Gentoo Weekly Newsletter: 14. April 2003
1.
Gentoo Neuigkeiten
Zusammenfassung
Gentoo Linux 1.4_rc4 veröffentlicht
Zu Beginn dieser Woche wurde die Entscheidung getroffen die nächste Version von Gentoo Linux als 1.4 Release Candidate 4 anstelle der Finalversion zu veröffentlichen. Verbesserungen inkludieren unter anderem eine weitaus bessere Hardwareerkennung der LiveCD Installationsmedien als auch wichtige Updates von verschieden Paketen im Portagetree. Die Entscheidung einen weiteren Release Candidate zu veröffentlichen wurde aus einer Vielzahl von Gründen getroffen, darunter:
- Binärpakete welche für die Gentoo Referenzplattform benötigt werden müssen erst erstellt oder getestet werden. Bis dieser Vorgang abgeschlossen ist kann 1.4_final nicht veröffentlicht werden.
- Die momentan als "stable" markierte Version des Pakets baselayout beinhaltet immer noch eine Abhängigkeit zu tmpfs. Es war allerdings von Anfang an ein Ziel von 1.4 diese Abhängigkeit zu entfernen. Zur Zeit findet sich eine maskierte Version von baselayout im Portagetree welche dieses Problem beseitigt, allerdings wurde sie bis jetzt noch nicht ausreichend getestet. (Jeder der diese Version zur Zeit verwendet oder bereit ist sie zu testen wird darum gebeten Gentoo Stable zu benutzen um seine Erfahrungen zu berichten)
- Zur Zeit wird die automatische Generierung eines Kernels getestet um diese Methode in 1.4_final inkludieren zu können.
Neue Unreal Tournament 2003 Game-CD
Eine neue Unreal Tournament 2003 Game-CD wurde veröffentlicht und kann sowohl hier als auch bei einem unserer Mirrors heruntergeladen werden. Mit dieser CD wird es möglich Unreal Tournament 2003 ohne Installation direkt von CD zu starten. Boote einfach mit dieser CD und beginn zu spielen! Die neueste Version der CD beinhaltet einen für Spiele optimierten Kernel welcher das Gameplay signifikant verbessert. Weitere Verbesserungen inkludieren die neuesten NVIDIA Treiber (1.0.4349) mit Unterstützung für GeForce FX, Bootsplash-Unterstützung sowie vollautomatische Erkennung der im System vorhanden Hardware sowie eine Reihe anderer Verbesserungen. Voraussetzung für die Verwendung der Game-CD ist eine moderne NVIDIA-Grafikkarte.
Solltest Du eine zeitgemässe NVIDIA-Grafikkarte besitzen kannst Du die neueste Demoversion auch auf Deiner vorhanden Gentoo-Installation verwenden. Dazu musst Du nur emerge ut2003-demo eintippen und das Spiel dann mit ut2003-demo starten. Die Verwendung der gaming-sources wird für optimale Leistung empfohlen.
2.
Gentoo Security
Zusammenfassung
GLSA: samba
Der Samba-Server ist durch einen Pufferüberlauf in einer Stringkopierfunktion verwundbar,
durch den ein root-Zugriff auf den Server erlangt werden kann.
- Klassifikation: kritisch - root-Zugriff mögl.
- Betroffene(s) Paket(e): net-fs/samba vor Version samba-2.2.8a
- Lösung: Synchronisation und "emerge samba", "emerge clean".
- GLSA Bekanntmachung
- weitere Infos
GLSA: kde-3.x
Die Art wie KDE Ghostscript verwendet, um PostScript- und PDF-Dateien zu verarbeiten, könnte
dazu ausgenutzt werden, eingebettete Shell-Kommandos in solchen Dateien mit den Rechten des
Benutzers auszuführen. Dies kann geschehen, indem speziell formatierte Dateien auf Webservern
bereitgestellt, oder als Anhang per email verschickt werden.
