Gentoo Weekly Newsletter: October 13, 2003
1.
Gentoo News
Summary
GNOME 2.4 auf x86 als stabil gekennzeichnet
GNOME 2.4 konnte dank der Arbeit des Gentoo GNOME Team in der vergangenen
Woche auf x86 als stabil gekennzeichnet werden.
Dieser neue GNOME Release beinhaltet zwar nicht viele neue Features, wurde dafür "unter der Haube" stark verbessert.
Ausserdem wurden einige feine Ergänzungen am Interface und ein vereinheitlichtes Menü eingebracht, unter
Desktop-Einstellungen gibt es nun ein grafisches Frontend für XRandR, Nautilus-CD-Burner wurde eingefügt
und gstreamer und gst-plugins wurden besser integriert.
Neue GNOME Benutzer werden bei der Installation mittels emerge gnome keine Probleme haben.
Diejenigen die von 2.2 aktualisieren wollen sollten ein paar Dinge in Gedanken behalten, damit der
Wechsel glatt verläuft. Zuerst: bonobo-activation ist nun Teil von libbonobo, so dass bonobo-activation
das Upgrade blocken wird. Die beste Methode um dieses Problem zu händeln, ist mit emerge -u gnome
solange zu aktualisieren, bis bonobo-activation blockt, dann erst emerge -C bonobo-activation und nun wieder
emerge -u gnome um das Upgrade fortzuführen. Damit wird sichergestellt, dass die bonobo-activation
Bibliotheken solange auf dem System verbleiben, bis sie entfernt und dann direkt in der neuen Version installiert werden.
Damit wird die Gefahr von Fehlern bei der Kompilation aufgrund fehlender Bibliotheken verringert.
Benutzer können das gleiche Probleme mit gnome-utils und gucharmap durchlaufen;
am Punkt, an dem Punkt an dem das Upgrade blockt (vor der gucharmap Installation) ein emerge -u gnome-utils durchzuführen.
Ein weiteres Thema ist die Einführung des Epiphany Browser als Standard Browser in GNOME,
der auch im GNOME Metapackage von Gentoo enthalten ist.
Epiphany hat ein leichtes Frontend und basiert auf Mozilla und GTK2. Deshalb wird eine vorhandene Installation
von Mozilla vorrausgesetzt, oder die Installation zieht sich etwas mehr in die Länge. Benutzer die einen anderen
Browser nutzen und Epiphany nicht installieren möchten, sollten emerge inject net-www/epiphany-1.0 ausführen,
so dass Epiphany nicht installiert wird und in das Upgrade nicht weiter eingreift.
2.
Gentoo Security
Summary
GLSA: cfengine
Aus der bugtraq Mailingliste:
In der Verarbeitung der Netzwerkein- und -ausgabe des cfserd-Dämons in der Cfengine 2.x (vor Version 2.0.8) wurde ein Überlauf des Stacks entdeckt. So konnte bereits fremder Code auf einer x86 FreeBSD-Maschine ausgeführt werden. Es wird allerdings angenommen, daß der Programmfehler auch auf anderen Platformen ausgenutzt werden kann.
Cfengine 1 ist zwar nicht betroffen, jedoch ist davon abzuraten diese zu verwenden, da sie vom Author nicht mehr unterstützt wird."
- Klassifikation: hoch - Überlauf am Stack in der Cfengine
- Betroffene Pakete: <2.0.8, 2.1.0a6-a9
- Lösung: emerge sync; emerge cfengine; emerge clean
- GLSA Bekanntmachung
Neue Sicherheitslöcher
Diese Woche wurden folgende neue Sicherheitslöcher registriert:
3.
Entwickler der Woche
Donnie Berkholz
Abbildung 3.1: Donnie Berkholz |
 |
Der Entwickler der Woche ist Donnie Berkholz (spyderous), der der Hirte der XFree-Herde und zusammen mit Michael Imhof Chef des Gentoo Cluster Projektes ist. Daneben führt er auch die normalen Entwickler-Aufgaben durch, wie zum Beispiel die Pflege diverser Pakete im Baum, besonders in der Kategorie app-sci. Er beschreibt seine Hauptaufgaben damit, "XFree am Laufen und aktuell zu halten" sowie das "Gentoo Cluster Projekt größer und präsenter zu machen".
Donnie ist ein Senior an der University of Richmond, Virginia, USA. Er studiert Biochemie und Chemie im Hauptfach und Journalismus im Nebenfach. Er stammt aus Plymouth, Minnesota. Er arbeitet als Redakteur an der Studentenzeitung und liebt Ultimate Frisbee und Fechten. Er hat außerdem in den letzten sechs Monaten Gitarre gelernt und singt in einem Chor. Er bevorzugt nano als Editor und bezeichnet Scribus, MPlayer, gAIM, XChat-2, xmms und VMWare als seine bevorzugten Anwendungen.
Donnie führt viel seiner Entwicklungsarbeit auf einer Athlon 2000+ MP Workstation durch, deren Gehäuse mit einem durchsichtigen Seitenteil, grünem kaltem Kathodenlicht und Rundkabeln modifiziert wurde. Er besitzt außerdem ein Pentium 4 (2,4 GHz) Laptop zum Reisen. Früher war ein ein Fluxbox-Benutzer (er mochte die Tabs), kürzlich hat er aber zu Gnome 2.4 gewechselt. Wenn sein Computer startet, dann werden automatisch vier Tabs mit gnome-terminal und zwei Instanzen von gkrellm2 gestartet. Er bevorzugt evolution als Mail-Client.
