Gentoo Weekly Newsletter: 27. Jänner 2003
1.
Gentoo Neuigkeiten
Zusammenfassung
Gentoo Linux bei der LinuxWorld Expo
Gentoo Linux hatte einen starken Auftritt bei der LinuxWorld Expo letzte Woche. Mit einer
Vorführung des kürzlich veröffentlichten Linuxports von Unreal Tournament 2003 konnte der
Messestand von Gentoo während der ganzen Show ein großes Publikum anlocken. Viele der Anwesenden
waren mit Gentoo Linux nicht vertraut, also bot sich eine hervorragende Gelegenheit ein sehr
interessiertes Publikum über die vielen Vorteile von Gentoo Linux aufzuklären. Obwohl es Anfragen
von einer Vielzahl an Personen gab, schien es als gäbe es ein spezielles Interesse in der wissenschaftlichen Gemeinschaft,
da mehrere der Anwesenden Interesse daran bekundeten Gentoo Linux in ihren Forschungsprojekten einzusetzen.
Auch bot sich so die tolle Möglichkeit für Gentoo Entwickler und begeisterte Anwender sich
endlich von Angesicht zu Angesicht zu unterhalten. Erzählungen zufolge war ungefähr ein Dutzend Entwickler
zeitweise oder während der gesamten Show anwesend. Überraschenderweise sahen viele Leute nicht so
aus wie man es vom IRC her erwartet hätte. Für alle die bei der LWE nicht dabei sein konnten gibt es in
dieser Ausgabe einige Bilder.
Abbildung 1.1: The Gentoo Linux booth at LinuxWorld Expo |
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Abbildung 1.1: Gerk spent much of his time burning CDs for attendees |
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Abbildung 1.1: Seemant Kuleen (left) and Daniel Robbins |
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GLSAs werden in Portage integriert
Nick Jones kündigte seine Absicht an die Gentoo Linux Security Announcements (Gentoo Linux Sicherheitsankündigungen)
in Portage zu integrieren. Die vorgeschlagene Methode besteht darin die GLSAs in das Format XML zu konvertieren um
eine einfache Integration in Portage zu erlauben, und Benutzern damit die Möglichkeit zu geben nur Pakete upzudaten
für die es ein GLSA gibt. Auch wenn an den Details noch etwas gefeilt werden muß, wird dieses Feature sicher von einem
Großteil der Gentoobenutzer begrüsst werden, und den Einsatz von Gentoo auf Servern wo Security ein Hauptaugenmerk ist,
deutlich erleichtern.
2.
Gentoo Security
Zusammenfassung
GLSA: vim vim-core gvim
Der bekannte Editor "vim" und verwandte Pakete beinhalten einen Fehler, mit dem es möglich ist, Befehle auch ausserhalb der
sog. "sandbox" auszuführen. Das kann soweit gehen, dass mit speziell formatierten Textdateien dann ein möglicherweise
bösartiger Code mit den Rechten des ausführenden Benutzers gestartet wird. Weiters weist ein noch unbestätigter Bericht
darauf hin, dass ein ähnliches Problem auch mit lokalen Variablen im ebenfalls sehr bekannten Editor "emacs" besteht. Ein
möglicher Angriff wurde bereits vorgeführt.
- Klassifikation: mittelmässig bis hoch - Ausführen von fremden Code mögl.
- Betroffene(s) Paket(e): app-editors/vim-core (vor Version 6-1-r4), vim (vor Version 6.1-r19), gvim (vor Version 6.1-r6)
- Lösung: Synchronisation mit einem Gentoo rsync Server und vim-core, vim und gvim neu installieren
- GLSA Ankündigung
- Tipp
GLSA: cvs
Verzeichnisnamen, die (absichtlich) falsch (und bösartig) formatiert sind, können einen Fehler im CVS System verursachen, der
dazu führt, dass ein globaler Zeiger zweimal freigegeben wird. Diese Kondition kann dann dazu benutzt werden, die Speicherstelle
des Heaps zu bestimmen. Das wiederum kann zu anderen Attacken gegen den CVS Server führen (möglicherweise sogar mit den Rechten
von root). Zur Zeit sind allerdings noch keine Angriffe bekannt geworden.
