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4. Vorbereiten der Festplatte(n)
Inhalt:
4.a. Einführung in Block Devices
Block Devices
Wir werden einen guten Einblick in die Festplatten bezogenen Aspekte von Gentoo
Linux und Linux im allgemeinen, inklusive Linux Dateisystemen, Partitionen und
Block Devices erhalten. Dann, sobald Sie mit den Vor- und Nachteilen von
Festplatten und Dateisystemen vertraut sind, werden Sie durch den Prozess
des Partitionierens und der Dateisystemerstellung für Ihre Gentoo Linux
Installation geführt.
Zu Beginn werden wir Ihnen Block Devices vorstellen. Das berühmteste
Block Device ist wahrscheinlich das, welches das erste Laufwerk in einem
Linux System repräsentiert, namentlich /dev/sda. SCSI- und
Serial-ATA-Laufwerke erhalten beide Namen mit /dev/sd*; selbst
IDE-Laufwerke werden mit dem neuen libata-Framework im Kernel mit einem
/dev/sd* Namen versehen. Wenn Sie noch das alte Geräte-Framework
verwenden wird Ihr erstes IDE-Laufwerk /dev/hda sein.
Das obige Block Device repräsentiert eine abstrakte Schnittstelle zur
Festplatte. Benutzerprogramme können dieses Block Device benutzen, um Ihre
Festplatte anzusprechen, ohne sich darum zu kümmern, ob Ihre Festplatten IDE,
SCSI oder irgendetwas anderes sind. Das Programm kann den Speicherplatz auf der
Festplatte einfach als eine Anhäufung von zusammenhängenden, beliebig
zugreifbaren 512-Byte Blöcken ansprechen.
Partitionen
Obwohl es theoretisch möglich ist, eine ganze Festplatte zu nutzen, um Ihr Linux
System zu beherbergen, wird dies in der Praxis so gut wie nie gemacht.
Stattdessen werden komplette Festplatten Block Devices in kleinere, besser
verwaltbare Block Devices unterteilt. Auf den meisten Systemen werden sie
Partitionen genant.
4.b. Erstellung eines Partitionsschemas
Standard-Partitionsschema
Wenn Sie nicht daran interessiert sind, sich ein Partitionsschema für Ihr System
auszudenken, können Sie das verwenden, das während des ganzen Buchs verwendet
wird. Wählen Sie das Dateisystem-Layout, das am besten zu dem Typ Ihres
PowerPC-Systems passt, auf dem Sie installieren.
Apple NewWorld
Apples NewWorld-Rechner sind relativ einfach zu konfigurieren. Die erste
Partition ist immer eine Apple Partition Map. Diese Partition überwacht
das Layout der Festplatte. Sie können diese Partition nicht entfernen. Die
nächste Partition sollte immer eine Bootstrap-Partition sein. Diese Partition
beinhaltet ein kleines (800k) HFS-Dateisystem, welches eine Kopie des
Bootloaders Yaboot und dessen Konfigurationsdateien enthält. Diese Partition
ist nicht dieselbe wie die Partition /boot, welche man auf
anderen Architekturen findet. Nach der Boot-Partition werden die üblichen
Linux-Dateisysteme, wie im unten folgenden Schema, plaziert. Die Swap-Partition
ist ein temporärer Speicher für wenn Ihr System keinen weiteren verfügbaren
Arbeitsspeicher hat. Die Root-Partition wird das Dateisystem enthalten auf dem
Gentoo installiert sein wird. Wenn Sie ein Dual-Boot-System wünschen kann die
OSX-Partition überall hinter der Bootstrap-Partition platziert werden; dies
stellt sicher, dass Yaboot zuerst gestartet wird.
Notiz:
Es gibt unter Umständen "Disk Driver" Partitionen wie
Apple_Driver63, Apple_Driver_ATA,
Apple_FWDriver, Apple_Driver_IOKit, und
Apple_Patches. Diese werden zum Starten von MacOS verwendet. Wenn
Sie dies also nicht benötigen, können Sie diese entfernen indem Sie Ihre
Festplatte mit der i Option von mac-fdisk initialisieren. Die wird die
gesamte Festplatte löschen! Wenn Sie Zweifel haben, lassen Sie diese Partitionen
einfach in Ruhe.
|
Notiz:
Wenn Sie diese Festplatte mit Apples Disk Utility partitioniert haben
können 128Mb zwischen Partitionen frei sein, die Apple für "zukünftige Zwecke"
reserviert hat. Sie können diese ohne Probleme entfernen.
