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5. Benutzer/Gruppen Einschränkungen
Inhalt:
5.a. /etc/security/limits.conf
Die Kontrolle von Ressourcenbegrenzungen kann sehr effektiv sein, wenn es darum
geht eine lokale Denial of Service Attacke zu verhindern oder die maximal
erlaubten Logins für eine Gruppe oder einen Benutzer zu handhaben. Jedoch
werden zu strikte Einstellung das Systemverhalten behindern und werden in
Programmfehlern resultieren. Stellen Sie daher sich, dass Sie die einzelnen
Einstellungen vorher kontrollieren.
Befehlsauflistung 1.1: /etc/security/limits.conf |
* soft core 0
* hard core 0
* hard nproc 15
* hard rss 10000
* - maxlogins 2
@dev hard core 100000
@dev soft nproc 20
@dev hard nproc 35
@dev - maxlogins 10
|
Wenn Sie dabei sind den Wert von nproc oder maxlogins gleich 0 zu
setzen, sollten Sie diesen Benutzer vielleicht lieber löschen. Das Beispiel
oben setzt die Einstellungen für die Gruppe dev für Prozesse,
Kerndateien und maxlogins. Der Rest erhält einen Standardwert.
Notiz:
/etc/security/limits.conf ist Teil des PAM Paketes und wird nur
auf Pakete angewendet, die PAM benutzen.
|
5.b. /etc/limits
/etc/limits ist recht ähnlich zur Limit-Datei
/etc/security/limits.conf. Der einzige Unterschied ist das Format
und dass diese nur auf Benutzern oder Wild-Cards (aber keinen Gruppen) beruht.
Werfen wir einen Blick auf die Konfiguration:
Befehlsauflistung 2.1: /etc/limits |
* L2 C0 U15 R10000
kn L10 C100000 U35
|
Hier setzen wir die Standardeinstellungen und eine spezielle Einstellung für
den Anwender kn. Limits sind ein Teil des sys-apps/shadow Paketes. Es ist nicht
notwendig irgendwelche Beschränkungen in dieser Datei zu setzen, wenn Sie
pam in /etc/make.conf aktiviert haben.
5.c. Quotas
Wichtig:
Stellen Sie sicher, dass ihr Dateisystem Quotas unterstützt. Benutzerprogramme
sind beim Linux DiskQuota
Projekt zu finden.
|
Die Anwendung von Quotas auf einem Dateisystem beschränkt die
Datenträgerverwendung je nach Gruppe oder Benutzer. Quotas werden im Kernel
aktiviert und zu einem Mount Point in /etc/fstab hinzugefügt. Die
Kernel-Option wird bei der Kernelkonfiguration unter File systems->Quota
support aktiviert. Nehmen Sie die Einstellung vor, kompilieren Sie den
Kernel neu und starten Sie mit diesem Ihren Computer neu.
Beginnen Sie mit der Installation von Quotas mit emerge quota. Passen Sie
Ihre /etc/fstab an und fügen Sie usrquota und
grpquota zu den Partition, bei denen Sie die Festplattennutzung
begrenzen wollen, wie im Beispiel unten, hinzu.
Befehlsauflistung 3.1: /etc/fstab |
/dev/sda1 /boot ext2 noauto,noatime 1 1
/dev/sda2 none swap sw 0 0
/dev/sda3 / reiserfs notail,noatime 0 0
/dev/sda5 /var ext3 noatime,nodev,usrjquota=aquota.user,grpjquota=aquota.group,jqfmt=vfsv1 0 0
/dev/sda5 /var ext3 noatime,nodev,usrjquota=aquota.user,grpjquota=aquota.group,jqfmt=vfsv1 0 0
/dev/sda6 /home ext3 noatime,nodev,nosuid,usrjquota=aquota.user,grpjquota=aquota.group,jqfmt=vfsv1 0 0
/dev/sda7 /usr reiserfs notail,noatime,nodev,ro 0 0
/dev/cdroms/cdrom0 /mnt/cdrom iso9660 noauto,ro 0 0
proc /proc proc defaults 0 0
|
Auf jeder Partition auf der Sie Quotas aktiviert haben, erstellen Sie nun die
Quota-Dateien (aquota.user und aquota.group) und
setzen diese ins Root der Partition.