- Klassifikation: kritisch - Informationsleck, mögl. Aufschluss über Sicherheitslücken in betroffenen Systemen
- Betroffene(s) Paket(e): dev-util/cvs (alle Versionen vor 1.11.5)
- Lösung: Synchronisation mit einem Gentoo rsync Server und cvs neu installieren
- GLSA Ankündigung
- Tipp
GLSA: kde-2.2.x
Es kann vorkommen, dass KDE in manchen Fällen Parameter nicht richtig an div. Programme übergibt. Das erlaubt es einem Angreifer,
mit Hilfe von eigens formatierten URLs, Email-Adressen und Dateinamen bösartigen Code mit den Rechten des betroffenen Benutzers
auszuführen. Es wurden bereits mögliche Angriffe demonstriert.
Dieser Report steht in Beziehung zu einem bereits veröffentlichten Bericht
über die Verwundbarkeit von kde-3.0.x.
- Klassifikation: hoch - Ausführen von fremden Code mögl., Angriffe bereits veröffentlicht
- Betroffene(s) Paket(e): kde-base/kde2.2.x
- Lösung: Synchronisation mit einem Gentoo rsync Server und kde neu installieren
- GLSA Ankündigung
- Tipp
Notiz: Die neuen ebuilds für kde-2.2.2 sind derzeit nur für x86 als stabil markiert. |
Neue Sicherheitslöcher
Es wurde diese Woche von keinen neuen Sicherheitslöchern berichtet. Der Fehler im Paket mpg123 von letzter Woche
bleibt offen, aber die wenigen Nachrichten deuten darauf hin, das dieses Thema für die Version im derzeitigen Portage Baum
nicht Besorgnis erregent sind. Der Fehlerreport ist weiterhin offen, da es möglicherweise Probleme mit der Berechnung der
Framegrösse in der aktuellen Version gibt.
3.
Entwickler der Woche
Nicholas Jones
Abbildung 3.1: Nicholas Jones |
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Nicholas Jones, der 'Entwickler der Woche' in dieser Woche(und nebenbei auch der erste)
ist der Maintainer von Portage. Abonnenten der Mailingliste werden seine Antwort auf das aktuelle /etc/make.conf Fiasko noch in Erinnerung haben. Wer öfter im IRC-Channel (#gentoo auf irc.freenode.net) oder im Forum ist hat Ihn als carpaski, auf Portage Feature Requests antwortend und verschiedene Probleme lösend, gesehen. Im IRC begann Nicks 'Gentoo-Laufbahn': er half immer aus und reichte verschiedene ebuilds und patches ein. Die Entwickler nahmen Ihn dann ins Entwicklerteam auf. Jetzt, als Portage Maintainer, plant und implementiert er neue Features in Portage, wobei er darauf achtet Änderungen möglichst modular zu machen, damit das Testen und Debuggen einfacher ist. Auch sieht er Bug Reporte durch auf der Suche nach Problemen-welche ausgebessert werden müssen- und nach neuen Features welche er in Portage integrieren kann.
Als ein selbsternannter 'Console Junky' beinhalten Nicks lieblingsanwendungen Midnight Commander, vi, lsof, und bash. Er verwendet Enlightenment 16.5 und nur Enlightenment 16.5 - für Fenstermanagement und mutt für Mail. Nick hat -durch seine 'Scripting skills'- schon einige UNIX Rechner fernverwalted, und auch als 'network engineer' an einer US-Regierungs Backbone gearbeitet. Wenn er nicht gerade Portage programmiert und tested oder administrative Arbeiten erledigt findet man Ihn am 'Illinois Institute of Technology in Chicago, IL' studieren. Nach all dem ist es schwer vorzustellen, daß Nick noch Zeit für andere Dinge übrig hat, abe Nick sagt auch das er Wein und Musik -hören und selber auf seiner Gitarre spielen, und auch gerne Frisbee und Racquetball spielt.
4.
Gehört in der Community
Webforen
Probleme mit emerge-webrsync
Ein kürzlich geposteter Forenthread wurde in
einen Alert umgewandelt, als bekannt wurde daß ein Upgrade des Tools emerge-webrsync (Teil von gentoolkit)
dazu führen kann daß auf Rechnern wo es zum Einsatz kommt das Verzeichnis /usr gelöscht wird.
emerge-webrsync kann auf Maschinen wo emerge sync nicht verwendet werden kann (zum Beispiel weil sie
hinter einer Firewall sitzen wo rsync geblockt wird) dazu benutzt werden den lokalen Portagetree mit
einem täglichen Snapshot abzugleichen. Eine Reihe von Benutzern meldete ernsthafte (und möglicherweise
irreperable) Schäden an ihren Installationen. Das Problem wurde in diesem Bugreport
gemeldet und scheint in gentoolkit-r11 gelöst zu sein.
