Gentoo Weekly Newsletter: 05. Juli 2004
1.
Gentoo News
Gentoo kündigt den Web Redesign Wettbewerb an
Die Gentoo Foundation hat den Plan angekündigt, die verschiedenen Webseiten,
die Teil der Gentoo-Community sind, in einem neuen, einheitlichen Stil zu
designen. Da wir eine community-basierte Distribution sind, entschieden wir,
um Einsendungen unserer Benutzer für den neuen "Look and Feel" zu bitten.
Wir eröffenen offiziell den Gentoo Foundation Web
Redesign Wettbewerb. Dieser Wettbewerb gibt Ihnen, den Gentoo-Usern die
Möglichkeit, das neue Aussehen, welches Gentoo Linux in näherer Zukunft nach
außen darstellen wird, zu gestalten. Das beste Design wird von der Community
in einer offenen Abstimmung gewählt. Weitere Einzelheiten erfahren Sie in den
Wettbewerbsrichtlinien.
Bootsplash funktioniert nun auf PPC
Wir sind erfreut, mitteilen zu können, dass Bootsplash nun auf PPC läuft.Bootsplash ist ein Kernelpatch, der
es erlaubt, während der Bootsequenz Bilder anzuzeigen, neben oder anstelle der
traditionellen Bootmitteilungen. Dank der Anstrengungen des Entwicklers
Michael Januszewski ist Bootsplash nun
unabhängig vom vesa-Framebuffer. Das neueste Ebuild
(media-gfx/bootsplash-0.6.1-r4) ist nun mit ~ppc maskiert, und der
Bootsplash-Patch funktioniert mit den development-sources (der Patch wird bald
in die gentoo-development-sources integriert). Schauen Sie für weitere
Informationen in den Bug-Report
und die Forumsdiskussion.
2.
Gentoo Security
mit-krb5: Mehrere Pufferüberläufe in krb5_aname_to_localname
mit-krb5 enthält meherere Pufferüberläufe in der Funktion
krb5_aname_to_localname(). Das kann möglicherweise zu einer Beeinträchtigung
des ganzen Systems von außen führen.
Für weitere Infos siehe die GLSA
Meldung.
Pavuk: Remote Pufferüberlauf
Pavuk enthält einen Bug, der es einem Angreifer erlauben kann, beliebigen Code
auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA
Meldung.
Esearch: Unsichere Behandlung von Temp-Dateien
Das eupdatedb-Utility in esearch erzeugt eine Datei in /tmp, ohne zuvor zu
prüfen, ob es sich um einen symbolischen Link handelt. Dies ermöglicht es jedem
Benutzer, beliebige Dateien zu erzeugen.
Für weitere Infos siehe die GLSA
Meldung.
Linux Kernel: Mehrere Sicherheitsprobleme
Im von GNU/Linux-Systemen genutzten Linux-Kernel wurden mehrere Schwachstellen
gefunden. Es wurden gepatchete oder upgedatete Versionen dieses Kernels
veröffentlicht, Details sind in den entsprechenden Hinweisen enthalten.
Für weitere Infos siehe die GLSA
Meldung.
Apache 2: Fern-DoS-Angriff
Ein Bug in Apache kann es einem Angreifer von außen ermöglichen, einen "Denial
of Service"-Angriff durchzuführen. Bei einigen Konfigurationen kann dies zu
einem vom Heap ausgehenden Pufferüberlauf führen.
Für weitere Infos siehe die GLSA
Meldung.
Pure-FTPd: Möglicher DoS, wenn die Maximalanzahl an Verbindungen
erreicht ist
Pure-FTPd beinhaltet einen Bug, der möglicherweise eine "Denial of
Service"-Attacke erlauben kann, wenn die Maximalanzahl an Verbindungen erreicht
ist.
Für weitere Infos siehe die GLSA
Meldung.
3.
