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Gentoo Weekly Newsletter: 28. Februar 2005

Inhalt:

1.  Gentoo Nachrichten

Erstes europäisches Gentoo Entwickler Treffen

Dreissig Gentoo Entwickler aus der EU, Norwegen, der Schweitz und den USA besuchten das erste europäische Gentoo Entwickler Treffen in Brüssel, welches in den gleichen Räumen wie die FOSDEM, letzte Woche, stattfand. Für 2 Stunden, am Sonntagmorgen, war der Gentoo DevRoom in den historischen Räumen der Université Libre de Bruxelles für ein Treffen reserviert, welches dazu diente, Leute zusammenzubringen, die vielleicht schon Monate und Jahre zusammen im selber Team gearbeitet haben, sich aber nie getroffen haben. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde drehte es sich sehr schnell um das zentrale Thema, die Gentoo Entwicklung. Als die Infrastrukturbeschaffung und die Entwicklung noch von einer handvoll Schlüsselpersonen gemacht wurde, brauchte man anfragen einfach nur rüberzubrüllen, und die wurden bearbeitet. Heutzutage, mit über 350 Entwicklern und einer großen Anzahl an wünschen und Nöten hat das Meeting in Brüssel ergeben, dass die internen Strukturen geänd ert werden, um Anfragen geziehlt weiterleiten zu können, um aktive Entwickler besser herauszustellen und um die Grundlage für die Zukunft zu bereiten. Die Ergebnisse werden niedergeschrieben und den Projektmanagern und Entwicklern im Ganzen zugeschickt.


Abbildung 1.1: First Pan-European Gentoo developer meeting

Fig. 1: Dev-Meeting

Notiz: Stehend, von links nach rechts: cryos, foser, tantive, pYrania, ian, jaervosz, koon, SeJo, pvdabeel, hansmi, lu_zero. Sitzend, vorne: beejay, luckyduck, plate, Pylon, zypher, Ferdy, BaSS, karltk, tove, bonsaikitten, Kugelfang, KingTaco. Unsichtbar präsent (z.B. am Stand aushelfend): stkn, genone, Sebastian, GMsoft, dams, SwifT, wmertens.

FOSDEM 2005 expo and conference

Gentoo's Präsenz auf europas größtem open-source Entwickler Treffen, im dritten Jahr in Folge, war ein außerordentliches Erlebnis für alle Beteiligten. Mit einer geschätzten Teilnehmerzahl von 3500 Leuten, ist FOSDEM über das alte Ziel hinausgeschossen, nur eine Veranstalltung für Entwickler aus den Benelux Staaten zu sein. Jedes Jahr kommen Entwickler aus ganz Europa und von außerhalb nach Brüssel. Durch die Erfahrungen vom letzten Jahr, ausverkauften Sandwiches und übergelaufene Toiletten, hat man auch bei den Rednern gelernt -- Alan Cox und Richard Stallman waren anwesend und dutzende von Projekten -- inkl. Gentoo -- organisierten ihren eigenen Entwickler Raum. In den 3 Gebäuden, die von FOSDEM 2005 eingenommen wurden, war durchgehen das Gemurmel der Aktivitäten zu hören.

Der DevRoom, der die ganze Konferenz über gebucht war, war voll mit Gentoo Usern und -Interessenten, die bei den 12 Vorträgen teilnehmen wollten, die durch Gentoo Entwickler gehalten wurden. Die Anwesenheit schwankte zwischen ein Dutzend und 80 Leuten, die im Raum saßen oder darum standen, abhängig von den Themen, generelle Beschreibung des Gentoo Projektes oder hochtechnische Vorträge. Portage und Java Entwickler waren das Zentrum der Aufmerksamkeit, aber auch exotischere Präsentationen, wie GNAP von Thierry Carrez waren gut besucht. Die meisten DevRoom Präsentationen liegen zum Download bereit central repository. Außerhalb des DevRoom hat Damien Krotkine einen erleutenden Vortrag über sein libconf project, die Grundlage für Gentoo's graphischen USE Flag Editor, gehalten . Und, zu letzt aber nicht das Letzte, Marius Mauch hatte die Ehre ein größeres Publikum anzusprechen, mit seinem Vortrag zu Gentoo's Portage System.