|
| Partition |
Größe |
Dateisystem |
Beschreibung |
| /dev/sda1 |
32k |
Keins |
Apple Partition Map |
| /dev/sda2 |
800k |
HFS |
Apple Bootstrap |
| /dev/sda3 |
512Mb |
Swap |
Linux-Swap |
| /dev/sda4 |
Rest der Festplatte |
ext3, ext4, reiserfs, xfs |
Linux-Root |
Apple OldWorld
Apples OldWorld-Rechner sind ein wenig komplizierter zu konfigurieren. Die erste
Partition ist immer eine Apple Partition Map. Diese Partition überwacht
das Layout der Festplatte. Sie können diese Partition nicht entfernen. Wenn Sie
BootX nimmt die folgende Konfiguration an dass MacOS auf einer separaten
Festplatte installiert ist. Wenn dies nicht der Fall ist wird es weitere
Partitionen für "Apple Disk Drivers" wie Apple_Driver63,
Apple_Driver_ATA, Apple_FWDriver,
Apple_Driver_IOKit, Apple_Patches und die MacOS
Installation geben. Wenn Sie Quik verwenden werden Sie eine Boot-Partition
erstellen müssen, die den Kernel enthält, anders als bei anderen
Apple-Bootmethoden. Nach der Boot-Partition werden die üblichen
Linux-Dateisysteme, wie im unten folgenden Schema, plaziert. Die Swap-Partition
ist ein temporärer Speicher für wenn Ihr System keinen weiteren verfügbaren
Arbeitsspeicher hat. Die Root-Partition wird das Dateisystem enthalten auf dem
Gentoo installiert sein wird.
Notiz:
Wenn Sie einen OldWorld-Rechner benutzen verwenden, werden Sie MacOS verfügbar
halten müssen. Das Layout hier nimmt an, dass MacOS auf einem separaten Laufwerk
installiert ist.
|
| Partition |
Größe |
Dateisystem |
Beschreibung |
| /dev/sda1 |
32k |
Keins |
Apple Partition Map |
| /dev/sda2 |
32Mb |
ext2 |
Quik Boot-Partition (nur quik) |
| /dev/sda3 |
512Mb |
Swap |
Linux-Swap |
| /dev/sda4 |
Rest der Festplatte |
ext3, ext4, reiserfs, xfs |
Linux-Root |
Pegasos
Das Pegasos-Partitionslayout ist relativ simpel, verglichen mit den
Apple-Layouts. Die erste Partition ist die Boot-Partition, welche den zu
startenden Kernel enthält, zusammen mit einem Skript für Open Firmware, das ein
Menü während des Starts liefert. Nach der Boot-Partition folgen die typischen
Linux-Dateisysteme nach untem folgenden Schema. Die Swap-Partition ist ein
temporärer Speicher für wenn Ihr System keinen weiteren verfügbaren
Arbeitsspeicher hat. Die Root-Partition wird das Dateisystem enthalten auf dem
Gentoo installiert sein wird.
| Partition |
Größe |
Dateisystem |
Beschreibung |
| /dev/sda1 |
32Mb |
affs1 oder ext2 |
Boot-Partition |
| /dev/sda2 |
512Mb |
Swap |
Linux-Swap |
| /dev/sda3 |
Rest der Festplatte |
ext3, ext4, reiserfs, xfs |
Linux-Root |
IBM PReP (RS/6000)
Die IBM PowerPC Reference Platform (PReP) benötigt eine kleine
PReP Boot-Partition auf der ersten Partition der Festplatte, gefolgt von den
Swap- und Root-Partitionen.
| Partition |
Größe |
Dateisystem |
Beschreibung |
| /dev/sda1 |
800k |
Keins |
PReP Boot-Partition (Type 0x41) |
| /dev/sda2 |
512Mb |
Swap |
Linux-Swap (Type 0x82) |
| /dev/sda3 |
Rest der Festplatte |
ext3, ext4, reiserfs, xfs |
Linux-Root (Type 0x83) |
Warnung:
parted bietet die Möglichkeit die Größe von Partition anzupassen, auch
HSF+. Leider kann es zu Problemen kommen bei der Änderung der Größe von
journalisierten HSF+ Dateisystemen. Daher sollten Sie für die besten Ergebnisse
die Journalisierung in Mac OS X ausschalten, bevor Sie die Größe ändern. Denken
Sie daran, dass jede Anpassung der Größe gefährlich ist, Sie tun dies auf
eigenes Risiko! Stellen Sie sicher, dass Sie immer ein Backup Ihrer Daten haben
bevor Sie die Größe ändern!
|
Wenn Sie daran interessiert sind zu erfahren, wie groß eine Partition sein
sollte, oder auch wie viele Partitionen Sie benötigen, lesen Sie weiter.
