Gentoo Monthly Newsletter: 24. April 2008
1.
Einleitung
Diesen Monat im GMN
Willkommen zur April-Ausgabe des monatlichen Newsletters von Gentoo! Diesen
Monat haben wir keine erwähnenswerten Änderungen gegenüber der letztmonatigen
Ausgabe. Wie dem auch sei, gibt es diesesmal ein Interview und wie hoffen,
in den kommenden Ausgaben weitere Interviews einbeziehen zu können. Sie werden
bemerken, dass wir nicht nur Entwickler von Gentoo befragen werden, sondern
auch Leute, die sich in die Community mit einbringen.
Wir mussten auch die Veröffentlichung dieses Newsletters ein wenig herauszögern,
da wir auf die Bekanntmachung der diesjährigen Projekte für den "Summer of Code"
warteten.
Wie üblich können Sie jeden Aspekt der aktuellen Ausgabe des GMN auch in dem
dazugehörigen
Foren-Thread diskutieren. Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören!
2.
Gentoo News
baselayout-2 und OpenRC bald im Portage-Baum
Nach langer Wartezeit befinden sich baselayout-2 und OpenRC nun im
instabilen ('unstable') Portage-Baum. Für diejenigen die jetzt schon
upgraden und testen möchten, wurde eine Anleitung
verfasst. Beide Pakete befinden sich aber aus gutem Grund in '~arch'.
Auf Maschinen, für die die Stabilität an erster Stelle steht, empfehlen
wir noch mit dem Upgrade zu warten.
Summer of Code 2008
Heute wurde die Liste der Studenten für den 'Google Summer of Code 2008'
veröffentlicht. Gentoo freut sich, 6 Studenten betreuen zu können. Folgende
Projekte wurde dazu ausgesucht:
Es wird in den nächsten Monaten einige Interviews mit all unseren Studenten geben.
Viel Glück für alle!
Gentoo ist immer auf der Suche nach Leuten, die ihren Beitrag leisten möchten. Es
gibt diverse Möglichkeiten sich einzubringen und nicht alle verlangen tiefgreifendes
technisches Verständnis. Sehen Sie sich einmal unser Handbuch
an. Dort stehen Informationen dazu, wie man ein Entwickler werden kann.
Zusammenfassung der Ratsversammlung
Der Gentoo Rat hat
seine monatliche Versammlung am 10. April 2008 abgehalten. Diskussionspunkte waren:
-
Minimale Aktivität für Ebuild-Entwickler: Zur Zeit muss ein aktiver Entwickler
einmal innerhalb einem Zeitraum von 60 Tagen etwas 'commiten'. Sollte es mehr sein?
Eine Leute denken, der Zeitraum sollte auf ein 'Commit' pro Woche verkürzt werden,
Andere sagen, man sollte der Beurteilung des Undertaker-Projektes
vertrauen und das die Anzahl der 'Commits' alleine nicht ausreichend zur Beurteilung
der Aktivität eines Entwicklers ist.
-
Erste Kommentare zu PMS:
Sind größere Änderungen von Nöten oder geht es nur um das Feintuning? Der Rat votierte,
das kdebuild-1 und andere nicht genehmigte EAPIs kein genehmigtes PMS-Dokument sein
können. Das 'spec' ist nicht der Ort für Vorschläge oder für Dinge die niemals zur
Genehmigung beim Rat eingereicht werden. Es ist eine Spezifikation, eine Referenz
darüber, was im Haupt-Portagebaum erlaubt ist.
Einige Tagesordnungspunkte kamen noch vom vorherigen Treffen:
-
GLEP 46 (Upstream Tags in metadata.xml erlauben): Genehmigt.
-
Dokument darüber, was es heißt ein aktiver Entwickler zu sein: Keine Updates.
Coming Up
-
Bugday:
Suchen Sie nach einem Weg, Ihren Beitrag für Gentoo zu leisten ohne viel
Zeit dazu zu investieren? Treffen Sie uns am 3. Mai auf unserem
monatlichen 'Bugday' und helfen Sie uns ein paar Käfer zu zerquetschen.