- Klassifikation: kritisch - Ausführen von nicht-authentifiziertem Code mögl.
- Betroffene(s) Paket(e): kde-base/kde Version 3 vor kde-3.0.5b oder kde-3.1.1a
- Lösung: Synchronisation und "emerge kde" ODER "\=kde-base/kde-3.0.5b", "emerge clean", KDE neustarten.
- GLSA Bekanntmachung
- weitere Infos
Notiz: Zur Zeit sind nur die Patchversionen für die x86-Architektur als stabil gekennzeichnet.
Falls jemand die KDE-Version 3.1.1a oder 3.0.5a auf einer anderen Architektur erfolgreich
kompiliert hat, dann möge er sich bitte unter kde@gentoo.org
melden. |
GLSA: kde-2.x
Die Art wie KDE Ghostscript verwendet, um PostScript- und PDF-Dateien zu verarbeiten, könnte
dazu ausgenutzt werden, eingebettete Shell-Kommandos in solchen Dateien mit den Rechten des
Benutzers auszuführen. Dies kann geschehen, indem speziell formatierte Dateien auf Webservern
bereitgestellt, oder als Anhang per email verschickt werden.
- Klassifikation: kritisch - Ausführen von nicht-authentifiziertem Code mögl.
- Betroffene(s) Paket(e):
- kde-base/kdebase Version 2 vor kdebase-2.2.2-r5
- kde-base/kdelibs Version 2 vor kdelibs-2.2.2a-r1
- kde-base/kdegraphics Version 2 vor kdegraphics-2.2.2-r2
- Lösung:
- "emerge sync"
- "emerge \=kde-base/kdebase-2.2.2-r5"
- "emerge \=kde-base/kdelibs-2.2.2a-r1"
- "emerge \=kde-base/kdegraphics-2.2.2-r2"
- "emerge clean"
- KDE neustarten
- GLSA Bekanntmachung
- weitere Infos
GLSA: setiathome
Der Client für das bekannte Seti-At-Home könnte Opfer einer Attacke werden, indem durch einen
Pufferüberlauf nicht-authorisierter Code ausgeführt wird - das würde allerdings die
Manipulation der Verbindung des Clients zum Server erfordern. Weiters übermittelt der Client
diverse Systeminformationen im Klartext, darunter auch die Art des Prozessors und das
verwendetet Betriebssystem.
- Klassifikation: hoch - Ausführen von nicht-authentifiziertem Code mögl.
- Betroffene(s) Paket(e): app-sci/setiathome vor Version setiathome-3.08
- Lösung: Synchronisation und "emerge setiathome", "emerge clean".
- GLSA Bekanntmachung
- weitere Infos
GLSA: Apache
Die Version 2 des Apache HTTP-Server ist durch ein Speicherleck in der Art in der er eine
grosse Anzahl von aufeinander folgenden Zeilenvorschub-Charakter verarbeitet verwundbar. Das
könnte von einem Angreifer dazu genutzt werden, um die Systemressourcen auf dem Server zu
erschöpfen.
- Klassifikation: moderat - DoS-Angriff mögl.
- Betroffene(s) Paket(e): net-www/apache Version 2 vor apache-2.0.45
- Lösung: Synchronisation und "emerge \=net-www/apache-2.0.45", "emerge clean".
- GLSA Bekanntmachung
- weitere Infos
Neue Sicherheitslöcher
Von dieser Woche stehen keine neuen Sicherheitslöcher mehr aus.
3.
Entwickler der Woche
Bob Johnson
Abbildung 3.1: Bob Johnson, bekannt als LiveWire |
 |
Die Gentoo-LiveCD ist dasjenige Tool, das Gentoo Linux auf die meisten Systeme gebracht hat, und es ist meist das erste bei
Gentoo, von dem Benutzer einen Eindruck bekommen. Der Entwickler dieser Woche,
Bob Johnson, ist verantwortlich für die livecd-ng-Skripte, die benutzt werden, um
die x86-LiveCDs zu erzeugen (neugierige Leser können weiter gehen und sie installieren, denn sie befinden sich im Portage-Baum).
