Gentoo Printing Guide
1.
Drucken und Gentoo Linux
Verwenden der richtigen Werkzeuge
Linux bietet für Drucker eine großartige Unterstützung; das richtige Werkzeug
für diese Arbeit heißt CUPS (Common
Unix Printing System). Seit 1999, dem Beginn des Projekts, hat sich die
Installation und Wartung von CUPS stark verbessert.
In diesem Dokument werden wir unter Verwendung von CUPS dir Einrichten von
lokalen oder Druckern im Netzwerk behandeln. Wir werden nicht zu tief ins
Detail gehen, da das Projekt ohnehin eine hervorragende Dokumentation
für eine fortgeschrittenere Verwendung bietet.
2.
Konfiguration Ihres Kernel
Einleitung
Wenn Sie einen Drucker in Ihrem System einrichten möchten, müssen Sie wissen,
wie Ihr Drucker ans System angeschlossen werden soll. Wird er über einen
lokalen Port wie LPT oder USB, oder wird er über das Netzwerk eingebunden? Im
letzteren Fall stellt sich die Frage, ob das Internet Printing Protocol (IPP)
verwendet werden soll oder läuft die Einbingund über das Microsoft Windows
SMB-CIFS Protokoll (Microsoft Windows Sharing) ab?
Die nächsten Abschnitte werden erklären welche minimale Kernelkonfiguration
benötigt wird. Natürlich hängt das davon ab wie Ihr Drucker angeschlossen wird -
zur einfacheren Handhabung haben wir die Anweisungen unterteilt:
Nun wechseln Sie ins Verzeichnis /usr/src/linux und starten die
Kernelkonfiguration mit make menuconfig. Wenn Sie genkernel zur
Konfiguration Ihres Kernel verwendet haben, sollten Sie trotzdem die folgenden
Schritte durchführen, um sicherzugehen, dass auch nichts ausgelassen wurde.
Im nächsten Konfigurationsbeispiel werden wir in den Kernel die
notwendige Unterstützung einbinden - und nicht als Modul. Das ist aber nicht
zwingend; wenn Sie möchten, können Sie auch die modulare Unterstützung
verwenden. Vergessen Sie aber anschließend nichti, die passenden Module zu
laden.
Wählen Sie nun den passenden Abschnitt, um Ihren Kernel zu konfigurieren
(überprüfen).
Lokaler Drucker (LPT)
Der LPT Port wird im Allgemeinen dazu verwendet, um den parallelen Druckerport
zu identifizieren. Sie müssen dazu zuerst die Unterstützung für den
Parallelport, dann die Unterstützung für den PC-style Parallelport (außer Sie
sind ein SPARC Benutzer) und anschließend die Unterstützung für den parallelen
Drucker aktivieren.
Befehlsauflistung 2.1: Konfiguration für den Drucker am Parallelport |
Device Drivers -->
<*> Parallel port support
<*> PC-style hardware
Device Drivers -->
Character Devices -->
<*> Parallel printer support
[*] IEEE 1284 transfer modes)
|
Notiz:
Der eine oder andere muss noch andere Optionen im Abschnitt Parallel port
support aktivieren. Schauen Sie für weitere Informationen in der
Kernelkonfiguration Help-Funktion für weitere Informationen nach.
|
Das wars; beenden Sie die Kernelkonfiguration und erstellen Sie den Kernel.
Vergessen Sie nicht, das Kernelimage nach /boot zu kopieren
(vergessen Sie auch nicht, wenn benötigt, /boot vorher zu mounten)
und aktualisieren Sie die Konfiguration ihres Bootloader bevor Sie Ihr System
neu starten.
Fahren Sie nun mit CUPS installieren und konfigurieren fort.
Lokaler Drucker (USB)
Um ein Drucken via USB zu ermöglichen, brauchen Sie nur Unterstützung für USB im
Kernel.
