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2. Auswählen des richtigen Installationsmediums
Inhalt:
2.a. Hardwareanforderungen
Einleitung
Bevor wir loslegen, sollten Sie eine Liste aller Hardwareanforderungen
erstellen, um Gentoo erfolgreich auf Ihrem System installieren zu können. Diese
Liste hängt natürlich auch von Ihrer Prozessor-Architektur ab.
Hardwareanforderungen
|
Minimal CD |
LiveCD |
| Prozessor/CPU |
i486 oder aktueller |
i686 oder aktueller |
| Arbeitsspeicher |
256 MB |
512 MB |
| Festplattenspeicher |
2.5 GB (ohne eventuellen Swap Speicher) |
| Swap Speicher |
Mindestens 256 MB |
2.b. Die Gentoo Installations-CD
Einleitung
Die Gentoo Installations-CDs sind bootfähige CDs, die eine eigene
Gentoo-Umgebung enthalten. Sie erlauben es Ihnen, Linux von der CD zu booten.
Während des Bootvorgangs wird Ihre Hardware erkannt und die entsprechenden
Treiber geladen. Die Gentoo Installations-CDs werden von den Gentoo-Entwicklern
gepflegt.
Alle Installations-CDs ermöglichen es Ihnen, das System zu booten, das Netzwerk
aufzusetzen, Ihre Partitionen zu initialisieren und eine Gentoo-Installation
über das Internet durchzuführen.
Gentoo Minimal Installations-CD
Die Minimal-Installations-CD heißt install-x86-minimal-<release>.iso und
benötigt ungefähr 140 MB Festplattenspeicher. Sie
können diese Installations-CD zur Installation von Gentoo benutzen, aber
nur mit einer funktionierenden Internetverbindung.
Gentoo Linux LiveDVDs
Ungefähr alle 6 Monate erstellt das Gentoo Ten Projekt eine spezielle DVD, die
auch zur Installation von Gentoo benutzt werden kann. Die weiteren Anweisungen
in diesem Kapitel beziehen sich auf die Minimal-Installations-CD und könnten
deshalb etwas abweichen. Auf der LiveDVD (oder jeder anderen bootbaren
Linux-Umgebung) können Sie einen Root-Prompt durch Ausführen von
sudo su - oder sudo -i in einem Terminal erhalten.
Der stage3-Tarball
Ein stage3-Tarball ist ein Archiv, das eine minimale Gentoo-Umgebung enthält.
Dieses ist dazu geeignet, die Gentoo-Installation mit den Anweisungen in diesem
Handbuch fortzuführen. In der Vergangenheit beschrieb das Gentoo-Handbuch die
Installation unter Verwendung eines von drei stage-Tarballs. Obwohl Gentoo
weiterhin die stage1- und stage2-Tarballs bereitstellt, verwendet die offizielle
Installationsmethode einen stage3-Tarball. Wenn Sie daran interessiert sind,
eine Gentoo-Installation mit einem stage1- oder stage2-Tarball durchzuführen,
lesen Sie bitte die Gentoo FAQ zu Wie
installiere ich Gentoo mit einem stage1- oder stage2-Tarball?
Stage3-Tarballs können aus releases/x86/autobuilds/current-stage3/ von einem der offiziellen Gentoo Mirror heruntergeladen
werden und sind nicht auf der LiveCD vorhanden.
2.c. Downloaden, Brennen und Booten einer Gentoo Installations-CD
Downloaden und Brennen der Installations-CD
Sie haben also entschieden, eine Gentoo Installations-CD zu benutzen. Zuerst
werden wir nun die Installations-CD herunterladen und brennen. Wir haben
nun einige Worte über die zahlreichen Installations-CDs verloren, vermutlich
interessiert Sie nun auch, wo Sie sie herbekommen können?
Sie können jede Installations-CD von einem unserer Mirror herunterladen. Die Installations-CDs
finden sich im Verzeichnis releases/x86/autobuilds/current-iso/.
In diesem Verzeichnis finden Sie ISO-Dateien. Dies sind komplette CD-Abbilder,
die Sie auf eine CD-R brennen können.
Um festzustellen, ob eine heruntergeladene Datei fehlerfrei übertragen wurde,
können Sie die SHA-2-Prüfsumme der Datei mit der von uns bereitgestellten
SHA-2-Prüfsumme (wie z.B. install-x86-minimal-<release>.iso.DIGESTS)
vergleichen. SHA-2-Prüfsummen vergleichen Sie unter Linux/Unix mit dem
sha512sum Tool oder mit File Checksum Tool unter
Windows.