Abbildung 1.2: Jochen Maes giving the keynote speech at the Gentoo DevRoom

Fig. 2: sejo

Losgelöst vom DevRoom in einem seperaten Gebäude, hatte Gentoo in der Haupthalle einen doppelt-großen Stand, zwischen dem Mozillatisch (die den ersten Jahrestag von Firefox feierten) und einem Projekt, welches billige, koreanische Gameboy Nachbauten ("Gamepark") zu vollwertigen Linux PDA's umbaut. Auf dem Gentoostand wurden 5 Genesi's PegasosPPC Open Desktops gezeigt, wobei bei zweien die Demo der Cube LiveCD for PPC lief. Es gab mehrere x86 and PPC Notebooks und TGL's exotische Kuro-Box lief als MP3 streaming Server. Besucher drängelten sich durch die enge Halle, stoppten für einen Plausch mit Gentoo'ianern, um Stickers oder Süßigkeiten (aus einer Box mit der Aufschrift /dev/snack) zu nehmen oder um T-Shirts oder andere Gentoo Utensilien zu kaufen.


Abbildung 1.3: Anstrangende Stunden am Gentoo Stand

Fig. 3: FOSDEM Booth

Der inoffizielle, dennoch populäre "Fizzlewizzle" Release kollationiert von Tobias Scherbaum, war innerhalb von ein paar Stunden total ausverkauft. Spezielle FOSDEM Editionen von Gentoo Linux CDs habe Tradition, aber dieses Jahr, das erste Mal, gab es Fizzlewizzle auf beiden, auf CDs und DVDs. Die ISOs wurden mit dem neusten Portage Snapshot bestückt, gerade mal 3 Tage bevor die FOSDEM Tore sich geöffnet haben. Das Environment war auf Englisch, entegen dem früheren Deutschen und es enthält eine komplette KDE 3.3 Installation welche direkt vom Medium gestartet werden kann, ohne eine Installation auf der Festplatte. Die DVD enthält, zusätzlich zur CD, 2,2GB Sources. Beide Images sind verfügbar, über bittorrent, für x86, neben der Cube GameCD für PPC.


Abbildung 1.4: Brüssels Monument, das Atomium, auf Gentoo's FOSDEM Edition LiveDVD Cover

Fig. 4: DVD cover

Notiz: Artwork von Christian Hartmann, downloade das full-size Cover Bild im DVDs und CDs damit zu bedrucken, für PPC Cube GameCD und x86 LiveCD/-DVD.

Apache unmasked

Das Gentoo Apache Team hat Pakete unmasked, die seid längerem in der Arbeit waren. Danke an die zusätzlichen Entwickler, die in den letzten Monaten zu dem Team gestossen sind, die Ankündigung, auf die viele Apache Nutzer gewartet haben, konnte letzten Sonntag umgesetzt werden. Hier ein Außzug aus den Änderungen:

  • Neue Konfigurationen und Konfigurationslokationen, um mehr am Standart zu sein und um Nutzer, die von anderen Distributionen kommen, nicht zu sehr zu verwirren.
  • Module nutzen nun eine zentrale eclass, welche beim aktivieren des Moduls Standartinformationen baut, installiert und anzeigt. Dies erlaubt die einfachere Wartung der Module und erlaubt es schneller ebuild für Module zu erzeugen, die noch nicht im Tree sind.
  • Erweiterte USE Flags um Deine Apache Installation anzupassen. Jetzt ist es möglich, meherere MPMs zu bauen und zwischen ihnen zu wechseln.
  • Ein neues gentoo-webroot, welches eventuell ein Gentoo eigenes Iconset, Error Dokumente und Default Websites unterstützen wird. Dies wurde in ein eigenen Paket geschnürt, inkl. einer USE-Flag um es nicht in /var/www/localhost zu installieren, nützlich wenn man eigenen Webseiten nutzen will.
  • Und viel mehr, inkl. vielen Bugfixes.

