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7. Konfiguration des Kernels
Inhalt:
7.a. Setzen der Zeitzone des Systems
Zuerst müssen Sie dem System sagen, in welcher Zeitzone es sich befindet.
Suchen Sie Ihre Zeitzone in/usr/share/zoneinfo/ und kopieren Sie
diese dann nach /etc/localtime. Bitte vermeiden Sie die
/usr/share/zoneinfo/Etc/GMT* Zeitzonen, denn deren Namen verweisen
nicht auf die erwarteten Zonen. Zum Beispiel ist GMT-8 in
Wirklichkeit GMT+8.
Befehlsauflistung 1.1: Setzen der Zeitzone |
# ls /usr/share/zoneinfo
# cp /usr/share/zoneinfo/GMT /etc/localtime
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7.b. Installieren der Quellen
Auswählen eines Kernels
Der Kern um den herum alle Distributionen gebaut sind ist der Linux Kernel. Es
ist die Ebene zwischen den Benutzerprogrammen und der Systemhardware. Gentoo
bietet seinen Benutzern mehrere mögliche Kernelquellen. Eine komplette
Liste mit Beschreibungen finden Sie im Gentoo Kernel Leitfaden.
Für sparc-basierende Systeme gibt es die gentoo-sources (empfohlene 2.6
Kernelquellen).
Im nächsten Beispiel installieren wir die gentoo-sources.
Befehlsauflistung 2.1: Installieren der Kernelquellen |
# emerge gentoo-sources
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Notiz:
Wenn Sie einen qla2xxx Disk-Controller verwenden werden Sie emerge
=vanilla-sources-2.6.16* (nicht gentoo-sources) ausführen
müssen, da Kernel >=2.6.17 nicht mit diesem Controller funktionieren werden.
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Wenn Sie einen Blick in /usr/src werfen, sollten Sie einen Symlink
sehen, genannt linux, der auf Ihre Kernelquellen verweist. In
diesem Fall verweisen die installierten Kernelquellen auf linux-2.6.24-r5. Denken Sie daran, dass Ihre Version eine andere sein
kann.
Befehlsauflistung 2.2: Anzeigen des Kernelquellen-Symlinks |
# ls -l /usr/src/linux
lrwxrwxrwx 1 root root 12 Oct 13 11:04 /usr/src/linux -> linux-2.6.24-r5
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Nun ist es Zeit Ihre Kernelquellen zu konfigurieren und zu kompilieren
7.c. Manuelle Konfiguration
Einführung
Einen Kernel manuell zu konfigurieren wird oft als der schwierigste Teil
gesehen, den jeder Linux Benutzer insgesamt meistern muss. Nichts ist weiter von
der Wahrheit entfernt -- nach der Konfiguration von einigen Kerneln werden Sie
sich gar nicht daran erinnern, dass es schwer war ;-)
Jedoch eine Sache ist wahr: Sie müssen Ihr System kennen, wenn Sie
beginnen einen Kernel manuell zu konfigurieren. Die meisten Informationen
können gesammelt werden, indem Sie sich pciutils mit emerge installieren
(emerge pciutils), denn dies enthält lspci. Sie werden nun in
der Lage sein lspci in der chroot-Umgebung zu verwenden. Sie können
ohne Probleme alle pcilib Warnungen (wie pcilib: cannot open
/sys/bus/pci/devices), die lspci ausgibt, ignorieren. Alternativ können
Sie lspci von einer nicht-chroot Umgebung ausführen. Die
Ergebnisse sind identisch. Sie können auch lsmod ausführen um zu sehen,
welche Kernelmodule die Installations CD verwendet (es kann ihnen einen netten
Hinweis darauf geben was zu aktivieren ist).
Gehen Sie nun in Ihr Kernelquellverzeichnis und führen Sie make
menuconfig aus. Dies startet ein ncurses-basierendes Konfigurationsmenü.
Befehlsauflistung 3.1: Menuconfig starten |
# cd /usr/src/linux
# make menuconfig
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Ihnen werden verschiedene Konfigurationssektionen präsentiert. Wir listen
zunächst einige Optionen auf, die sie aktivieren müssen (ansonsten wird Gentoo
nicht funktionieren, oder ohne zusätzliche Veränderungen nicht richtig
funktionieren).
Aktivieren der benötigten Optionen
Gehen Sie als erstes in File Systems und selektieren Sie Unterstützung
für die Dateisysteme, die Sie benutzen. Kompilieren Sie diese nicht als
Module, ansonsten wird ihr Gentoo System nicht in der Lage sein Ihre Partitionen
zu mounten. Selektieren Sie auch Virtual memory und /proc file
system.