Ein weiterer Weg, die Validität der heruntergeladenen Datei zu überprüfen, ist
die Nutzung von GnuPG, um die kryptografische Signatur (die .asc
Datei) zu verifizieren. Laden Sie die Signaturdatei herunter und beschaffen Sie
den Public Key, dessen Key-ID auf der Release Engineering Projektseite gefunden
werden kann.
Befehlsauflistung 3.1: Beschaffen des Public Keys |
$ gpg --keyserver subkeys.pgp.net --recv-keys 96D8BF6D 2D182910 17072058
|
Verifizieren Sie nun die Signatur:
Befehlsauflistung 3.2: Verifizieren der Dateien |
$ gpg --verify <downloaded iso.DIGESTS.asc>
$ sha1sum -c <downloaded iso.DIGESTS.asc>
|
Um die heruntergeladenen ISO(s) zu brennen, müssen Sie den RAW-Modus wählen. Wie
das im einzelnen funktioniert hängt sehr stark vom verwendeten Programm ab. Wir
stellen cdrecord und K3B vor; weitere Informationen finden Sie in
der Gentoo FAQ.
-
Mit cdrecord schreiben Sie einfach cdrecord dev=/dev/hdc
<heruntergeladenes ISO-Image> (ersetzen Sie /dev/hdc
durch den Gerätepfad Ihres CD-RW-Laufwerk).
-
Mit K3B wählen Sie Tools > Burn CD Image. Danach können Sie
das ISO-Image mit dem 'Image to Burn' Feld auswählen. Schließlich klicken
Sie Start.
Booten der Installations-CD
Wenn Sie Ihre Installations-CD erst einmal gebrannt haben, ist es Zeit diese zu
booten. Entfernen Sie alle CDs aus den CD-Laufwerken, starten Sie Ihr System
neu und gehen Sie ins BIOS. Im Normalfall gelangen sie durch drücken der ENTF-,
F1- oder ESC-Taste dorthin. Im BIOS ändern Sie die Bootreihenfolge, so dass
zuerst von der CD-ROM gebootet wird. Tun Sie dies nicht, bootet das System nach
dem Neustart wieder von der Festplatte.
Jetzt legen Sie die Installations-CD in das CD-ROM Laufwerk und starten neu.
Sie sollten einen Bootscreen zu sehen bekommen. An diesem Screen können Sie
Enter drücken, um Gentoo mit den standardmäßigen Bootoptionen zu starten.
Sie können auch einen anderen Kernel und angepasste Bootoptionen auswählen
und erst dann Enter drücken.
Wenn der Boot-Prompt angezeigt wird, haben Sie die Möglichkeit, die verfügbaren
Kernel (F1) sowie Bootoptionen (F2) anzuzeigen. Wenn Sie
innerhalb von 15 Sekunden keine Wahl treffen (entweder die Informationen
anzuzeigen oder einen Kernel zu verwenden), wird die LiveCD einfach von der
Platte booten. Das macht es möglich, dass Sie nach der Installation rebooten und
das neu installierte System ausprobieren können, ohne die CD aus dem Laufwerk
entfernen zu müssen. Das ist insbesondere für Remote-Installationen sehr
nützlich.
Wir haben erwähnt, dass Sie einen Kernel angeben können. Auf unseren
Installations-CDs bieten wir verschiedene Kernel an. Der Standardkernel heißt
gentoo. Die anderen Kernel sind für spezille Hardwareanforderungen und
die -nofb-Varianten verwenden keinen Framebuffer.
Nachfolgend finden Sie einen kurzen Überblick über die verfügbaren Kernel:
| Kernel |
Beschreibung |
| gentoo |
2.6 Standardkernel mit Unterstützung für mehrere CPUs |
| gentoo-nofb |
Genau wie gentoo nur ohne Framebuffer-Unterstützung |
| memtest86 |
Testet Ihren lokalen RAM auf Fehler |
Sie können auch noch einige Optionen mitgeben. Diese repräsentieren zusätzliche
optionale Einstellungen die Sie (de)aktivieren können.
Hardware options:
- acpi=on
-
Dies lädt Unterstützung für ACPI und führt auch dazu, dass der acpid Dämon
von der CD beim Boot gestartet wird. Dies wird nur benötigt, wenn Ihr System
ACPI benötigt um korrekt zu funktionieren. Dies wird nicht für
Hyperthreading-Unterstützung benötigt.