Viele Beschwerden über Ibiblio
Leute auf dem ganzen Planeten scheinen Probleme damit zu haben vernünftige Downloadgeschwindigkeiten
von dem Ibiblioserver der die Pakete für Gentooinstallationen bereitstellt zu erreichen. Dies war noch kein
Problem als jeder einen stage1-Tarball heruntergeladen hat und von dort aus mit der Installation begann, doch
seit der Einführung der Gentoo Referenzplattform und ihrer Sammlung an vorkompilierten Binärpaketen, ist die Größe
der CD-Images auf "normale" 500 MB angestiegen, und die Beschwerden in IRC-Channels und Foren werden lauter.
Wenn da nur nicht die Tatsache wäre daß viele der Leute die sich beschweren einfach keinen der
dutzenden Mirrors verwenden die auf der offiziellen Gentooseite
und auch bei Ibiblio selbst aufgelistet werden...
Für unsere Schriftsteller
Einer der Forenklassiker ist zurück: nach einer Pause über Weihnachten und Neujahr wurde der Thread
"Story By Post" wiederbelebt. Er besteht aus Einzeilern die erstaunlich gut in die generelle Richtung
der Story passen (außer das niemand weiß wohin genau die Story geht). Zusammen erzählen diese Beiträge
eine große Geschichte in der (bis jetzt) die Marmeladekatze, Ellen Feiss, Peter Falk und viele Auftritte
und sich wundern wie sie als Stars in einer Geschichte eines Techniksupportforums gelandet sind.
Ein ähnlicher Thread ist sehr still geworden - naja, bis jetzt. Dafür kommt er mit seinem eigenen
Metathread:
Forenstatistiken
fghellar,
einer der Foren-Bodisattvas und ehrenamtlicher "Kopfzähler", postete ein Update bezüglich der Zahl
momentan auf der Seite registrierter User. Es ist schwierig zu schätzen wieviele davon aktiv teilnehmen
oder zumindest passiv mitlesen, aber allein ihre bloße Anzahl ist beeindruckend. Ständig aktuelle
Statistiken können über den Link im Forenmenü eingesehen werden, eine historische Perspektive über die
Entwicklung der Gentooforen findet sich beim ersten Link:
gentoo-user
Mehr Lob für Phoenix
Auf gentoo-user gab es eine lange Diskussion über Bugs und Fehlverhalten von Mozilla. Es scheint
als hätte jeder inklusive Verwandschaft Beschwerden über schlechte Pluginunterstützung, Trägheit und
Abstürze - besonders in Verbindung mit Gentoos eigenen Mozillasourcen. Selbst nach Rafas
Tipp wie man Mozilla
ohne Mail- und Newssupport kompiliert und Steves Anregung
die Tarballs von mozilla.org zu verwenden, gab es immer noch viele Beschwerden. Phoenix wurde als
Alternative genannt, und die Beteiligten hatten nichts als Lob für ihn übrig. Bei Phoenix handelt es sich
um ein schlankes Redesign der Browserkomponente von Mozilla, die anerkanntermaßen schneller läuft und keine
Probleme mit den Java- und Flashplugins auf Gentoosystemem hat. Dieser Thread
fordert sogar glückliche Benutzer von Mozilla dazu auf zu Phoenix zu wechseln. Wenn Du Probleme mit Mozilla
hast und weder sein Mail- noch Newsprogramm benötigst, ist es vielleicht mal an der Zeit sich Phoenix anzusehen.
Kernel Performanz
Die Meisten von uns Gentoobenutzern sind mit einem funktionierenden System allein nicht zufrieden.
Wir wollen daß unsere Software so optimiert ist daß sie noch 5 PS mehr aus dem ohnehin schon hochgezüchteten
750 PS Monster herausholt. Der beste Ort um diese zusätzlichen Pferdestärken zu gewinnen ist der Linuxkernel.
Um die CFLAGS kümmern wir uns später. Gentoo bietet noch eine Vielzahl an Kernelquellen neben den gentoo-sources,
jede mit einzigartigen Vor- und Nachteilen, abhängig von den darin verwendeten Patches. Diese Patches werden an den
"Vanillasources" angewandt und führen zu einem veränderten Kernel. Ein Beispiel dafür ist
rmap,
welches in diesem Thread erklärt wird. Aniruddha Shankar startete die Diskussion
als er seiner Zufriedenheit mit Con Kolivas Kernel 8ck-sources) auf seinem Desktopsystem Ausdruck verlieh.
