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4. Vorbereiten der Festplatte(n)

Inhalt:

4.a. Einführung in Block Devices

Block Devices

Wir werden einen guten Einblick in die Festplatten bezogenen Aspekte von Gentoo Linux und Linux im allgemeinen, inklusive Linux Dateisystemen, Partitionen und Block Devices erhalten. Dann, sobald Sie mit den Vor- und Nachteilen von Festplatten und Dateisystemen vertraut sind, werden Sie durch den Prozess des Partitionierens und der Dateisystemerstellung für Ihre Gentoo Linux Installation geführt.

Zu Beginn werden wir Ihnen Block Devices vorstellen. Das berühmteste Block Device ist wahrscheinlich das, welches das erste Laufwerk in einem Linux System repräsentiert, namentlich /dev/sda. SCSI- und Serial-ATA-Laufwerke erhalten beide Namen mit /dev/sd*; selbst IDE-Laufwerke werden mit dem neuen libata-Framework im Kernel mit einem /dev/sd* Namen versehen. Wenn Sie noch das alte Geräte-Framework verwenden wird Ihr erstes IDE-Laufwerk /dev/hda sein.

Das obige Block Device repräsentiert eine abstrakte Schnittstelle zur Festplatte. Benutzerprogramme können dieses Block Device benutzen, um Ihre Festplatte anzusprechen, ohne sich darum zu kümmern, ob Ihre Festplatten IDE, SCSI oder irgendetwas anderes sind. Das Programm kann den Speicherplatz auf der Festplatte einfach als eine Anhäufung von zusammenhängenden, beliebig zugreifbaren 512-Byte Blöcken ansprechen.

Slices

Obwohl es theoretisch möglich ist, eine ganze Festplatte zu nutzen, um Ihr Linux System zu beherbergen, wird dies in der Praxis so gut wie nie gemacht. Stattdessen werden komplette Festplatten Block Devices in kleinere, besser verwaltbare Block Devices unterteilt. Auf Alpha-Systemen werden Sie Slices genannt werden.

4.b. Erstellung eines Partitionsschemas

Standard-Partitionsschema

Als Beispiel nutzen wir das folgende Slice Layout:

Slice Beschreibung
/dev/sda1 Swap Slice
/dev/sda2 Root Slice
/dev/sda3 Gesamte Festplatte (benötigt)

Wenn Sie daran interessiert sind, zu erfahren, wie groß eine Partition sein sollte, oder auch wie viele Partitionen (oder Volumes) Sie benötigen, lesen Sie weiter. Anderenfalls fahren Sie nun mit dem Partitionieren Ihrer Festplatte mit fdisk (nur SRM) oder Partitionieren Ihrer Festplatte (nur ARC/AlphaBIOS) fort:

Wie viele und wie groß?

Die Anzahl an Partitionen hängt von Ihrer Umgebung ab. Wenn Sie z.B. eine Menge User haben, wollen Sie höchst wahrscheinlich Ihr /home separat halten, da es die Sicherheit erhöht und Backups einfacher macht. Wenn Sie Gentoo installieren um als Mailserver zu fungieren, sollten Sie /var separat halten, da alle Mails in /var gespeichert werden. Eine gute Wahl des Dateisystems maximiert dann zusätzlich die Performance. Gameserver sollten ein separates /opt haben, da die meisten Game Server dort installiert werden. Der Grund ist ähnlich wie bei /home: Sicherheit und Backups. Es liegt definitiv in Ihrem Interesse /usr groß zu behalten: es wird nicht nur die Mehrheit der Programme enthalten; der Portage-Baum allein belegt etwa 500Mbyte, ohne die verschiedensten Quellen, die darin gespeichert sind, mitzurechnen.