- acpi=off
-
Deaktiviert ACPI komplett. Dies ist auf einigen älteren Systemen hilfreich und
außerdem eine Anforderung für die Verwendung von APM. Dies wird jegliche
Hyperthreading-Unterstützung für Ihren Prozessor deaktivieren.
- console=X
-
Dies richtet den seriellen Konsolenzugriff für die CD ein. Die erste Option
ist das Gerät, normalerweise ttyS0 auf x86, gefolgt von jeglichen
Verbindungsoptionen, welche durch Komma getrennt sind. Die Standardoptionen
sind 9600,8,n,1.
- dmraid=X
-
Dies erlaubt die Übergabe von Optionen an das device-mapper
RAID-Subsystem. Optionen sollten von Anführungsstrichen umgeben sein.
- doapm
-
Dies lädt APM-Treiberunterstützung. Dies verlangt auch, dass Sie außerdem
acpi=off verwenden.
- dopcmcia
-
Dies lädt Unterstützung für PCMCIA- und Cardbus-Hardware und sorgt außerdem
dafür, dass der PCMCIA cardmgr von der CD beim Booten gestartet wird. Dies
ist nur nötig, wenn von einem PCMCIA/Cardbus-Gerät gebootet wird.
- doscsi
-
Dies lädt Unterstützung für die meisten SCSI-Controller. Dies wird auch
benötigt um die meisten USB-Geräte zu booten, da Sie das SCSI-Subsystem
des Kernels verwenden.
- sda=stroke
-
Dies erlaubt es Ihnen die gesamte Festplatte zu partitionieren selbst wenn das
BIOS nicht in der Lage ist große Festplatten zu verwalten. Diese Option wird
nur auf Rechnern mit einem älteren BIOS verwendet. Ersetzten Sie sda durch das
Gerät, welches diese Option benötigt.
- ide=nodma
-
Dies erzwingt die Deaktivierung von DMA im Kernel und wird von einigen
IDE-Chipsätzen und auch einigen CDROM-Laufwerken benötigt. Wenn Ihr System
Probleme hat mit den Lesen von Ihrem IDE-CDROM sollten Sie diese Option
ausprobieren. Dies deaktiviert außerdem das Ausführen der
Standardeinstellungen von hdparm.
- noapic
-
Dies deaktiviert den Advanced Programmable Interrupt Controller der sich auf
neueren Motherboards findet. Er ist bekannt dafür einige Probleme mit älterer
Hardware zu verursachen.
- nodetect
-
Dies deaktiviert jegliche Autoerkennung der CD, inklusive der
Geräteautoerkennung und der DHCP-Suche. Dies kann hilfreich beim debuggen
eines CD- oder Treiberfehlers sein.
- nodhcp
-
Dies deaktiviert die DHCP-Suche auf den erkannten Netzwerkkarten. Dies ist
hilfreich in Netzwerken mit nur statischen Adressen.
- nodmraid
-
Deaktiviert Unterstützung für device-mapper RAID, wie das welches für on-board
IDE/SATA RAID-Controller verwendet wird.
- nofirewire
-
Dies deaktiviert das Laden der Firewire-Module. Dies sollte nur notwendig
sein, wenn Ihre Firewire-Hardware Probleme beim booten der CD verursacht.
- nogpm
-
Dies deaktiviert die Konsolenmaus-Unterstützung gpm.
- nohotplug
-
Dies deaktiviert das Laden der Initskripte hotplug und coldplug beim Boot.
Dies kann hilfreich beim debuggen eines CD- oder Treiberfehlers sein.
- nokeymap
-
Dies deaktiviert die Keymap-Auswahl, welche verwendet wird zur
Auswahl von nicht-US Tastaturlayouts.
- nolapic
-
Dies deaktiviert den lokalen APIC auf Uniprocessor-Kerneln.
- nosata
-
Dies deaktiviert das Laden der Serial-ATA-Module. Dies ist hilfreich, wenn
Ihr System Probleme mit dem SATA-Subsystem hat.
- nosmp
-
Dies deaktiviert SMP, oder Symmetric Multiprocessing, auf SMP-aktiven Kerneln.
Dies ist hilfreich beim debuggen von Problemen bezüglich SMP mit bestimmten
Treibern und Motherboards.
- nosound
-
Dies deaktiviert Soundunterstützung und Lautstärkeeinstellungen. Dies ist
hilfreich bei Systemen, auf denen die Soundunterstützung Probleme verursacht.