Anderenfalls fahren Sie nun mit dem Standard:
Partitionieren Ihrer Festplatte mit mac-fdisk (Apple) oder Alternativ: Benutzen von parted (IBM/Pegasos) zur
Partitionierung.
Wie viele und wie groß?
Die Anzahl an Partitionen hängt von Ihrer Umgebung ab. Wenn Sie z.B. eine Menge
Benutzer haben, wollen Sie höchst wahrscheinlich Ihr /home separat
halten, da es die Sicherheit erhöht und Backups einfacher macht. Wenn Sie Gentoo
installieren um als Mailserver zu fungieren, sollten Sie /var
separat halten, da alle erhaltenen Mails in /var gespeichert
werden. Eine gute Wahl des Dateisystems maximiert dann zusätzlich die
Performance. Gameserver sollten ein separates /opt haben, da die
meisten Gameserver dort installiert werden. Der Grund ist ähnlich wie bei
/home: Sicherheit und Backups. Welches Layout Sie auch wählen, es
liegt definitiv in Ihrem Interesse /usr groß zu behalten: es wird
nicht nur die Mehrheit der Anwendungen enthalten; der Portage-Baum allein belegt
mehr als 500Mb, ohne die verschiedensten Quellen die darin gespeichert sind
mitzurechnen.
Wie Sie sehen können, hängt es sehr stark davon ab, was Sie erreichen wollen.
Separate Partitionen oder Volumes haben folgende Vorteile:
-
Sie können das Filesystem mit der höchsten Performance für jede Partition oder
jedes Volume auswählen
-
Ihr System behält noch freien Speicherplatz, selbst wenn ein defektes Tool
ununterbrochen Dateien auf eine Partition oder ein Volume schreibt
-
Falls nötig können Dateisystem Checks zeitlich verkürzt werden, in dem
mehrere Checks parallel durchgeführt werden können (obwohl dieser Vorteil eher
mit mehreren Festplatten als mit mehreren Partitionen zum Tragen kommt)
-
Die Sicherheit kann erhöht werden, indem Sie einige Partitionen oder Volumes
read-only, nosuid (setuid bits werden ignoriert), noexec (executable bits
werden ignoriert) etc mounten.
Jedoch haben mehrere Partitionen auch Nachteile: Wenn sie nicht ordentlich
konfiguriert werden, werden Sie ein System haben, das viel Speicherplatz auf
der einen Partition und keinen auf einer anderen frei hat. Ein weiteres
Ärgernis ist, dass separate Partitionen - insbesondere für wichtige
Einhängepunkte wie /usr oder /var - es häufig
erforderlich machen, dass mit einem initramfs gebootet wird, das die Partitionen
mountet, bevor andere Boot-Skripte starten. Das ist jedoch nicht immer nötig,
daher treffen Sie diese Entscheidung bitte selbst.
Es gibt weiterhin ein Limit von 15 Partitionen bei SCSI und SATA, sofern Sie
keine GPT-Labels verwenden.
4.c. Standard: Verwenden von mac-fdisk (Apple) Paritionierung Ihrer Festplatte
An dieser Stelle erstellen Sie Ihre Partitionen mit mac-fdisk:
Befehlsauflistung 3.1: Starten von mac-fdisk |
# mac-fdisk /dev/sda
|
Wenn Sie Apples Disk Utility verwendet haben um Platz zu lassen für Linux,
löschen Sie zunächst die Partitionen, die Sie vorher erstellt haben, um Platz
für Ihre neue Installation zu schaffen. Benutzen Sie d in
mac-fdisk um diese Partitionen zu löschen. Es wird Sie beim Löschvorgang
nach einer Partitionsnummer fragen. Normalerweise kann die erste Partition auf
NewWorld-Rechnern (Apple_partition_map) nicht gelöscht werden. Wenn Sie mit
einer sauberen Festplatte beginnen möchten, können Sie einfach die Festplatte
mit i initialisieren. Dies wird die Festplatte komplett löschen, benutzen
Sie diese Funktion also mit Vorsicht.
