sie Partitionen genant.

4.b. Erstellung eines Partitionsschemas

Standard Partitionsschema

Wenn Sie nicht daran interessiert sind sich ein Partitionsschema für Ihr System auszudenken, können Sie das Partitionsschema verwenden, welches wir in diesem Handbuch benutzen:

Partition Dateisystem Größe Beschreibung
/dev/sda1 Partition map 31.5k Partition map
/dev/sda2 (bootstrap) 800k Apple_Bootstrap
/dev/sda3 (swap) 512M Swap-Partition
/dev/sda4 ext3 Rest der Festplatte Root Partition

Notiz: Es gibt einige Partionen mit Namen wie: Apple_Driver43, Apple_Driver_ATA, Apple_FWDriver, Apple_Driver_IOKit und Apple_Patches. Wenn Sie nicht planen MacOS 9 einzusetzen können Sie diese löschen, da Mac OS X und Linux diese nicht benötigen. Sie müssen parted benutzen um diese zu löschen, da mac-fdisk sie noch nicht löschen kann.

Wenn Sie daran interessiert sind zu erfahren, wie groß eine Partition sein sollte, oder auch wie viele Partitionen Sie benötigen, lesen Sie weiter. Anderenfalls fahren Sie nun mit dem Apple G5: Benutzen von mac-fidsk zur Partitionierung Ihrer Festplatte oder IBM pSeries: Benutzen von fdisk zur Partitionierung Ihrer Festplatte.

Wie viele und wie groß?

Die Anzahl an Partitionen hängt stark von Ihrer Umgebung ab. Wenn Sie z.B. eine Menge User haben, wollen Sie höchstwahrscheinlich Ihr /home separat halten, da es die Sicherheit erhöht und Backups einfacher macht. Wenn Sie Gentoo installieren um als Mailserver zu fungieren, sollten Sie /var separat halten, da alle Mails in /var gespeichert werden. Eine gute Wahl des Dateisystems maximiert dann die Performance. Gameserver sollten ein separates /opt haben, da die meisten Game Server dort installiert werden. Der Grund ist ähnlich wie bei /home: Sicherheit und Backups. Es liegt definitiv in Ihrem Interesse /usr groß zu behalten: es wird nicht nur den Großteil der Programme enthalten; der Portage Baum alleine belegt etwa 500MB, ohne die verschiedensten Quellen die darin gespeichert sind mitzurechnen.

Wie Sie sehen können, hängt es sehr stark davon ab, was Sie erreichen wollen. Separate Partitionen oder Volumes haben folgende Vorteile:

  • Sie können das Dateisystem mit der höchsten Performance für jede Partition oder jedes Volume auswählen
  • Ihr System behält noch freien Speicherplatz, selbst wenn ein defektes Tool ununterbrochen Dateien auf eine Partition oder ein Volume schreibt
  • Falls nötig können Dateisystem-Checks zeitlich verkürzt werden, in dem mehrere Checks parallel durchgeführt werden können (obwohl dieser Vorteil eher mit mehreren Festplatten als mit mehreren Partitionen zum Tragen kommt)
  • Die Sicherheit kann erhöht werden, indem Sie einige Partitionen oder Volumes read-only, nosuid (setuid Bits werden ignoriert), noexec (executable Bits werden ignoriert) etc. mounten

Jedoch, mehrere Partitionen haben einen großen Nachteil: wenn sie nicht ordentlich konfiguriert werden, könnte das Resultat ein System sein, welches viel Speicherplatz auf der einen Partition und keinen auf einer anderen frei hat. Es gibt weiterhin ein Limit von 15 Partitionen bei SCSI und SATA.

4.c. Standard: Benutzen von mac-fdisk (Apple G5) zur Paritionierung Ihrer Festplatte

An dieser Stelle erstellen Sie Ihre Partitionen mit mac-fdisk:

Befehlsauflistung 3.1: Starten von mac-fdisk

# mac-fdisk /dev/sda

Löschen Sie zunächst die Partitionen, die Sie vorher geleert haben, um Platz für Ihre Linux Partitionen zu schaffen. Benutzen Sie d in mac-fdisk um diese Partition(en) zu löschen. Es wird Sie nach der Partitionsnummer fragen, die gelöscht werden soll.

Zweitens erstellten Sie eine Apple_Bootstrap Partition mit b. Sie werden nach einem Block gefragt mit dem Sie starten wollen. Geben Sie die Nummer Ihrer ersten freien Partition, gefolgt von einem p ein. Zum Beispiel ist dass 2p.