- nousb
-
Dies deaktiviert das automatische Laden von USB-Modulen. Dies ist hilfreich
beim debuggen von USB-Problemen.
- slowusb
-
Dies fügt einige zusätzliche Pausen zum Bootvorgang hinzu für langsame
USB-CDROMs, wie zum Beispiel im IBM-BladeCenter.
Volumen/Gerätemanagement:
- dolvm
-
Dies aktiviert Unterstützung für das Logical Volume Management von Linux.
Andere Optionen:
- debug
-
Aktivieren des Debugging-Codes. Dies kann etwas unübersichtlich werden, da
eine Menge Daten auf dem Bildschirm ausgegeben wird.
- docache
-
Dies lädt den gesamten Runtime-Bereich der CD in RAM. Das ermöglicht Ihnen
umount /mnt/cdrom zu verwenden und eine andere CDROM zu mounten. Diese
Optionen benötigt, dass Sie mindestens doppelt soviel RAM verfügbar haben,
wie die Größe der CD.
- doload=X
-
Dies zwingt die initiale Ramdisk dazu jegliche aufgelisteten Module zu laden,
wie auch deren Abhängigkeiten. Ersetzen Sie X durch den Modulnamen.
Mehere Module können mit einer durch Kommas separierten Liste spezifiziert
werden.
- dosshd
-
Startet sshd beim Boot, was hilfreich ist bei entfernten Installationen.
- passwd=foo
-
Setzt was immer folgt nach dem Gleichheitszeichen als Passwort für root, was
benötigt wird für dosshd da das Passwort für root verschlüsselt ist.
- noload=X
-
Dies zwingt die initiale Ramdisk dazu den Ladevorgang eines bestimmten Moduls
zu überspringen, welches Probleme verursachen könnte. Die Syntax ist dieselbe
wie für doload.
- nonfs
-
Deaktiviert den Start von portmap/nfsmount beim Boot.
- nox
-
Dies zwingt die X-aktivierte LiveCD dazu X nicht automatisch zu starten
sondern stattdessen auf die Kommandozeile zurückzufallen.
- scandelay
-
Dies zwing die CD dazu für 10 Sekunden während bestimmter Abschnitte des
Bootvorgangs zu warten um bestimmten Geräten, die langsamer sind, Zeit zu
geben sich zu initialisieren um verwendet zu werden.
- scandelay=X
-
Dies erlaubt es Ihnen eine beliebige Verzögerung, in Sekunden, zu bestimmten
Abschnitten des Bootvorgangs hinzuzufügen um langsameren Geräten die
Möglichkeit zu geben sich zu initialisieren, damit sie verwendet werden
können. Ersetzen Sie X durch die Anzahl von Sekunden die pausiert werden soll.
Notiz:
Die CD wird erst nach "no*" Optionen sehen vor "do*" Optionen so dass Sie jede
Option aufheben können, in der exakten Reihenfolge die Sie angeben.
|
Nun starten Sie Ihre CD, wählen einen Kernel und die Boot Optionen. Wir zeigen
Ihnen als Beispiel, wie Sie den gentoo Kernel mit dopcmcia als
Kernel Parameter booten:
Befehlsauflistung 3.3: Booten einer Installations-CD |
boot: gentoo dopcmcia
|
Sie werden dann von einem Boot-Screen und einem Fortschrittsbalken begrüßt.
Wenn Sie Gentoo nicht an einem System mit einer US-Tastatur installieren,
drücken Sie sofort ALT-F1 um in den Verbose-Mode zu wechseln und folgen Sie den
Anweisungen. Wenn binnen 10 Sekunden keine Auswahl getroffen wurde, wird das
Standard-Tastaturlayout (US) geladen und der Bootvorgang fortgesetzt. Nachdem
der Bootvorgang abgeschlossen ist, werden Sie automatisch als Superuser "root"
in das "Live" Gentoo Linux eingeloggt. Sie sollten einen root-Prompt ("#") auf
der aktuellen Konsole sehen und durch das drücken von Alt-F2, Alt-F3 und Alt-F4
auf andere Konsolen wechseln können. Um wieder zu Ausgangskonsole zu wechseln
drücken Sie Alt-F1.
Fahren Sie nun mit der Konfiguration zusätzlicher
Hardware fort.