Erstellen Sie als zweiten Schritt eine Apple_Bootstrap Partition mit
b. Sie werden nach einem Block gefragt, an dem Sie starten wollen.
Geben Sie den Wert Ihrer ersten freien Partition, gefolgt von einem p,
ein. Zum Beispiel 2p.
Notiz:
Diese Partition ist keine /boot Partition. Sie wird nicht
von Linux benutzt; Sie müssen darauf kein Dateisystem anlegen und sollten Sie
niemals mounten. Apple Benutzer benötigen keine Boot Partition.
|
Erstellen Sie nun eine Swap-Partition indem Sie c drücken.
mac-fdisk wird Sie wieder nach einem Block fragen, an dem Sie diese
Partition beginnen lassen wollen. Nachdem wir 2 vorher für die
Apple_Bootstrap Partition gewählt haben, müssen Sie nun 3p eingeben. Wenn
Sie nach der Größe gefragt werden geben Sie 512M ein (oder die Größe die
Sie möchten, miminal 512MB wird empfohlen aber zwei mal die Größe Ihres
physischen Speichers ist die generell akzeptierte Größe). Wenn Sie nach einem
Namen gefragt werden, geben Sie swap ein.
Um die Root-Partition zu erstellen, geben Sie c gefolgt von 4p ein
um auszuwählen, an welchem Block die Root-Partition beginnen soll. Wenn Sie nach
der Größe gefragt werden, geben Sie wieder 4p ein. mac-fdisk
interpretiert dies als "Benutze den ganzen verfügbaren Platz". Wenn Sie nach dem
Namen gefragt werden, geben Sie root ein.
Abschließend schreiben Sie die Partitionstabelle mit w und beenden
mac-fdisk mit q.
Notiz:
Um sicherzustellen, dass die Partitionierung wie gewünscht übernommen wurde
sollten Sie erneut mac-fdisk -l ausführen und prüfen, ob alle Partitionen
angelegt wurden. Wenn Sie keine der von Ihnen angelegten Partitionen (oder
andere Änderungen) sehen können, sollten Sie die Partitionen mit "i" in
mac-fdisk reinitialisieren. Beachten Sie, dass dies die Partitionstabelle neu
erstellt und so alle Partitionen löscht.
|
Nachdem Ihre Partitionen nun erstellt sind, können Sie mit dem
Erstellen der Dateisysteme fortfahren.
4.d.
Benutzung von parted zur Partitionierung Ihrer Festplatte (Pegasos and RS/6000)
parted, der Partition Editor kann nun HFS+ Partitionen bearbeiten, die
von Mac OS und Mac OS X genutzt werden. Mit diesem Tool können Sie
die Größe von Mac-Partitionen anpassen und Platz für Linux-Partitionen
schaffen. Das nachfolgende Beispiel beschreibt dennoch nur die
Partitionierung für Pegasos Maschinen.
Starten Sie parted:
Befehlsauflistung 4.1: parted Starten |
# parted /dev/sda
|
Wenn die Festplatte nicht partitioniert ist, führen sie mklabel amiga
aus, um ein neues Disklabel für diese Festplatte zu erstellen.
Sie können in parted jederzeit print eingeben, um die aktuelle
Partitionstabelle anzuzeigen. Sie können parted jederzeit mit
Strg-c abbrechen, wenn sich Ihre Partitionierungsvorstellungen geändert
haben.
Wenn Sie auf Ihrem Pegasos auch MorphOS installieren möchten, erstellen Sie ein
affs1 Dateisystem am Anfang der Festplatte. 32MB sollten mehr als genug sein, um
den MorphOS Kernel unterzubringen. Wenn Sie einen Pegasos I haben oder irgendein
Dateisystem außer ext2 und ext3 verwenden möchten, müssen Sie Ihren
Linux-Kernel ebenfalls auf dieser Partition ablegen (der Pegasos II kann nur
von ext2/ext3 oder affs1 Partitionen booten). Um diese Partition zu erstellen
führen Sie mkpart primary affs1 START END aus, wobei START und
END mit dem Megabyte-Bereich ersetzt werden sollten (z.B. 0 32)
was eine 32MB große Partition beginnend bei 0MB und endend bei 32MB erstellt.
Wenn Sie sich dafür entscheiden eine ext2- oder ext3-Partiton stattdessen zu
verwenden, ersetzen Sie affs1 durch ext2 oder ext3 im mkpart-Befehl.