Bei einem Upgrade von Apache sind mehrere Sachen notwendig, z.B. Eintragung von --customizations-- in die /etc/apache2/httpd.conf und ein Update aller Module, um sicherzustellen, dass die die neue eclass unterstützen. Eine Detailiertere Dokumentation ist verfügbar. Hast Du irgendwelche Fragen oder Probleme bei der Migration, sprich das Apache Team an, über #gentoo-apache auf irc.freenode.net oder über die Mailingliste, gentoo-web-user@gentoo.org.

Neue Gentoo/FreeBSD Dokumentan verfügbar

Seid unserem neustem Artikel über das Gentoo/FreeBSD Projekt im GWN (Future Zone), hat Gentoo Entwickler Michael Kohl die Führung der Dokumentation übernommen. Das neue Dokument basiert auf Aaron Walker's original Installationsanleitung und beinhaltet eine Menge Beträge vom Gentoo/FreeBSD Projektleiter Otavio R. Piske.

2.  Gentoo security

PuTTY: Entfernte Codeausführung

PuTTY enthält Verwundbarkeiten, die einem 'boshaften' SFTP Server erlauben könnten, beliebigen Code auf ahnungslosen PSCP und PSFTP - Clients auszuführen.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

Cyrus IMAP Server: Mehrere Überlaufverwundbarkeiten

Der Cyrus IMAP Server ist von mehreren Überlaufverwundbarkeiten betroffen, welche womöglich zur entfernten Ausführung von beliebigem Code genutzt werden könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

cmd5checkpw: Lokale Passwortpreisgabe

cmd5checkpw enthält einen Fehler, der lokalen Usern Zugriff zu den cmd5checkpw Passwörtern anderer User gewährt.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

uim: Privilegien erweiternde Verwundbarkeit

Unter bestimmten Bedingungen leiden Anwendungen, die gegen uim gelinkt sind, an einer die Privilegien erweiternde Verwundbarkeit.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

UnAce: Pufferüberlauf und Directory Traversal vulnerabilities

UnAce ist verwundbar für mehrere Pufferüberlauf- und Directory Traversal Attacken.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

3.  Gehört in der Community

gentoo-catalyst

Catalyst vs Knoppix Konfusion

Diese Woche fragte ein Nutzer ob Catalyst dazu genutzt werden kann um eine Knoppix-ähnliche LiveCD auf Gentoo-Linux-Basis zu erstellen. Der allgemeine Konsens war, dass das Werkzeug noch nicht so weit ist, aber es sind Verbesserungen auf dem Weg um seine Funktionalität in diese Richtig zu erweitern. Robert Paskowitz verweist auf eine mit Catalyst erstellte LiveCD, Caster, die ein gutes Beispiel dafür gibt, was heute bereits möglich ist.

Notiz: Bis populäre Mailinglistenarchive wie Gmane die Gentoo-Catalyst Mailingliste aufnehmen behält Michael Kohl ein regelmäßig aktualisiertes Archiv in einem temporären Heimatverzeichnis auf seiner Entwickler-Website.