Wie Sie sehen können, hängt es sehr stark davon ab, was Sie erreichen wollen. Separate Partitionen oder Volumes haben folgende Vorteile:

  • Sie können das Filesystem mit der höchsten Performance für jede Partition oder jedes Volume auswählen
  • Ihr System behält noch freien Speicherplatz, selbst wenn ein defektes Tool ununterbrochen Dateien auf eine Partition oder ein Volume schreibt
  • Falls nötig können Dateisystem Checks zeitlich verkürzt werden, in dem mehrere Checks parallel durchgeführt werden können (obwohl dieser Vorteil eher mit mehreren Festplatten als mit mehreren Partitionen zum Tragen kommt)
  • Die Sicherheit kann erhöht werden, indem Sie einige Partitionen oder Volumes read-only, nosuid (setuid bits werden ignoriert), noexec (executable bits werden ignoriert) etc mounten.

Jedoch haben mehrere Partitionen auch Nachteile: Wenn sie nicht ordentlich konfiguriert werden, werden Sie ein System haben, das viel Speicherplatz auf der einen Partition und keinen auf einer anderen frei hat. Ein weiteres Ärgernis ist, dass separate Partitionen - insbesondere für wichtige Einhängepunkte wie /usr oder /var - es häufig erforderlich machen, dass mit einem initramfs gebootet wird, das die Partitionen mountet, bevor andere Boot-Skripte starten. Das ist jedoch nicht immer nötig, daher treffen Sie diese Entscheidung bitte selbst.

4.c. Benutzung von fdisk zur Partitionierung Ihrer Festplatte (nur SRM)

Die folgende Teile erklären, wie Sie das vorhin vorgestellte Slice Layout erstellen.

Slice Beschreibung
/dev/sda1 Swap Slice
/dev/sda2 Root Slice
/dev/sda3 Gesamte Festplatte (benötigt)

Passen Sie das Slice Layout an Ihre Vorstellungen an.

Identifizierung verfügbarer Festplatten

Um herauszufinden, welche Festplatten Ihnen zur Verfügung stehen, benutzen Sie die folgenden Kommandos:

Befehlsauflistung 3.1: Identifizierung verfügbarer Festplatten

# dmesg | grep 'drive$'        (Für IDE Laufwerke)
# dmesg | grep 'scsi'          (Für SCSI Laufwerke)

Aus dieser Ausgabe sollten Sie in der Lage sein zu erkennen, welche Festplatten erkannt wurden und deren besonderen /dev Eintrag abzulesen. In den folgenden Abschnitten gehen wir von einer SCSI Festplatte auf /dev/sda aus.

Starten Sie nun fdisk:

Befehlsauflistung 3.2: Starten von fdisk

# fdisk /dev/sda

Löschen von allen Slices

Wenn Ihre Festplatte vollständig leer ist müssen Sie zunächst ein BSD-Disklabel erstellen.

Befehlsauflistung 3.3: Erstellen eines BSD-Disklabels

Command (m for help): b
/dev/sda contains no disklabel.
Do you want to create a disklabel? (y/n) y
Ein Haufen Laufwerksabhängiger Informationen wird hier angezeigt
3 partitions:
#       start       end      size     fstype   [fsize bsize   cpg]
c:        1      5290*     5289*    unused        0     0

Wir beginnen mit dem Löschen von allen Slices, außer des 'c'-Slice (eine Anforderung für BSD-Disklabel). Nachfolgend zeigen wir Ihnen, wie Sie ein Slice (im Beispiel nutzen wir 'a') löschen können. Wiederholen Sie den Schritt für alle Slices (wieder: außer des 'c'-Slice).

Benutzen Sie p um alle existierenden Slices anzuzeigen. d benötigen Sie zum Löschen eines Slices.

