Gentoo Weekly Newsletter: December 8th, 2003
1.
Gentoo News
Zusammenfassung
'emerge rsync' Etikette
In den vergangenen Wochen haben wir festgestellt, das eine gewisse Anzahl
von Benutzern mehrfach am Tag Verbindungen zu rsync Spiegeln aufbauen.
Da rsync sowohl die Festplatte wie auch die CPU des Servers intensiv beansprucht,
verschwendet mehrfaches syncen pro Tag nicht nur Bandbreite. In der gleichen
Zeit könnte der Tree von jemanden synchronisiert werden, der eine höhere
Zahl an Änderungen benötigt.
Wir bitten darum, 'emerge sync' nur ein oder zweimal am Tag auszuführen.
Wenn Sie mehrere Rechner im Ihrem Netzwerk haben, dann setzen Sie bitte einen
lokalen rsync Spiegel auf.
Wir behalten uns das Recht vor, die Anzahl der Verbindungen zu überwachen, um die
Performance der Server zu erhalten.
Mehr Lob: Linux Journal
Diese Woche hat Gentoo Linux Lob von einer weiteren Linux Zeitschrift erhalten:
Dem Linux Journal. In ihrem
Bericht
über Gentoo sagen Sie unter anderem: "Zusätzlich zu den endlosen Optimierungs Möglichkeiten und Performance Verbesserungen,
bietet Gentoo eine zuverlässige Dokumentation und eine starke Unterstützung durch die Community".
2.
Entwickler der Woche
Arcady Genkin
Abbildung 2.1: Arcady Genkin |
 |
Der Entwickler der Woche ist Arcady Genkin (agenkin), der dabei hilft, viele der Sound- und Videoebuilds in Portage zu betreuen, besonders alsa-drivers und xine. Seine Hauptaufgaben sind es, Bugfixes zu implementieren und dafür zu sorgen, daß die Pakete aktuell bleiben. Er hat dadurch große Erfahrung als Open-Source-Entwickler, daß er ein Hauptentwickler des Squirrelmail-Projektes und der Hauptautor von nhmon für das simultane Überwachen vieler Hosts war.
Zur Zeit lebt er in Downtown Toronto, Canada, kommt aber ursprünglich aus St. Petersburg, Russland. Er hat die Elektronik-Ingenieursschule in St. Petersburg abgeschlossen, wo er die Produktion von mikroeletronischen Geräten und technische Übersetzung studierte. Er hat auch einen Ehren-Bachelor in Informatik von der Universität von Toronto. Er arbeitet als Systemadministrator und Programmierer am Fachbereich Informatik der Universität von Toronto. Der Job besteht im Wesentlichen darin, verschiedene Werkzeuge zur automatischen Systemadministration zu programmieren und Lehrunterstützung bei Informatikkursen zu geben. Laut Arcady ist es ein "perfekter Mix aus Programmieraufgaben von C über Python, Perl bis zu PHP, Amlaufenhalten von Mail-, DNS- und Webservern bis zum Installieren neuer Software".
Arcady hat zu Hause sechs Computer: eine FreeBSD-Firewall/Server, zwei Workstations (seine ist Gentoo, über die seiner Freundin reden wir nicht), eine Gentoo-basierte Plattenlose Multimedia-Station und zwei Notebooks (seins läuft mit Debian). Auf der Arbeit trägt er Verantwortung für ungefähr 200 Workstations, 50 Sun Spac Ultra5 und Ultra10 X-Terminals und ungefähr zwwi Handvoll Gentoo-Server. Seine Workstation läuft unter Gentoo. Er ist ein KDE-Benutzer (vor allem wegen des verläßlichen Umschaltens zwischen lateinischen und kyrillischen Zeichensätzen). Er startet XMMS und Tkabber beim Hochfahren und macht die meiste seiner Arbeit mit XEmacs.
Arcady liebt das Wandern, Ski fahren, Filme ansehen, Musik und Lesen. Er lernt im Moment gerade Französisch und liest Worte von Sartre. Er mag eines von E.E. Cummings' Gedichten so sehr, daß er es in seiner .sig zitiert: guilt is the cause of more disauders; than history's most obscene marorders. Nach Gentoo gefragt antwortete er, daß "Gentoo Linux ein sehr bequemes Werkzeug in erfahrenen Händen ist; sein Hauptvorteil ist, daß es sehr anpassbar ist: es ist sehr einfach, neue Pakete hinzuzufügen oder bestehende zu verändern, eingeschlossen die Pakete des Hauptsystems".
3.
Gentoo Security
Summary
GLSA: rsync.gentoo.org Rotationsserver geknackt
Am 2. Dezember um etwa 03:45 Uhr UTC wurde einer der rsync.gentoo.org Rotationsserver angegriffen. Zur Zeit untersuchen wir den Vorfall noch. Da auf dem betroffenen System allerdings ein IDS und ein Tool zur Überprüfung der Dateiintegrität installiert war, haben wir ein sehr detailiertes Bild über Hergang des Angriffs, so daß wir mit ziemlicher Sicherheit ausschließen können, daß der Portagebaum dabei modifiziert wurde.
