Gentoo/MIPS Linux Hardwareanforderungen
1.
Allgemeine Anforderungen
Systemvoraussetzungen
Die genauen Voraussetzungen sind stark abhängig davon, wie Sie vorhaben,
den Rechner zu benutzen und wie Sie Gentoo installieren werden. Die folgende
Tabelle sollte Ihnen einen kleinen Überblick geben.
|
Minimum |
Empfohlen |
Ideal |
| RAM: |
48~64MB |
>128MB |
~256MB |
| HDD: |
4GB |
>8GB |
18GB |
Eine Bemerkung zu seriellen Konsolen
Falls Ihnen ein entsprechender Framebuffer fehlt, müssen Sie eine serielle
Konsole benutzen. Serielle-Konsolen-Programme für Linux schließen minicom
und xc ein, für Windows, HyperTerminal und Tera Term Pro.
Falls Sie Windows benutzen und vorhaben HyperTerminal zu benutzen, wird
empfohlen, dass Sie einen aktualisierten Client auf der Webseite des Programms
suchen anstatt den vorinstallierten zu verwenden. Ein aktualisierter Client
bietet viel bessere serielle Unterstützung an als der standardmäßige, der von
Windows installiert wird.
Nutzeraussagen & Kernelkonfigurationen
Zur Hilfe des Projekts wurde eine
Hardwareunterstützungsdatenbank angelegt. Diese Unterstützungsdatenbank
ist dazu gedacht, einen schnellen und einfachen Weg bereitzustellen, um
herauszufinden wie gut bestimmte Konfigurationen unterstützt werden. Das System
erlaubt es den Leuten ebenfalls mit ihren Kommentaren und Kernelkonfigurationen
mitzuwirken.
2.
Silicon Graphics Systems -- Stabil
Die folgenden Systeme sind bekannt dafür, insgesamt sehr stabil zu sein. Fast
die gesamte Kernhardware wird in diesen Systemen unterstützt und es gibt zur
Zeit nur sehr wenige verbleibende Stabilitätsprobleme.
IP22: Indy, Indigo 2 und Challenge S
-
Prozessoroptionen (Stabil):
-
(auf Indy und Challenge S) R4000, R4400, R4600, R5000
-
(auf Indigo 2) R4000, R4400
-
Kernelunterstützung:
- Linux 2.4: Stabil
- Linux 2.6: Experimentell
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Stabil
- 64Bit: Experimentell
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Stabil
- n32: Experimentell (nur unter Linux 2.6 R5000/RM5200)
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
-
Anmerkungen:
-
Zur Zeit wird nur der Newport (XL) Grafik-Framebuffer unter Linux
unterstützt. Daher müssen Sie auf Systemen mit anderen Framebuffern eine
serielle Konsole verwenden.
-
Der Challenge S hat seinen RJ-45-Anschluss auf einem Tochterboard (Mezz)
verbunden mit einem ununterstützten SCSI-Adapter, einem WD33C95A. Damit
dieser Netzwerkadapter funktioniert, muss dieser SCSI-Bus aktiviert
werden, jedoch wird er unter Linux noch nicht unterstützt. Daraus ergibt
sich, dass der Challenge S eine Netzwerkverbindung nur über seinen
AUI-Anschluss bekommen kann.
-
Indigo2 EISA-Unterstützung ist höchst experimentell. Es nicht
gut getestet und funktioniert eventuell nicht mit jeglicher Hardware.
Hardware, die bekannt ist, mit der es funktioniert, ist aufgelistet, und
sobald weitere kompatible Hardware gefunden wird, wird sie hinzugefügt.
Bitte beachten Sie, dass Hardware, die DMA-Unterstützung benötigt,
momentan nicht funktioniert. Dies schließt EISA/ISA-basierende
Soundkarten ein. EISA-Videokarten, die ein x86-kompatibles BIOS
benötigen, sind ebenfalls nicht funktionsfähig.
IP32: O2
-
Prozessoroptionen:
-
Stabil: R5000, RM5200
-
Experimentell: RM7000
-
Nicht unterstützt: R10000
-
Kernelunterstützung:
- Linux 2.4: Im Kernel nicht unterstützt
- Linux 2.6: Stabil
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Im Kernel nicht unterstützt
- 64Bit: Stabil
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Stabil
- n32: Experimentell (Nur unter Linux 2.6)
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
-
Anmerkungen:
-
Die O2 RM7000 Prozessorunterstützung ist unter Linux momentan
beschränkt, da es eine ziemlich neue Kernelversion (>2.6.7) benötigt,
und einige beachtenswerte Probleme hat. Das erste Problem zur Zeit hat
mit SCSI zu tun, was die internen Platten unbenutzbar macht. Der Level 3
(Tertiary) Cache ist ebenfalls ausgeschaltet, da es keine Unterstützung
für diesen Cache im Linux-Kernel gibt.