Befehlsauflistung 3.4: Löschen eines Slice

BSD disklabel command (m for help): p

8 partitions:
#       start       end      size     fstype   [fsize bsize   cpg]
  a:        1       235*      234*    4.2BSD     1024  8192    16
  b:      235*      469*      234*      swap
  c:        1      5290*     5289*    unused        0     0
  d:      469*     2076*     1607*    unused        0     0
  e:     2076*     3683*     1607*    unused        0     0
  f:     3683*     5290*     1607*    unused        0     0
  g:      469*     1749*     1280     4.2BSD     1024  8192    16
  h:     1749*     5290*     3541*    unused        0     0

BSD disklabel command (m for help): d
Partition (a-h): a

Nachdem Sie den Prozess für alle anderen Slices wiederholt haben, sollte die Auflistung folgender ähnlich sehen:

Befehlsauflistung 3.5: Ansicht einer leeren Partitionstabelle

BSD disklabel command (m for help): p

3 partitions:
#       start       end      size     fstype   [fsize bsize   cpg]
  c:        1      5290*     5289*    unused        0     0

Erstellen des Swap Slice

Auf Alpha basierten System benötigen Sie kein separates Boot Slice. Dennoch kann der erste Zylinder nicht benutzt werden, da das aboot Image dort abgelegt werden wird.

Wir werden ein Swap Slice beginnend am dritten Cylinder mit einer Größe von 1 GB erstellen. Benutzen Sie n um ein neues Slice zu erstellen. Nachdem Sie das Slice erstellt haben, ändern Sie den Typ mit 1 (eins) auf swap.

Befehlsauflistung 3.6: Erstellen der Swap Slice

BSD disklabel command (m for help): n
Partition (a-p): a
First cylinder (1-5290, default 1): 3
Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (3-5290, default 5290): +1024M

BSD disklabel command (m for help): t
Partition (a-c): a
Hex code (type L to list codes): 1

Nach diesen Schritten sollten Sie ein der folgenden Auflistung ähnliches Layout sehen:

Befehlsauflistung 3.7: Slice Layout nach dem Erstellen des Swap Slice

BSD disklabel command (m for help): p

3 partitions:
#       start       end      size     fstype   [fsize bsize   cpg]
  a:        3      1003      1001       swap
  c:        1      5290*     5289*    unused        0     0

Erstellen des Root Slice

Wir werden nun das Root Slice anlegen beginnend vom ersten Zylinder nach der Swap Slice. Benutzen Sie das p Kommando um zu schauen, wo das Swap Slice endet. In unserem Beispiel ist dies 1003, das Root Slice beginnt also bei 1004.

Ein weiteres Problem ist, dass aktuell ein Bug in fdisk existiert. Dadurch denkt fdisk, dass die Anzahl verfügbarer Zylinder Eins über der realen Zahl der Zylinder liegt. In anderen Worten, wenn Sie nach dem letzten Zylinder gefragt werden, verkleinern Sie die Zylindernummer (in diesem Beispiel: 5290) um eins.

Wenn das Slice erstellt wurde, ändern Sie den Typ auf 8 für ext2.

Befehlsauflistung 3.8: Erstellen des Root Slice

D disklabel command (m for help): n
Partition (a-p): b
First cylinder (1-5290, default 1): 1004
Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (1004-5290, default 5290): 5289

BSD disklabel command (m for help): t
Partition (a-c): b
Hex code (type L to list codes): 8

Ihr Slice Layout sollte nun ähnlich dem Folgenden aussehen:

Befehlsauflistung 3.9: Ansicht des Slice Layout

BSD disklabel command (m for help): p

3 partitions:
#       start       end      size     fstype   [fsize bsize   cpg]
  a:        3      1003      1001       swap
  b:     1004      5289      4286       ext2
  c:        1      5290*     5289*    unused        0     0

Speichern des Slice Layout und Beenden von fdisk

Schließen Sie fdisk indem Sie w eingeben. Damit wird auch Ihr Slice Layout gespeichert.