Notiz: Diese Partition ist keine "boot" Partition. Sie wird gar nicht von Linux benutzt; Sie müssen darauf kein Dateisystem anlegen und sollten sie niemals mounten. PPC Benutzer benötigen keine extra /boot Partition.

Erstellen Sie nun eine Swap-Partition indem Sie c drücken. mac-fdisk wird Sie wieder nach dem Block fragen mit dem Sie diese Partition beginnen lassen wollen. Nachdem wir 2 vorher für die Apple_Bootstrap Partition gewählt haben, müssen Sie nun 3p eingeben. Wenn Sie nach der Größe gefragt werden, geben Sie 512M ein (oder welche Größe Sie auch immer möchten). Wenn Sie nach einem Namen gefragt werden, geben Sie swap ein (zwingend).

Um die Root Partition zu erstellen, geben Sie c gefolgt von 4p ein um auszuwählen mit welchem Block die Root Partition beginnen soll. Wenn Sie nach der Größe gefragt werden, geben Sie wieder 4p ein. mac-fdisk interpretiert dies als "Benutze den ganzen verfügbaren Platz". Wenn Sie nach einem Namen gefragt werden, geben Sie root ein (zwingend).

Abschließend schreiben Sie die Partitionen mit w auf die Festplatte und beenden mac-fdisk mit q.

Notiz: Um sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist, sollten Sie mac-fdisk noch einmal ausführen und prüfen ob alle Partitionen vorhanden sind. Wenn Sie keine der von Ihnen angelegten Partitionen oder von Ihnen durchgeführten Änderungen sehen können, sollten Sie die Partitionen mit i in mac-fdisk reinitialisieren. Beachten Sie, dass dies die Partitionstabelle neu erstellt und so all Ihre Partitionen entfernt.

Jetzt da Ihre Partitionen angelegt sind, können Sie nun mit dem Erstellen der Dateisysteme fortfahren.

4.d. IBM pSeries, iSeries und OpenPower: Benutzen von fdisk zur Partitionierung Ihrer Festplatte

Notiz: Wenn Sie vorhaben ein RAID Festplattenarray für Ihre Gentoo Installation zu nutzen und Sie POWER5-basierte Hardware benutzen, sollten Sie jetzt iprconfig ausführen, um die Festplatten mit dem Advanced Function Format zu formatieren und das Festplattenarray anzulegen. Sie sollten iprutils mit emerge installieren, wenn Ihre Installation vollständig ist.

Wenn Sie einen ipr-basierenden SCSI-Adapter haben, sollten Sie die ipr-Utilities jetzt starten.

Befehlsauflistung 4.1: Starten der ipr-Utilities

# /etc/init.d/iprinit start

Die folgenden Teile erklären, wie man das oben erwähnte Beispiel Partitionslayout erstellt und zwar:

Partition Beschreibung
/dev/sda1 PPC PReP Boot Partition
/dev/sda2 Swap-Partition
/dev/sda3 Root Partition

Verändern Sie Ihr Partitionslayout nach Ihren eigenen Vorlieben.

Das aktuelle Partitionslayout anzeigen

fdisk ist ein beliebtes und mächtiges Werkzeug um Ihre Festplatte in Partitionen zu unterteilen. Starten Sie fdisk auf Ihrer Festplatte (in unserem Beispiel benutzen wir /dev/sda):

Befehlsauflistung 4.2: fdisk starten

# fdisk /dev/sda

Sobald Sie in fdisk sind, werden Sie mit einem Prompt wie diesem begrüßt:

Befehlsauflistung 4.3: fdisk Prompt

Command (m for help):

Wenn Sie noch ein AIX-Partitionslayout auf Ihrem System haben werden Sie folgende Fehlermeldung erhalten:

Befehlsauflistung 4.4: Fehlermeldung von fdisk

  There is a valid AIX label on this disk.
  Unfortunately Linux cannot handle these
  disks at the moment.  Nevertheless some
  advice:
  1. fdisk will destroy its contents on write.
  2. Be sure that this disk is NOT a still vital
     part of a volume group. (Otherwise you may
     erase the other disks as well, if unmirrored.)
  3. Before deleting this physical volume be sure
     to remove the disk logically from your AIX
     machine.  (Otherwise you become an AIXpert).

