Gentoo Linux LiveUSB HOWTO
1.
Einführung
LiveUSB
In diesem HOWTO wird erklärt, wie man ein Gentoo Linux LiveUSB erstellt,
beziehungsweise eine x86 oder AMD64 Gentoo Linux LiveCD mit einem USB-Stick
emuliert. Viele moderne Laptops werden inzwischen ohne optisches Laufwerk
ausgeliefert, so dass die mit Hilfe dieses HOWTOs erstellten USB-Sticks sich als
sehr praktisch erweisen, um Gentoo auf einem solchen Gerät zu installieren.
Notiz:
Das Paket sys-boot/unetbootin stellt eine viel einfachere Alternative, um
einen bootbaren USB-Stick von einem bootbaren CD-Image zu erstellen, bereit.
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Obwohl dieses Dokument darauf abzielt, eine Gentoo Linux LiveCD mit einem
USB-Stick zu emulieren, lässt sich die hier dargestellte Vorgehensweise auf
jedes andere Linux Block Device übertragen, vorausgesetzt der Gerätename wird
entsprechend geändert.
Voraussetzungen
Um erfolgreich ein Gentoo Linux LiveUSB zu erstellen sind folgende
Voraussetzungen zu erfüllen:
- Bootbarer USB-Stick mit mindestens 1GB Speicherplatz.
-
i686 oder x86_64 Rechner mit Unterstützung zum Booten von USB-Geräten.
Weiterhin wird zur Erstellung des LiveUSB folgendes benötigt:
-
Ein Rechner auf dem Gentoo Linux läuft (alternativ eine andere Linux
Distribution).
Notiz:
Um die Minimal-CD auf einem USB-Stick mit geringerer Kapazität zu benutzen, oder
ein <i686-System zu booten, müssen die in diesem Dokument beschriebenen
Vorgänge mit einem 2006.0 Minimal CD Abbild durchgeführt werden, da
neuere Releases einen Fehler beinhalten.
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2.
Vorbereiten des USB-Sticks
Partitionierung des Laufwerks
Warnung:
Die folgenden Befehle löschen alle Daten auf dem USB-Stick! Im Zweifelsfall
bitte eine Sicherheitskopie erstellen.
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Wichtig:
In diesem Dokument wird davon ausgegangen, dass der Pfad /dev/sdc
der Gerätedatei des USB-Sticks entspricht. Falls sich andere Geräte, die auch
über SCSI-Gerätedateien angesprochen werden, im Rechner befinden, muss die dem
USB-Stick entsprechende Gerätedatei verwendet werden.
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Zunächst muss mit dem Programm fdisk eine FAT16-Partition auf dem
USB-Stick erstellt und diese als bootfähig markiert werden. Eine exemplarische
Darstellung des Partitionierungsschemas könnte folgendermaßen aussehen:
Notiz:
Wenn der USB-Stick eine Kapazität von 4GB oder mehr hat, ist als
Partitionierungstyp b (W95 FAT32) zu verwenden.
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Befehlsauflistung 2.1: Exemplarische Partitionierung |
# fdisk -l /dev/sdc
Platte /dev/sdc: 2063 MB, 2063597056 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spure, 250 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 * 512 = 8225280 Bytes
Gerät boot. Anfang Ende Blöcke Id System
/dev/sdc1 * 1 250 2008124+ 6 FAT16
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Erstellung des Dateisystems
Mit dem Befehl mkdosfs wird auf dem USB-Stick ein FAT16-Dateisystem
erstellt:
Notiz:
Wenn der USB-Stick eine Kapazität von 4GB oder mehr hat, ist der Parameter -F
32 zu benutzen, um ein FAT32-Dateisystem zu erstellen.
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Befehlsauflistung 2.2: Ausführen von mkdosfs |
# emerge -av sys-fs/dosfstools
# mkdosfs -F 16 /dev/sdc1
mkdosfs 2.11 (12 Mar 2005)
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Installation des Master Boot Record
Installieren Sie den vorkompilierten syslinux Master Boot Record (MBR)
auf den USB-Stick.