Befehlsauflistung 3.10: Speichern und Verlassen von fdisk

Command (m for help): w

Nachdem Ihre Slices nun erstellt sind, können Sie mit dem Erstellen der Dateisysteme fortfahren

4.d. Benutzung von fdisk zur Partitionierung Ihrer Festplatte (nur ARC/AlphaBIOS)

Der folgende Abschnitt erklärt wie man eine Festplatte mit einem ähnlichen Layout, wie zuvor beschrieben, partitioniert. Genauer gesagt:

Partition Beschreibung
/dev/sda1 Boot Partition
/dev/sda2 Swap-Partition
/dev/sda3 Root Partition

Ändern Sie das Layout Ihrer Partitionen entsprechend Ihren eigenen Vorlieben.

Erkennung von verfügbaren Festplatten

Führen Sie folgenden Befehl aus um herausfinden welche Festplatten Sie verwenden:

Befehlsauflistung 4.1: Identifizierung verfügbarer Festplatten

# dmesg | grep 'drive$'        (Für IDE Festplatten)
# dmesg | grep 'scsi'          (Für SCSI Festplatten)

Von der erzeugten Ausgabe sollten Sie erkennen können welche Fesplatten gefunden wurden und was Ihre zugehörigen /dev Einträge sind. In den folgenden Abschnitten nehmen wir an, dass es eine SCSI Festplatte an /dev/sda ist.

Starten Sie nun fdisk:

Befehlsauflistung 4.2: Starten von fdisk

# fdisk /dev/sda

Löschen aller Partitionen

Wenn Ihre Festplatte komplett leer ist, dann müssen Sie zuerst ein DOS-Disklabel erstellen.

Befehlsauflistung 4.3: Erstellen eines DOS-Disklabels

Command (m for help): o
Building a new DOS disklabel.

Wir beginnen damit, dass wir alle Parititionen löschen. Folgend wird gezeigt, wie eine Paritition (in diesem Beispiel verwenden wir '1') gelöscht wird. Wiederholen Sie den Vorgang um alle anderen Partitionen zu löschen.

Verwenden Sie p um alle existierenden Partitionen einzusehen. d wird verwendet um eine Partition zu löschen.

Befehlsauflistung 4.4: Löschen einer Partition

command (m for help): p

Disk /dev/sda: 9150 MB, 9150996480 bytes
64 heads, 32 sectors/track, 8727 cylinders
Units = cylinders of 2048 * 512 = 1048576 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1         478      489456   83  Linux
/dev/sda2             479        8727     8446976    5  Extended
/dev/sda5             479        1433      977904   83  Linux Swap
/dev/sda6            1434        8727     7469040   83  Linux

command (m for help): d
Partition number (1-6): 1

Erstellen einer Boot Partition

Auf Alpha Systemen, die MILO verwenden um zu booten, müssen wir eine kleine vfat Boot Partition erstellen.

Befehlsauflistung 4.5: Erstellen der Boot Partition

Command (m for help): n
Command action
  e   extended
  p   primary partition (1-4)
p
Partition number (1-4): 1
First cylinder (1-8727, default 1): 1
Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (1-8727, default 8727): +16M

Command (m for help): t
Selected partition 1
Hex code (type L to list codes): 6
Changed system type of partition 1 to 6 (FAT16)

Erstellen der Swap-Partition

Nun erstellen wir eine Swap-Partition mit einer Gesamtgröße von 1 GB. Verwenden Sie n um eine neue Partition zu erstellen.

Befehlsauflistung 4.6: Erstellen der Swap-Partition

Command (m for help): n
Command action
  e   extended
  p   primary partition (1-4)
p
Partition number (1-4): 2
First cylinder (17-8727, default 17): 17
Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (17-8727, default 8727): +1000M

Command (m for help): t
Partition number (1-4): 2
Hex code (type L to list codes): 82
Changed system type of partition 2 to 82 (Linux swap)

Nach diesen Schritten sollten Sie ein Layout sehen, welches diesem sehr ähnlich ist:

Befehlsauflistung 4.7: Liste der Partitionen nach Erstellung der Swap-Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 9150 MB, 9150996480 bytes
64 heads, 32 sectors/track, 8727 cylinders
Units = cylinders of 2048 * 512 = 1048576 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1          16       16368    6  FAT16
/dev/sda2              17         971      977920   82  Linux swap

Erstellen der Root Partition

Wir werden nun die Root Partition erstellen. Verwenden Sie auch hier den n Befehl.

