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1.  Hardwareanforderungen

Einleitung

Bevor wir loslegen, sollten Sie eine Liste aller Hardwareanforderungen erstellen, um Gentoo erfolgreich auf Ihrem System installieren zu können.

Hardwareanforderungen

Sparc System Bitte sehen Sie in der Gentoo Linux/SPARC64 Compatibility list oder der UltraLinux FAQ nach
CPU Momentan unterstützen wir nur SPARC64 CPUs
Arbeitsspeicher 64 MB
Festplattenspeicher 1.5 GB (ohne Swap Speicher)
Swap Speicher Mindestens 256 MB

1.  Die Gentoo Installation-CDs

Einleitung

Die Gentoo Installations-CDs sind bootfähige CDs, die eine eigene Gentoo-Umgebung enthalten. Sie erlauben es Ihnen, Linux von der CD zu booten. Während des Bootvorgangs wird Ihre Hardware erkannt und die entsprechenden Treiber geladen. Die Gentoo Installations-CDs werden von den Gentoo-Entwicklern gepflegt.

Alle Installations-CDs ermöglichen es Ihnen, das System zu booten, das Netzwerk aufzusetzen, Ihre Partitionen zu initialisieren und eine Gentoo-Installation über das Internet durchzuführen.

Gentoo Minimal Installations-CD

Die Minimal Installations-CD heißt ${min-cd-name} und benötigt nur ${min-cd-size} MB Festplattenspeicher. Sie können diese Installations-CD zur Installation von Gentoo benutzen, aber benötigen immer eine funktionierende Internetverbindung.

Der stage3-Tarball

Ein stage3-Tarball ist ein Archiv, das eine minimale Gentoo-Umgebung enthält. Dieses ist dazu geeignet, die Gentoo-Installation mit den Anweisungen in diesem Handbuch fortzuführen. In der Vergangenheit beschrieb das Gentoo-Handbuch die Installation unter Verwendung eines von drei stage-Tarballs. Obwohl Gentoo weiterhin die stage1- und stage2-Tarballs bereitstellt, verwendet die offizielle Installationsmethode einen stage3-Tarball. Wenn Sie daran interessiert sind, eine Gentoo-Installation mit einem stage1- oder stage2-Tarball durchzuführen, lesen Sie bitte die Gentoo FAQ zu Wie installiere ich Gentoo mit einem stage1- oder stage2-Tarball?

Stage3-Tarballs können aus ${release-dir}current-stage3/ von einem der offiziellen Gentoo Mirror heruntergeladen werden und sind nicht auf der LiveCD vorhanden.

TFTPBoot-Image

Wenn Sie keine CD verwenden können oder es vorziehen, über ein IP-Netzwerk zu booten, gibt es auch TFTPBoot-Images auf unseren Mirrorn unter experimental/sparc/tftpboot/sparc64/.

Um einen Netboot-Server aufzusetzen, lesen Sie bitte das Gentoo/SPARC Netboot HOWTO.

1.  Downloaden, Brennen und Booten einer Gentoo Installations-CD

Downloaden und Brennen der Installations-CD

Sie haben also entschieden, eine Gentoo Installations-CD zu benutzen. Zuerst werden wir nun die Installations-CD herunterladen und brennen. Wir haben nun einige Worte über die zahlreichen Installations-CDs verloren, vermutlich interessiert Sie nun auch wo Sie sie herbekommen können?

Sie können jede Installations-CD von einem unserer Mirror herunterladen. Die Installations-CDs finden sich im Verzeichnis ${release-dir}current-iso/.

In diesem Verzeichnis finden Sie ISO-Dateien. Dies sind komplette CD-Abbilder, die Sie auf eine CD-R brennen können.

Um festzustellen, ob eine heruntergeladene Datei fehlerfrei übertragen wurde, können Sie die MD5-Prüfsumme der Datei und die von uns bereitgestellte MD5-Prüfsumme (wie z.B. ${min-cd-name}.DIGESTS) vergleichen. MD5-Prüfsummen vergleichen Sie unter Linux/Unix mit dem md5sum Tools oder mit md5sum unter Windows.

Ein weiterer Weg, die Validität der heruntergeladenen Datei zu überprüfen, ist die Nutzung von GnuPG, um die kryptografische Signatur (die .asc Datei) zu verifizieren. Laden Sie die Signaturdatei herunter und beschaffen Sie den Public Key:

Befehlsauflistung 1.1: Beschaffen des Public Keys

$ gpg --keyserver subkeys.pgp.net --recv-keys 96D8BF6D 2D182910 17072058

Verifizieren Sie nun die Signatur:

Befehlsauflistung 1.1: Verifizieren der Dateien

(Verifzieren der kryptografischen Signatur)
$ gpg --verify <downloaded iso.DIGESTS.asc>
(Verifzieren der Prüfsumme)
$ sha1sum -c <downloaded iso.DIGESTS.asc>

Um die heruntergeladenen ISO(s) zu brennen, müssen Sie den RAW-Modus wählen. Wie das im einzelnen funktioniert hängt sehr stark vom verwendeten Programm ab. Wir stellen cdrecord und K3B vor; weitere Informationen finden Sie in der Gentoo FAQ.