Befehlsauflistung 2.3: Installation des Master Boot Record |
# emerge -av '>sys-boot/syslinux-3'
# dd if=/usr/share/syslinux/mbr.bin of=/dev/sdc
0+1 Datensätze ein
0+1 Datensätze aus
304 bytes (304 B) kopiert, 0.0162317 s, 18.7 kB/s
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3.
Kopieren der Dateien auf den USB-Stick
Einbinden der Gentoo Linux Installations-CD
Entweder das livecd-i686-installer-2007.0.iso oder das
livecd-amd64-installer-2007.0.iso CD-Abbild vom lokalen Gentoo
Linux Spiegelserver herunterladen und das
ISO-Abbild unter /mnt/cdrom wie unten gezeigt einbinden:
Befehlsauflistung 3.1: Einbinden des ISO-Abbilds |
# mkdir -p /mnt/cdrom
# mount -o loop,ro -t iso9660 livecd-i686-installer-2007.0.iso /mnt/cdrom
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Notiz:
Wenn der Fehler mount: Konnte kein Gerät /dev/loop# finden erscheint,
überprüfen Sie, ob die Option Loopback device support im Kernel
aktiviert ist.
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Einbinden des LiveUSB
Zunächst muss der frisch formatierte USB-Stick unter /mnt/usb
eingebunden werden:
Befehlsauflistung 3.2: Einbinden des USB-Sticks |
# mkdir -p /mnt/usb
# mount -t vfat /dev/sdc1 /mnt/usb
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Kopieren der Dateien
Die Dateien werden von der Gentoo Linux Installations-CD auf das LiveUSB
kopiert. Einige Dateien müssen umstrukturiert werden, weil der syslinux
Bootloader anstatt des isolinux Bootloaders verwendet wird:
Befehlsauflistung 3.3: Kopieren der Dateien |
# cp -r /mnt/cdrom/* /mnt/usb
# mv /mnt/usb/isolinux/* /mnt/usb
# mv /mnt/usb/isolinux.cfg /mnt/usb/syslinux.cfg
# rm -rf /mnt/usb/isolinux*
# mv /mnt/usb/memtest86 /mnt/usb/memtest
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Jetzt kann das ISO-Abbild ausgehängt werden:
Befehlsauflistung 3.4: Aushängen des ISO-Abbilds |
# umount /mnt/cdrom
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Anpassen der Bootloader-Konfiguration
Zum Anpassen der Bootloader-Konfiguration wird wie weiter unten gezeigt
sed benutzt. Der Parameter slowusb sorgt dabei aus
Kompatibilitätsgründen für eine Verzögerung und wartet bis der USB-Stick alle
Schreibvorgänge beendet hat, bevor das Dateisystem eingehängt wird.
Befehlsauflistung 3.5: Anpassen der Boot-Parameter |
# sed -i \
-e "s:cdroot:cdroot slowusb:" \
-e "s:kernel memtest86:kernel memtest:" \
/mnt/usb/syslinux.cfg
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4.
Installation des Bootloaders
Aushängen des Laufwerks
Bitte stellen Sie sicher, dass der USB-Stick nicht mehr eingehängt ist, bevor
der Bootloader installiert wird:
Befehlsauflistung 4.1: Aushängen des USB-Sticks |
# umount /mnt/usb
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Installation von syslinux
Zuletzt wird noch der syslinux Bootloader auf dem USB-Stick installiert:
Befehlsauflistung 4.2: Aufrufen von syslinux |
# syslinux /dev/sdc1
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Wichtig:
Immer wenn Veränderungen an der syslinux.cfg vorgenommen werden,
muss syslinux /dev/sdc1 neu ausgeführt werden, damit diese übernommen
werden.
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5.
Benutzung des LiveUSB
Booten
Wenn vom USB-Stick gestartet werden soll, muss im BIOS des Rechners die Option
zum Booten von USB-Laufwerken aktiviert sein. Wenn der USB-Stick am Rechner
angeschlossen ist und dieser gestartet wird, sollte die Eingabeaufforderung
von syslinux auf dem Bildschirm erscheinen und Gentoo starten.
Zur weiteren Installation von Gentoo sei auf das
Gentoo Handbuch verwiesen.
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