Entwickler der Woche
Joshua Kinard
Abbildung 3.1: Joshua Kinard |
 |
In dieser Woche geht es um Joshua
Kinard, der den Nickname kumba trägt, da er von der Achterbahn "Kumba"
in Busch Gardens in Tampa Bay fasziniert ist. Joshua ist der Teamleiter des
MIPS-Projekts,
auch wenn er seine Rolle nur beschreibt als "einen weiteren Teil des MIPS-
Teams ... wir arbeiten alle gemeinsam, um Gentoo auf der Architekur, die einige
die eigenartige MIPS-Architekur nennen, am Laufen zu halten". Einige Leser
kennen MIPS als eine Prozessorarchitektur, die die Workstations von Silicon
Graphics antreiben. Joshua hat außerdem einige Portierungsarbeiten für den
Sparc-Prozessor geleistet, und ist ein Mitglied der embedded-,
base-system-
und toolchain-Teams. Joshuas Arbeit im MIPS-Projekt besteht in der Verwaltung
der Ebuilds des MIPS-Kernelbaums, der Portierung von Ebuilds, dem Rekrutieren
von Entwicklern, dem Erstellen von Images für das Booten über ein Netzwerk und
Arbeiten am Cobalt-Port. Er arbeitet desweiteren am Toolchain für Sparc, und
stellte den crossdev-Skript für Cross-Compiler-Umgebungen zur Verfügung.
Joshua wurde zum ersten Mal vor sechs oder sieben Jahren auf Linux aufmerksam,
auch wenn er und seine Freunde damals, wie er zugibt, "dachten, dass es eine
Art Windows-Addon wäre." Nachdem er mehr davon erfuhr, erwarb er eine Box von
Red Hat 5.2. Er hatte außerdem einen Remote-Zugang für einen
Servershell-Account, was ihm die Möglichkeit gab, sich an die Kommandozeile von
Linux zu gewöhnen. Ende 2001 erwarb er ein Sun Blade-100 System mit dem
Vorhaben, Linux darauf zu installieren. Eine Sparc-Portierung von Red Hat gab
es nicht mehr, sodass er auf der Suche nach einer Distribution für sein neues
System war. Er erinnerte sich an "eine merkwürdige Distribution, die im
IRC-Channel erwähnt wurde", und installierte sie. Seitdem benutzt er Gentoo.
2003 wurde sein Interesse, Jan Seidel bei
der Implementierung eines MIPS-Ports zu helfen, bemerkt, und ihm wurde der
Beitritt zum Entwicklerteam angeboten. Dies ist nicht sein erstes
Open-Source-Projekt - er ist außerdem der Autor von Program Killer, einer
Windowsanwendung zum Blocken von Spyware, P2P, IM-Traffic und anderen
Anwendungen, basierend auf administrativen Einstellungen.
Da er ein Entwickler ist, sollte Joshuas vielseitige Sammlung von Computern
nicht verwundern. Zusätzlich zu dem bereits erwähnten Sun Blade besitzt er
einen Sun Indigo2, einen SGI Indy, einen SGI O2 und einen Cobalt Microserver -
auf allen läuft Linux. Zwei weitere SGI-Kisten und eine Sun SPARCstation sind
momentan nicht in Benutzung. Seine Sammlung wird von einem PIII-Dualsystem mit
Windows 2000 abgerundet. Wie er bemerkt, sind die Programme, die er unter Linux
nutzt, eher nüchtern. Er bekennt sich zu einer Zuneigung zu Mozilla Mail, dem
Dopplerradar-Informationsclient
StormLab und der
Kunst von Greg Martin.
Joshua hat kürzlich einen Abschluss in Computer- und Informationswissenschaft
am University of Maryland University College gemacht. Er arbeitet außerdem in
einem lokalen Computerkabinett der Hochschule, wo er Benutzer-Unterstützung und
Systemadministration anbietet. Er hat mit der üblichen Jobsuche nach dem
Studium begonnen, und hofft, eine Job zu finden, wo er "[seine]
Computer-/Linux-Kenntnisse anwenden kann". Er ist ein echter Geek und hat
wenige Hobbys, die nicht mit Computern zu tun haben. Dies spiegelt sich in der
Verwendung von Ortsnamen aus Mittelerde für seine Server wieder. Er gibt
außerdem die für Geeks übliche Zuneigung für Babylon 5 zu, und zitiert in
seinem Lieblingszitat den ehemaligen Imperator von Centauri: "Die Vergangenheit
verlockt uns, die Gegenwart verwirrt uns, die Zukunft verängstigt uns. Unsere
Leben schwinden dahin mit jedem Augenblick, und sind verloren in dem
schrecklichen Dazwischen."