Sie werden zwei Partitionen für Linux erstellen müssen, ein Root-Dateisystem
und eine Swap-Partition. Führen Sie mkpart primary START END aus um jede
Partition zu erstellen. Ersetzen Sie START und END mit den
gewünschten Megabyte-Grenzen.
Es wird generell empfohlen eine Swap-Partition zu erstellen, die zwei mal so
groß ist wie der verfügbare RAM in Ihrem Rechner, jedoch wird mindestens 512Mb
empfohlen. Um die Swap-Partition zu erstellen führen Sie
mkpart primary linux-swap START END aus wobei START und END wieder die
Partitionsgrenzen angeben.
Wenn Sie in parted fertig sind, tippen Sie einfach quit ein.
4.e. Erstellen der Dateisysteme
Einleitung
Jetzt sind Ihre Partitionen erstellt, so dass es nun an der Zeit ist
Dateisysteme anzulegen. Wenn Sie nicht wissen was Sie wählen sollen und mit
unseren Standardempfehlungen einverstanden sind, fahren Sie mit Dateisystem auf einer Partition anlegen fort.
Wenn nicht, lesen Sie weiter, um ein wenig mehr über die verfügbaren
Dateisysteme zu lernen.
Dateisysteme
Verschiedene Dateisysteme sind verfügbar für die PowerPC-Architektur, inklusive
ext2, ext3, ext4, ReiserFS und XFS, jedes mit seinen Stärken und Schwächen.
ext2 ist das erprobte und wahre Linux Dateisystem, unterstützt aber keine
Metadaten-Journalisierung, was bedeutet, dass routinemäßige Überprüfungen des
Dateisystem beim Booten ziemlich zeitaufwändig sein können. Es gibt mittlerweile
eine Auswahl an journalisierenden Dateisystemen neuerer Generation, die die
Konsistenzchecks sehr schnell erledigen und dadurch im Vergleich mit den
nicht-journalisierenden Gegenstücken vorzuziehen sind. Jounalisierende
Dateisysteme verhindern lange Verzögerungen beim Booten, wenn sich das
Dateisystem in einem inkonsistenten Zustand befindet. Wenn Sie vorhaben, Gentoo
auf einer sehr kleinen Platte (weniger als 4GB) zu installieren, dann müssen Sie
ext2 anweisen, genügend Inodes zu reservieren, wenn Sie das Dateisystem
erstellen. Die Applikation mke2fs verwendet die Einstellung
"bytes-per-inode", um zu berechnen, wie viele Inodes ein Dateisystem haben
sollte. Durch Verwenden von mke2fs -T small /dev/<device>
vervierfacht sich die Anzahl an Inodes für ein gegebenes Dateisystem in der
Regel, da sich die "bytes-per-inode" von 16kB auf 4kB pro Inode reduzieren. Sie
können dies noch weiter tunen durch Verwenden von
mke2fs -i <Verhältnis> /dev/<device>.
ext3 ist die journalisierte Version des ext2-Dateisystem. Es liefert
Metadaten-Journalisierung für schnelle Wiederherstellung, sowie andere
verbesserte Journalisierungs-Modi wie "Full Data"- und "Ordered
Data"-Journalisierung. Es verwendet einen HTree-Index der in fast allen
Situation zu einer hohen Performance führt. Kurz, ext3 ist ein sehr gutes und
verlässliches Dateisystem. Wenn Sie vorhaben, Gentoo auf einer sehr kleinen
Platte (weniger als 4GB) zu installieren, dann müssen Sie ext2 anweisen,
genügend Inodes zu reservieren, wenn Sie das Dateisystem erstellen. Die
Applikation mke2fs verwendet die Einstellung
"bytes-per-inode", um zu berechnen, wie viele Inodes ein Dateisystem haben
sollte. Durch Verwenden von mke2fs -j -T small /dev/<device>
vervierfacht sich die Anzahl an Inodes für ein gegebenes Dateisystem in der
Regel, da sich die "bytes-per-inode" von 16kB auf 4kB pro Inode reduzieren. Sie
können dies noch weiter tunen durch Verwenden von
mke2fs -j -i <Verhältnis> /dev/<device>.