4.  Gentoo in den Medien

eWeek (28 Februar 2005)

ZiffDavis Analyst Jason Brooks fasst eWeek's Test von Gentoo Linux für den Einsatz in Unternehmen zusammen. Der Artikel beginnt mit der Aussage "Gentoo Linux ist schnell zu einer der beliebtesten Distributionen gewachsen. Die sourcecode basierende Softwareinstallation eignet sich hervorragend zum Testen von den aktuellsten Versionen wichtiger Open-Source Software." Allerdings merkt der Autor auch an, dass "der Ruf eine Distribution für Experten zu sein, hat bisher den Einsatz im Unternehmenseinsatz gehemmt." Deshalb zögert Brooks auch Gentoo für den breiteren Einsatz in kritischen Unternehmensumgebungen zu empfehlen. Der Artikel beschreibt grundsätzliche Vor- und Nachteile von sourcecode basierenden Distributionen und findet auch einige mögliche Probleme für alle freien Linux Distributionen im Vergleich zu komerziellen Anbietern. Beim Test der Installation von VMWare als Beispiel für unfreie Software bemerkt der Autor "Gentoo macht den Installationsprozess für Software wesentlich eleganter als alle anderen Linux Distributionen die wir getestet haben."

OSdir.com (22 Februar 2005)

O'Reilly's Online-Magazin für Betriebssysteme findet nicht gerade schmeichelhafte Worte für die Haltung von RedHat in der Vergangenheit. Im Artikel mit dem Titel "Best of Linux World Coverage: The Redhat Mistake" wird Gentoo als ein Schritt in die Richtung wo "RedHat durch die Einstellung der freien RedHat Version vor 2 Jahren und die Konzentration auf die Unternehmensausgabe versagt hat", ein Schachzug der "nicht unbedingt die weiseste Entscheidung war" - so OSDir.com's Manager Steve Mallett.

ZDNet (18 Februar 2005)

In einem ähnlichen Artikel über RedHat's "Fehlentscheidung im Bezug auf den Umgang mit Technologie Enthusiasten" und dem Plan "diese Situation durch das agressivere Fedora Projekt zu beheben", beobachtet der CNET Autor Stephen Shankland, dass RedHat einige Konkurrenten hat. "Projekte wie Gentoo locken hard-core Linux Programmierer an während Sun Microsystems versucht eine eigene Gemeinschaft rund um OpenSolaris aufzubauen."

5.  Bugzilla

Zusammenfassung

Statistik

Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 20. Februar 2005 und 27. Februar 2005 resultierten in:

  • 789 neuen Bugs
  • 443 geschlossenen oder gelösten Bugs
  • 33 wiedergeöffneten Bugs

Von den 8054 zur Zeit offenen Bugs sind: 100 als 'blocker', 233 als 'critical' und 595 als 'major' markiert.

Rangliste geschlossene Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:

Rangliste neue Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:

6.  Abgänge, Zugänge und Veränderungen

Abgänge

Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:

  • Keine diese Woche.

Zugänge

Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:

  • Alex Howells (Astinus) - AMD64
  • Elfyn McBratney (beu) - Apache

Veränderungen

Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:

  • Lance Albertson (ramereth) - Neu Verantwortlich für die Infrasruktur

7.  Zum GWN beitragen

Sind Sie daran interessiert, etwas zum Wöchentlichen Gentoo Newsletter beizutragen? Schicken Sie uns eine eMail

8.  GWN Feedback

Bitte schicken Sie uns Ihr Feedback an Feedback und helfen damit, den GWN besser zu machen.

9.  Andere Sprachen

Der Wöchentliche Gentoo Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:



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Seite aktualisiert 31. Januar 2005

Zusammenfassung: Der Gentoo Weekly Newsletter der Woche vom 28 Februar 2005.

Ulrich Plate
Editor

Michael Kohl
Author

Michael Stewart
Author

Marc Herren
Übersetzer DE

Markus Luisser
Übersetzer DE

Nadi Sarrar
Übersetzer DE

Tobias Matztat
Übersetzer DE

Martin Ebner
Übersetzer DE

Daniel Gerholdt
Übersetzer DE

Matthias F. Brandstetter
Übersetzer DE

Tobias Scherbaum
Übersetzer DE

Thomas Raschbacher
Übersetzer DE

Tobias Hansen
Übersetzer DE

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