Command (m for help):

Keine Sorge, Sie können eine neue, leere Dos-Partitionstabelle durch drücken von o erstellen.

Warnung: Dies wird jegliche installierten AIX-Versionen zerstören.

Drücken Sie p um Ihre aktuelle Partitionskonfiguration anzeigen zu lassen:

Befehlsauflistung 4.5: Eine Beispiel Partitionstabelle

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1          12       53266+  83  Linux
/dev/sda2              13         233      981571+  82  Linux swap
/dev/sda3             234         674     1958701+  83  Linux
/dev/sda4             675        6761    27035410+   5  Extended
/dev/sda5             675        2874     9771268+  83  Linux
/dev/sda6            2875        2919      199836   83  Linux
/dev/sda7            2920        3008      395262   83  Linux
/dev/sda8            3009        6761    16668918   83  Linux

Command (m for help):

Diese bestimmte Festplatte ist konfiguriert sechs Linux Dateisysteme zu beherbergen (jedes mit einer dazugehörigen Partition, gelistet als "Linux") und auch eine Swap-Partition (gelistet als "Linux swap").

Entfernen aller Partitionen

Zuerst entfernen wir alle existierenden Partitionen von der Festplatte. Drücken Sie d um eine Partition zu löschen. Zum Beispiel um ein bestehendes /dev/sda1 zu löschen:

Notiz: Wenn Sie nicht alle Partitionen löschen möchten, löschen Sie nur diejenigen, die Sie auch löschen wollen. An dieser Stelle empfiehlt der Autor eine Sicherung Ihrer Daten anzulegen, um einen Verlust zu vermeiden.

Befehlsauflistung 4.6: Löschen einer Partition

Command (m for help): d
Partition number (1-4): 1

Die Partition wurde zum Löschen vorgesehen. Sie wird nicht mehr angezeigt, wenn Sie p drücken, sie wird aber nicht gelöscht, bis Ihre Änderungen gespeichert wurden. Wenn Sie einen Fehler gemacht haben und ohne Speichern Ihrer Änderungen abbrechen wollen, drücken Sie umgehend q und Enter und Ihre Partition wird nicht gelöscht werden.

Angenommen, dass Sie wirklich alle Partitionen auf Ihrer Festplatte löschen wollen, drücken Sie wiederholt p um die Partitionstabelle anzuzeigen und dann d und die Nummer der Partition die Sie löschen wollen. Schließlich werden Sie eine leere Partitionstabelle haben:

Befehlsauflistung 4.7: Eine leere Partitionstabelle

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

Device Boot    Start       End    Blocks   Id  System

Command (m for help):

Jetzt, da die Partitionstabelle im Speicher leer ist, sind wir bereit die Partitionen zu erstellen. Wir werden ein Standard Partitionsschema benutzen, wie wir es zuvor angesprochen haben. Natürlich sollten Sie den Instruktionen nicht auf das Wort folgen, wenn Sie nicht dasselbe Partitionsschema verwenden wollen!

Erstellen der PPC PReP Boot Partition

Zuerst erstellen wir eine kleine PReP Boot Partition. Drücken Sie n, um eine neue Partition zu erstellen, dann p um eine primäre Partition zu wählen, gefolgt von 1 um die erste primäre Partition zu wählen. Wenn Sie nach dem ersten Zylinder gefragt werden, drücken Sie Enter. Werden Sie nach dem letzten Zylinder gefragt, geben Sie +7M ein um eine 7 Mbyte große Partition zu erstellen. Wenn Sie dass getan haben, drücken Sie t um den Partitionstyp zu setzen, 1 um die Partition, die Sie gerade angelegt haben auszuwählen und dann 41 un den Partitionstyp auf "PPC PReP Boot" zu setzen. Schließlich müssen Sie die PReP Partition als bootbar markieren.

Notiz: Die PReP Partition muss kleiner als 8 MByte sein!