Der Angreifer scheint ein rootkit installiert und einige Dateien modifiziert bzw. gelöscht zu haben, um seine Aktivitäten zu verschleiern; sonst scheint das System aber nicht verändert worden zu sein. Der Rechner war für ca. eine Stunde in diesem Zustand, bis jemand auf den Angreifer aufmerksam geworden ist und die Maschine heruntergefahren hat. In dieser Zeit haben in etwa 20 Benutzer gegen diesen Spiegel auf diesem Rechner synchronisiert. Wie genau der Angreifer in das System einbrechen konnte wird zur Zeit noch untersucht, wir werden allerdings mehr Details veröffentlichen, sobald wir mehr über diesen Vorfall in Erfahrung bringen konnten.
Der Rechner gehört nicht zur offiziellen Gentoo-Infrastruktur, sondern wurde von einem Sponsor gespendet. Da er noch andere Dienste bereitstellt hat der Sponsor darum gebeten, noch keine Details über die Identität der Maschine zu veröffentlichen. Da der Gentoo-relevante Teil der Maschine bei dem Angriff anscheinend nicht verändert wurde, werden wir dem Ansuchen des Sponsors entsprechen. Sollten wir allerdings bemerken, daß auch nur eine einzige Datei des Portagebaums vom Angriff betroffen war, werden wir sämtliche Details über den betroffenen Server veröffentlichen.
GLSA: kernel
Durch eine schlechte Adreßverwaltung in der Kernelfunktion do_brk() im Linux Kernel vor Version 2.4.23 ist es für ein normales Benutzerprogramm oder ein bösartiges Service möglich, vollen Zugriff auf den Adreßbereich des Kernels und damit root-Rechte zu erlangen. Es ist bereits bekannt, daß dieser Fehler für einen Angriff mißbraucht werden kann.
Alle Kernel-ebuilds in Portage wurden dahingehend gepatched und beinhalten diese Verwundbarkeit daher nicht. Es folgt eine Liste der empfohlenen Kernelquellen:
- aa-sources-2.4.23_pre6-r3
- ck-sources-2.4.22-r3
- gentoo-sources-2.4.20-r9
- gentoo-sources-2.4.22-r1
- grsec-sources-2.4.22.1.9.12-r1
- grsec-sources-2.4.22.2.0_rc3-r1
- gs-sources-2.4.23_pre8-r1
- hardened-sources-2.4.22-r1
- hardened-sources-2.4.22-r1
- ia64-sources-2.4.22-r1
- mips-sources-2.4.22-r4
- mips-sources-2.4.22-r5
- openmosix-sources-2.4.22-r1
- ppc-sources-2.4.22-r3
- ppc-sources-benh-2.4.20-r9
- ppc-sources-benh-2.4.21-r2
- ppc-sources-benh-2.4.22-r3
- ppc-sources-crypto-2.4.20-r1
- selinux-sources-2.4.21-r5
- sparc-sources-2.4.23
- usermode-sources-2.4.22-r1
- wolk-sources-4.10_pre7-r1
- wolk-sources-4.9-r2
- xfs-sources-2.4.20-r4
- Klassifikation: Hoch
- Betroffene Pakete: <2.4.22
- Lösung:
emerge sync;
emerge -pv [bevorzugte Kernelquellen];
emerge [bevorzugte Kernelquellen];
[/usr/src/linux symlink neu setzen];
[neuen Kernel kompilieren und installieren];
[notwendige ebuilds für Kernelmodule neu kompilieren];
[neu starten];
- GLSA Bekanntmachung
GLSA: Überlauf in rsync
Rsync in der Version 2.5.6 beinhaltet eine Verwundbarkeit, die genutzt werden kann, um fremden Code auszuführen. Das Gentoo Infrastrukturteam hat gute Gründe anzunehmen, daß dieser Fehler auch dazu genutzt wurde, um mit Hilfe des brk Bugs im Linux Kernel (GLSA 200312-02) in einen rsync.gentoo.org Rotationsserver einzubrechen (GLSA-200312-01).
Mehr Infos zu diesem Fehler gibt es unter http://lwn.net/Articles/61541/, der Veröffentlichung des rsync Entwicklerteams.
- Klassifikation: Hoch
- Betroffene Pakete: <2.5.6
- Lösung: emerge sync; emerge >=net-misc/rsync-2.5.7
- GLSA Bekanntmachung
Neue Sicherheitslöcher
Diese Woche wurden folgende Sicherheitslöcher registriert:
4.