Befehlsauflistung 2.2: Druckerkonfiguration für den USB Port |
Device Drivers -->
USB Support -->
<*> Support for Host-side USB
--- USB Host Controller Drivers
<*> EHCI HCD (USB 2.0) support
<*> OHCI HCD support
<*> UHCI HCD (most Intel and VIA) support
|
Das wars; beenden Sie die Kernelkonfiguration und erstellen Sie den Kernel.
Vergessen Sie nicht, das Kernelimage nach /boot zu kopieren
(vergessen Sie auch nicht, wenn benötigt, /boot vorher zu mounten)
und aktualisieren Sie die Konfiguration ihres Bootloader bevor Sie Ihr System
neu starten.
Fahren Sie nun mit CUPS installieren und konfigurieren fort.
Drucker im Netzwerk (IPP)
Um sich zu einem im Netzwerk freigegebenen Drucker via Internet Printing
Protocol zu verbinden, muss ihr Kernel Netzwerkunterstützung bieten. Angenommen
dass Ihr Kernel das bereits hat, fahren Sie mit CUPS installieren und konfigurieren fort.
Drucker im Netzwerk (SMB-CIFS)
Ihr Kernel muss SMB CIFS unterstützen:
Befehlsauflistung 2.3: Druckerkonfiguration für SMB-CIFS |
File systems -->
Network File Systems -->
<*> SMB file system support (um Windows Freigaben zu mounten etc.)
<*> CIFS support (erweitertes Netzwerkdateisystem für Samba, Windows
und andere Server mit CIFS Unterstützung)
|
Das wars; beenden Sie die Kernelkonfiguration und erstellen Sie den Kernel.
Vergessen Sie nicht, das Kernelimage nach /boot zu kopieren
(vergessen Sie auch nicht, wenn benötigt, /boot vorher zu mounten)
und aktualisieren Sie die Konfiguration ihres Bootloader bevor Sie Ihr System
neu starten.
Fahren Sie nun mit CUPS installieren und konfigurieren fort.
3.
CUPS installieren und konfigurieren
Installation
Die Installation von CUPS mit Gentoo ist ein Kinderspiel. CUPS bietet ein paar
optionale Features, die Sie vielleicht interessieren könnten. Um diese zu
(de)aktivieren, verwenden Sie die passenden USE Flags.
| USE-Flag |
Auswirkung auf CUPS |
| dbus |
Fügt die Unterstützung für das dbus Nachrichtensystem hinzu. |
| jpeg |
Ermöglicht das Drucken von Bildern im JPEG-Format. |
| nls |
Aktiviert National Language Support. Mit der aktivierten nls USE Flag
können Sie hoffentlich CUPS in Ihrer Sprache verwenden.
|
| pam |
Wenn Sie eine Authentifikation mit Pluggable Authentication Modules für
Druckaufträge benötigen, wird das die Unterstützung von PAM für CUPS
aktivieren.
|
| php |
Fügt die Unterstützung für PHP-Skripte hinzu. |
| png |
Ermöglicht das Drucken von Bildern im PNG-Format. |
| ppds |
Aktiviert die Unterstützung von automtisch erstellten PPD-Dateien
(Druckertreiber). Siehe auch Installation des
geeignetsten Treibers.
|
| samba |
Wenn Sie in der Lage sein möchten, ihren lokalen Drucker mit
Windowssystemen im Netzwerk mit dem SMB-CIFS Protokoll zu teilen, oder Sie
möchten von Windowssystemen freigegebene Drucker verwenden können, dann
brauchen sie Samba Unterstützung.
|
| slp |
Ein Drucker kann in einer verwalteten Umgebung auch als Service für
andere zur Verfügung gestellt werden. Mit dem Service Location Protocol
können Sie einfach ein Service finden und ein Service auf Ihrem System
konfigurieren. Aktivieren Sie diese USE Flag, wenn Ihr Drucker als Service
zur Verfügung steht oder zur Verfügung gestellt werden soll.
|
| ssl |
Wenn Sie Möglichkeiten zur Authentifikation und/oder Verschlüsselung
benötigen, dann brauchen Sie die Unterstützung für Secure Socket Layer, was
Ihnen verschlüsselte Drucksessions erlaubt. Die Unterstützung für SSL muss
auf allen teilnehmenden Systemen in Ihrem Netzwerk verfügbar sein.