-
Bitte beachten Sie, dass diese Anmerkung nur auf die offiziellen SGI
RM7000 mit 350MHz zutrifft, nicht auf die 600MHz RM7000, die durch
Benutzung eines RM5200 Boards montiert werden können. Diese
"gemoddeten" CPU-Modelle für O2-Systeme werden nicht
unterstützt/getestet, auch wenn sie - theoretisch - funktionieren
sollten, wobei sie die selben Probleme haben können wie oben gelistet.
3.
Silicon Graphics Systeme -- Experimentell/Instabil
Die Systeme, die hier aufgelistet werden, sind bekannt mit Linux zu
funktionieren... JEDOCH gibt es in vielen Fällen Stabilitätsprobleme und
Störungen der Hardwareunterstützung. Kurz gesagt: Es wird eine stürmische und
holprige Angelegenheit.
IP27: Origin 200 und 2000
-
Prozessoroptionen (Experimentell): R10000, R12000
-
Kernelunterstützung:
- Linux 2.4: Im Kernel nicht unterstützt
- Linux 2.6: Experimentell
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Im Kernel nicht unterstützt
- 64Bit: Experimentell
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Stabil
- n32: Experimentell
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
IP28: Indigo 2 Impact (a.k.a Indigo 2 R10k)
-
Prozessoroptionen (Experimentell): R10000
-
Kernelunterstützung:
- Linux 2.4: Experimentell
- Linux 2.6: Experimentell
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Im Kernel nicht unterstützt
- 64Bit: Experimentell
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Stabil
- n32: Experimentell (Nur unter Linux 2.6)
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
-
Anmerkungen:
-
IP28 Indigo2 Impact Unterstützung (klassifiziert als ein Indigo2 System
mit einem R10000 Prozessor) ist sehr experimentell. Die meiste
Arbeit wird momentan von Peter Fuerst verrichtet, welcher Patches auf
seiner Website
anbietet. Dieser Kernel ist NICHT für eine stabile, alltägliche
Benutzung vorgesehen. Das Indigo2 IP28 System ist von einem Problem
betroffen, das auch als Speculative Execution bekannt ist, einem
Feature des R10000 Prozessors, welches problematisch auf Rechnern,
die Non Cache Coherent sind, wie dem IP28 Indigo2 und auf
R10000/R12000-basierten IP32 O2 Systemen ist. Details zu Speculative
Execution und den Problemen, die es für den Indigo2 darstellt, können
unter folgenden URLs gefunden werden:
IP30: Octane
-
Prozessoroptionen (Experimentell): R10000, R12000, R14000A
-
Kernelunterstützung:
- Linux 2.4: Im Kernel nicht unterstützt
- Linux 2.6: Experimentell
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Im Kernel nicht unterstützt
- 64Bit: Experimentell
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Stabil
- n32: Experimentell
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
-
Anmerkungen:
-
Octane-Unterstützung unter Linux sollte als experimentell betrachtet
werden. Unterstützung für diesen bestimmten Rechner von SGI hat einen
großen Fortschritt gemacht und der Linux-Kernel funktioniert relativ
gut. Der aktuelle Status für dieses System kann auf Stanislaw Skowroneks
Seite eingesehen werden. Weitreichendere Unterstützung unter
Gentoo für dieses System wird in der Zukunft ebenfalls vorhanden sein,
halten Sie diese Seite für weitere Details im Auge.
-
Die seriellen Schnittstellen auf dem Octane unterstützen zur Zeit nur
9600 baud Rate, 8-bits, no parity, 1 stop bit. Andere baud Raten
funktionieren momentan nicht.
4.
Silicon Graphics Systems -- Nicht unterstützt
Eigentlich alle dieser Systeme sind auf Kernel-Ebene völlig ohne Unterstützung
-- weshalb ein vollständiges Linux-System völlig unmöglich ist. Nur wenig ist
über die meisten der hier aufgelisteten Systeme bekannt -- daher ist jegliche
Unterstützung in naher Zukunft sehr unwarhscheinlich. Eventuell halten Sie ein
Auge auf die Linux/MIPS Website für
Neugigkeiten über Portierungen -- entweder so, oder Sie starten Ihre eigene. :-)
- IP12: Iris Indigo (R3000 CPU)
- IP20: Iris Indigo (R4000 or R4400 CPU)
- IP26: Indigo 2 Power (R8000 CPU)
- IP34: Fuel (R14000A or R16000 CPU)
- IP35: Origin 3000 (R14000 or R14000A CPU)
- IP45: Origin 300 (R14000 CPU)
- IP53: Origin 350 & Tezro (R16000 CPU)
5.
Silicon Graphics Accessories
Wie bei den meisten Systemen gibt es auch für Silicon Graphics Systeme eine
große Auswahl an Periphäriegeräten. Während viele davon mit IRIX funktionieren,
ist Linux-Unterstützung eine holprige Angelegenheit mit einigen dieser Geräte.