Befehlsauflistung 3.2: Erstellen der Quota-Dateien |
# touch /tmp/aquota.user
# touch /tmp/aquota.group
# chmod 600 /tmp/aquota.user
# chmod 600 /tmp/aquota.group
|
Dieser Schritt muss auf jeder Partition durchgeführt werden, auf der Quotas
aktiviert wurden. Nachdem Sie die Quota-Dateien erstellt und konfiguriert
haben, müssen Sie das quota Initskript dem boot Runlevel hinzufügen.
Wichtig:
XFS führt alle Quotenüberprüfungen intern durch und benötigt nicht,
dass das quota Skript zum boot Runlevel hinzugefügt wird. Es kann noch
andere Dateisysteme geben, die nicht in diesem Dokument aufgeführt sind, die
sich ähnlich verhalten. Lesen Sie daher bitte die man-Seiten Ihres Dateisystems
und erfahren Sie mehr darüber wie Quotenüberprüfungen gehandhabt werden.
|
Befehlsauflistung 3.3: Quota zum boot Runlevel hinzufügen |
# rc-update add quota boot
|
Der Linux-Kernel überwacht die Quotanutzung des Systems. Wenn aus irgendeinem
Grund die Quotadaten beschädigt werden oder Sie das Gefühl haben, dass die Daten
nicht korrekt sind, müssen Sie das System im Single-User-Modus starten (oder
zumindest sicherstellen, dass aktuell keine Daten auf das Dateisystem
geschrieben werden) und quotacheck -avugm ausführen.
Nachdem Sie den Rechner neu gestartet haben, ist es an der Zeit, die Quotas für
die Benutzer und Gruppen festzulegen. edquota -u kn wird den in $EDITOR
festgelegten Editor starten (Standard ist nano), damit Sie die Quotas des
Benutzers kn bearbeiten können. edquota -g wird genau dasselbe,
allerdings für Gruppen machen.
Befehlsauflistung 3.4: Bearbeiten der Quotas für den Benutzer kn |
Quotas for user kn:
/dev/sda4: blocks in use: 2594, limits (soft = 5000, hard = 6500)
inodes in use: 356, limits (soft = 1000, hard = 1500)
|
Für weitere Informationen lesen Sie bitte man edquota oder das Quota Mini-Howto
5.d. /etc/login.defs
Wenn Ihre Sicherheitsrichtlinie besagt, dass die Anwender jede Woche ihr
Passwort ändern sollen, dann setzen Sie die Variable PASS_MAX_DAYS auf
14 und PASS_WARN_AGE auf 7. Es wird außerdem empfohlen, dass Sie
alternde Passwörter benutzen, da Brute-Force Angriffe jedes Passwort finden
können, solange ihnen genügend Zeit zur Verfügung steht. Wir empfehlen
außerdem, dass Sie LOG_OK_LOGINS auf yes setzen.
5.e. /etc/security/access.conf
Die access.conf Datei ist auch ein Teil des sys-libs/pam
Paketes, welche eine Tabelle zur Login Zugangskontrolle anbietet. Die Tabelle
wird benutzt, um zu kontrollieren, wer sich und wer sich nicht einloggen darf,
basierend auf dem Benutzernamen, dem Gruppennamen oder dem Hostnamen von dem
der Versuch gestartet wird. Normalerweise sind alle Anwender des Systems
berechtigt sich anzumelden; aus diesem Grunde ist die Datei nur mit
Kommentaren und Beispielen gefüllt. Je nachdem wie Sie Ihren Server oder Ihren
Arbeitsplatzrechner schützen empfehlen wir die Datei so anzupassen, das
niemand anderes als Sie selbst (also der Administrator) Zugang zur Konsole
bekommt.
Notiz:
Diese Einstellungen gelten auch für root.
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Befehlsauflistung 5.1: /etc/security/access.conf |
-:ALL EXCEPT wheel sync:console
-:wheel:ALL EXCEPT LOCAL .gentoo.org
|
Wichtig:
Seien Sie vorsichtig bei der Bearbeitung der Datei. Bei Fehlern könnten Sie sich
aussperren, falls Sie nicht über root-Rechte verfügen.
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Notiz:
Diese Einstellungen wirken sich nicht auf SSH aus, da SSH
/bin/login normalerweise nicht ausführt. Dies kann durch die
Benutzung von "UseLogin yes" in /etc/ssh/sshd_config ermöglicht
werden.
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Dies erstellt Loginzugriff, so dass Mitglieder von wheel sich lokal oder von
der gentoo.org Domain aus einloggen können. Vielleicht ist es ein wenig zu
paranoid, aber sicher ist sicher.
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