Befehlsauflistung 4.8: Erstellen der PReP Boot Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System

Command (m for help): n
Command action
      e   extended
      p   primary partition (1-4)
p
Partition number (1-4): 1
First cylinder (1-6761, default 1):
Using default value 1
Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (1-6761, default 6761): +8M

Command (m for help): t
Selected partition 1
Hex code (type L to list codes): 41
Changed system type of partition 1 to 41 (PPC PReP Boot)

Command (m for help): a
Partition number (1-4): 1
Command (m for help):

Wenn Sie jetzt p drücken, sollten Sie die folgende Partitionstabelle sehen:

Befehlsauflistung 4.9: Erstellte Boot Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1  *            1           3       13293   41  PPC PReP Boot

Command (m for help):

Erstellen der Swap-Partition

Nun erstellen Sie die Swap-Partition. Dazu drücken Sie n, um eine neue Partition zu erstellen, dann p, um fdisk mitzuteilen, dass Sie eine primäre Partition anlegen möchten. Dann drücken Sie 2, um die zweite primäre Partition, in unserem Fall /dev/sda2, anzulegen. Wenn Sie nach dem ersten Zylinder gefragt werden, drücken Sie Enter. Wenn Sie nach dem letzten Zylinder gefragt werden, tippen Sie +512M ein, um eine Partition mit einer Größe von 512 MB zu erstellen. Nachdem Sie dies getan haben, müssen Sie mit t den Partitionstyp festlegen, 2, um die gerade angelegte Partition auszuwählen und dann 82, um den Partitionstyp als "Linux Swap" festzulegen. Nachdem Sie diese Schritte abgeschlossen haben, drücken Sie p und Sie erhalten eine Paritionstabelle, die etwa so wie diese aussieht:

Befehlsauflistung 4.10: Partitionstabelle nach Erstellen einer Swap-Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1           3       13293   41  PPC PReP Boot
/dev/sda2               4         117      506331   82  Linux swap

Command (m for help):

Erstellen der Root Partition

Zum Schluss müssen Sie noch die Root Partition erstellen. Dazu drücken Sie n, um eine neue Partition zu erstellen, dann p um fdisk mitzuteilen, dass Sie eine primäre Partition anlegen möchten. Dann drücken Sie 3, um die dritte primäre Partition, /dev/sda3 in unserem Fall, anzulegen. Wenn Sie nach dem ersten Zylinder gefragt werden, drücken Sie Enter. Wenn Sie nach dem letzten Zylinder gefragt werden, tippen Sie Enter, um eine Partition zu erstellen, die den restlichen freien Platz belegt. Nachdem Sie diese Schritte abgeschlossen haben, sollte durch Drücken von p eine Paritionstabelle angezeigt werden, die etwa so wie diese aussieht:

Befehlsauflistung 4.11: Partitionstabelle nach Erstellen der Root Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 30.7 GB, 30750031872 bytes
141 heads, 63 sectors/track, 6761 cylinders
Units = cylinders of 8883 * 512 = 4548096 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1           3       13293   41  PPC PReP Boot
/dev/sda2               4         117      506331   82  Linux swap
/dev/sda3             118        6761    29509326   83  Linux

Command (m for help):

Speichern des Partitionslayouts

Um das Partitionslayout zu speichern und fdisk zu verlassen, drücken Sie w.

Befehlsauflistung 4.12: Speichern und verlassen von fdisk

Command (m for help): w

Jetzt da Ihre Partitionen erstellt sind, können Sie mit dem Erstellen der Dateisysteme fortfahren.

4.e. Erstellen der Dateisysteme

Einleitung

Jetzt, da Ihre Partitionen erstellt sind, ist es an der Zeit Dateisysteme auf ihnen anzulegen. Wenn es Ihnen egal ist welche Dateisysteme ausgewählt werden und mit dem zufrieden sind, was wir als Standard in diesem Handbuch benutzen, fahren Sie mit Dateisystem auf einer Partition anlegen fort. Wenn nicht, lesen Sie weiter um die verfügbaren Dateisysteme kennen zu lernen...

Dateisysteme

Notiz: Verschiedene Dateisysteme sind verfügbar. ext2-, ext3-, ext4- und ReiserFS-Unterstützung ist in den Kerneln der Installations-CD eingebaut. JFS- und XFS-Unterstützung ist durch Kernelmodule verfügbar.