Befehlsauflistung 4.8: Erstellen der Root Partition

Command (m for help): n
Command action
  e   extended
  p   primary partition (1-4)
p
Partition number (1-4): 3
First cylinder (972-8727, default 972): 972
Last cylinder or +size or +sizeM or +sizeK (972-8727, default 8727): 8727

Nach diesen Schritten sollten Sie ein Layout sehen, welches diesem sehr ähnlich ist:

Befehlsauflistung 4.9: Liste der Partitionen nach Erstellung der Root Partition

Command (m for help): p

Disk /dev/sda: 9150 MB, 9150996480 bytes
64 heads, 32 sectors/track, 8727 cylinders
Units = cylinders of 2048 * 512 = 1048576 bytes

   Device Boot      Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1               1          16       16368    6  FAT16
/dev/sda2              17         971      977920   82  Linux swap
/dev/sda3             972        8727     7942144   83  Linux

Speichern des Partitionslayout und Beenden

Speichern Sie fdisk indem Sie w eintippen. Dies wird auch Ihr Partitionslayout abspeichern.

Befehlsauflistung 4.10: Speichern und Beenden von fdisk

Command (m for help): w

Nun da Ihre Partitionen erstellt sind können Sie fortfahren mit dem Erstellen der Dateisysteme.

4.e. Erstellen der Dateisysteme

Einleitung

Jetzt sind Ihre Partitionen erstellt, so dass es nun an der Zeit ist Dateisysteme anzulegen. Wenn Sie mit dem zufrieden sind, was wir Ihnen vorschlagen, dann fahren Sie mit Dateisystem auf einer Partition anlegen fort. Wenn nicht, lesen Sie weiter, um ein wenig mehr über Dateisysteme zu lernen ...

Dateisysteme

Der Linux-Kernel unterstützt zahlreiche Dateisysteme. Wir erklären ext2, ext3, ext4, ReiserFS, XFS und JFS, da diese die unter Linux gebräuchlichsten Dateisysteme sind.

Notiz: Von aboot wird nur der Boot von ext2 und ext3 Partitionan unterstützt.

ext2 ist das erprobte und wahre Linux Dateisystem, unterstützt aber keine Metadaten-Journalisierung, was bedeutet, dass routinemäßige Überprüfungen des Dateisystem beim Booten ziemlich zeitaufwändig sein können. Es gibt mittlerweile eine Auswahl an journalisierenden Dateisystemen neuerer Generation, die die Konsistenzchecks sehr schnell erledigen und dadurch im Vergleich mit den nicht-journalisierenden Gegenstücken vorzuziehen sind. Jounalisierende Dateisysteme verhindern lange Verzögerungen beim Booten, wenn sich das Dateisystem in einem inkonsistenten Zustand befindet. Wenn Sie vorhaben, Gentoo auf einer sehr kleinen Platte (weniger als 4GB) zu installieren, dann müssen Sie ext2 anweisen, genügend Inodes zu reservieren, wenn Sie das Dateisystem erstellen. Die Applikation mke2fs verwendet die Einstellung "bytes-per-inode", um zu berechnen, wie viele Inodes ein Dateisystem haben sollte. Durch Verwenden von mke2fs -T small /dev/<device> vervierfacht sich die Anzahl an Inodes für ein gegebenes Dateisystem in der Regel, da sich die "bytes-per-inode" von 16kB auf 4kB pro Inode reduzieren. Sie können dies noch weiter tunen durch Verwenden von mke2fs -i <Verhältnis> /dev/<device>.