Gehört in der Community
Kompromittierender Rsync Forum Ausfall
Nunja, ja, natürlich, der unglückliche Angriff auf einen der italienischen Server in Gentoos gemeinschaftsgesteuerte Rsync Round-Robin Serverstruktur hat seine Nachwirkungen auch auf die Foren. Ein schneller Überblick über die bedeutenderen Threads die dieses Unglück betreffen und die Weise wie es behandelt wurde:
Das GIMP
Die steigende Nachfrage nach der unstabilen Gimp 1.3 Entwicklungsserie führte zu einer Anzahl von Threads in der letzten Woche, wovon die Hälfte bei den Duplikaten endete... Informationen darüber, wie der neue Gimp zu bauen ist, was läuft und was nicht läuft (das SANE-Scannerplugin scheint traurigerweise kaputt zu sein):
gentoo-user
Lästige Terminals
Frustriert mit seinem Bash Terminalfenster, das lange Textzeilen in die selbe Zeile umbricht, fragte das Listenmitglied Helder nach Hilfe.
Lies hier
für einen großartigen Tipp um deine Terminalsession aktuell zu halten wie lang deine Konsole oder die Fenstergröße ist.
Mehr CFLAGS Benchmarks
Im neuesten Mailinglisten-CFLAGS-Thread wird der -O Parameter diskutiert. Schau dir
hier an, was andere Nutzer denken und beachte ebenso einige der Testresultate.
gentoo-dev
Kernel-Module erneut erzeugen
Immer wenn du deinen Kernel erneuerst, gibt es einige Pakete, die ebenfalls neu kompiliert werden müssen. Also hier ist ein handliches, kleines Programm, das alle diese Pakete für dich findet und auch gleich für dich neu übersetzt. In den Antworten sind einige andere Optionen die ähnliche Dinge für dich tun.
5.
Gentoo International
Italien: Gentoo-Tag am 29. November 2003
Ganz still und heimlich hat am 29. November der Italienische Linux-Tag in Venedig stattgefunden; organisiert wurde das ganze von der Venezia Free Software Users Group. Das ist besonders peinlich, da GECHI (was ein Akronym für "Gentoo CHannel Italy" ist und so viel wie "gecco" auf italienisch heisst) die Veranstaltung gleich dazu genutzt hat, um ihren ersten Gentoo-Tag zu organisieren! Gilberto de Faveri alias MyZelF hielt einen Vortrag über Gentoo Linux, das Fotoalbum zeigt ein paar andere Dinge, die während der Veranstaltung stattgefunden haben. Also, hätten sie gewollt, daß ihr Treffen vor dem Veranstaltungstag angekündigt wird, hätten sie uns sicherlich davon erzählt...
Deutschland: Das nächste GLUM
Die Gentoo Linux User Meetings (GLUMs) scheinen sehr populär in Deutschland zu sein. Gentooisten aus Oberhausen, dem inoffiziellen Herz des Ruhrgebiets, haben den nächsten Teil ihres Treffens von vor 2 Monaten angekündigt, nämlich für den 10. Dezember 2003 im Gasthof Harlos in Oberhausen. Details können entweder per Mailingliste (gentoo-treffen@etherkiller.de, Anmeldung via Mail an gentoo-treffen-subscribe@etherkiller.de) oder im Forum besprochen werden.
6.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen 12. September 2003 und 18. September 2003 resultierten in:
- 429 neue Bugs
- 215 geschlossene oder gelöste Bugs
- 13 wieder geöffnete Bugs
Von den 4328 zur Zeit offenen Bugs sind: 91 als 'blocker', 183 als 'critical', und 321 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
7.
Tips und Tricks
Datei-Backup mit tar
Der Tip der Woche zeigt, wie mal schnell Dateien mit tar sichert.
Eine der Optionen für tar ist -T, daß Dir die Möglichkeit gibt, anzugeben, welche Dateien in das Archiv aufgenommen werden sollen. Lege eine Datei namens backup.conf an und führe darin alle Dateien auf, die gesichert werden sollen (eine pro Zeile). Danach starte tar und gib die Option -T backup.conf an.
Befehlsauflistung 7.1: backup.conf |
# touch /etc/backup.conf
# ls /etc/passwd >> /etc/backup.conf
# ls /etc/shadow >> /etc/backup.conf
# ls /etc/group >> /etc/backup.conf
# ls /etc/make.conf >> /etc/backup.conf
# ls /etc/postfix >> /etc/backup.conf
|
Jetzt benutze tar dazu, ein Archiv der Dateien anzulegen.
Befehlsauflistung 7.2: tar -T |
# tar -cjf backup-`date +%Y-%m-%d`.tar.bz2` -T /etc/backup.conf
|
Dieser Aufruf sichert Deine Dateien in ein Archiv namens backup-YYYY-MM-DD.tar.bz2 (wobei YYYY das Jahr, MM der Monat und DD der Tag ist).
Notiz: Du kannst auch einen absoluten Pfad so wie /backups/backup-`date +%Y-%m-%d.tar.bz` angeben und das Kommando als Skript aus Cron heraus regelmäßig aufrufen. |
8.
Abgänge, Zugänge und Veränderungen
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
9.
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