|
| tiff |
Ermöglicht das Drucken von Bildern im TIFF-Format. |
| X |
Bietet die Möglichkeit, die CUPS Konfigurations-Webseite aus dem
Desktop-Menü heraus in Ihrem bevorzugten Browser aufzurufen.
|
Überprüfen Sie die aktuellen USE Einstellungen. Wenn Sie Ihre aktuellen USE
Einstellunge ändern möchten, fügen Sie in /etc/portage/package.use
die passenden USE Flags hinzu.
Befehlsauflistung 3.1: USE flag Einstellungen für CUPS |
# emerge -pv cups
[ebuild N ] net-print/cups-1.2.6 "X dbus jpeg nls pam png ppds ssl -php -samba -slp -tiff" 0 kB
# nano /etc/portage/package.use
net-print/cups samba
|
Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, lassen Sie Portage CUPS installieren.
Befehlsauflistung 3.2: CUPS installieren |
# emerge cups
|
Wichtig:
Jegliche Benutzer, die drucken müssen, sollten zur Gruppe lp hinzugefügt
werden. Tun Sie dies, indem Sie gpasswd -a username lp (als root)
ausführen.
|
Wenn der Drucker lokal an Ihr System angeschlossen ist, müssen Sie CUPS beim
Hochfahren Ihres Systems automatisch starten lassen. Stellen Sie sicher, dass
Ihr Drucker angeschlossen und eingeschlatet ist bevor Sie CUPS starten.
Befehlsauflistung 3.3: CUPS automatisch starten lassen |
# /etc/init.d/cupsd start
# rc-update add cupsd default
|
Konfiguration
Die CUPS Server Standardkonfiguration in /etc/cups/cupsd.conf ist
für die meisten Benutzer ausreichend. Jedoch müssen einige Benutzer unter
Umständen Änderungen in der CUPS Konfiguration vornehmen.
Im nächsten Abschnitt behandeln wir ein paar Änderungen, die oft gebraucht
werden:
Zugriff auf Drucker im Netzwerk
Wenn Sie möchten, dass andere Systeme auf Ihren Drucker via IPP zugreifen
können, müssen Sie den Zugriff auf den Drucker explizit in
/etc/cups/cupsd.conf erlauben. Wenn Sie den Drucker mittels Samba
freigeben möchten, brauchen Sie dies nicht tun.
Öffnen Sie /etc/cups/cupsd.conf mit Ihrem bevorzugten Editor und
fügen Sie eine Allow Zeile für die Systeme, die auf Ihren Drucker Zugriff
erhalten sollen, hinzu. Im folgenden Beispiel erlauben wir den Zugriff auf den
Drucker von 'localhost' sowie von allen Systemen deren IP-Adresse mit
192.168.0 beginnt.
Befehlsauflistung 3.4: Zugriff aus dem Netzwerk auf den lokalen Drucker erlauben |
<Location />
Order allow,deny
Allow localhost
Allow from 192.168.0.*
</Location>
BrowseAddress 192.168.0.*:631
|
Außerdem müssen Sie noch angeben auf welchem Port CUPS lauscht, damit es
auf Druckanfragen von anderen Rechnern in Ihrem Netzwerk antworten wird.
