Gentoo Weekly Newsletter: 28. März 2005
1.
Gentoo News
Gentoo 2005.0 is da
Gentoo Linux freut sich die lang erwartete Version 2005.0 von Gentoo Linux
präsentieren zu dürfen!
Die vorliegende Version erfuhr einige Verzögerungen darunter ein kompletter
Sicherheits-Neubau, trotzdem glauben wir, dass diese Version durch die Hilfe der
vielen Teams in der Entwickler Gemeinde eine der besten ist, die wir jemals
hatten.
Die vorliegende Version kommt mit neuen Installationsmedien für Alpha, AMD64,
PPC, PPC64, SPARC und x86 und hat eigene Stages für IA64 und SPARC32. Wirf einen
Blick auf die Mirror
Liste um einen in der Nähe zu finden. Genau wie bei 2004.3 gibt es auch
diesesmal optimierte PackageCDs für x86 und PPC über unseren bittorrent Server und ebenfalls über
unseren 'inoffiziellen' sekundären
bittorrent Server, der von Freunden von Gentoo e.V. in Deutschland zur
Verfügung gestellt wird.
Spenden für Gentoo über Paypal
Die Gentoo Foundation
freut sich die Rückkehr des Paypal Spende-Links auf die www.gentoo.org Seiten
ankündigen zu dürfen. Dieser Link erlaubt es Spenden in beliebiger Höhe direkt
an die Foundation zu überweisen. Eine der Pflichten der Foundation ist es die
finanziellen Bedürfnisse von Gentoo abzudecken und die zukünftigen Entwicklungen
zu fördern. Mehr Information über das Finanzierungsbedürfnis findet man auf der
Gentoo Webseite.
Die dringeste, derzeitige Finanzierungslücke um die sich die Gentoo Foundation
kümmern muß ist die Aufbringung der 500 USD die nötig sind um ein Bankkonto zu
eröffnen (dieser Betrag verbleibt als Sockelbetrag auf dem Konto). Wir ersuchen
User und Organisationen um Spenden - schon kleinste Beträge helfen! Vielen Dank
für deine Unterstützung von Gentoo Linux!
Gentoo Bugzille unterstützt SSL
Seit 24. März unterstützt Gentoo's Bugzilla SSL für verschlüsselte
Kommunikation. Das hilft Personen aus sehr unsicheren Netzwerken (zum Beispiel
auf Universitäten oder über unverschlüsselte, kabellose Netzwerke) eine
sicherere Verbindung zu unserem Bugzilla aufzubauen. Authentication und das
Abschicken von Fehlerreports kann nun sicher erfolgen, ohne das Risiko eingehen
zu müssen, dass ein Paßwort gesnifft oder Patch Daten während der Übertragung
verändert werden. Frohes Bug Fixing!
2.
Entwickler der Woche
"Durch die bereitgestellten Tools repräsentiert Gentoo die Freiheit für alle Benutzer, ein System speziell auf die Bedürfnisse des Einzelnen anzupassen." -- Marcus D. Hanwell (cryos)
Figure 2.1: Marcus D. Hanwell alias cryos |
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Der Entwickler der Woche ist diesmal Marcus D. Hanwell, alias cryos. Er ist Student an der Universität Sheffield und studiert "die Struktur von metallisch-organischen Nanosystemen und deren Tastsinn", wie er es beschreibt.
Zusätzlich betreibt er ein kleines IT-Beratungsunternehmen, das sich auf die Installation von Gentoo-basierenden Lösungen für kleine Unternehmen spezialisiert hat.
Urspünglich wurde er für die Arbeit in der Wissenschaftsgruppe rekrutiert, unterstützt jetzt aber auch das AMD64 Team weil seine Arbeitssysteme und seine privaten Computer AMD64 sind.
Weitere Interessen hat er im Bereich www-proxy und Webapplikationen im Allgemeinen.
"Ich würde mir wünschen, dass Gentoo zum besten System für wissenschaftliche Anwendungen reift" sagt Marcus und arbeitet hart daran, neue wissenschaftliche Programme in die Gentoo Paketdatenbank aufzunehmen - speziell in den Bereichen Physik, Mathematik und Analyse.
Gentoo ist sein erstes "echtes" Open-Source Projekt aber er benutzt Linux bereits seit der Steinzeit (in diesem Fall heisst das zirka 1996).
Die Motivation für die Mitarbeit an Gentoo entstand dadurch, dass Gentoo zu seiner Lieblingsdistribution wurde.
Seine Lieblingstools sind Thunderbird, Firefox, kdevelop, vim und gvim, kvirc, irssi, kopete, povray, gimp, screen, konsole und amarok wobei er die K*/G* Teilung in Gentoo nicht so ernst sieht.
