Gentoo Samba3/CUPS Howto
1.
Einleitung zu diesem Howto
Zweck
Dieses Howto wurde geschrieben, um Ihnen dabei zu helfen, aus einem Netzwerk, in
dem viele unterschiedliche Clients viele unterschiedliche Sprachen sprechen, ein
Netzwerk zu machen, in dem alle Clients eine gemeinsame Sprache sprechen.
Oberstes Ziel ist es, unterschiedliche Architekturen und Technologien zu einer
produktiven und fröhlich zusammen arbeitenden Umgebung zu verbinden.
Das Befolgen der hier dargestellten Instruktionen sollte Sie einen großen
Schritt weiter zu einer friedlichen Koexistenz von Windows und praktisch allen
Varianten von *nix bringen.
Dieses Howto war ursprünglich nicht als Howto gedacht, sondern als FAQ. Es war
geplant, um die Funktionalität und Leistungsfähigkeit von Gentoo Linux und
Portage sowie die Flexibilität der USE-Flags zu untersuchen. Wie bei so vielen
anderen Projekten auch, wurde bald deutlich, was im Gentoo Reich noch fehlte:
es gab keine Samba Howtos, die auf Gentoo-Benutzer abzielten. Solche Benutzer
sind anspruchsvoller als die meisten; sie verlangen Performance, Flexibilität
und Anpassungsfähigkeit. Dies beinhaltet aber nicht, das dieses Howto nicht auch
für andere Distributionen gedacht ist, sondern eher, dass es für eine besonders
maßgeschneiderte Samba-Version vorgesehen ist.
In diesem Howto wird beschrieben, wie Dateien und Drucker von Windows-PCs und
*nix-PCs gemeinsam genutzt werden können. Außerdem zeigt es, wie Freigaben
gemountet und manipuliert werden.
Es werden einige Themen angesprochen, die eigentlich außerhalb des Rahmens
dieses Howtos liegen. Sobald ein solches Thema behandelt wird, weisen wir darauf
hin.
Dieses Howto basiert auf einer Redaktion und Zusammenstellung eines exzellenten
Howtos aus den Gentoo Foren von
Andreas "daff" Naftalos, sowie dem gesammelten Wissen von Joshua Preston. Hier
der Link zum entsprechenden Diskussionsfaden:
Bevor Sie dieses Howto benutzen
Es gibt eine Reihe weiterer Dokumente zur Einrichtung von CUPS und/oder Samba,
die Sie auch lesen sollten, da diese Dinge enthalten, die im vorliegenden Howto
ausgelassen wurden (absichtlich oder aus anderen Gründen). Eins diese Dokumente
ist der sehr nützliche und verständlich geschriebene Leitfaden zur Druckereinrichtung, da
Konfiguration und spezielle Druckereinrichtung im vorliegenden Dokument nicht
besprochen werden.
Kurzübersicht
Nach der Vorstellung der verschiedenen USE-Flags werden die folgenden Themen
behandelt:
- Auf dem Samba Server:
- Installation und Konfiguration von Samba
- Installation und Konfiguration von CUPS
- Drucker zu CUPS hinzufügen
- PS-Treiber für Windows-Clients hinzufügen
- Auf den Unix Clients:
- Installation und Konfiguration von CUPS
- Standarddrucker konfigurieren
- Windows- oder Samba-Freigabe mounten
- Auf den Windows-Clients:
- Drucker einrichten
- Auf Samba-Freigaben zugreifen
Anforderungen
Folgende Pakete werden benötigt:
- net-fs/samba
- net-print/cups
- net-print/foomatic
- net-print/hplip (falls Sie einen HP Drucker benutzen wollen)
- Einen beliebigen Kernel (2.6)
- Einen Drucker (PS oder non-PS)
-
Ein funktionierendes Netzwerk (home/office/etc) mit mindestens zwei
Rechnern
Das Hauptpaket, das wir hier verwenden, heißt net-fs/samba, jedoch
benötigen Sie einen Kernel mit aktivierter CIFS-Unterstützung, um eine Samba-
oder Windows-Freigabe eines anderen Computers mounten zu können. CUPS wird
ebenfalls installiert werden, falls das nicht schon geschehen ist
2.
Samba kennen lernen
Die USE-Flags
Bevor Sie Pakete emergen, schauen Sie sich die verschiedenen USE-Flags an, die
für Samba zur Verfügung stehen.