Befehlsauflistung 3.5: Port-Konfiguration in /etc/cups/cupsd.conf |
Listen *:631
# Listen localhost:631
|
Notiz:
Falls Sie noch das mittlerweile veraltete CUPS 1.1 verwenden, dann sieht
die Syntax für das Drucken über das Netzwerk etwas anders aus:
|
Befehlsauflistung 3.6: Konfiguration für das veraltete CUPS 1.1 System |
Port 631
#Listen 127.0.0.1:631
#Listen localhost:631
|
Wartung von CUPS über das Netzwerk
Wenn Sie CUPS über das Netzwerk verwalten möchten, müssen Sie anderen Systemen
als localhost den Zugriff erlauben. Editieren Sie dazu
/etc/cups/cupsd.conf und erlauben Sie explizit den Zugriff von
anderen Systemen. Um beispielsweise dem System mit der IP Adresse 192.168.0.3
den Zugriff zu erlauben:
Befehlsauflistung 3.7: Zugriff aus dem Netzwerk in /etc/cups/cupsd.conf erlauben |
<Location /admin>
Encryption Required
Order allow,deny
Allow localhost
Allow 192.168.0.3
</Location>
|
Vergessen Sie nicht, CUPS neu zu starten /etc/init.d/cupsd restart
nachdem Sie Änderungen an /etc/cups/cupsd.conf vorgenommen haben.
Unterstützung für Windows PCL Treiber aktivieren
PCL Treiber senden unformatierte Daten zum Druckserver. Um dies auf CUPS zu
ermöglichen, müssen Sie /usr/share/cups/mime/mime.types editieren
und den Kommentar vor der Zeile application/octet-stream entfernen, wenn
diese noch nicht entkommentiert ist. Dann müssen Sie
/usr/share/cups/mime/mime.convs editieren und dasselbe tun, wenn es
nicht bereits entkommentiert ist.
Befehlsauflistung 3.8: Unterstützung für das Drucken von unformatierten Daten aktivieren |
# vim /usr/share/cups/mime/mime.types
application/octet-stream
# vim /usr/share/cups/mime/mime.convs
application/octet-stream application/vnd.cups-raw 0 -
|
Vergessen Sie nicht, CUPS neu zu starten, nachdem Sie diese Änderungen
vorgenommen haben, indem Sie /etc/init.d/cupsd restart ausführen.
Einrichten eines Druckers im Netzwerk
Wenn der Drucker an einem anderen mit CUPS ausgestatteten Server angeschlossen
ist, können Sie Ihr System einfach dafür einrichten, damit dieser Drucker
verwendet werden kann, indem Sie /etc/cups/client.conf editieren.
Angenommen dass der Drucker an das System printserver.mydomain
angeschlossen ist; öffnen Sie /etc/cups/client.conf mit Ihrem
bevorzugten Editor und setzen Sie ServerName:
Befehlsauflistung 3.9: Editieren von client.conf |
# vim /etc/cups/client.conf
ServerName printserver.mydomain
|
Das entfernte System hat einen Standarddrucker gesetzt, den Sie auch verwenden
werden. Wenn Sie den Standarddrucker ändern möchen, verwenden Sie
lpoptions:
Befehlsauflistung 3.10: Ändern des Standarddruckers |
# lpstat -a
hpljet5p accepting requests since Jan 01 00:00
hpdjet510 accepting requests since Jan 01 00:00
# lpoptions -d hpljet5p
|
4.
Drucker einrichten
Einleitung
Sollte der Drucker, den Sie einrichten möchten, an einem anderen System (mit
CUPS) im Netzwerk angeschlossen sein, brauchen Sie die folgenden Schritte nicht
durchführen. Stattdessen lesen Sie Einrichten eines
Druckers im Netzwerk.
Druckererkennung
Wenn Sie einen USB Drucker haben oder Ihr Parallelport Drucker war eingeschalten
als sie Ihr Linux System gebootet haben, könnten Sie Informationen von Ihrem
Kernel bekommen, die Ihnen mitteilen, dass Ihr Drucker erfolgreich erkannt
wurde. Das ist mehr ein Hinweis und nicht unbedingt notwendig.
Befehlsauflistung 4.1: Sammeln von Kernelinformationen |
$ dmesg | grep -i print
parport0: Printer, Hewlett-Packard HP LaserJet 2100 Series
$ lsusb
Bus 001 Device 007: ID 03f0:1004 Hewlett-Packard DeskJet 970c/970cse
|
Einrichten des Druckers
Um den Drucker auf Ihrem System einzurichten, starten Sie Ihren Browser und
wechseln Sie zu http://localhost:631.