Bobs Arbeit an den LiveCDs umfasst hauptsächlich das Zuhören bei Problemen der Benutzer, wenn diese die LiveCD nicht zum
Booten bekommen oder wenn deren Netzwerkkarten nicht laufen; und schließlich ist es Bobs Aufgabe, diese Probleme zu beheben.
Bobs Kontakt mit dem Gentoo-Team begann, als er irgendwann plötzlich gefragt wurde, ob er den XFS-Kernel fertig für die
1.4-rc2-LiveCD machen könne, innerhalb von 24 Stunden, und das nachdem er Gentoo erst etwa zwei Wochen lang laufen hatte.
Außer der Arbeit an livecd-ng und den x86-CDs kümmert sich Bob auch noch um xfs-sources und gs-sources (um mehr über diese
und andere Kernel-Varianten herauszufinden, lese am besten KC6:Which Sources? in den Foren).
Bobs Hauptkiste ist ein 2100+ mit 512MB RAM, sieben Festplatten (vier SCSI und drei IDE), zwei NVidia-Karten mit einem
19-Zoll-Monitor an jeder, mit KDE darauf, von welchem Bob einmal dachte, es sei häßlich, bis er es seit der Version 3.1
zu lieben lernte. Er benutzt VMWare für eine Reihe von Testaufgaben, und er hat keine Ahnung, was er sonst tun würde.
Bob ist Eigentümer einer Beton- und Ausschachtungsfirma und ist damit seit 17 Jahren im Geschäft. Er ist seit 15 Jahren
verheiratet, hat eine 13 Jahre alte Tochter, und er hat zwei Beagle in seinem Zuhause in Indianapolis, Indiana.
Während des Sommers vebringt er eine Menge Zeit am See mit Slalom-Wasserski und damit, seine 20-Fuß-Caravelle zu wachsen,
die er letztes Jahr gekauft hat, wenn er nicht gerade auf dem Wasser ist.
4.
Gehört in der Community
Webforen
Happy Birthday, Gentoo Foren!
Das erste Posting in den neu installierten Gentooforen war eine Ankündigung von Forengründer Nitro am 9. April 2002: "Dieses Forum ist mein Versuch Benutzern von Gentoo (auch mir selbst) zu helfen." Was als bescheidene Bemühung mit einer Kabelinternetverbindung begann, hat sich schnell zu einer der erfolgreichsten und aufregendsten technischen Supportseiten im Web entwickelt. Durchschnittlich gibt es pro Tag 700 neue Postings, die Zahl der registrierten User ist mittlerweile fünfstellig und die besondere Atmosphäre unterscheidet es von den meisten anderen Linuxforen. Die Leute hier sind höflich, eloquent, außerordentlich hilfsbereit anderen gegenüber, kurz gesagt einfach die Allerbesten. Gratulation an uns alle:
Automatische Hardwarekonfiguration durch Verwendung von Profiles
Durch die clevere Verwendung der Runlevels in Gentoo war es Optilude letze Woche möglich der Community Skripts und Dokumentation zur Hardwarekonfiguration anhand verschiedener Profile zur Verfügung zu stellen. Vielen herzlichen Dank:
Business-Software unter Gentoo einsetzen: wie man Oracle 9.2 installiert
Probleme mit Oracle unter Gentoo Linux gibt es bereits seit Dezember und sie hängen zweifelsohne mit gcc und dazugehörenden Bibliotheken zusammen. Schlußendlich sind wir doch zu einem glücklichen Ende gekommen. Vergewissere Dich daß mit Deiner glibc alles in Ordung ist, starte den Oracle Installer und freu Dich:
gentoo-user
Getting the most USE out of it...