Befehlsauflistung 3.2: Selektieren notwendiger Dateisysteme |
File systems --->
Pseudo Filesystems --->
[*] /proc file system support
[*] Virtual memory file system support (former shm fs)
<*> Ext3 journalling file system support
<*> Second extended fs support
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Wenn Sie PPPoE benutzen um sich ins Internet einzuwählen oder Sie ein
Dialup-Modem einsetzen, brauchen Sie folgende Optionen im Kernel:
Befehlsauflistung 3.3: Auswählen PPPoE notwendiger Treiber |
Device Drivers --->
Networking support --->
<*> PPP (point-to-point protocol) support
<*> PPP support for async serial ports
<*> PPP support for sync tty ports
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Die zwei Komprimierungsoptionen werden nicht schaden, aber werden auch nicht
definitiv gebraucht, ebenso die Option PPP over Ethernet, die vielleicht
nur von ppp verwendet wird, wenn der PPPoE-Kernelmodus benutzt wird.
Aktivieren Sie zuerst die korrekte Bus-Unterstützung:
Befehlsauflistung 3.4: Aktivieren von SBUS/UPA |
Console drivers --->
Frame-buffer support --->
[*] SBUS and UPA framebuffers
[*] Creator/Creator3D support
[*] CGsix (GX,TurboGX) support
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Natürlich wollen Sie Unterstützung für die OBP:
Befehlsauflistung 3.5: Aktivieren von OBP-Unterstützung |
Misc Linux/SPARC drivers --->
[*] /dev/openprom device support
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Sie werden auch SCSI-spezifische Unterstützung benötigen:
Befehlsauflistung 3.6: Aktivieren von SCSI-spezifischer Unterstützung |
SCSI support --->
SCSI low-level drivers --->
<*> Sparc ESP Scsi Driver
<*> PTI Qlogic, ISP Driver
<*> SYM53C8XX Version 2 SCSI support
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Um Ihre Netzwerkkarte zu unterstützen, wählen Sie eines der folgenden:
Befehlsauflistung 3.7: Aktivieren von Neztwerkunterstützung |
Network device support --->
Ethernet (10 or 100Mbit) --->
<*> Sun LANCE support
<*> Sun Happy Meal 10/100baseT support
<*> DECchip Tulip (dc21x4x) PCI support
Ethernet (1000Mbit) --->
<*> Broadcom Tigon3 support
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Wenn Sie einen 4-Port Ethernet Rechner haben (10/100 oder 10/100/1000), ist die
Adressierung der Ports anders als unter Solaris. Sie können
sys-apps/ethtool verwenden um den Linkstatus einen Ports festzustellen.
Wenn Sie die Konfiguration des Kernel beendet haben fahren Sie mit Kompilieren und Installieren fort.
Überprüfen Sie aber nach der Kompilierung des Kernels desen Größe:
Befehlsauflistung 3.8: Überprüfen der Kernelgröße |
# ls -lh vmlinux
-rw-r--r-- 1 root root 2.4M Oct 25 14:38 vmlinux
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Wenn die (unkomprimierte) Größe größer ist als 7.5MB, konfigurieren Sie den
Kernel solange erneut, bis der Kernel diese Grenzen nicht mehr überschreitet.
Eine Art dies zu erreichen ist die Kompilierung der meisten Kerneltreiber als
Module. Ignoriert man dies, kann es dazu führen, dass der Kernel nicht bootet.
Wenn ihr Kernel nur ein bisschen zu groß ist, können Sie im mit dem strip
Kommando strippen:
Befehlsauflistung 3.9: Strippen des Kernel |
# strip -R .comment -R .note vmlinux
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Kompilieren und Installieren
Nun da Ihr Kernel konfiguriert ist, ist es Zeit ihn zu kompilieren und zu
installieren. Verlassen Sie die Konfiguration und starten Sie den
Kompiliervorgang:
Befehlsauflistung 3.10: Kompilieren des Kernels |
# make CROSS_COMPILE=sparc64-unknown-linux-gnu- && make image modules_install
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Wenn der Kernel fertig ist mit der Kompilierung, kopieren Sie das Kernel-Image
nach /boot. Denken Sie daran Denken Sie daran
<Kernelversion> durch den Namen und die Version Ihres
Kernels zu ersetzten.
Befehlsauflistung 3.11: Installieren des Kernels |
# cp arch/sparc64/boot/image /boot/<Kernelversion>
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Fahren sie nun mit dem Installieren separater
Kernelmodule fort.
7.d. Installieren separater Kernelmodule
Konfiguration der Module
Sie sollten alle Module, die automatisch geladen werden sollen, in
/etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 eintragen. Wenn Sie möchten,
können Sie auch zusätzliche Optionen an die Module anhängen.
Um alle verfügbaren Module anzuzeigen führen Sie den folgende find
Befehl aus. Vergessen Sie nicht "<kernel version>" mit der Version
Ihres Kernel, den Sie gerade kompiliert haben, zu ersetzen:
Befehlsauflistung 4.1: Alle verfügbaren Module auflisten |
# find /lib/modules/<kernel version>/ -type f -iname '*.o' -or -iname '*.ko'
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Um zum Beispiel das Modul 3c59x.ko automatisch zu laden, editieren Sie
die Datei kernel-2.6 und tragen den Modulnamen ein.
Befehlsauflistung 4.2: Editieren von /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 |
# nano -w /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6
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Befehlsauflistung 4.3: /etc/modules.autoload.d/kernel-2.6 |
3c59x
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Fahren Sie nun mit der Konfiguration des
System fort.
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