Wie immer werden Gentoobenutzer dazu ermuntert ihr System optimal auf ihre Bedürfnisse zu optimieren und der
Kernel ist ein guter Ort um damit zu beginnen.
gentoo-dev
Methods for managing etc files.
Jeff Kowing
fragte
nacht Techniken die Leute verwenden um die Datein in /etc nach einem Update auf den neuesten
Stand zu brigen. Matthew Walker antwortete kurz und bündig
daß etc-update die Lösung für dieses Problem sein könnte.
Gentoo-sources vs "Standardkernel".
Dewet Diener fragte:
"Ich frage mich wie der generelle Status der gentoo-sources im Vergleich zu den "Standardkernels"
wie vanilla und -ac ist? Werden sie in Produktivumgebungen ohne Probleme verwendet?"(Original: "I'm wondering
what the general status of gentoo-sources is compared to the more "stock" kernels, like vanilla and -ac? Is it being
used in production-class setups without hitches?"). Kim Nielsen antwortete
mit: "Der Gentookernel ist ziemlich stable, auch wenn Gentoo nie als Serverdistribution gedacht war, auch wenn es
diese Aufgabe genausogut wie RedHat oder Debian erfüllt. Es war als Distribution für Entwickler und Netzwerkprofis gedacht."
(Original: "The gentoo kernel is quite stable but Gentoo was never ment as a server distribution even though it
serves just as well as others like Redhat or Debian. It was intedned for network/developer use.")
Thomas T. Veldhouse merkt an:
"Ich glaube nicht daß das so geplant war. Nach allem was ich über Gentoo weiß, kann man es verwenden wofür man es für geeignet
hält. Es wurde nie für eine bestimmte Anwendung entwickelt [...] und es liegt am Administrator sicherzustellen daß
Änderungen an Gentoo ein Produktionssystem nicht gefährden." (Original: "I don't think there is any such intent. By what I can see and know about
Gentoo, it is for any use that one sees fit. It was never designed for any particular application. [...] it is up to the administrator to make sure that gentoo changes
don't hose a production machine".
5.
Gentoo International
Inoffizielle europäische Gentoo Webseiten
Während die offizielle Gentoo Weibseite mit der multilingualen Kakophonie zu kämpfen hat, die durch die enorme Welle an
Popularität hervorgerufen wird, bilden sich immer mehr nicht-englische Seiten mit Unterstützung für die lokalen Benutzer.
Heute möchten wir diese europäischen Seiten etwas genauer betrachten: Französische Benutzer beispielsweise können sich über
ihre dynamischen Nachrichten- und Diskusionsseiten freuen, die es nun schon seit mehreren Monaten gibt. Das Forum dort
ist zwar nicht so aktiv wie das französiche auf forums.gentoo.org, lebt aber friedlich mit ihm im Einklang. Aber die
wirkliche Stärke von "Da Gentoo" liegt in der Berichterstattung von Neuigkeiten, die nicht nur für die üblichen Webbrowser
angeboten wird: Die besagten Nachrichten von Gentoofr.org können auch auf PDAs und WAP fähigen Mobiltelefonen betrachtet
werden. Das deutsche Gentoo Projekt ist wahrscheinlich das älteste ausserhalb der USA (Start im April 2002),
hat aber noch nichts an seinem Reiz verloren. Gentoo.de (so wie viele andere internationale Seiten, zB. die von Korea und Japan)
bietet zwar hauptsächlich Dokumentation an, aber viel wichtiger sind die vielen "regionalen" ebuilds mit Rechtschreibprüfungen
und übersetzten Openoffice-bin-Versionen. Ausserdem bietet sie gelegentlich genutzte Werkzeuge für spezifische ortsgebundene
Probleme (zB. kann ein PPPoE Paket für DSL Benutzer aus Deutschland vom FTP-Server des Projekts heruntergeladen werden).