Sein Rechner ist - natürlich - ein Athlon 64 3200+ mit vielen Einzelheiten: 1GB Corsair LL RAM, NEC DVD Brenner, nVidia GeForce FX5900XT 128MB Grafikkarte, Creative Audigy 2 Soundkarte, Dolby 5.1 Lautsprecher und 2 17" LG TFT Bildschirmen mit nVidia TwinView.
Sein bevorzugter Desktop ist KDE (speziell 3.4) und nach dem Booten startet er üblicherweise eine Konsole und Thunderbird zuerst.
Wenn er nicht vor seinem Computer klebt, geht er mit seinem Deutschen Schäfer spazieren und beschäftigt sich mit Amateurfotografie.
Neben seinen Computern führt er ein ausgefülltes Leben, die meiste Zeit verbringt er mit seiner Verlobten (welche er im Juli heiraten möchte/wird).
Allerdings werden andere Dinge eher rar nachdem die Arbeit an Gentoo so viel Spass macht... Er genoss das Treffen mit anderen Entwicklern auf der FOSDEM Gentoo Entwicklerkonferenz im Februar und der UK Konferenz im März. Sein Motto hat er sich von Albert Einstein geborgt: "Zwei Dinge sind sicher: das Universum und die menschliche Dummheit - und ich bin mir nicht sicher mit dem Universum"
3.
Gehört in der Community
Webforen
Gentoo Forkbomben
Ein Artikel auf SecurityFocus (siehe in der "Gentoo in der Presse" Sektion)
löste eine hitzige Debatte über die Sicherheit ulimit
Defaultmäßig zu setzen. Die allgemeine Meinung besagt, das
Systemadministratoren auf sich selbst aufpassen müssen, aber viele Leute
verweisen auf die breite Basis von nichtprofessionellen Gentoo-Nutzern als Grund
dafür ein "sicheres" Limit bezüglich der Anzahl von Prezessen in einer
Nutzer-Shell könnte eine gute Idee sein.
Schau dir den dazugehörigen Bug-Report für die Meinungen der Entwickler und die Gentoo-Dokumentation zur strengeren Sicherheit an.
gentoo-dev
Alternative Synchronisationsmethoden?
Aus einem Forumsthread
kommt eine Idee für eine optimierte sync Methode die möglichwerweise die
Lücke zwischen rsync (welches durch viele Firewalls gefiltert wird) und webrsync (ein riesiges
Tarball, kein einfaches Update, seltene Updates).
GLEP 34 implementiert
Ciaran McCreesh informiert uns, dass
GLEP 34 (Kategory Metadata) implementiert wurde. Das gibt Nutzern mehr Metadaten zum durchsuchen und das sogar in mehreren Sprachen!
glibc Update Probleme
Zu den schwierigsten Problemen in Gentoo gehören Toolchain-Bugs. Wenn dein
Compiler nicht funktioniert, kannst du nicht updaten. Nicht ganz so schlimm,
aber immernoch sehr nervig sind Probleme wie dieses: "Wenn ich versuche meine
glibc zu updaten [...] macht er nichts ausser in [einer] unendlichen Schleife zu laufen". Wenn du solche Fehler entdeckst, bitte schreibe nicht an die Meilinglisten, bugs.gentoo.org ist ein viel besserer Platz
dafür. Aber wir erwarten präzise Fehlerreports die es uns erlauben das Problem
zurückzuverfolgen und euch ein besseres Gentoo-Erlebnis zu bringen!
4.
Gentoo International
Japan: Open Source Konferenz 2005
Von Linux Neulingen bis zu Gentoo Benutzern, es waren insgesamt mehr als 30
Teilnehmer beim Gentoo Installfest am zweiten Tag der Open Source Konferenz im
"Japan Electronics College" (Okuba, Tokyo). Nach einer kurzen Übersicht des
letzten Gentoo Release, hielt Mamoru Komachi
eine Einführung in die Kraft des verteilten Rechnens: distcc
bootstrapping. Mit distccd als kleines Helferlein zum schnelleren
Übersetzen wurde angenommen, dass zumindest einige der 15 Maschinen
"gentooisiert" werden - hingegen war es leider wider Erwarten keine. Abgesehen
davon erfreuten sich die Besucher aber an der exotischen Installation. Nach der
Session gab es noch einen Imbiss, während einige GentooJP Mitglieder und
Interessenten sich noch über neue GentooJP Projekte unterhielten.