Donnie begann vor drei Jahren damit, Linux zu benutzen, damals mit Red Hat. Er hörte von Gentoo im letzten Frühling und stieg fast sofort um. Nachdem er ein Mitglied der Community war merkte er, daß mehr Information über Direct Rendering benötigt wurde und schrieb Dokumentation darüber. Dadurch wurde er entdeckt und in das Entwicklungsteam eingeladen. Er ist besonders zufrieden mit dem Fortschritt, den er und Seemant Kulleen dabei gemacht haben, den XFree-Build aufzuteilen, und ist absolut stolz auf den Hardware 3D Acceleration Guide, den er im Sommer geschrieben hat. Er verwies uns auf games-misc/fortune-mod-gentoo-dev als Quelle für seine Lieblingszitate. Er beschloß unser Interview mit der Aussage, daß "Gentoo mir Möglichkeiten eröffnet hat, von denen ich vermutet hatte, daß ich sie nie haben werde".
4.
Gehört in der Community
Web Foren
PPC Sorgen auf ihrem Weg nach draußen
Dialoge mit den Entwicklern finden in der PPC-Sektion des Forums häufiger statt als an jedem anderen Ort.
Ein kleines Wunder geschah als pvdabeel, Gentoos Hauptentwickler für die PPC-Architektur, sich ein paar Threads im PPC-Forum aussuchte um Updates zur LiveCD anzukündigen, die sehr wahrscheinlich ein paar der Probleme beheben wird, die in eben diesen Threads diskutiert wurden:
gentoo-user
Gentoo tötete meinen PC?
Die meisten Gentoo-Nutzer wissen, was ihr System von ihrer Hardware verlangt. Eine der stressigsten Arbeiten, die eine CPU leisten kann ist das compilieren von Quellcode und Gentoo beinhaltet viel davon (es sei denn du bist ein GRP Nutzer!). Aus diesem Grund bemerken Leute mit Hardwareproblemen oft nicht, das sie Hardwareprobleme haben, bis Gentoo ins Spiel kommt. Einmal entdeckte ein solcher Nutzer der Community-Mailingliste das Netzteile eine Menge mit Systemperformance zu tun hat und viele Nutzer kamen mit hilfreichen (und einigen lebensrettenden) Ideen.
gentoo-dev
Drei Stufen für Portage!
Ian Leitch brachte die interessante Idee (wieder) auf, drei Stufen für Portage zu haben. "Stable", "unstable" und "testing" war einer der Vorschläge, neben anderen Diskussionen über das bestehende System.
5.
Gentoo International
Deutschland: Bilder vom "Practical Linux Day" in Gießen
Einige hundert Besucher haben ihren Weg in die Fachhochschule gefunden, manche von ihnen besuchten die Open Source Projekte im Ausstellungsbereich, andere waren bei den Vorlesungen und Workshops in den Konferenzräumen des Hauses. Der obligatorische Gentoo-Vortrag wurde von Benjamin Juds (beejay) vor einigen Dutzend interessierten Zuhörern gehalten, während Cyberstream, Tantive, Pyrania und stkn - die Entwickler vom Dienst - beim Gentoo-Stand anzutreffen waren. Hier zwei Bilder als kleiner Einblick in das Geschehen vom letzten Samstag, mehr davon auf den pyrania's pages.
6.
Portage Watch
Portage Watch fällt diese Woche aus.
7.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren.
Die Aktivitäten zwischen 26. September 2003 und 02. Oktober 2003 resultierten in:
- 503 neuen Bugs
- 313 geschlossenen oder 'gelösten' Bugs
- 16 wieder geöffneten Bugs
Von den 4152 zur Zeit offenen Bugs sind: 109 als 'blocker', 196 als 'critical', und 343 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugss
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
8.
Tips und Tricks
Vorstellung des -- Flags
Der Tip der Woche stellte das -- Flag vor. Dieses Flag wird von vielen Utilities unterstützt, aber ist nicht immer in den Man-Pages dokumentiert. Es kann allerdings sehr hilfreich sein, besonders bei verhunzten Dateinamen.
Notiz:
Die meisten Programme, die --option benutzen, unterstützen auch das -- Flag, da es ein Standard-Feature von GNU's getopt() ist.
|
Das -- Flag erzwingt, daß alles, was danach an das Programm übergeben wird, als Argument interpretiert wird. Das kann sehr hilfreich sein, wenn man es mit Dateinamen zu tun hat, die mit einem - beginnen, was normelerwiese als Option oder Flag interpretiert würde.
Zum Beispiel, nimm an, daß es eine Datei namens -datei gibt, die gelöscht werden soll. Normalerweise würdest Du das rm-Kommando benutzen, aber das funktioniert nicht, da der Dateiname mit einem - beginnt. Aber wenn Du -- verwendest, zwingst Du rm dazu, -datei als ein Argument und nicht als Option zu erkennen.
Befehlsauflistung 8.1: Benutzung des -- Flags |
% ls
-datei
% rm -datei
rm: Ungültige Option -- »a«
Versuchen Sie »rm --help« für weitere Informationen.
% rm -- -datei
% ls
|
Notiz:
Für weitere technische Informationen siehe man 3 getopt.
|
9.
Abgänge, Zugänge und Veränderungen
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
10.
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11.
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12.
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13.
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