ext3 ist die journalisierte Version des ext2-Dateisystem. Es liefert Metadaten-Journalisierung für schnelle Wiederherstellung, sowie andere verbesserte Journalisierungs-Modi wie "Full Data"- und "Ordered Data"-Journalisierung. Es verwendet einen HTree-Index der in fast allen Situation zu einer hohen Performance führt. Kurz, ext3 ist ein sehr gutes und verlässliches Dateisystem. Wenn Sie vorhaben, Gentoo auf einer sehr kleinen Platte (weniger als 4GB) zu installieren, dann müssen Sie ext2 anweisen, genügend Inodes zu reservieren, wenn Sie das Dateisystem erstellen. Die Applikation mke2fs verwendet die Einstellung "bytes-per-inode", um zu berechnen, wie viele Inodes ein Dateisystem haben sollte. Durch Verwenden von mke2fs -j -T small /dev/<device> vervierfacht sich die Anzahl an Inodes für ein gegebenes Dateisystem in der Regel, da sich die "bytes-per-inode" von 16kB auf 4kB pro Inode reduzieren. Sie können dies noch weiter tunen durch Verwenden von mke2fs -j -i <Verhältnis> /dev/<device>.

ext4 ist ein Dateisystem, das basierend auf ext3 erstellt wurde und neue Features sowie Performance-Verbesserungen mit sich bringt. Zusätzlich wurden Größenbeschränkungen entfernt und nur mäßige Änderungen am Format auf der Platte vorgenommen. ext4 unterstützt Laufwerke mit einer Größe von bis zu 1 EB und eine maximale Dateigröße von 16 TB. Anstelle der klassischen Bitmap-Block-Allokation von ext2/3, verwendet ext4 Extents, die die Performance bei großen Dateien verbessert und Fragmentierung reduziert. Ext4 bietet zudem ausgeklügeltere Blockallokationsalgorithmen (verzögerte Allokation und Multiblock-Allokation), was es dem Dateisystemtreiber erlaubt, das Layout der Daten auf der Platte zu optimieren. Das ext4-Dateisystem ist ein Kompromiss zwischen produktionssnaher Code-Stabilität und dem Wunsch, Erweiterungen zu einem fast ein Jahrzehnt altem Dateisystem einzuführen. Ext4 ist das empfohlene universell einsetzbare Dateisystem für alle Plattformen.

JFS ist IBMs journalisiertes Hochgeschwindigkeits-Dateisystem. JFS ist schlankes, schnelles und verläßliches B+Tree basierendes Dateisystem mit guter Performance in zahlreichen Situationen.

ReiserFS ist ein auf B+-Trees basierendes Dateisystem mit einer insgesamt guten Performance, besonders wenn mit vielen sehr kleinen Dateien, zur Last von mehr CPU-Zyklen, gearbeitet wird. ReiserFS hat den Anschein weniger gepflegt zu werden als andere Dateisysteme.

XFS ist ein Dateisystem mit Metadaten-Journalisierung, es liefert einen robusten Satz von Features und ist auf Skalierbarkeit optimiert. XFS scheint weniger robust zu sein bei verschiedenen Hardware-Problemen.

Eine Partition mit einem Dateisystem formatieren

Um ein Dateisystem auf einer Partition oder einem Volume zu erstellen, gibt es für jedes Dateisystem Tools:

Dateisystem Kommando
ext2 mkfs.ext2
ext3 mkfs.ext3
ext4 mkfs.ext4
reiserfs mkfs.reiserfs
xfs mkfs.xfs
jfs mkfs.jfs

Um die Root-Partition (/dev/sda2 in unserem Beispiel) als ext4 zu formatieren, führen Sie folgendes Kommando aus:

Befehlsauflistung 5.1: Eine Partition mit einem Dateisystem formatieren

# mkfs.ext4 /dev/sda2

Erstellen Sie nun die Dateisysteme auf Ihren neu erstellten Partionen (oder logischen Volumes).