Befehlsauflistung 2.1: Samba verwendet folgende USE-Variablen: |
kerberos acl cups ldap pam readline python winbind
|
Abhängig von der Netzwerk-Struktur und den spezifischen Anforderungen des
Servers bestimmen die unten beschriebenen USE-Flags, welche Bestandteile beim
emergen von Samba eingebunden oder ausgeschlossen werden.
| USE-Flag |
Beschreibung |
| kerberos |
Bindet die Unterstützung für Kerberos ein. Der Server benötigt dies, wenn
er sich einer existierenden Domäne oder Active Directory anschließen soll.
Beachten Sie hierzu auch den Hinweis weiter unten.
|
| acl |
Aktiviert Access Control Lists. Die ACL-Unterstützung in Samba verwendet
eine gepatchtes ext2/ext3 oder SGI's XFS um korrekt zu funktionieren, da
sie detaillierteren Zugriff auf Dateien und Verzeichnisse ausdehnt;
wesentlich weitergehend, als typische *nix GID/UID Schemas.
|
| cups |
Die aktiviert Unterstützung für das Common Unix Printing System. Es stellt
ein Interface bereit, dass die Freigabe von lokalen CUPS-Druckern im
Netzwerk erlaubt.
|
| ldap |
Aktiviert das Leightweight Directory Access Protocol (LDAP). Wenn Samba
Active Directory verwenden soll, muss die Option verwendet werden. Diese
Option würde auch verwendet, wenn Samba sich an eine/n
Domäne/Active Directory Server anmelden muss, bzw. die Anmeldung daran
ermöglicht. Das kerberos USE-Flag wird benötigt, damit diese Option
funktioniert.
|
| pam |
Unterstützung für Pluggable Authentication Modules (PAM) einbinden. Dies
stellt die Möglichkeit zur Verfügung, User auf dem Samba-Server zu
authentifizieren, was erforderlich ist, wenn User sich auf Ihrem Server
anmelden müssen. Es wird empfohlen, das kerberos USE-Flag zusammen mit pam
zu verwenden.
|
| readline |
Samba gegen libreadline linken. Dies wird sehr empfohlen und sollte besser
nicht deaktiviert werden.
|
| python |
Python bindings API. Stellt eine API zur Verfügung, die es Python erlaubt
sich an Samba anzuschließen.
|
| winbind |
Winbind ermöglicht einen vereinheitlichten Logon mit einer Samba-Umgebung.
Es benutzt eine Unix-Implementierung von Windows RPC-Aufrufen, PAM und den
Name-Service-Switch (von der C-Bibliothek unterstützt), um Windows NT Domain
Benutzer erscheinen zu lassen und als Unix-Benutzer auf einem Unix-System
zu arbeiten.
|
Eine Reihe von Dingen, die über die USE-Flags und die verschiedenen
Samba-Funktionen sicherlich zu erwähnen wären, sind:
-
ACLs mit ext2/ext3 sind durch Erweiterte Attribute (EAs) implementiert. EA
und ACL Kernel-Optionen für ext2 und ext3 müssen aktiviert sein (abhängig
vom verwendeten Dateisystem - beide können aktiviert werden).
-
Obwohl Active Directory, ACLs und PDC Funktionen außerhalb des Rahmens
dieses Howtos liegen, finden Sie die folgenden Links möglicherweise
hilfreich in Ihrem speziellen Fall:
3.
Installation der Server Software
Samba installieren
Zunächst einmal: Stellen Sie sicher, dass alle Ihre Hostnamen korrekt aufgelöst
werden. Entweder läuft in Ihrem Netzwerk bereits ein funktionierendes Domain
Name System oder es existieren die geeigneten Einträge in der Datei
/etc/hosts. cupsaddsmb versagt häufig, wenn die Hostnamen
nicht auf die richtigen Rechner verweisen.
Hoffentlich können Sie bereits eine Einschätzung darüber abgeben, was Sie
tatsächlich brauchen, um Samba in Ihrer speziellen Umgebung zu verwenden. Das
Setup, dass für dieses Howto verwendet wurde, ist:
Um die Performance, die Größe und die Dauer des Builds zu verbessern, werden die
USE-Flags ausdrücklich eingebunden oder ausgeschlossen.
Befehlsauflistung 3.1: Samba-Emerge |
# echo "net-fs/samba readline cups pam" >> /etc/portage/package.use
# emerge net-fs/samba
|
Hierdurch werden Samba und CUPS (wenn noch nicht auf dem System vorhanden)
emerged.