ext2 ist das erprobte und wahre Linux Dateisystem, unterstützt aber keine Metadaten-Journalisierung, was bedeutet, dass routinemäßige Überprüfungen des Dateisystem beim Booten ziemlich zeitaufwändig sein können. Es gibt mittlerweile eine Auswahl an journalisierenden Dateisystemen neuerer Generation, die die Konsistenzchecks sehr schnell erledigen und dadurch im Vergleich mit den nicht-journalisierenden Gegenstücken vorzuziehen sind. Jounalisierende Dateisysteme verhindern lange Verzögerungen beim Booten, wenn sich das Dateisystem in einem inkonsistenten Zustand befindet. Wenn Sie vorhaben, Gentoo auf einer sehr kleinen Platte (weniger als 4GB) zu installieren, dann müssen Sie ext2 anweisen, genügend Inodes zu reservieren, wenn Sie das Dateisystem erstellen. Die Applikation mke2fs verwendet die Einstellung "bytes-per-inode", um zu berechnen, wie viele Inodes ein Dateisystem haben sollte. Durch Verwenden von mke2fs -T small /dev/<device> vervierfacht sich die Anzahl an Inodes für ein gegebenes Dateisystem in der Regel, da sich die "bytes-per-inode" von 16kB auf 4kB pro Inode reduzieren. Sie können dies noch weiter tunen durch Verwenden von mke2fs -i <Verhältnis> /dev/<device>.

ext3 ist die journalisierte Version des ext2-Dateisystem. Es liefert Metadaten-Journalisierung für schnelle Wiederherstellung, sowie andere verbesserte Journalisierungs-Modi wie "Full Data"- und "Ordered Data"-Journalisierung. Es verwendet einen HTree-Index der in fast allen Situation zu einer hohen Performance führt. Kurz, ext3 ist ein sehr gutes und verlässliches Dateisystem. Wenn Sie vorhaben, Gentoo auf einer sehr kleinen Platte (weniger als 4GB) zu installieren, dann müssen Sie ext2 anweisen, genügend Inodes zu reservieren, wenn Sie das Dateisystem erstellen. Die Applikation mke2fs verwendet die Einstellung "bytes-per-inode", um zu berechnen, wie viele Inodes ein Dateisystem haben sollte. Durch Verwenden von mke2fs -j -T small /dev/<device> vervierfacht sich die Anzahl an Inodes für ein gegebenes Dateisystem in der Regel, da sich die "bytes-per-inode" von 16kB auf 4kB pro Inode reduzieren. Sie können dies noch weiter tunen durch Verwenden von mke2fs -j -i <Verhältnis> /dev/<device>.

ext4 ist ein Dateisystem, das basierend auf ext3 erstellt wurde und neue Features sowie Performance-Verbesserungen mit sich bringt. Zusätzlich wurden Größenbeschränkungen entfernt und nur mäßige Änderungen am Format auf der Platte vorgenommen. ext4 unterstützt Laufwerke mit einer Größe von bis zu 1 EB und eine maximale Dateigröße von 16 TB. Anstelle der klassischen Bitmap-Block-Allokation von ext2/3, verwendet ext4 Extents, die die Performance bei großen Dateien verbessert und Fragmentierung reduziert. Ext4 bietet zudem ausgeklügeltere Blockallokationsalgorithmen (verzögerte Allokation und Multiblock-Allokation), was es dem Dateisystemtreiber erlaubt, das Layout der Daten auf der Platte zu optimieren. Das ext4-Dateisystem ist ein Kompromiss zwischen produktionssnaher Code-Stabilität und dem Wunsch, Erweiterungen zu einem fast ein Jahrzehnt altem Dateisystem einzuführen. Ext4 ist das empfohlene universell einsetzbare Dateisystem für alle Plattformen.

JFS ist IBMs journalisiertes Hochgeschwindigkeits-Dateisystem. JFS ist schlankes, schnelles und verläßliches B+Tree basierendes Dateisystem mit guter Performance in zahlreichen Situationen.

ReiserFS ist ein auf B+-Trees basierendes Dateisystem mit einer insgesamt guten Performance, besonders wenn mit vielen sehr kleinen Dateien, zur Last von mehr CPU-Zyklen, gearbeitet wird. ReiserFS hat den Anschein weniger gepflegt zu werden als andere Dateisysteme.

XFS ist ein Dateisystem mit Metadaten-Journalisierung, es liefert einen robusten Satz von Features und ist auf Skalierbarkeit optimiert. XFS scheint weniger robust zu sein bei verschiedenen Hardware-Problemen.

Dateisystem auf einer Partition anlegen

Um ein Dateisystem auf einer Partition oder einem Volume zu erstellen, gibt es für jedes mögliche Dateisystem entsprechende Programme:

Dateisystem Befehl zur Erstellung
ext2 mke2fs
ext3 mke2fs -j
reiserfs mkreiserfs
xfs mkfs.xfs
jfs mkfs.jfs

Zum Beispiel, um die Root Partition (/dev/sda4 in unserem Beispiel) als ext3 (wie in unserem Beispiel) zu formatieren, würden Sie folgendes benutzen:

Befehlsauflistung 5.1: Dateisystem auf einer Partition anlegen

# mke2fs -j /dev/sda4

Erstellen Sie nun die Dateisysteme auf Ihren neu erstellten Partionen (oder logischen Volumes).