-
Treffen der Gentoo Treuhänder: Es wird am 4. Mai -
#gentoo-trustees auf irc.freenode.net um 1900 UTC ein Treffen
der Gentoo Treuhänder geben, auf dem einzig und allein darum gehen
wird das Statut anzunehmen. Alles sind dazu herzlich eingeladen.
-
Ratsversammlung:
Der Gentoo Rat trifft sich jeden Monat und diskutiert wichtige technische
Fragen, die Gentoo als Ganzes betreffen. Das aktuelle Treffen soll am
8. Mai stattfinden und jeder ist eingeladen, sich zu beteiligen
- #gentoo-council auf irc.freenode.net um 20:00 Uhr UTC
-
LinuxTag Berlin: Der
größte europäische Linux-Event. Auf der Berliner Messe wird es wieder einen
Gentoo-Stand geben. Treffen Sie Entwickler wie User auf unserem Stand
zwischen dem 28. und 31. Mai. Wir hoffen es wird genauso viel Spaß
machen wie in Chemnitz.
3.
Gehört in der Community
Interview: Gentoo in a production environment
In diesem Monat hatten wir die Möglichkeit, uns mit Ramon van Alteren zu treffen, dem Leiter
der Abteilung Systementwicklung bei Hyves. Hyves ist eine europäische
Social-Network-Seite vergleichbar mit MySpace, FaceBook oder Orkut.
GMN: Bitte erzähle uns kurz etwas über dich und deine Aufgabe bei
Hyves.
Ramon: Ich bin sowohl persönlich als auch professionell ein
langjähriger Gentoo-User und kam irgendwann 2002 von Mandrake zu Gentoo. Davor
hatte ich Linux bereits seit etwa 5 Jahren verwendet.
Hyves ist eine europäische Social-Network-Seite vergleichbar mit MySpace,
FaceBook oder Orkut usw. Die Webseite wurde ursprünglich von Koen, Floris und
Raymond geschaffen, ich kam im November 2005 als erster festangestellter
Sysadmin hinzu, um sie bei der Verwaltung der mehr als 40 Server mit Gentoo
Linux zu unterstützen.
Die Ableitung Systementwicklung ist zur Zeit ein Team von 9 Leuten, die alle
Server verwalten, von der Beschaffung der Hardware bis zur Anwendungssoftware
inklusive der Netzwerkinfrastruktur. Die Webseite selbst wird von den
Entwicklern gestaltet (einem Team von 14 Leuten).
GMN: Was ist der Umfang eurer Seite?
Ramon: Wir haben momentan mehr als 6 Millionen registrierte Nutzer, und
deren Zahl nimmt weiter zu, die Spitzenleistung liegt bei mehr als 150
Millionen Seitenabrufen pro Tag (13 Millionen pro Stunde). Das sind gefilterte
Seitenzugriffe, die Rate der HTTP-Requests an unsere Webfarm beträgt mehr als
20000 pro Sekunde.
Auf unserem MySQL-Datenbank-Backend bearbeiten wir zu Spitzenzeiten etwa
100000 Aktion pro Sekunde. Neben dem Web-Frontend und dem Datenbank-Backend
haben wir einen sehr großen Datenspeicher für Mediadateien, die unsere Nutzer
hochladen. Der gesamte verwendete Speicher beträgt etwa 280 Terabyte.
Insgesamt inklusive aller Host haben wir etwa 1800 Server, die meisten mit je
2 oder 4 Prozessorkernen. Auf allen läuft Gentoo Linux. :-)
GMN: Warum fiel eure Wahl zum Betrieb der Infrastruktur auf Gentoo
Linux? Welche besonderen Features waren ausschlaggebend dafür, dass Gentoo
anderen Distributionen vorgezogen wurde?
Ramon: Wir haben Gentoo Linux seit der Schaffung der Webseite laufen.
Es gab einen sehr kurzen Zeitabschnitt zu Beginn, als das Unternehmen zwei am
gleichen Ort aufgestellte Server mit Fedora besaß, aber das ist lange her.
Unsere Hauptgründe für die Wahl von Gentoo waren:
-
USE-Flags (die Möglichkeit, sehr einfach zusätzliche Funktionen zu
aktivieren oder deaktivieren)
-
außerordentliche Anpassungsmöglichkeiten (spezielle Ebuilds,
Installationsorte usw.)