Foomatic emergen
Befehlsauflistung 3.2: Emerge foomatic |
# emerge net-print/foomatic
|
net-print/hplip emergen
Emergen Sie dies nur, wenn Sie einen HP Drucker verwenden.
Befehlsauflistung 3.3: hplip emergen |
# emerge net-print/hplip
|
4.
Server-Konfiguration
Samba Konfigurieren
Die Haupt-Konfigurationsdatei von Samba ist die Datei
/etc/samba/smb.conf. Sie ist in Abschnitte unterteilt, was durch
[Abschnittsname] angezeigt wird.
Befehlsauflistung 4.1: Beispiel einer /etc/samba/smb.conf |
[global]
workgroup=
server string = Samba Server %v
printcap name = cups
printing = cups
load printers = yes
log file = /var/log/samba/log.%m
max log size= 50
socket options = TCP_NODELAY SO_RCVBUF=8192 SO_SNDBUF=8192
interfaces = lo eth0
bind interfaces only = yes
hosts allow = 127.0.0.1 192.168.1.0/24
hosts deny = 0.0.0.0/0
security = share
guest ok = yes
[print$]
comment = Drucker-Treiber
path = /etc/samba/printer
guest ok = yes
browseable = yes
read only = yes
write list = root
[public]
comment = Public Files
browseable = yes
public = yes
create mode = 0766
guest ok = yes
path = /home/samba/public
|
Warnung:
Wenn Sie das Samba-Gast-Konto verwenden wollen, um irgendetwas bezüglich
Drucken von Windows-Clients aus zu machen, sollte guest only = yes
im Abschnitt [global] nicht gesetzt werden. Das Gast-Konto scheint von Zeit zu
Zeit Probleme beim Starten von cupsaddsmb zu haben, wenn es versucht,
sich von einer Windows-Maschine aus zu verbinden. Lesen Sie auch weiter unten,
wenn wir uns mit cupsaddsmb und den möglichen Problemen
befassen. Verwenden Sie einen dedizierten User, wie printeruser oder
printer oder printme oder so ähnlich. Das schadet nicht und wird
Sie sicherlich vor einer Menge Problemen bewahren.
|
Legen Sie jetzt die Verzeichnisse für die Mindest-Samba-Konfiguration an, um die
installierten Drucker im Netzwerk freizugeben.
Befehlsauflistung 4.2: Verzeichnisse anlegen |
# mkdir /etc/samba/printer
# mkdir /var/spool/samba
# mkdir /home/samba/public
|
Mindestens ein Samba-User ist nötig, um die Drucker-Treiber zu installieren und
anderen Usern eine Verbindung zum Drucker zu erlauben. Die User müssen in der
Datei /etc/passwd des Systems existieren.
Befehlsauflistung 4.3: User anlegen |
# smbpasswd -a root
# smbpasswd -a Username
|
Das Samba-Passwort muss nicht identisch mit dem System-Passwort in
/etc/passwd sein.
Sie müssen ebenfalls die Datei /etc/nsswitch.conf aktualisieren, so
dass Windows-Systeme einfach per NetBIOS gefunden werden können:
Befehlsauflistung 4.4: /etc/nsswitch.conf editieren |
# nano -w /etc/nsswitch.conf
hosts: files dns wins
|
Konfiguration von CUPS
Dies ist etwas komplizierter. Die Haupt-Konfigurationsdatei ist
/etc/cups/cupsd.conf. Ihre Struktur ist der von Apaches
httpd.conf ähnlich, so dass Ihnen möglicherweise einiges bekannt
vorkommt. Im Beispiel werden nur die Abschnitte behandelt, die geändert werden
müssen.
Befehlsauflistung 4.5: /etc/cups/cupsd.conf |
ServerName PrintServer
ServerAdmin root@PrintServer
AccessLog /var/log/cups/access_log
ErrorLog /var/log/cups/error_log
LogLevel debug
MaxClients 100
BrowseAddress @IF(eth0)
<Location />
Order Deny,Allow
Deny From All
Allow From 192.168.1.*
</Location>
<Location /admin>
AuthType Basic
AuthClass System
Allow From 192.168.1.*
Order Deny,Allow
Deny From All
</Location>
|
Editieren Sie die Datei /etc/cups/mime.convs, um einige Zeilen zu
entkommentieren. Die Änderungen an mime.convs und
mime.types sind notwendig, um Microsoft Office Dokumente mit CUPS
drucken zu können.