Aktivieren der Swap-Partition

mkswap ist das Kommando, mit dem Sie die Swap-Partition initialisieren:

Befehlsauflistung 5.2: Erstellen der Swap Signatur

# mkswap /dev/sda1

Um die Swap-Partition zu aktivieren, benutzen Sie swapon:

Befehlsauflistung 5.3: Aktivieren der Swap-Partition

# swapon /dev/sda1

Erstellen und aktivieren Sie jetzt Ihre Swap-Partition mit den folgenden Befehlen.

4.f. Mounten

Nachdem Ihre Partitionen nun initialisiert sind und ein Dateisystem beinhalten, ist es an der Zeit diese Partitionen zu mounten. Benutzen Sie das mount Kommando. Vergessen Sie nicht die notwendigen Mount Verzeichnisse für jede erstellte Partition anzulegen. Als Beispiel mounten wir die Root-Partition:

Befehlsauflistung 6.1: Mounten von Partitionen

# mount /dev/sda2 /mnt/gentoo

Notiz: Wenn Sie /tmp auf eine separate Partition legen möchten, stellen Sie sicher, dass Sie die Berechtigungen nach dem mounten ändern: chmod 1777 /mnt/gentoo/tmp. Dies gilt auch für /var/tmp.

Sie müssen auch noch das proc Dateisystem (eine virtuelle Schnittstelle zum Kernel) auf /proc mounten. Zunächst müssen Sie aber ein Stage-Archiv entpacken.

Fahren Sie mit dem Installation der Gentoo Installationsdateien fort.


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Seite aktualisiert 23. Februar 2013

Die Originalversion dieses Dokuments wurde zuletzt am 23. Januar 2014 aktualisiert

Zusammenfassung: Um Gentoo installieren zu können, müssen Sie die benötigten Partitionen erstellen. Dieses Kapitel beschreibt, wie Sie eine Festplatte für die zukünftige Benutzung partitionieren.

Sven Vermeulen
Autor

Grant Goodyear
Autor

Roy Marples
Autor

Daniel Robbins
Autor

Chris Houser
Autor

Jerry Alexandratos
Autor

Seemant Kulleen
Gentoo x86 Entwickler

Tavis Ormandy
Gentoo Alpha Entwickler

Jason Huebel
Gentoo AMD64 Entwickler

Guy Martin
Gentoo HPPA Entwickler

Pieter Van den Abeele
Gentoo PPC Entwickler

Joe Kallar
Gentoo SPARC Entwickler

John P. Davis
Bearbeiter

Pierre-Henri Jondot
Bearbeiter

Eric Stockbridge
Bearbeiter

Rajiv Manglani
Bearbeiter

Jungmin Seo
Bearbeiter

Stoyan Zhekov
Bearbeiter

Jared Hudson
Bearbeiter

Colin Morey
Bearbeiter

Jorge Paulo
Bearbeiter

Carl Anderson
Bearbeiter

Jon Portnoy
Bearbeiter

Zack Gilburd
Bearbeiter

Jack Morgan
Bearbeiter

Benny Chuang
Bearbeiter

Erwin
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Joshua Kinard
Bearbeiter

Tobias Scherbaum
Bearbeiter

Xavier Neys
Bearbeiter

Joshua Saddler
Bearbeiter

Gerald J. Normandin Jr.
Korrektor

Donnie Berkholz
Korrektor

Ken Nowack
Korrektor

Lars Weiler
Mitarbeiter

Tobias Scherbaum
Übersetzer

Jens Schittenhelm
Übersetzer

Patrick Sudowe
Übersetzer

Torsten Veller
Übersetzer

Michael Frey
Übersetzer

Markus Nigbur
Übersetzer

Boris Ruppert
Übersetzer

Jan Hendrik Grahl
Übersetzer

Tobias Heinlein
Übersetzer

Christian Hartmann
Korrektor

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