Für Usata war diese Veranstaltung die letzte in Tokyo: Er zieht nämlich bald
nach Kansai, um dort seinen Hochschulabschluss zu machen. Wir danken ihm für
seine Mitarbeit und wünschen dir viel Glück, Usata!
Figure 4.1: GentooJP Installfest im Japan Electronics College in Tokyo |
 |
5.
Gentoo in den Medien
SecurityFocus (16 März 2005)
Der Autor Jason Miller staunte nicht schlecht, als er durch eine primitive DoS Attacke sein Mandrake Linux in die Knie zwang. Die Tests auf seinen *BSD Systemen hatten zu seiner Freude keinen Systemabsturz zur Folge. Angeregt durch diese Tests bat er einige Freunde das Script auf den verschiedenen Distributionen laufen zu lassen. Bis auf Debian zeigten alle getesteten Distributionen die selben Systemabstürze.
Der Artikel rief zahlreiche Reaktionen, speziell in den Gentoo Foren und in Bugzilla, hervor.
Linux Journal (24 März 2005)
Dovid Kopel, ein Gentoo Benutzer und Stammgast im Forum, hat einen detaillierten Bericht über die Synchronisation eines Treo 650 Smartphones über Bluetooth mit seinem Gentoo Desktop geschrieben.
Sein Artikel beschreibt die nötigen Anpassungen der Kernel Konfiguration für seinen USB Bluetooth Adapter, die Installation und Konfiguration der Applikationen sowie den eigentlichen Abgleich der Daten wie Kalender und Adressen.
Zudem beschreibt er die Verbindung seines Linux-Systems zum Internet über das Palm OS 5 Gerät.
Software Design (Ausgabe 4/2005)
Der Gentoo Entwickler und strategischer Leiter des PPC Teams Pieter Van den Abeele gab ein Interview in einem japanischen Magazin, Software Design, wobei seine Antworten in dem Hauptartikel über die geschäftlichen Verzweigungen von OpenSolaris und deren Beziehung zu Linux. Der Artikel mit dem Titel "Solaris Perfect Guide 2005" ist nicht online verfügbar aber die April Ausgabe kann an den Zeitungsständen in Japan gekauft werden.
6.
Abgänge, Zugänge und Veränderungen
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
-
Marcelo Góes (vanquirius) - netmon, crypto, Brazilian translations
-
John N. Laliberte (allanonjl) - Installer team, GLSR, libconf
-
Luis F. Araujo (araujo) - Haskell
-
Zaheer Abbas Merali (zaheerm) - gstreamer
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
- Danny van Dyk (kugelfang) - Release coordinator for the AMD64 project
- Lars Weiler (pylon) - PPC release coordinator
7.
Gentoo Security
Xzabite dyndnsupdate: Mehrere Verwundbarkeiten
Xzabite's dyndnsupdate Software leidet an mehreren Verwundbarkeiten,
die möglicherweise die entfernte Ausführung von belieigem Code erlauben.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Sun Java: Web Start "Argument Injection" Verwundbarkeit
Java Web Start JNLP-Dateien können zur Umgehung von Sandbox-Beschränkungen
genutzt werden und um beliebigen Code auszufürhen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
GnuPG: OpenPGP-Protokoll Attacke
Automatisierte Systeme die GnuPG nutzen, könnten Klartextteile eine
verschlüsselten Nachricht preisgeben.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Mozilla Suite: Mehrere Verwundbarkeiten
Die Mozilla-Suite ist auf mehrere Arten verwundbar, von der entfernten
Ausführung von beliebigem Code über mehrere Probleme, die dem User
erlauben, gefälschten Webseiten zu trauen bis hin zum interagieren mit
privilegiertem Inhalt.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Mozilla Firefox: Mehrere Verwundbarkeiten
Mozilla Firefox 1.0.2 schließt neue Sicherheitslöcher, unter anderem die
entfernte Ausführung von beliebigem Code über 'boshafte' GIF-Bilder in
Sidebars.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Mozilla Thunderbird: Mehrere Verwundbarkeiten
Mozilla Thunderbird ist verwundbar für mehrere Probleme, unter anderem für
die entfernte Ausführung von beliebigem Code über 'boshafte' GIF-Bilder.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
IPsec-Tools: racoon Denial of Service
IPsec-Tools' racoon ist von einer entferten 'Denial of Service'-
Verwundbarkeit betroffen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
8.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren.
Die Aktivitäten zwischen dem 20. März 2005 und 27. März 2005 resultierten in:
- 853 neuen Bugs
- 544 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 19 wiedergeöffneten Bugs
Von den 8307 zur Zeit offenen Bugs sind: 98 als 'blocker', 222 als 'critical' und 625 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
9.
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11.
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