Wichtig: Wenn Sie sich dafür entscheiden ReiserFS für / zu verwenden, sollten Sie die Standard-Blockgröße nicht verändern, wenn Sie außerdem yaboot als Ihren Bootloader verwenden, wie beschrieben in der Konfiguration des Bootloaders.

Aktivieren der Swap-Partition

mkswap ist der Befehl, der benutzt wird um Swap-Partitionen zu initialisieren:

Befehlsauflistung 5.2: Erstellen einer Swap Signatur

# mkswap /dev/sda3

Um die Swap-Partition zu aktivieren, benutzen Sie swapon:

Befehlsauflistung 5.3: Aktivieren der Swap-Partition

# swapon /dev/sda3

Erstellen und aktivieren Sie jetzt den Swap mit den oben erwähnten Befehlen.

4.f. Mounten

Nachdem Ihre Partitionen nun initialisiert sind und ein Dateisystem beinhalten, ist es an der Zeit diese Partitionen zu mounten. Benutzen Sie den mount Befehl. Vergessen Sie nicht die notwendigen Mount-Verzeichnisse. für jede Partition die Sie erstellt haben, zu erstellen. Als Beispiel erstellen wir den Mountpunkt und mounten die root-Partition:

Befehlsauflistung 6.1: Mounten von Partitionen

# mkdir /mnt/gentoo
# mount /dev/sda4 /mnt/gentoo

Notiz: Wenn Sie Ihr /tmp auf eine separate Partition legen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie die Berechtigungen nach dem Mounten ändern: chmod 1777 /mnt/gentoo/tmp. Dies gilt auch für /var/tmp.

Fahren Sie mit der Installation der Gentoo Installationsdateien fort.


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Seite aktualisiert 23. Februar 2013

Diese Übersetzung wird nicht länger gepflegt

Zusammenfassung: Um Gentoo installieren zu können, müssen Sie die benötigten Partitionen erstellen. Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie eine Festplatte für die zukünftige Benutzung partitionieren.

Sven Vermeulen
Autor

Grant Goodyear
Autor

Roy Marples
Autor

Daniel Robbins
Autor

Chris Houser
Autor

Jerry Alexandratos
Autor

Seemant Kulleen
Gentoo x86 Entwickler

Tavis Ormandy
Gentoo Alpha Entwickler

Jason Huebel
Gentoo AMD64 Entwickler

Guy Martin
Gentoo HPPA Entwickler

Pieter Van den Abeele
Gentoo PPC Entwickler

Joe Kallar
Gentoo SPARC Entwickler

John P. Davis
Bearbeiter

Pierre-Henri Jondot
Bearbeiter

Eric Stockbridge
Bearbeiter

Rajiv Manglani
Bearbeiter

Jungmin Seo
Bearbeiter

Stoyan Zhekov
Bearbeiter

Jared Hudson
Bearbeiter

Colin Morey
Bearbeiter

Jorge Paulo
Bearbeiter

Carl Anderson
Bearbeiter

Jon Portnoy
Bearbeiter

Zack Gilburd
Bearbeiter

Jack Morgan
Bearbeiter

Benny Chuang
Bearbeiter

Erwin
Bearbeiter

Joshua Kinard
Bearbeiter

Tobias Scherbaum
Bearbeiter

Xavier Neys
Bearbeiter

Joshua Saddler
Bearbeiter

Gerald J. Normandin Jr.
Korrektor

Donnie Berkholz
Korrektor

Ken Nowack
Korrektor

Lars Weiler
Mitarbeiter

Tobias Scherbaum
Übersetzer

Jens Schittenhelm
Übersetzer

Patrick Sudowe
Übersetzer

Torsten Veller
Übersetzer

Michael Frey
Übersetzer

Markus Nigbur
Übersetzer

Boris Ruppert
Übersetzer

Jan Hendrik Grahl
Übersetzer

Christian Hartmann
Korrektor

Martin Bürger
Übersetzer

Sophie Lee
Übersetzer

Thomas Gabelmann
Übersetzer

Timo Rothweiler
Übersetzer

Sebastian Westermayer
Übersetzer

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