Das in Portage implementierte System der Useflags kann für Gentooneulinge schon mal Grund zur Unsicherheit sein. Carlos Gonzalez begann einen Thread in dem er den etwas komplizierten Prozess der Modifikation von Useflags auf einer Per-Paket-Basis veranschaulicht (er wollte ein reduziertes Java für PHP). Glücklicherweise erwähnte der Thread ein Programm welches den Umgang mit Useflags vereinfacht: ufed- der Use Flag Editor, wo die einzelnen Flags erklärt werden und man sie aktivieren bzw. deaktivieren kann. Carl Hudkins äußerte den *Wunsch* daß ufed bei den Gentoo LiveCDs inkludiert wird.
p2p für die Massen
Nun ist es also passiert. p2p ist zum Mainstream geworden und die riesige Anzahl an Kazaa-Benutzern kann durchaus mit dem ehemals dominanten Napster konkurrieren. Einige Gentoobenutzer sind auf den Zug aufgesprungen indem sie Kazaa lite unter Verwendung von WINE (einem MS Windows Emulator) installiert haben, Chris Graves allerdings schlägt sich lieber mit nativen p2p-Clients für Linux herum. Die gute Nachricht ist das es unter Linux wirklich keinen Mangel an verfügbaren Clients gibt, und daß das Netz eigentlich mit Open Source Clients die für Linux entwickelt wurden begründet wurde. Keepy weist auf Gentoos Unterstützung für diese Programme in der Form des Portageverzeichnisses /usr/portage/net-p2p/ hin. Obwohl nicht im Portagetree vorhanden wurde auch Limewire, ein populärer Open Source p2p-Client welcher in Java geschrieben ist, empfohlen .
gentoo-dev
Performanz in Gentoo
Das Linuxkernelprojekt war in den letzten Jahren Grundlage für einige Derivate. Und während das Kernelprojekt versucht einen stabilen Kernel der für eine große Zahl an Benutzern nütlich ist bereit zu stellen, beihnalten die verschiedenen Derivate oft eine Vielzahl an Änderungen die von verschiedensten Leuten beigetragen wurden. Diese Unmenge an Ideen und Meinungen die in den Kernel einfliessen sind eine seiner Stärken. Doch natürlich wird dadurch auch die Auswahl erschwert.
Eine Möglichkeit sich die Auswahl etwas zu erleichtern ist einfach die verschiedenen bekannten Distributionen zu probieren. So kann man einfach vergleichen wie gut sie jeweils die angestrebte Aufgabe erfüllen.
Während er einige kleine Geschwindigkeitstests durchführte bemerkte dieser Benutzer daß der Gentookernel offensichtlich ein ziemlich niedrige Performanz im Vergleich zum von Red Hat installierten Kernel aufweist.
Die Diskussion dreht sich dabei um einen spezifischen Systemaufruf der von einem speziellen lmbench überwacht wird. Aber für diejenigen unter Euch die ebenfalls das Verlangen verspüren ihre Linuxbox zu testen zeigen wir hier einige Ressourcen auf die interessant sein könnten.
Zuerst einmal wollen wir nochmal daran erinnern daß der Kernel nicht die Distribution ist. Man sollte niemals versuchen unterschiedliche Dinge zu vergleichen. Also immer ähnliche Konfigurationen, ähnliche Plattformen, ähnliche Patches usw. verwenden. Nachdem wir eine gute Grundlage für unsere Test geschaffen haben brauchen wir noch ein Tool - welches Gentoo hier anbietet. Auch gibt es ein Benchmarking-HOWTO beim TLDP
Nun, so lästig das auch sein kann, geht es darum zu wissen welches Flag mit welchem Paket zusammenarbeitet und nicht zu vergessen daß standardmässig bestimmte Flags gesetzt wurden.
Ein Weg dieses Dilemma zu umgehen ist es folgenden Befehl auszuführen "emerge -pv [package_name]". Dadurch werden alle von einem Paket "verstandenen" Flags aufgelistet.