Erweiterte Hardwarekonfiguration
Wenn Sie die Installations-CD starten, versucht diese alle Ihre Hardwaregeräte
zu erkennen und die entsprechenden Kernelmodule zu laden. In den allermeisten
Fällen funktioniert dies wunderbar. Dennoch kann es in einzelnen Fällen
passieren, dass nicht alle benötigten Module automatisch geladen werden. Wenn
die PCI-Autoerkennung einen Teil Ihres Systems nicht erkennt, müssen Sie die
entsprechenden Kernelmodule manuell laden.
Im nächsten Beispiel versuchen wir das 8139too Modul zu laden
(Unterstützung für verschiedene Arten von Netzwerkkarten):
Befehlsauflistung 3.4: Laden von Kernelmodulen |
# modprobe 8139too
|
Optional: Benutzerkonten
Wenn Sie planen, anderen Leuten Zugriff auf Ihre Installation zu geben oder
mit irssi ohne root-Rechte chatten möchten (aus Sicherheitsgründen),
müssen Sie die notwendigen Benutzerkonten anlegen und das root-Passwort
ändern.
Um das root-Passwort zu ändern benutzen Sie das passwd Programm:
Befehlsauflistung 3.5: Ändern des root-Passworts |
# passwd
New password:
Re-enter password:
|
Um ein Benutzerkonto zu erstellen geben wir zunächst die Details zur Person ein,
gefolgt vom zugehörigen Passwort. Wir benutzen useradd und passwd
für diese Aufgaben. Im nächsten Beispiel erstellen wir einen Benutzer namens
"john".
Befehlsauflistung 3.6: Erstellen eines Benutzerkontos |
# useradd -m -G users john
# passwd john
New password:
Re-enter password:
|
Sie können Ihre Benutzer-ID von root zum neu erstellen Benutzer mit su
wechseln:
Befehlsauflistung 3.7: Wechseln der Benutzer-ID |
# su - john
|
Optional: Lesen der Dokumentation während der Installation
Wenn Sie das Gentoo Handbuch während der Installation lesen wollen, stellen Sie
sicher, dass Sie einen Benutzeraccount angelegt haben (siehe Optional: Benutzerkonten). Drücken Sie dann
Alt-F2, um auf ein neues Terminal zu wechseln.
Sie können das Handbuch mit links anschauen, sofern Sie das Kapitel
Konfiguration des Netzwerks abgeschlossen haben (ansonsten können Sie
nicht in das Internet gehen, um das Dokument anzuschauen):
Befehlsauflistung 3.8: Lesen der Online-Dokumentation |
# links http://www.gentoo.org/doc/de/handbook/handbook-x86.xml
|
Sie können zurück auf Ihr Ausgangsterminal mittels Alt-F1 wechseln.
Optional: Starten des SSH-Daemons
Wenn Sie anderen Benutzern während der Installation von Gentoo Zugriff auf Ihren
Rechner geben wollen (vielleicht weil diese Benutzer Sie bei der Installation
von Gentoo unterstützen oder sie diese für Sie durchführen), müssen Sie ein
Benutzerkonto für diese Person erstellen und möglicherweise auch das root
Passwort geben (machen Sie das nur, wenn Sie diesem Benutzer
vollständig Vertrauen).
Um den SSH-Daemon zu starten führen Sie folgenden Befehl aus:
Befehlsauflistung 3.9: Starten des SSH-Daemons |
# /etc/init.d/sshd start
|
Notiz:
Wenn Sie (oder ein anderer Benutzer) sich in das System einloggen, werden Sie
eine Meldung erhalten, dass der Host-Key für dieses System (anhand eines
sogenannten Fingerprints) bestätigt werden muss. Das ist zu erwarten, da dies
das erste Mal ist, dass sich jemand in das System einloggt.
Wenn Ihr System aber später aufgesetzt ist und Sie sich dann in das neue System
einloggen, wird Ihr SSH-Client Sie warnen, dass sich der Host-Key geändert hat.
Aus der Sicht Ihres SSH-Clients loggen Sie sich in einen anderen Server ein
(nämlich Ihr neu installiertes Gentoo-System anstelle der Live-Umgebung in der
Sie sich gerade befinden). Wenn Sie dann diese Warnung erhalten, befolgen Sie
die ausgegebenen Anweisungen, um den Host-Key auf dem Client-System zu ersetzen.
|
Um sshd nutzen zu können, müssen Sie zuerst das Netzwerk einrichten. Setzen Sie
die Installation mit der Konfiguration des
Netzwerks fort.
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