ext4 ist ein Dateisystem, das basierend auf ext3 erstellt wurde und neue
Features sowie Performance-Verbesserungen mit sich bringt. Zusätzlich wurden
Größenbeschränkungen entfernt und nur mäßige Änderungen am Format auf der
Platte vorgenommen. ext4 unterstützt Laufwerke mit einer Größe von bis zu 1 EB
und eine maximale Dateigröße von 16 TB. Anstelle der klassischen
Bitmap-Block-Allokation von ext2/3, verwendet ext4 Extents, die
die Performance bei großen Dateien verbessert und Fragmentierung reduziert. Ext4
bietet zudem ausgeklügeltere Blockallokationsalgorithmen (verzögerte Allokation
und Multiblock-Allokation), was es dem Dateisystemtreiber erlaubt, das Layout
der Daten auf der Platte zu optimieren. Das ext4-Dateisystem ist ein Kompromiss
zwischen produktionssnaher Code-Stabilität und dem Wunsch, Erweiterungen zu
einem fast ein Jahrzehnt altem Dateisystem einzuführen. Ext4 ist das empfohlene
universell einsetzbare Dateisystem für alle Plattformen.
ReiserFS ist ein auf B+-Trees basierendes Dateisystem mit einer insgesamt
guten Performance, besonders wenn mit vielen sehr kleinen Dateien, zur Last von
mehr CPU-Zyklen, gearbeitet wird. ReiserFS hat den Anschein weniger gepflegt zu
werden als andere Dateisysteme.
XFS ist ein Dateisystem mit Metadaten-Journalisierung, es liefert einen
robusten Satz von Features und ist auf Skalierbarkeit optimiert. XFS scheint
weniger robust zu sein bei verschiedenen Hardware-Problemen.
Aktivierung der Swap-Partition
mkswap ist der Befehl, der verwendet wird um Swap-Partitionen zu
initialisieren:
Befehlsauflistung 5.1: Erstellung einer Swap-Signatur |
# mkswap /dev/sda3
|
Um die Swap-Partition zu aktivieren verwenden Sie swapon:
Befehlsauflistung 5.2: Aktivierung der Swap-Partition |
# swapon /dev/sda3
|
Erstellen und aktivieren Sie den Swap jetzt, bevor Sie andere Dateisysteme
erstellen.
Eine Partition mit einem Dateisystem formatieren
Um ein Dateisystem auf einer Partition oder einem Volume zu erstellen, gibt es
für jedes Dateisystem Tools:
| Dateisystem |
Befehl |
| ext2 |
mke2fs |
| ext3 |
mke2fs -j |
| ext4 |
mkfs.ext4 |
| reiserfs |
mkreiserfs |
| xfs |
mkfs.xfs |
Um zum Beispiel ein ext3-Dateisystem auf der Root-Partition
(/dev/sda4 in unserem Beispiel) zu erstellen, führen Sie folgenden
Befehl aus:
Befehlsauflistung 5.3: Eine Partition mit einem Dateisystem formatieren |
# mkfs.ext4 /dev/sda4
|
Erstellen Sie nun die Dateisysteme auf Ihren neu erstellten Partionen (oder
logischen Volumes).
Wichtig:
Wenn Sie sich dafür entscheiden ReiserFS für / zu verwenden,
sollten Sie die Standard-Blockgröße nicht verändern, wenn Sie außerdem
yaboot als Ihren Bootloader verwenden, wie beschrieben in der Konfiguration des Bootloaders.
|
Notiz:
Auf dem PegasosII muss die Partition, die den Kernel beherbergt, mit ext2, ext3
oder affs1 formatiert sein. NewWorld-Rechner können von ext2, ext3, XFS,
ReiserFS oder sogar HFS/HFS+ Dateisystemen booten. Auf OldWorld-Rechnern,
die mit BootX starten, muss der Kernel sich auf einer HSF-Partition befinden.
Dies wird aber erledigt wenn Sie Ihren Bootloader konfigurieren.
|
4.f. Mounten
Nachdem Ihre Partitionen nun initialisiert sind und ein Dateisystem beinhalten,
ist es an der Zeit diese Partitionen zu mounten. Benutzen Sie den Befehl
mount. Als Beispiel mounten wir die root-Partition:
Befehlsauflistung 6.1: Mounten von Partitionen |
# mount /dev/sda4 /mnt/gentoo
|
Notiz:
Wenn Sie /tmp auf eine separate Partition legen möchten, stellen
Sie sicher, dass Sie die Berechtigungen nach dem Mounten und Entpacken ändern:
chmod 1777 /mnt/gentoo/tmp. Dies gilt auch für /var/tmp.
|
Fahren Sie mit der Installation der Gentoo
Installationsdateien fort.
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