Befehlsauflistung 4.6: /etc/cups/mime.convs |
application/octet-stream application/vnd.cups-raw 0
|
Editieren Sie /etc/cups/mime.types um ein paar Kommentarzeichen zu
entfernen
Befehlsauflistung 4.7: /etc/cups/mime.types |
application/octet-stream
|
CUPS muss beim Booten gestartet werden, weiterhin werden wir den Dienst auch
sofort manuell starten.
Befehlsauflistung 4.8: Den CUPS-Dienst dem default Runlevel hinzufügen |
# rc-update add cupsd default
# /etc/init.d/cupsd start
# /etc/init.d/cupsd restart
|
Einen Drucker für und mit CUPS installieren
Besuchen Sie zunächst LinuxPrinting.org, um die richtige
PPD-Datei für Ihren Drucker und CUPS zu finden und herunterzuladen. Klicken Sie
dazu dort auf den Link "Printer Listings" auf der linken Seite. Wählen Sie den
entsprechenden Hersteller Ihres Druckers aus dem Pull-down-Menü, zum Beispiel
HP und DeskJet 930C. Klicken Sie auf "Show". Nachdem Sie auf der folgenden
Seite die verschiedenen Anmerkungen und Informationen gelesen haben, klicken Sie
auf den Link "recommended driver".
Nun haben Sie eine PPD-Datei für Ihren Drucker, so dass dieser mit CUPS arbeiten
kann. Speichern Sie diese Datei im Verzeichnis
/usr/share/cups/model. Die PPD-Datei für den HP DeskJet 930C hieß
HP-DeskJet_930c-hpijs.ppd. Sie sollten nun den Drucker
installieren. Dies können Sie über das CUPS-Web-Interface oder über die
Kommandozeile tun. Das Web-Interface finden Sie unter
http://PrintServer:631 sobald CUPS läuft.
Befehlsauflistung 4.9: Drucker über die Kommandozeile installieren |
# lpadmin -p HPDeskJet930C -E -v usb:/dev/ultp0 -m HP-DeskJet_930C-hpijs.ppd
# /etc/init.d/cupsd restart
|
Denken Sie daran, dies an Ihre Gegebenheiten anzupassen! Stellen Sie sicher,
dass Sie den Namen (-p-Argument) richtig schreiben (das ist der Name, den
Sie bei der Samba-Konfiguration angegeben haben!) und dass Sie die richtige
Geräte-Datei angeben: usb:/dev/usb/foo, parallel:/dev/bar oder
welche auch immer Sie für Ihren Drucker verwenden.
Sie sollten nun in der Lage sein, über das Web-Interface auf den Drucker
zuzugreifen und Testseite drucken zu können.
Den Windows-Druckertreiber installieren
Jetzt, wo der Drucker eigentlich funktionieren sollte, ist es Zeit, die
Drucker-Treiber für Windows-Clients zu installieren. Diese Funktionalität wurde
mit Samba 2.2 eingeführt. Suchen Sie im Netzwerk nach dem Print-Server, klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Druckerfreigabe und wählen Sie
"connect". Dies lädt den passenden Drucker-Treiber automagisch auf den sich
verbindenden Client, wodurch Sie das Theater vermeiden, den Treiber auf dem
Client von Hand installieren zu müssen.
Es gibt hierfür zwei Drucker-Treiber. Zunächst den Adobe PS-Treiber, den Sie
von Adobe
(Postscript Drucker-Treiber) beziehen können. Als zweites gibt es die CUPS
PS-Treiber, die Sie durch Emergen von net-print/cups-windows erhalten
können. Beachten Sie, dass dieser noch als ~arch markiert ist, so dass sie ihn
zur Datei /etc/portage/package.keywords hinzufügen müssen. Es
scheint keinen Unterschied in der Funktionalität der
beiden Treiber zu geben, jedoch muss der Adobe-Treiber auf einem Windows-System
entpackt werden, da es sich um eine Windows-Binary handelt. Hinzu kommt, dass
die ganze Prozedur, den korrekten Treiber zu finden und zu kopieren etwas mehr
Theater bedeutet. Die CUPS-Treiber unterstützen ein paar Optionen, die den
Adobe-Treiber fehlen.