- kurzer zeitlicher Abstand zu Upstream (Schnelligkeit von Updates)
- guter Support durch die Community
- ausgezeichnete Dokumentation
Wir verwenden in einigen Fällen ziemlich aktuelle Software zusammen mit im
Allgemeinen umfangreichen Anpassungen, um sie für unsere Bedürfnisse bzgl.
Umfang und Leistung auszurichten. Portage, Overlays und das Ebuild-System im
Ganzen tragen sehr stark dazu bei, dies zu erreichen, und gleichzeitig bei dem
anderen Zeug im Rahmen von Gentoo zu bleiben.
Die Tatsache, dass eine grundlegende Gentooinstallation ohne viele
zusätzliche Programme und distributionsspezifische Anpassungen auskommt,
hilft uns, die Systeme schmal und schlank zu halten.
Während des Upgrades von php-4 zu php-5 war das Slotting ein unschätzbares
Feature, das den Wechsel wesentlich vereinfachte. Außerdem mussten wir noch
einige Zeit, nachdem Gentoo dessen Unterstützung eingstellt hatte, php-4
verwenden; Sicherheitspatches ließen sich mit einem Ebuild relativ einfach
einbauen, was es uns ermöglichte, die Migration in unserem eigenen Tempo
durchzuführen.
GMN: Bitte schildere uns, wie ihr die Werkzeuge von Gentoo benutzt, um
einen so großen Pool von Servern einfach zu verwalten.
Ramon: Der Großteil der Systemadministration wird nicht mit den
Werkzeugen von Gentoo erledigt, sondern durch Verwendung eines automatisierten
Konfigurations- und Verwaltungssystems für Unix-Hosts, das puppet heißt. Es verwendet eix, um eine Paketdatenbank anzulegen.
Diese Tools von Gentoo verwenden wir:
-
Wir verwenden catalyst, um
unsere Tarballs für eigene Stage3 und Stage4 zu erstellen.
-
Wir verwenden quickinstall von Andrew Gaffney als Teil unseres
Beschaffungssystems.
-
Catalyst verwendet genkernel zum Bauen
unserer Kernel.
-
Wir verwenden die Unterstützung von Binärpaketen von Portage für
kritische Fixes.
GMN: Gab es einige schwere Stolpersteine, auf die ihr beim Aufbau eurer
Infrastruktur stießt? Wenn ja, wie habt ihr sie beseitigt? Waren die
verschiedenen Supportwege, die Gentoo bietet, dafür hilfreich?
Ramon: Da gab es natürlich einige! Die meisten hatte nichts mit Gentoo
zu tun, sondern waren Bugs oder Leistungsprobleme mit diversen Softwarepaketen.
Im Bezug auf Unterstützung durch die Community suchen wir bzw. stellen
Anfragen im IRC, in Bugzilla und manchmal auch in den Foren. Außerdem
beobachten wir die gentoo-dev-Liste. Die Foren sind eine wichtige Quelle von
Informationen für Probleme mit dem Desktop, die wir hatten (die meisten im
Systementwicklungsteam haben Gentoo auf ihrem Rechner laufen). Für größere
Schwierigkeiten mit Servern haben sie jedoch einen zu geringen Anteil
nützlicher Einträge, was an ihrer Desktoporientierung liegt.
Wir versuchen, von dem was wir von der Community lernen, etwas zurück zu
geben, indem wir Bugs melden, wenn möglich mit Patches. Allerdings stellen wir
fest, dass die meisten unserer angepassten Pakete aufgrund ihrer Ausrichtung
an unseren Bedürfnissen für den Großteil der Community von geringem Interesse
sind.
Einen so großen Serverpool zu warten verbraucht meist den größten Teil der zur
Verfügung stehenden Zeit, sodass wenig übrig bleibt, um Patches und/oder
Ebuilds zu überarbeiten, um sie allgemein verwendbar zu machen. Wir versuchen,
für amd64 für Sachen, die auf unseren Servern laufen und (noch) nicht als
stabil markiert wurden, Stabilisierungsreporte einzureichen.
GMN: Gibt es ein Feature, dass Gentoo deiner Meinung nach gebrauchen
kann?