Die folgende Tabelle listet die Unterstützung für jedes Gerät auf.
| Stabile Unterstützung |
Experimentelle Unterstützung |
Nicht unterstützt/getestet |
Indy/Indigo2: XL Graphics Card (Newport)
Indy/Indigo2: SGI Seeq Ethernet 10Mbps
Indy/Indigo2: WD33C93 SCSI
Indy/Indigo2: HAL2 Sound/Audio
Indy/Indigo2: Parallel Port
Indy/Indigo2: Serial Port
O2: SGI MACE Ethernet 10/100Mbps
O2: Adaptec AIC7880 SCSI
O2: Serial Port
Indigo2 ISA: Parallel Port Card (PC-Style)
Indigo2 ISA: NE2000 Compatible 10Mbps NIC (RTL8019)
|
Indy: I2C/VINO subsystem & IndyCam
Indigo2 EISA: 3COM 3c597 10/100Mbps
O2: GBE Framebuffer
O2: PCI Slot
Octane: Keyboard
Octane: Mardi Gras (MGRAS) Graphics
Octane: QLogic ISP1040B SCSI
Octane: RAD1 Audio
Octane: SMP Support
Octane: V6/V8/V10/V12 Graphics (Odyssey)
Origin: IOC3 Ethernet 10/100Mbps
Origin: QLogic ISP1020 SCSI
O2 PCI: ALi 5273 USB 2.0 (Req. Kernel >=2.6.8.1)
|
(1)Indy/Indigo2: Impact & Extreme/XZ graphics chipsets
Indy: Phobos G130 10/100Mbps NIC
Indigo2: GIO64 Slots
Indigo2: Phobos G160 10/100Mbps NIC
Challenge S: WD33C95A SCSI Adapter/RJ-45 Daughter Card
O2: VICE Subsystem
|
Notiz:
(1) Man hat damit begonnen, den ImpactSR auf die Indigo2 Impact (IP28)
Workstation zu portieren. Im Moment ist es noch sehr neu und der Treiber
funktioniert noch nicht, aber dies kann sich in den folgenden Monaten
ändern.
Genauso sieht es für die Extreme graphics aus... einige Leute haben angefangen
damit, Treiber für diesen Chipsatz zu schreiben. Bisher wurde noch nichts
veröffentlicht, aber vielleicht werden wir in nicht allzu ferner Zukunft etwas
sehen.
Wir werden diese Seite aktualisieren, falls ein solcher Treiber veröffentlicht
wird.
|
6.
Cobalt Servers -- Stabil
Die Cobalt-Server sind eine Ansammlung von Rechnern, die alle auf der QED
RM523[01] CPU basieren. Sie sind in zwei Varianten erschienen: Der RaQ -- ein
"rackmounted" Modell, und der Qube, ein kleines Desktopmodell (1ft. cube). Der
große Unterschied zwischen diesen Systemen und den SGI-Systemen oben ist, dass
diese Systeme little endian (mipsel) sind, die anderen big
endian (mips).
Diese wurden ebenfalls unter einer OEM-Vereinbarung an andere Firmen verkauft,
Beispiele hierfür sind der Gateway Microserver (Qube 2) und der Seagate NasRaQ
(RaQ 2).
Qube/Raq 2800 (a.k.a Qube/Raq 2)
-
Prozessor: QED RM5231 @ 250MHz
-
Kernelversionsunterstützung:
- Linux 2.4: Stabil
- Linux 2.6: Stabil
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Stabil
- 64Bit: Höchst experimentell
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Stabil
- n32: Nicht verfügbar unter Gentoo
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
7.
Cobalt Servers -- Experimentell
Raq 2700 (a.k.a Raq 1)
-
Prozessor: QED RM5230 @ 150MHz
-
Kernelversionsunterstützung:
- Linux 2.4: Experimentell
- Linux 2.6: Unter Gentoo nicht getestet
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Experimentell
- 64Bit: Unter Gentoo nicht getestet
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Experimentell
- n32: Nicht verfügbar unter Gentoo
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
8.
Cobalt Servers -- Nicht unterstützt
Qube 2700 (a.k.a Qube 1)
Der Qube 2700 war der erste dieser gesamten Subarchitektur. Leider fehlt ihm
eine serielle Schnittstelle, weshalb die Installation gegenwärtig so gut wie
unmöglich ist. Wir suchen nach Wegen dieses System zu unterstützen, aber da
keiner der Entwickler Zugriff auf einen dieser Rechner hat, haben wir keine
Möglichkeit diese zu testen. Eventuell sollten Sie einen Blick auf Jan Metzners Seite werfen,
um weitere Informationen zu erhalten.
-
Prozessor: QED RM5230 @ 150MHz
-
Kernelversionsunterstützung:
- Linux 2.4: Unter Gentoo nicht getestet
- Linux 2.6: Unter Gentoo nicht getestet
-
Kernel-Architektur-Unterstützung:
- 32Bit: Unter Gentoo nicht getestet
- 64Bit: Unter Gentoo nicht getestet
-
Userland-Unterstützung:
- o32: Unter Gentoo nicht getestet
- n32: Nicht verfügbar unter Gentoo
- n64: Nicht verfügbar unter Gentoo
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