Dieses Howto nutzt die CUPS-Treiber für Windows. Installieren Sie sie wie folgt:
Befehlsauflistung 4.10: Installieren des Treibers |
# emerge -av cups-windows
|
Nun verwenden wir das Skript cupsaddsmb, dass von der CUPS-Distribution
bereitgestellt wird. Lesen Sie unbedingt die Man-Page (man cupsaddsmb),
da es Auskunft darüber gibt, welche Windows-Treiber Sie in das richtige
CUPS-Verzeichnis kopieren müssen. Sobald Sie die Treiber kopiert haben, starten
Sie CUPS neu, indem Sie /etc/init.d/cupsd restart ausführen. Führen Sie
als Nächstes cupsaddsmb wie folt aus:
Befehlsauflistung 4.11: cupsaddsmb ausführen |
# cupsaddsmb -H PrintServer -U root -h PrintServer -v HPDeskJet930C
# cupsaddsmb -H PrintServer -U root -h PrintServer -a
|
Warnung:
Das Ausführen dieses Befehls verursacht häufig den meisten Ärger. Lesen Sie die
Ausführungen in dieser Diskussion
um einige Tipps zur Fehlerbehandlung zu erhalten.
|
Hier einige häufige Fehler, die auftreten können:
-
Der Hostname, den Sie als Parameter für -h und -H
(PrintServer) angegeben haben wird oft nicht richtig aufgelöst und
identifiziert den PrintServer für die Zusammenarbeit CUPS/Samba nicht. Wenn
ein Fehler wie Warning: No PPD file for printer "CUPS_PRINTER_NAME" -
skipping! auftritt, sollten Sie als erstes PrintServer durch
localhost ersetzen und es erneut versuchen.
-
Der Befehl schlägt mit NT_STATUS_UNSUCCESSFUL fehl. Diese
Fehlermeldung ist ziemlich allgemein und kann durch viele Probleme
hervorgerufen werden. Unglücklicherweise ist sie nicht sehr
aufschlussreich. Eine Sache, die Sie versuchen können, ist, vorübergehend
security=user in Ihrer smb.conf zu setzen. Nachdem/Wenn
die Installation erfolgreich abgeschlossen ist, sollten Sie diese
Einstellung wieder auf "share" oder was immer es vorher war setzen.
Dies sollte die richtige Treiber-Verzeichnis-Struktur unter
/etc/samba/printer installieren. Das wäre
/etc/samba/printer/W32X86/2. Es sollten die drei Treiber-Dateien
und eine PPD-Datei, die nach IhrDruckerName.ppd (der Name, den Sie Ihrem Drucker
bei der Installation gegeben haben (siehe oben)) umbenannt wurde, enthalten
sein.
Wenn wir davon ausgehen, dass keine Fehler oder andere Komplikationen
aufgetreten sind, sind Ihre Treiber nun installiert.
Einrichtung abschließen
Richten Sie als letztes Ihre Verzeichnisse ein.
Befehlsauflistung 4.12: Letzte notwendige Änderungen |
# mkdir /home/samba
# mkdir /home/samba/public
# chmod 755 /home/samba
# chmod 755 /home/samba/public
|
Samba-Konfiguration testen
Wir möchten nun unsere Konfigurationsdatei testen, um sicherzustellen, dass
alles richtig formatiert ist und alle Optionen zumindest die richtige Syntax
verwenden. Um dies zu tun, starten wir testparm.
Befehlsauflistung 4.13: Ausführen von testparm |
# /usr/bin/testparm
Load smb config files from /etc/samba/smb.conf
Processing section "[printers]"
Global parameter guest account found in service section!
Processing section "[public]"
Global parameter guest account found in service section!
Loaded services file OK.
Server role: ROLE_STANDALONE
Press enter to see a dump of your service definitions
...
...
|
Den Samba-Dienst starten
Konfigurieren Sie nun Samba so, dass der Dienst beim Booten startet. Starten Sie
ihn anschließend.
Befehlsauflistung 4.14: Samba-Dienst einrichten |
# rc-update add samba default
# /etc/init.d/samba start
|
Die Dienste überprüfen
Es ist wahrscheinlich Weise bei dieser Gelegenheit auch die Logs zu
überprüfen. Zusätzlich möchten wir einen Blick auf unsere Samba-Freigaben mit
Hilfe von smbclient werfen.
Befehlsauflistung 4.15: Freigaben mit smbclient prüfen |
# smbclient -L localhost
Password:
|
5.
Konfiguration der Clients
Drucker-Konfiguration für *nix-basierte Clients
Trotz vieler Varianten oder Distributionen ist CUPS das einzige, was Sie
brauchen. Machen Sie das Gleiche für jeden anderen UNIX/Linux/BSD-Client.