Ramon: Lass mal sehen [kramt eine Weile auf seinem Schreibtisch nach
einer langen Wunschliste für Gentoo]. Im Ernst, die Liste ist überraschend
kurz:
-
Ich arbeite gerade daran, stackloses Python in annehmbarer
Weise mit dem Rest des Python-Frameworks von Gentoo zum Laufen zu bringen.
Wir haben ein vorläufiges stackloses Ebuild geschrieben, was es einfach
Seite an Seite mit einer normalen Pythoninstallation in /opt
installiert, aber ich halte das nicht für optimal. Wir sind noch nicht
fertig, aber ich denke, dass es machbar ist.
-
Ich würde wirklich sehr gerne einen an ein Release angepassten und mit
diesem veröffentlichten Portage-Snapshot sehen. Dieser ist jedoch ohne
einen gleichzeitigen Snapshot eines Distfiles-Mirrors kaum brauchbar. Das
würde Gentoo weniger zum sich ständig wandelnden Ziel und zu einer
zuverlässigeren Basis für das Einrichten eines Servers machen. Es gab
bereits auf einigen Listen Gespräche darüber, die Leute wandten jedoch
unentwegt ein, dass so etwas den trügerischen Anschein von Stabilität
erwecken würde, da niemand Sicherheitspatches portieren würde, aber soweit
es uns betrifft wäre das nicht nötig. Ich sehe die Einschränkungen, die dem
Mirrorsystem durch so eine Einrichtung auferlegt würden. Wir haben es intern
so eingerichtet für unsere Stage4-Datei, und es ist gut machbar,
andererseits spiegeln wir aber nur den Teil der Distfiles (den wir auch für
das Erstellen unserer Stage4 verwenden) und nicht alle Veröffentlichungen
von Gentoo mit der desktoporientierten Software.
-
Wir gebrauchen die Unterstützung für Binärpaket in Gentoo ziemlich
ausgiebig, und wir müssen Pakete auf mehrere ServerOS-Images (Stage4)
verteilen, wenn wir verschiedene USE-Flags benötigen. Ich hätte gerne eine
ordentliche Unterstützung von USE-Flags für Binärpakete.
-
Ein weniger aggressives Entfernen von Ebuilds aus dem Portagebaum würde uns
helfen. Viele Leute verwenden wahrscheinlich immer noch Apache-Versionen
2.0.x, so wie wir auch. Sie sind aus dem Portagebaum verschwunden, was
irgendwie traurig ist, ich vermisse sie!
GMN: Möchtest du abschließend noch etwas loswerden?
Ramon: Die Schönheit von Gentoo ist, dass es ein flexibles Grundgerüst
bietet, um eine hochgradig anpassbare Linuxbasis für die eigenen Anwendungen
einzurichten, ohne unhandlich zu werden. Diese Flexibilität und Anpassbarkeit
bringen natürlich auch eine gewisse Komplexität mit sich, aber ich finde, dass
es die Anstrengungen wert ist.
Unsere Infrastruktur mit 9 Leute zu betreiben ist eine Form organisierten
Wahnsinns! Wenn es Entwickler oder Systemadministratoren mit Interesse an
umfangreichen Hochleistunginfrastrukturen und Amsterdam gibt, dann würde ich
gerne mit ihnen sprechen. Wir haben offene Stellen in der Web- wie der
Systementwicklung und würden es vorziehen, Leute aus der Gentoo-Community
einzustellen.
Wir hören gern Feedback aus der Community, ich bin über E-Mail oder IRC erreichbar (mein Nick ist
Innocenti auf Freenode). Wenn Sie gerne bei uns arbeiten würden, schreiben Sie
mir nicht direkt, sondern schicken Sie eine E-Mail an: jobs.sysadmin@hyves.nl.
Und zu guter Letzt freue ich mich, die folgende Ankündigung zu machen:
Im Anschluss an kürzliche Rücksprachen mit Robin H. Johnson und
Alex Howells von gentoo-infra, wird Hyves der Gentoo-Community mit
neuen Servern für Bugzilla aushelfen. Wir richten zwei große AMD64-Server mit
16GB Ram und schnellen SCSI-Festplatten für die Datenbank ein und zwei
muskulöse Webserver, um die Situation bei Bugzilla zu verbessern. Wir arbeiten
gerade zusammen mit Infra daran, sie aufzustellen und hoffen, dass die Server
bald einsatzbereit sein werden.