Sie werden vom CUPS Webinterface begrüßt, von diesem aus können Sie
Verwaltungsaufgaben durchführen.
Notiz:
Wenn Sie eine HTTPS-Verbindung zu CUPS verwenden, kann die erste
Verbindung zum Interface eine sehr lange Zeit beanspruchen, bevor die Seite
erscheint. Das kommt daher, dass bei der ersten Anfrage die Erstellung des CUPS
SSL Zertifikats angestoßen wird, was eine sehr zeitaufwendige Aufgabe sein
kann.
|
Gehen Sie zu Einrichtungsaufgaben und geben Sie Ihr root Login und
Passwort ein. Dann, wenn Sie das Verwaltungsinterface erreicht haben, klicken
Sie auf Drucker hinzufügen. Sie werden von einem neuen Bildschirm
begrüßt, in dem Sie folgenden Informationen eingeben können:
-
Der Name, ein kurzer aber beschreibender Name zur
Identifikation des Druckers an Ihrem System. Dieser Name sollte keine
Leerzeichen oder andere Sonderzeichen beinhalten. Beispielsweise für den HP
LaserJet 5P können Sie hpljet5p wählen.
-
Der Standort ist der Ort, wo sich der Drucker physisch befindet (z.B.
in Ihrem Zimmer oder in der Küche neben Ihrem Geschirrspüler...). Das
erleichtert es, mehrere Drucker zu verwalten.
-
Die Beschreibung sollten Sie mit einer vollen Beschreibung des Druckers
versehen. Für gewöhnlich wird der vollständige Druckername eingeben (wie "HP
LaserJet 5P").
Der nächste Bildschirm wird Sie nach dem Gerät fragen, auf das der Drucker
horcht. Sie haben die Wahl zwischen mehreren Geräten. Die nächste Tabelle
beinhaltet ein paar mögliche Geräte, aber die Liste ist nicht vollständig.
| Gerät |
Beschreibung |
| AppSocket/HP JetDirect |
Diese spezielle Gerät erlaubt es Netzwerkdrucker über einen HP JetDirekt
Socket erreichbar zu sein. Ausgewählte Drucker unterstützen das.
|
| Internet Printing Protocol (IPP or HTTP) |
Verwenden Sie das, um Ihren Drucker im Netzwerk via IPP direkt (IPP)
oder über HTTP erreichbar zu machen.
|
| LPD/LPR Host oder Printer |
Wählen Sie das, wenn der Drucker im Netzwerk an einem LPD/LPR Server
angeschlossen ist.
|
| Parallel Port #1 |
Wählen Sie das, wenn der Drucker lokal an einem Parallelport (LPT)
angeschlossen ist. Wenn der Drucker automatisch erkannt wird, wird der Name
an das Gerät angefügt.
|
| USB Printer #1 |
Wählen Sie das, wenn der Drucker lokal an einem USB Port angeschlossen
ist. Der Druckername sollte automatisch an den Gerätenamen angefügt
werden.
|
Wenn Sie einen Drucker aus dem Netzwerk installieren, werden Sie nach der URI zu
dem Drucker gefragt:
-
Ein LPD Druckerserver benötigt lpd://hostname/queue als Syntax
-
Ein HP JetDirect Drucker benötigt socket://hostname als Syntax
-
Ein IPP Drucker benötigt entweder
ipp://hostname/printers/printername oder
http://hostname:631/printers/printername als Syntax.
Anschließend wählen Sie im folgenden Bildschirm den Druckerhersteller, das
Modell und die Nummer im darauffolgenden. Für viele Drucker werden Sie mehrere
Treiber finden. Sie können entweder einen auswählen oder nach einem guten auf
LinuxPrinting.org's
Printer List suchen. Sie können die Treiber später einfach wechseln.
Wenn der Treiber einmal ausgewähl wurde, wird CUPS Sie darüber informieren, dass
der Drucker erfolgreich eingerichtet wurde. Nun können Sie zur
Druckerverwaltungsseite gehen und Drucker konfigurieren auswählen, um die
Druckereinstellungen zu ändern (Auflösung, Format,...).