Auch die Standardflags sich nicht offensichtlich. Doch der Befehl "grep -A 3 USE /etc/make.profile/make.defaults" enthüllt ihr Geheimniss. Aber Achtung, mach bitte keine Änderungen an Deinen make.defaults. Stattdessen solltest Du Deine make.conf editieren in der Du sogar Deinen eigenen Usestring von Grund auf definieren kannst. Um Deine eigene Liste von Useflags zusammenzustellen setzt Du einfach USE="-* [Deine Flagliste]". Dabei löscht "-*" die Standardflags und "[Deine Flagliste" ist einfach die Summe an Flags die Du aktivieren willst.
Gentoo als Binärversion?
Es wurde die Frage aufgeworfen warum Gentoo kein Binärpaketsystem zur Verfügung stellt. Binär- vs. Sourcepakete war immer schon ein Zankapfel unter den Gentoobenutzern. Viele wollen die Bequemlichkeit und schnelle Installation die Binärpakete bieten, während andere solche Bemühungen anprangern und meinen daß sie Gentoo Linux davon abhalten die beste verfügbare sourcebasierte Distribution zu sein.
Wie einige Benutzer ja bereits wissen arbeitet Gentoo Linux daran eine beschränkte Auswahl an Binärpaketen in Form der Gentoo Referenzplattform zur Verfügung zu stellen. Programme wie KDE, XFree86 und andere große Applikationen werden zukünftig sowohl in source- als auch in binärform angeboten um unseren Benutzern selbst die Wahl zu lassen. Die erste "offizielle" Veröffentlichung der Gentoo Referenzplattform wird mit der Finalrelease von Gentoo Linux 1.4 erfolgen.
5.
Gentoo International
Taiwanesische Gentoo-Initiative wächst
In einem grossen Schub für die noch relativ junge chinesische Gentoo Gemeinde wurde letzte Woche
Gentoo Taiwan GOT, (gentoo.org.tw) gegründet.
Der Koordinator Patrick Hsieh und ein paar eifrige Gentooisten
haben ihre Kräfte vereint, um eine lokale Gentoo-Vereinigung in Taiwan zu schaffen. Sie versuchen nicht nur,
Gentoo in der taiwanesischen Linux-Gemeinde zu verbreiten, sondern sie machen sich auch für die Lokalisierung
von Gentoo Linux mit der chinesischen Big5 Encodierung stark. "Wir haben bereits einen eigenen rsync-Server
(rsync.gentoo.org.tw), ein eigenes Forum (http://openbazaar.net) und
einen nahezu fertigen Gentoo-FTP-Server (ftp.gentoo.org.tw). Auf jeden Fall werden immer mehr und mehr Benutzer
sehen können, wie wir dieser Sache ein ganz eigenes Gesicht geben" meint Patrick Hsieh. Das GOT Webportal
ist ebenfalls im Aufbau und sollte in den nächsten Tagen entüllt werden.
Inzwischen in der Realität: Italienische Beratung setzt Gentoo Linux ein
Verona, eine nette Gegend in Nord-Italien, ist eigentlich besser bekannt für seine Geschichte aus der Zeit
dse römischen Reiches. Nur wenige Leute wissen allerdings, dass es gerade einführend in den Gebrauch von
Gentoo im professionellen Bereich ist: Euronia, eine Technologie-
Beratungsfirma in Verona, ist bereits in der Version 1.0 von SuSE auf Gentoo für ihre eigenen Computer
umgestiegen, und seit 6 Monaten bieten sie nun auch Service auf der Basis von Gentoo an. Zu ihren Kunden
zählen unter anderem Banca Populare di Verona e Ravenna, die grösste Bankengruppe aus der Region, für die
Euronia einen Proxy für 7.500 Benutzer, einen SSL-Proxy, Secure-FTP-Server und andere Server aufgesetzt hat -
alle davon sind "powered by Gentoo Linux". Für Antex (eine grosse Steuerberatung in Italien) werden die
Steuern von 150.000 Zahlschecks pro Monat auf einem Gentoo-basierenden SQL-Server berechnet. Weiters hat
Euronia für eine handvoll anderer Banken deren Webserver auf Gentoo umgestellt. Der Grund für Euronia, Gentoo
Linux im professionellen Einsatz zu verwenden ist schnell erklärt: "Wir finden, dass Gentoo die am meisten
fortgeschrittene Linux-Distribuiton ist", meint Andrea Gagliardi, technischer Leiter bei Euronia. "Wir schaffen
Lösungen für unsere Kunden, wie zB. die Server, die mit EVMS-aktiviertem Vanilla-Kernel und ein paar Dutzend
weiteren stabilen Patches arbeiten, oder unser eingebettetes XFree auf Aquapads (Tablet PCs ohne Festplatten).