GMN: Vielen Dank Ramon für deine Zeit und für dieses Interview!
Abbildung 3.1: Das Team von Hyves (L-R): Jeffrey Lensen, Marlon de Boer, Eugene Molenaar, Ramon van Alteren, Gerwin Scheeve, Maarten van der Bogaard, Stefan van der Wiele und Frank Zwart |
 |
Planet Gentoo
Ein guter Benutzer: Ben de Groot informiert uns in einer Serie von Beiträgen,
wie man ein
erfolgreicher
Gentoo Benutzer werden kann und auch einer bleibt.
Baselayout Status: Doug Goldsteininformiert Sie über den Status
des neuen Baselayouts.
Übersetzungen: Übersetzungen sind eine wichtige Sache
und Freie Software konnte nur deshalb in einige Märkte eindringen,
weil Software in einige ungewöhnliche Sprachen übersetzt wurde.
Diego Elio Pettenò teilt Ihnen seine Gedanken
über die Internationalisierung von Ebuilds mit.
Alternative Paket Suchmaschine: Steve Dibb implementierte
das alte Design von packages.gentoo.org
mit neuem Code.
Arbeitsplätze: Wollten Sie schon immer wissen, wo Gentoo mit viel Liebe
hergestellt wird? Einige Entwickler
haben Ihre Setups in ein paar Blog Posts vorgestellt.
Man Pages mit Vim: Ali Polatel erklärt Ihnen, wie sie sich Man Pages mit einem auf Vi basierenden Editor
ansehen können.
Playstation und Gentoo: Auch wenn ältere Playstations MIPS basiert sind,
erklärt uns
Stuart Longland warum sie nicht Supported werden.
Bücher Review: Für unsere Deutschen Leser, schrieb Christian Faulhammer ein kleines
Review
von dem zweiten deutschen Gentoo Buch von Gunnar Wrobel.
Go for Gold: Vielleicht haben Sie schon von dem neuen Linker in den
binutils gehört. Bernard Cafarelli erzählt uns wie
man den neuen Linker neben der stabilen Version für sein eigenes Projekt benutzen kann.
Gentoo in den News
PC Magazine: Ein Artikel über den Zonbu PC erwähnt, dass auf ihm
Gentoo Linux läuft. "Obwohl er ungewöhnlich ist, da der Zonbu PC keine
Festplatte besitzt und man so monatlich für Online Speicherplatz
bezahlen muss, ist er eine gute Alternative gegenüber dem
traditionellen Desktop PC. Auf ihm läuft Gentoo Linux, welches viel
besser zu bedienen ist, als das gOS Linux des gPCs. Dieser mit dem EPEAT
Gold und Energy Star 4.0 ausgezeichneten PC ist eine gute Wahl, wenn
Sie hauptsächlich im Netz arbeiten. Es ist das erste Produkt, den das
PC Magazine als Grün bezeichnet". Für mehr Informationen, können Sie
den
kompletten Artikel
lesen.
Linux Devices: PC-Doctor eine sehr bekannte Softwarefirma hat
ein neues Netzwerkgerät entwickelt, welches sich im Moment noch
in der Prototyp-Phase befindet. Das Gerät hat eine bisher unbekannte
Hardwarebasis, aber es ist bereits bekannt, dass Gentoo als OS verwendet
wird. Die Firma hat die Distribution ausgewählt, weil sie "Gentoo kennen",
sagt van Aman. "Wir haben uns für eine Quellcode-basierende
Distribution entschieden, da wir nur Support für ein paar Hardware
Konfigurationen brauchen und wir die maximale Performance mit
der Hardware die wir haben bekommen möchten".
Für mehr Informationen, lesen Sie den kompletten Artikel
ITWire:Ein Artikel auf der Webseite beschreibt wie ein Nutzer mit
Gentoo seine eigene Distributon erschuf - Kororaa.
Im Artikel
stehen die kompletten Informationen.