Testen und rekonfigurieren des Druckers
Um zu überprüfen ob der Drucker auch korrekt arbeitet, gehen Sie zur
Druckerverwaltungsseite, wählen Sie Ihren Drucker aus und klicken sie auf
Drucker Testseite.
Wenn der Drucker nicht richtig zu funktionieren scheint, klicken Sie auf
Drucker modifizieren, um den Drucker zu rekonfigurieren. Sie werden vom
selben Bildschirm begrüßt wie während der ersten Konfiguration, aber die
Defaulteinstellungen werden die Ihrer aktuellen Konfiguration sein.
Wenn Sie nicht erkennen können, warum Ihr Drucker nicht funktioniert, können Sie
vielleicht mehr in Erfahrung bringen, indem Sie in
/var/log/cups/error_log nachschauen. Im nächsten Beispiel finden
wir einen Fehler der Zugriffsrechte, wahrscheinlich durch falsche Allow
Einstellungen in /etc/cups/cupsd.conf.
Befehlsauflistung 4.2: Nach CUPS Fehlern suchen |
# tail /var/log/cups/error_log
E [11/Jun/2005:10:23:28 +0200] [Job 102] Unable to get printer status
(client-error-forbidden)!
|
Die geeignetsten Treiber installieren
Es gibt viele Druckertreiber; um herauszufinden welcher die besten Performanz
für Ihren Drucker liefert, besuchen Sie LinuxPrinting Printer
List. Wählen Sie Ihre Marke und Typen, um herauszufinden welcher Treiber
von der Seite empfohlen wird. Zum Beispiel für den HP LaserJetz 5P empfiehlt die
Seite den ljet4 Treiber.
Laden Sie die PPD Datei von der Seite herunter und speichern Sie sie in
/usr/share/cups/model. Führen Sie dann als root
/etc/init.d/cupsd restart aus. Damit wird der Treiber durch die
CUPS-Schnittstelle verfügbar. Rekonfigurieren Sie nun Ihren Drucker wie oben
beschrieben.
5.
Verwenden von speziellen Druckertreibern
Einleitung
Einige Drucker benötigen spezielle Treiber oder bieten zusätzliche
Funktionalität, die durch den Konfigurationsprozess wie oben beschrieben, nicht
geboten werden kann. Dieses Kapitel behandelt eine Auswahl von Druckern und wie
man sie unter Gentoo Linux zum Laufen bringt.
Die folgenden Drucker und/oder Treiber werden behandelt:
Gutenprint Treiber
Die gutenprint Treiber sind
qualitativ hochwertige Open Source Druckertreiber für verschiedene Canon, Epson,
HP, Lexmark, Sony, Olympus und PCL Drucker-Modelle mit Unterstützung für CUPS,
ghostscript, The Gimp und andere Anwendungen.
Gentoos Portage-Baum enthält ein Ebuild für die gutenprint-Treiber. Verwenden
Sie einfach emerge, um Sie zu installieren. Beachten Sie, dass das Ebuild
von ein paar USE Flags (wie cups und ppds) beeinflußt wird. Sie
müssen zumindest diese zwei USE Flags aktiviert haben!
Befehlsauflistung 5.1: gutenprint-Treiber istallieren |
# emerge gimp-print
|
Nachdem der Emerge-Vorgang beendet ist, werden die gutenprint Treiber über das
CUPS Webinterface zur Auswahl stehen.
HPLIP Treiber
Das HPLIP
Projekt verwendet den hpcups-Druckertreiber. Es beinhaltet außerdem
Scanner- und Fax-Support, sowie Service-Werkzeuge für externe Mehrzweckgeräte.
Für Druckunterstützung wird empfohlen, den neuen hpcups-Treiber zu verwenden.
Diesen können Sie durch Setzen des hpcups USE-Flags aktivieren. Der alte
hpijs-Treiber ist weiterhin vorhanden, sofern Sie net-print/hplip mit dem
hpijs USE-Flag bauen.