Der Schwerpunkt der dänischen Seite liegt gleichmässig auf Projekten und Entwicklung und ist derzeit auf der Suche nach
Helfern und Leuten, die sich mit der PHP Programmierung auskennen. Die Nachrichtenseite braucht auf alle Fälle neuen Schwung,
da die letzte Aktualisierung schon im Mai 2002 erfolgt ist. Die Webseite aus Norwegen ist vergleichsweise klein und
unbekannt, da sich deren Inhalt auf ein paar Links zu Spiegelservern und Informationen beschränkt. Allerdings ist es nicht
fair nur die Webseiten zu betrachten: Die grösste Energie kommt von den vielen nicht-englischen IRC Kanälen auf Freenode!
Jeder, der ein Gefühl dafür bekommen möchte, wie gross die Begeisterung für Gentoo in vielen europäischen Ländern ist, sollte
mal bei den holländischen oder portugisischen Kanälen #gentoo-nl und #gentoo-pt auf irc.freenode.org vorbeischauen... Die
finnischen Benutzer haben auch ihren Kanal auf #gentoo-fi, brauchen aber noch eine eigene Webseite. Und die Schweden haben
sogar ihre IRC Statistiken:
6.
Portage Watch
Die folgenden 'stable' Pakete wurden diese Woche zu Portage hinzugefügt
Notiz: Durch das bevorstehende Release von l.4_final, ist der Portage tree momentan 'eingefroren'. Daher wurden diese Woche keine neuen 'stable' Pakete hinzugefügt |
Updates von wichtigen Paketen
- sys-devel/gcc - gcc-3.2.1-r7.ebuild;
- sys-kernel/* - aa-sources-2.4.21_pre3-r1.ebuild; development-sources-2.5.59-r1.ebuild; development-sources-2.5.59-r2.ebuild; development-sources-2.5.59.ebuild; gs-sources-2.4.21_pre3-r1.ebuild; gs-sources-2.4.21_pre3-r2.ebuild; mips-sources-2.4.19.ebuild; openmosix-sources-2.4.20-r2.ebuild;
- net-www/apache - apache-2.0.44.ebuild;
- app-admin/gentoolkit - gentoolkit-0.1.17-r10.ebuild; gentoolkit-0.1.17-r11.ebuild;
Neue USE Variablen
- Diese Woche wurden keine neuen USE Variablen hinzugefügt.
7.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit them Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten der letzten 7 Tage:
- 258 neue Bugs diese Woche
- 1491 als 'neu' markierte Bugs(insgesamt)
- 559 Bugs welche Entwicklern zugewiesen sind (und 'angenommen' wurden)
- 54 Bugs wurden wieder geöffnet
Es gibt derzeit 2104 offene Bugs in Bugzilla. Davon sind 40 als 'blocker', 76 als 'critical' und 144 als 'major' markiert.
Die aktuelle Liste der offenen Bugs kann man unter Gentoo Bug Count Report einsehen.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
8.
Tips und Tricks
Blocken von Spam und Filtern von Mailinglisten mit Procmail und SpamAssassin
Die Verbreitung von ungewünschten eMails, genannt Spam, dehnt sich mehr und mehr aus.
Es gibt allerdings viele Werkzeuge, die dabei helfen Spam zu vermeiden.
In dieser Woche werfen wir einen Blick auf die Benutzung von Procmail und SpamAssassin zur Filterung von eingehender Mail und dem Blockieren von Spam.
Procmail ist ein Mailfilter, der dafür benutzt werden kann, eingehende Mail in verschiedene Ordner einzusortieren, oder viele andere Mailaktionen durchführen kann.
SpamAssassin ist ein Mailfilter, der heuristische Untersuchungen zur Identifizierung von Spam benutzt.
Da sowohl Procmail als auch SpamAssasin im Portage-Baum vorhanden sind. beschränkt sich die Installation auf ein einfaches emerge.
Befehlsauflistung 1.1: Procmail und SpamAssassin installieren |
# emerge net-mail/procmail
# emerge dev-perl/Mail-SpamAssassin
# rc-update add spamd default
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Wichtig:
Wenn Perl auf eine höhere Version upgegraded wird, müssen dev-perl/Net-DNS, dev-perl/HTML-Parser und dev-perl/Time-HiRes neu per emerge installiert werden, sonst wird SpamAssassin nicht laufen und möglicherweise korrekte EMails verwerfen.
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Jeder Procmail-Filer wird als recipe (Rezept) bezeichnet.