4.
Tipps und Tricks
Verkürzter Bootvorgang
Warten Sie ungeduldig darauf, dass Ihr Computer hochfährt? Falls ja, probieren
Sie folgendes:
Befehlsauflistung 4.1: Gleichzeitiges Starten von Servicekomponenten beim Hochfahren von Gentoo |
$ $EDITOR /etc/conf.d/rc
RC_PARALLEL_STARTUP="no"
RC_PARALLEL_STARTUP="yes"
|
Befehlsauflistung 4.2: Statusmeldungen des Kernels deaktivieren |
$ $EDITOR /boot/grub/grub.conf
kernel /boot/vmlinuz-2.6.23.9 root=/dev/hda2 quiet
|
Befehlsauflistung 4.3: Entfernen Sie Servicekomponenten, die Sie nicht benutzen |
$ rc-status boot
$ rc-status default
$ rc-update del keymap
|
Wenn Sie Ihren Kernel ohne Module bauen, können Sie modules aus dem boot
Runlevel entfernen.
Notiz:
Wenn Sie nicht sicher sind, wofür eine bestimmte Servicekomponente oder ein
Modul zuständig ist, entfernen Sie es nicht!
|
Eventuell hilft Ihnen auch BootChart, ein Werkzeug zur
Leistungsanalyse und der graphischen Darstellung des Linux Bootvorgangs.
IRSSI und BitlBee
Irssi und BitlBee sind beides hervorragende, einfache Chatprogramme. Wenn Sie
auf die Shell eines Servers Zugriff haben, können Sie sie am besten direkt dort
starten, da Sie sich dann nicht ausloggen müssen.
Befehlsauflistung 4.4: Installation |
# emerge irssi bitlbee screenie
|
In einer früheren Ausgabe des GMNs wurde
screenie vorgestellt. Passen Sie jetzt bitlbee an Ihre Bedürfnisse an und
starten es:
Befehlsauflistung 4.5: Start von bitlbee |
$ /etc/init.d/bitlbeed start
|
Starten Sie jetzt screenie und eine irssi Sitzung:
Befehlsauflistung 4.6: Eine IRSSI Sitzung starten |
$ /connect 127.0.0.1
|
Folgen Sie nun den Anweisungen und verbinden Sie sich zu Ihren IM Zugängen
und zum IRC, ohne sich um das Ausloggen kümmern zu müssen.
5.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Zusammenfassung
Gentoo hat 259 aktive Entwickler, darunter 44, die gerade
'abwesend' sind. Gentoo hat seit der Gründung 637 Entwickler rekrutiert.
Abgänge
Die folgenden Entwickler verließen vor kurzem das Gentoo Projekt.
- Niemand in diesem Zeitraum.
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
- Ahmed Ammar (b33fc0d3) - amd64
- Josh Glover (jmglov) - CJK
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert/ neue Aufgaben bekommen:
- Alfredo Tupone (tupone) trat der net-zope Gruppe bei
- Ben de Groot (yngwin) trat der desktop-misc Gruppe bei
6.
Portage
Zusammenfassung
Dieser Abschnitt fasst den aktuellen Stand des Portage-Baumes zusammen.
| Generelle Statistiken |
| Architekturen |
15 |
| Kategorien |
151 |
| Packete |
12565 |
| Ebuilds |
24548 |
| 'Keyword' Verteilung |
| Architektur |
Stabil |
Erprobung |
Total |
% Packete |
| alpha |
3629 |
435 |
4064 |
32.34% |
| amd64 |
6969 |
3867 |
10836 |
86.24% |
| arm |
1595 |
72 |
1667 |
13.27% |
| hppa |
2660 |
488 |
3148 |
25.05% |
| ia64 |
3223 |
552 |
3775 |
30.04% |
| m68k |
493 |
16 |
509 |
4.05% |
| mips |
1104 |
671 |
1775 |
14.13% |
| ppc |
6239 |
2858 |
9097 |
72.40% |
| ppc64 |
3431 |
621 |
4052 |
32.25% |
| s390 |
1201 |
47 |
1248 |
9.93% |
| sh |
1415 |
45 |
1460 |
11.62% |
| sparc |
4805 |
1275 |
6080 |
48.39% |
| sparc-fbsd |
0 |
316 |
316 |
2.51% |
| x86 |
9327 |
3054 |
12381 |
98.54% |
| x86-fbsd |
0 |
2493 |
2493 |
19.84% |
Abbildung 6.1: Packetverteilung per 'Keyword' |
 |
Dies ist eine Liste derjenigen Pakete, die verschoben oder zum Portage-Baum
hinzugefügt wurden. Die Informationen darüber, welche Pakete genau entfernt
werden sollen, stammen aus vielen Quellen, darunter das Treecleaners Projekt und auch viele
Entwickler.