Die Standard-Installation aktiviert dynamisch generierte ppd-Dateien zur
Laufzeit. Es kann jedoch sein, dass einige Drucker noch statische
ppd-Dateien benötigen. Falls Sie bei der Benutzung von hp-setup in
Probleme geraten, versuchen Sie das static-ppds USE-Flag zu aktivieren
und net-print/hplip neu zu bauen.
Für USB Drucker muss net-print/cups mit dem USE-Flag usb gebaut
werden. Dadurch macht es Gebrauch des dev-libs/libusb Benutzerprogramms,
das den Kernel-USB-Drucker-Support (CONFIG_USB_PRINTER) ersetzt. Sollte dies zu
Problemen führen, deaktivieren Sie das usb USE-Flag für
net-print/cups und aktivieren Sie die Kernelfunktionalitäten wieder.
Alle Benutzer, die Gebrauch des Druckers machen möchten, müssen der Gruppe
lp angehören.
Wenn Sie einen Netzwerkdrucker installieren möchten, müssen Sie
net-print/cups mit dem USE-Flag slp bauen. Bei jüngeren Versionen
von net-print/hplip wird standardmäßig mDNS verwendet, um Netzwerkdrucker
zu finden. mDNS benötigt das USE-Flag zeroconf. (Beachte: Diese Methode
funktioniert nicht mit der kommenden net-print/cups-1.4 Serie). Um mit
einem Netzwerkdrucker drucken zu können, muss net-print/hplip mit dem
USE-Flag snmp gebaut werden.
Befehlsauflistung 5.2: hplip Treiber installieren |
# emerge -vp hplip
These are the packages that would be merged, in order:
Calculating dependencies ...done!
[ebuild N ] net-print/hplip-3.10.9 USE="X hpcups hpijs libnotify qt4 udev-acl -doc -fax -kde -minimal -parport -policykit -scanner -snmp -static-ppds" 21,307 kB
Total: 1 package (1 new), Size of downloads: 21,307 kB
# emerge hplip
# hp-setup
# /etc/init.d/cupsd restart
|
Nachdem der Emerge-Vorgang beendet ist, wird das Tool hp-setup versuchen,
die Druckertreiber für Ihren Drucker zu finden und zu installieren. Sobald dies
getan ist, wird Ihr Drucker in der CUPS-Konfiguration verfügbar sein. Wenn Sie
eine neue Version von net-print/hplip installieren, führen Sie
hp-setup -r aus, um alle Drucker zu entfernen und neu zu konfigurieren.
PNM2PPA Treiber
PPA ist eine HP Technologie, die darauf ausgerichtet ist, Low-level
Verarbeitungsinformationen anstatt dem Drucker dem System zuzusenden, was den
Drucker günstiger macht, aber auf Kosten von Ressourcen.
Wenn Sie die LinuxPrinting Seite
informiert, dass die pnm2ppa
Treiber für Sie die beste Option sind, dann müssen Sie die pnm2ppa Filter
auf Ihrem System installieren:
Befehlsauflistung 5.3: pnm2ppa Filter installieren |
# emerge pnm2ppa
|
Einmal installiert, laden Sie die PPD-Datei für Ihren Drucker von der LinuxPrinting Seite
herunter und legen sie in /usr/share/cups/model ab. Konfigurieren
Sie dann Ihren Drucker mit den oben beschriebenen Schritten.
6.
Drucken von und nach Microsoft Windows
Notiz:
Sie sollten unseren Samba/CUPS
Leitfaden für weitere Informationen, wie CUPS mit Samba aufzusetzen ist,
lesen.
|
Einen Windows Client für IPP konfigurieren
Microsoft Windows unterstützt IPP (Windows 9x und ME Benutzer müssen es separat
installieren).
Um einen Drucker, der an Ihr Linuxsystem angeschlossen ist, auf Windows
einzurichten, starten sie Drucker hinzufügen Wizard und wählen
Netzwerkdrucker. Wenn Sie nach einer URI gefragt werden, verwenden Sie
http://hostname:631/printers/queue.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Systeme Ihren Drucker erreichen können!