Um die einzelnen Rezepte zu verwalten, erzeugen wir das Verzeichnis $HOME/.procmail.
Befehlsauflistung 1.1: ~/.procmail erzeugen |
% mkdir $HOME/.procmail
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Beim Start liest Procmail als erstes die Datei $HOME/.procmailrc.
Diese Datei sollte den Ort Deiner Mailbox und der andere Rezepte enthalten.
Befehlsauflistung 1.1: Beispiel $HOME/.procmailrc |
VERBOSE=no
DEFAULT="$HOME/.maildir/"
MAILDIR="$HOME/.maildir/"
PMDIR="$HOME/.procmail"
LOGFILE="$PMDIR/log"
INCLUDERC=$PMDIR/lists.rc
INCLUDERC=$PMDIR/spam.rc
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Notiz:
Dieses Beispiel unterstellt, daß Du die Methode Maildir benutzt, um EMails zu speichern.
Wenn Du die mbox Methode benutzt, ändere einfach .maildir in Deinen mbox Ordner und entferne den abschließendem Schrägstrich.
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Wichtig:
$HOME/.procmailrc wird von oben nach unten gelesen. Das bedeutet, daß die Rezepte in der Reihenfolge eingelesen werden, in der sie auftauchen. Procmail bricht die Überprüfung beim ersten Rezept ab, das eine Übereinstimmung zeigt. Der Eintrag von lists.rc über spam.rc stellt sicher, daß Mailinglistenfilter zuerst ausgeführt werden - damit werden aufwendige Spamüberprüfungen vermieden.
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Der nächste Schritt ist die Erstellung von Mailinglistenfiltern.
Da die meisten Listen das Headerfeld List-Id benutzen, können wir einfach Mailinglistenmal von normaler Mail unterscheiden.
Befehlsauflistung 1.1: Beispiel $HOME/.procmail/lists.rc |
:0
* ^List-Id: Gentoo Linux mail <gentoo-security\.gentoo\.org>
.gentoo-security/
:0
* ^List-Id: Gentoo Linux mail <gentoo-user\.gentoo\.org>
.gentoo-user/
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Notiz:
Um den entsprechenden List-Id Eintrag herauszufinden, kann es nötig sein, sich den kompletten Header der Mail anzusehen. Beachte die die Dokumentation Deines EMailprogrammes, um diese Option einzuschalten.
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Als nächstes erstellen wir den Spamfilter.
Dieses Rezept startet als erstes SpamAssasin durch den Aufruf von spamc und überprüft anschließend den X-Spam-Status-Header.
Falls die Nachriacht als Spam erkannt wurde, wird sie in den Spamordner verschoben.
Befehlsauflistung 1.1: Example $HOME/.procmail/spam.rc |
:0 fw
| /usr/bin/spamc -f
:0
* X-Spam-Status: Yes
.spam/
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Warnung:
Obwohl SpamAssassin sehr gut ist ist es nicht 100% zuverlässig.
Daher könnte der Eintrag von /dev/null als Spamordner dazu führen, daß einige gute EMails verloren gehen.
Es ist besser, Spam in einen Extraordner zu verschieben und dann manuell Nachrichten zu löschen.
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Notiz:
spamc verbindet sich mit dem SpamAssassin-Daemon (spamd).
Falls aus bestimmten Gründen der Daemon nicht benutzt werden kann, kann SpamAssassin direkt mit /usr/bin/spamassassin -a aufgerufen werden.
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Du solltest nun in der Lage sein, EMail zu filtern und den meisten Spam zu blockieren.
Um weitere Informationen zu Procmail oder SpamAssassin zu erhalten, kannst Du die jeweilige Systemdokumentation mit man procmail und perldoc Mail::SpamAssassin oder die entsprechenden Webseiten unter http://www.procmail.org und http://www.spamassassin.org benutzen.
9.
Abgänge, Zugänge und Veränderungen
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
10.
Die GWN Mailing List abonnieren
Bevorzugst Du es, den GWN per eMail zu erhalten? Abonniere ihn, indem Du eine leere eMail an gentoo-gwn-subscribe@gentoo.org schickst.
11.
Zum GWN beitragen
Bist Du daran interessiert, etwas zum Wöchentlichen Gentoo Newsletter beizutragen? Schicke uns eine eMail
12.
GWN Feedback
Bitte schicke uns Dein Feedback und hilf' damit, den GWN besser zu machen.
13.
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