Nichts was wir versucht haben ist so leicht aufzusetzen und lässt sich so einfach anpassen wie Gentoo,"
6.
Portage Watch
Die folgenden 'stabilen' Pakete wurden diese Woche zu Portage hinzugefügt
Updates von wichtigen Paketen
- sys-apps/portage - portage-2.0.48_pre2.ebuild;
- x11-base/xfree - xfree-4.3.0-r2.ebuild;
- kde-base/kde - kde-3.0.5b.ebuild; kde-3.1.1a.ebuild;
- sys-kernel/* - hardened-sources-2.4.20-r1.ebuild; hppa-sources-2.4.20_p32.ebuild; mm-sources-2.5.67-r1.ebuild; ppc-sources-benh-2.4.20-r10.ebuild;
7.
Bugzilla
Summary
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit them Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten der letzten 7 Tage:
- 261 neuen Bugs diese Woche
- 302 geschlossene oder 'resolved' Bugs diese Woche
- 7 Bugs wurden diese Woche wieder geöffnet.
- 2493 als 'neu' markierte Bugs (insgesamt)
- 452 Bugs welche Entwicklern zugewiesen sind (insgesamt)
There are currently 3010 bugs open in bugzilla. Of these: 55 are labeled
'blocker', 119 are labeled 'critical', and 245 are labeled 'major'.
Es gibt derzeit 3010 offene Bugs in Bugzilla. Davon sind 55 als 'blocker',
119 als 'critical' und 245 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
8.
Tipps und Tricks
Mit /dev/loop ein CD-Image anschauen
Der Tip dieser Woche erklärt, wie man das Loop-Device benutzt, um sich Dateien auf einem
CD-Image oder einer ISO-Datei anzuschauen oder zu sharen.
Zuerst stelle bitte sicher, dass Du loop-Device-Unterstützung im Kernel aktiviert hast.
Sie kann auch als Modul konfiguriert werden, also ist es nicht unbedingt notwendig, neu zu booten,
falls die Unterstützung noch nicht vorhanden ist.
Befehlsauflistung 8.1: Installation des Kernel-Moduls |
Block Devices
-> <M> Loopback device support
# make dep && make modules modules_install
# insmod loop
|
Um Dir den Inhalt einer ISO-Datei anzusehen, mounte diese einfach über ein loop-Device.
Als Beispiel mounten wir hier gentoo-basic-x86-1.4_rc4.iso
auf gentoo-1.4_rc4/.
Befehlsauflistung 8.2: ISO-Datei über loop-Device mounten |
# mount gentoo-basic-x86-1.4_rc4.iso gentoo-1.4_rc4 -o loop=/dev/loop1,blocksize=1024
|
Nun kannst Du Dir im Verzeichnis gentoo-1.4_rc4 den Inhalt ansehen, genau so, als
wäre er Teil Deines regulären Dateisystems.
9.
Abgänge, Zugänge und Veränderungen
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
- Ivan Zenkov (zenkov) -- Russischsprachige Dokumentation
- Andres Loeh (kosmikus) -- Haskell-Kram
- Michele Balistreri (brain) -- KDE
- Todd Sunderlin (todd) -- Gentoo/Sparc
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
10.
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11.
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12.
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