Befehlsauflistung 5.1: Gentoo-System konfigurieren |
# emerge cups
# nano -w /etc/cups/client.conf
ServerName PrintServer
|
Das sollte es gewesen sein. Sonst ist nichts weiter nötig.
Wenn Sie lediglich einen Drucker verwenden, ist dieser auch Ihr
Standarddrucker. Wenn viele Drucker über Ihren Print-Server verwaltet werden,
muss Ihr Administrator einen Standarddrucker auf dem Print-Server
einstellen. Möchten Sie für sich selbst einen anderen Standarddrucker
einstellen, benutzen Sie den lpoptions-Befehl.
Befehlsauflistung 5.2: Standarddrucker einstellen |
# lpstat -a
HPDeskJet930C accepting requests since Jan 01 00:00
laser accepting requests since Jan 01 00:00
# lpoptions -d HPDeskJet930C
|
Befehlsauflistung 5.3: Drucken unter *nix |
# lp -d HPDeskJet930C anything.txt
# lp foobar.whatever.ps
|
Browsen Sie auf dem Client zu >http://printserver:631, wenn Sie Ihre
Drucker und deren Druckjobs über ein nettes Web-Interface verwalten
möchten. Ersetzen Sie dabei printserver mit dem Namen des Rechners, der
als Print-Server dient, aber nicht mit dem Namen, den Sie dem CUPS-Print-Server
gegeben haben, falls Sie hier unterschiedliche Namen verwendet haben.
Windows- oder Samba-Freigabe unter GNU/Linux mounten
Notiz:
Vergessen Sie nicht zuerst net-fs/mount-cifs oder net-fs/samba auf
den Clients, die auf die Freigaben zugreifen werden, auszuführen.
|
Nun ist es Zeit, Ihren Kernel so zu konfigurieren, dass er CIFS unterstützt. Da
ich annehme, dass wir alle zumindest einmal einen Kernel kompiliert haben,
müssen wir sicherstellen, dass wir die richtigen Optionen in unserem Kernel
ausgewählt haben. Der Einfachheit halber bauen wir ein Modul, weil es leichter
zu handhaben ist. Der Autor ist der Auffassung, dass Kernelmodule eine gute
Sache sind und, wann immer möglich, verwendet werden sollten.
Befehlsauflistung 5.4: Kernel-Unterstützung |
CONFIG_CIFS=m
|
Bauen Sie anschließend das Modul und installieren Sie es; fügen Sie es ein mit:
Befehlsauflistung 5.5: Kernelmodul laden |
# modprobe cifs
|
Ist das Modul einmal geladen, können Windows- oder Samba-Freigaben gemounted
werden. Verwenden Sie mount um dies zu tun, wie unten aufgeführt:
Befehlsauflistung 5.6: Windows-/Samba-Freigabe mounten |
# mount -t cifs //PrintServer/public /mnt/public
# mount -t cifs -o username=USERNAME,password=PASSWORD //PrintServer/public /mnt/public
|
Nachdem die Freigabe gemountet wurde, können Sie darauf wie auf eine lokale
Festplatte zugreifen.
Drucker-Konfiguration für Windows NT/2000/XP-Clients
Das ist nur ein bisschen Mit-der-Maus-klicken. Öffnen Sie
\\PrintServer und klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den
Druckereintrag (HPDeskJet930C) und wählen Sie "Verbinden". Dadurch wird der
Treiber auf den Windows-Client heruntergeladen, so dass nun jedes Programm (wie
Word oder Acrobat) HPDeskJet930C als verfügbaren Drucker anbietet und über ihn
drucken kann. :-)
6.
Abschließende Bemerkungen
Ein zärtliches Lebewohl
Nun gut, das sollte es gewesen sein. Sie sollten nun eine verwendbare
Druckumgebung, die sowohl zu Windows als auch zu *nix freundlich ist, als auch
eine funktionierende Freigabe haben!
7.
Links und Quellen
Links
Dies sind einige Links, die bei der Einrichtung und Konfiguration Ihrer
Installation und bei der Fehlersuche hilfreich sein können:
Troubleshooting
Lesen Sie diese
Seite von Kurt Pfeifles "Printing Support in Samba 3.0"-Anleitung. Dort
gibt es ein Menge wertvoller Tipps. Schauen Sie sich dies auf jeden Fall zuerst
an, bevor Sie Fragen und Probleme posten. Möglicherweise ist die Lösung, die Sie
brauchen, genau da.
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