  • Mit cdrecord schreiben Sie einfach cdrecord dev=/dev/hdc <heruntergeladenes ISO-Image> (ersetzen Sie /dev/hdc durch den Gerätepfad Ihres CD-RW-Laufwerk).
  • Mit K3B wählen Sie Tools > Burn CD Image. Danach können Sie das ISO-Image mit dem 'Image to Burn' Feld auswählen. Schließlich klicken Sie Start.

Booten der Installations-CD

Legen Sie die Gentoo Installations-CD in das CD-ROM Laufwerk und starten Sie das System. Während des Startvorgangs drücken Sie Stop-A um in das OpenBootPROM (OBP) zu gelangen. Wenn Sie im OBP sind können Sie vom CD-ROM Laufwerk booten.

Befehlsauflistung 1.1: Booten der Installations-CD

ok boot cdrom

Sie werden vom SILO Bootmanger (auf der Installations-CD) begrüßt. Wenn Sie weitere Hilfe möchten, drücken Sie Eingabe. Tippen Sie gentoo ein und drücken Sie Eingabe um mit dem Start des Systems fortzufahren:

Befehlsauflistung 1.1: Fortsetzen des Bootvorgangs von der Installations-CD

boot: gentoo

Nachdem Sie von der Installations-CD gestartet haben, werden Sie automatisch am System angemeldet

Sie sollten eine Root-Eingabeaufforderung ("#") auf der aktuellen Konsole haben. Sie finden zudem auch eine Root-Eingabeaufforderung an der seriellen Konsole (ttyS0).

Fahren Sie nun mit Konfiguration zusätzlicher Hardware fort.

Erweiterte Hardwarekonfiguration

Wenn Sie die Installations-CD starten, versucht diese alle Ihre Hardwaregeräte zu erkennen und die entsprechenden Kernelmodule zu laden. In den allermeisten Fällen funktioniert dies wunderbar. Dennoch kann es in einzelnen Fällen passieren, dass nicht alle benötigten Module automatisch geladen werden. Wenn die PCI-Autoerkennung einen Teil Ihres Systems nicht erkennt, müssen Sie die entsprechenden Kernelmodule manuell laden.

Im nächsten Beispiel versuchen wir das 8139too Modul zu laden (Unterstützung für verschiedene Arten von Netzwerkkarten):

Befehlsauflistung 1.1: Laden von Kernelmodulen

# modprobe 8139too

Optional: Benutzerkonten

Wenn Sie planen, anderen Leuten Zugriff auf Ihre Installation zu geben oder mit irssi ohne root-Rechte chatten möchten (aus Sicherheitsgründen), müssen Sie die notwendigen Benutzerkonten anlegen und das root-Passwort ändern.

Um das root-Passwort zu ändern benutzen Sie das passwd Programm:

Befehlsauflistung 1.1: Ändern des root-Passworts

# passwd
New password: (Geben Sie Ihr neues Passwort ein)
Re-enter password: (Geben Sie Ihr Passwort erneut ein)

Um ein Benutzerkonto zu erstellen geben wir zunächst die Details zur Person ein, gefolgt vom zugehörigen Passwort. Wir benutzen useradd und passwd für diese Aufgaben. Im nächsten Beispiel erstellen wir einen Benutzer namens "john".

Befehlsauflistung 1.1: Erstellen eines Benutzerkontos

# useradd -m -G users john
# passwd john
New password: (Geben Sie das Passwort von john ein)
Re-enter password: (Geben Sie erneut das Passwort von john ein)

Sie können Ihre Benutzer-ID von root zum neu erstellen Benutzer mit su wechseln:

Befehlsauflistung 1.1: Wechseln der Benutzer-ID

# su - john

Optional: Lesen der Dokumentation während der Installation

Wenn Sie das Gentoo Handbuch während der Installation lesen wollen, stellen Sie sicher, dass Sie einen Benutzeraccount angelegt haben (siehe Optional: Benutzerkonten). Drücken Sie dann Alt-F2, um auf ein neues Terminal zu wechseln.

Sie können das Handbuch mit links anschauen, sofern Sie das Kapitel Konfiguration des Netzwerks abgeschlossen haben (ansonsten können Sie nicht in das Internet gehen, um das Dokument anzuschauen):

Befehlsauflistung 1.1: Lesen der Online-Dokumentation

# links http://www.gentoo.org/doc/de/handbook/${online-book}

Sie können zurück auf Ihr Ausgangsterminal mittels Alt-F1 wechseln.

Optional: Starten des SSH-Daemons

Wenn Sie anderen Benutzern während der Installation von Gentoo Zugriff auf Ihren Rechner geben wollen (vielleicht weil diese Benutzer Sie bei der Installation von Gentoo unterstützen oder sie diese für Sie durchführen), müssen Sie ein Benutzerkonto für diese Person erstellen und möglicherweise auch das root Passwort geben (machen Sie das nur, wenn Sie diesem Benutzer vollständig Vertrauen).

Um den SSH-Daemon zu starten führen Sie folgenden Befehl aus:

Befehlsauflistung 1.1: Starten des SSH-Daemons

# /etc/init.d/sshd start

Um sshd nutzen zu können, müssen Sie zuerst das Netzwerk einrichten. Setzen Sie die Installation mit der (Konfiguration des Netzwerks) fort.

Seite aktualisiert 27. November 2011

Die Originalversion dieses Dokuments wurde zuletzt am 26. Februar 2012 aktualisiert

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