Einrichten eines Windows Client für einen durch Samba freigegebenen
Drucker
Um den Drucker in einem SMB-CIFS Netzwerk freizugeben, müssen sie Samba
installiert und korrekt konfiguriert haben. Wie das zu machen ist, ist nicht
Inhalt dieses Dokuments, aber wir werden uns in Kürze mit der Konfiguration von
Samba für Druckerfreigaben auseinandersetzen.
Öffnen Sie in Ihrem bevorzugten Editor /etc/samba/smb.conf und
fügen Sie einen [printers] Abschnitt hinzu:
Befehlsauflistung 6.1: Einen [printers] Abschnitt hinzufügen |
[printers]
comment = All printers
path = /var/spool/samba
browseable = no
guest ok = no
writable = no
printable = yes
public = yes
printer name = hpljet5p
|
Nun gehen Sie an den Anfang von der smb.conf Datei bis Sie im
[global] Abschnitt sind. Dann finden Sie die printcap name und
printing Einstellungen und setzen beide auf cups:
Befehlsauflistung 6.2: Ändern des [global] Abschnitts |
[global]
printcap name = cups
printing = cups
|
Stellen Sie sicher, dass Sie die Unterstützung für Windows PCL Treiber aktiviert haben. Dann starten Sie
den smb Service neu, um die Änderungen wirksam zu machen.
Einen Linux Client für einen Windows Druckserver konfigurieren
Zuerst stellen Sie sicher, dass der Drucker auf Ihrem Windowssystem freigegeben
ist.
Dann konfigurieren Sie Ihren Drucker wie oben beschrieben im CUPS Webinterface.
Sie werden bemerken, dass CUPS ein weiteres Gerät Windows Drucker via
Samba hinzugefügt hat. Wählen Sie als URI
smb://username:password@workgroup/server/printername oder
smb://server/printername.
7.
Aus Anwendungen heraus Drucken
Einleitung
Es existieren viele Tools, die Sie bei der Konfiguration eines Druckers,
Verwendung von zusätzlichen Druckfiltern, beim Hinzufügen von neuen Features zu
Ihren Druckmöglichkeiten, etc. unterstützen. Dieses Kapitel behandelt nur ein
paar wenige von diesen Tools. Diese Liste ist weder besonders umfangreich noch
wird jedes Tool im Detail behandelt.
Gtk-LP - Ein Druckerkonfigurationstool in Gtk
Mit Gtk-LP können Sie
Ihren Drucker von einer Gtk Anwendung heraus einrichten, modifizieren und
konfigurieren. Es verwendet CUPS und bietet alle Standard CUPS
Verwendungsmöglichkeiten. Es ist auf jeden Fall wert, ausprobiert zu werden,
wenn Ihnen das CUPS Webinterface nicht gefällt oder eine Anwendung für die
täglichen Druckarbeiten haben möchten.
Emerge gtklp, um es zu installieren:
Befehlsauflistung 7.1: Gtk-LP installieren |
# emerge gtklp
|
8.
Fehlerbehebung
Error: Unable to convert file 0 to printable format
Wenn Sie Druckprobleme haben und /var/log/cups/error_log
diese Meldung zeigt:
Befehlsauflistung 8.1: Fehlerprotokoll |
Unable to convert file 0 to printable format
|
Dann müssen Sie ghostscript-gpl mit dem cups USE-Flag erneut
emergen. Sie können entweder cups zu Ihren USE-Flags in
/etc/portage/make.conf hinzufügen oder es nur für
ghostscript-gpl wie folgt aktivieren:
Befehlsauflistung 8.2: cups zu ghostscript-gpl hinzufügen |
# echo "app-text/ghostscript-gpl cups" >> /etc/portage/package.use
|
Emergen Sie dann ghostscript-gpl. Stellen Sie sicher,
dass Sie nach der Installation cupsd neustarten.
Befehlsauflistung 8.3: cupsd neustarten |
# /etc/init.d/cupsd restart
|
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anders genannt, unter der Creative Commons -
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