4.
Gehört in der Community
forums.gentoo.org
Leckerbissen der Woche: 3D-Desktops
Beim Lesen der Hardwareanforderungen (2 GHz CPU und mindestens 512 MB RAM)
werden sich viele altgediente Linuxbenutzer abwenden, aber Suns neuer Desktop
Looking Glass wurde letzte Woche
unter die GNU Public License gestellt, Grund genug, um von vielen in den Gentoo
Foren bejubelt zu werden. Eine leichtgewichtigere französische 3D-Lösung namens
Metisse,
die im Gefolge von Suns Mutterschiff segelt und auf einem virtuellen X-Server
und einem modifizierten FVWM Windowmanager basiert, wird beinahe ebenso
enthusiastisch diskutiert:
gentoo-user
Etiquette auf Mailinglisten
Mit einem
Appell
eines Mitglieds der Mailingliste begann eine tolle Diskussion über die
Etiquette auf Mailinglisten. Ein guter Einstieg, wenn Sie neue sind auf einer
Email-Liste.
Der Emailclient-Thread
Gentoo bietet eine große Auswahl an Emailclients für seine Benutzer.
Diese lange
Diskussion nahm die ewige Frage in Angriff: "Welcher ist der
Beste?"
Multibooten von 2.4er und 2.6er Kerneln
Schauen Sie sich
diese
umfangreiche Diskussion über das Booten mit 2.4er und 2.6er Kerneln an.
5.
Gentoo International
USA: Linux World Expo in San Francisco
Es sind noch vier Wochen, bis der kalifornische Ableger der
Linux World Expo vom 2. bis 5.
August 2004 im Moscone Center im
Zentrum von San Francisco seine Tore öffnet. Ebenso wie im letzten Jahr wird
Gentoo in der Austellungshalle vertreten sein, dieses Mal am Stand 270
(
Übersichtsplan verfügbar als PDF). Neben der Austellung werden Sie es
sicher nicht verpassen wollen, wenn sich Greg Kroah-Hartman, seines Zeichens
Verwalter von udev und Gentoo-Entwickler, mit Andrew Morton und Timothy Widham
vom OSDL und drei weiteren Open-Source-Verfechtern von Apple in einem
OSS-Ratespiel namens "Golden Penguin Bowl" schlagen wird. Corey Shields vom
Infrastrukturteam von Gentoo steht mit seiner Präsentation zum Thema "High
Performance Linux Storage Management" auf der Rednerlist. Außerdem hat er für
den zweiten Tag ein
Gentoo Community Meeting angesetzt (3. August 2004 von 17:30 bis 19:00):
Ein Gleichgesinntentreffen für alle Gentooliebhaber, -entwickler und -user
gleichermaßen, inklusive einer GPG-Keysigning-Party. Kontaktieren Sie
Corey, wenn Sie weitere Details zum
Ablauf erfahren wollen.
6.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla
(bugs.gentoo.org) um Bugs,
Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam
zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 26. Juni 2004 und dem 02.
Juli 2004 resultieren in:
- 641 neuen Bugs
- 363 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 15 erneut geöffnete Bugs
Von den zurzeit 6706 offenen Bugs sind 138 als 'blocker', 183 als 'critical',
und 515 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossener Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams, welche die meisten Bugs geschlossen haben,
sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams, welche diese Woche die meisten neuen Bugs
zugewiesen bekommen haben, sind:
7.
Tipps und Tricks
Tipps und Tricks fällt diese Woche leider aus.
8.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team
angeschlossen:
- Eldad Zack (eldad) - netmon
- Matt Jarjoura (eklipse) - PPC
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
9.
Mitwirkung am GWN
Sind Sie daran interessiert, am Gentoo Weekly Newsletter mitzuarbeiten? Senden
Sie uns eine Email.
10.
GWN feedback
Bitte senden Sie uns Ihr Feedback
und helfen Sie, den GWN zu verbessern.
11.
GWN Abonnement-Infos
Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere
Email an gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org
.
Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte
eine leere Email an gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.
org und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse, mit der Sie
bestellt hatten.
12.
Andere Sprachen
Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:
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