Entfernungen:
Hinzufügungen:
7.
Bugzilla
Zusammenfassung
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs,
Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam
zu protokollieren. Die Folgenden Diagramme fassen die Aktivitäten
zwischen dem 16. März 2008 und 20. April 2008.
Abbildung 7.1: Bug-Aktivitäten aufgeschlüsselt |
 |
Von den 10812 zur Zeit offenen Bugs sind 15 als blocker,
106 als critical und 361 als major markiert.
Rangliste der geschlossenen Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs während dieser
Periode geschlossen haben sind:
| Rang |
Entwickler/Team |
Bug-Anzahl |
| 0 |
Others |
1316 |
| 1 |
Gentoo's Team for Core System packages |
128 |
| 2 |
Gentoo Linux Gnome Desktop Team |
87 |
| 3 |
Gentoo Security |
73 |
| 4 |
AMD64 Project |
70 |
| 5 |
Portage team |
58 |
| 6 |
Java team |
45 |
| 7 |
Gentoo Games |
44 |
| 8 |
Gentoo Sound Team |
41 |
| 9 |
Gentoo non-Linux Team |
38 |
Abbildung 7.2: Rangliste der geschlossenen Bugs |
 |
Rangliste der neu zugewiesenen Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs während
dieser Periode zugewiesen bekommen haben sind:
| Rang |
Entwickler/Team |
Bug-Anzahl |
| 0 |
Others |
952 |
| 1 |
Default Assignee for New Packages |
116 |
| 2 |
Gentoo's Team for Core System packages |
64 |
| 3 |
Java team |
54 |
| 4 |
Gentoo Security |
50 |
| 5 |
Gentoo Linux Gnome Desktop Team |
50 |
| 6 |
Gentoo Games |
44 |
| 7 |
Gentoo Release Team |
38 |
| 8 |
Default Assignee for Orphaned Packages |
37 |
| 9 |
Python Gentoo Team |
30 |
Abbildung 7.3: Rangliste der neu zugewiesenen Bugs |
 |
8.
Wie kann ich mich beteiligen?
Der GMN baut auf Freiwillige und Mitglieder aus der Community, die jeden Monat
für Inhalte sorgen. Sind Sie daran interessiert, für den GMN zu schreiben, dann
senden Sie Ihren Artikel in Klartext oder GuideXML-Format an
gmn-writers@gentoo.org.
Notiz:
Deadline für diejenigen Artikel, die in der nächsten Ausgabe veröffentlicht werden
sollen, ist der 16. Mai 2008.
|
Wir bitten um Feedback von allen Lesern unseres Newsletters. Falls Sie irgendwelche
Ideen für Artikel, Abschnitte oder generell etwas zum Newsletter sagen möcheten,
zögern Sie bitten nicht und senden eine Email an gmn-feedback@gentoo.org.
Sie können auch ihre Glückwünsche, Kritiken oder Verbesserungsvorschläge zu der
vorliegenden GMN-Ausgabe im dazugehörigen
Foren-Thread.
9.
GMN Abonnement-Infos
Um den Gentoo Monthly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine
leere Email an gentoo-gmn-de+subscribe@gentoo.org.
Um das Abonnement des Gentoo Monthly Newsletters zu kündigen,
senden Sie bitte eine leere Email an
gentoo-gmn-de+unsubscribe@gentoo.org und nehmen als
Absender diejenige Email-Adresse, mit der Sie sich angemeldet hatten.
10.
Andere Sprachen
Der Gentoo Monthly Newsletter ist auch in den folgenden
Sprachen verfügbar:
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