Gentoo Weekly Newsletter: 2. May 2005
1.
Gentoo News
Offizielle inoffizielle Entwickler Dokumentation
Ciaran McCreesh hat eine Sammlung von
Entwickler-orientierten
Dokumenten veröffentlicht. Mit der Absicht eine inoffizielle Alternative
zum devrel
handbook zu schaffen, ist das Dokument recht kanonisch hinsichtlich Zweck,
Inhalt und Präsentation. Der "Inoffizelle Gentoo Development Guide" enthält
Anweisungen zum Schreiben von ebuilds und eclasses, Hilfe mit der Struktur von
Portage und den Dateien die normalerweise involviert sind wenn man unter Gentoo
entwickelt und viele praktische Tipps und Tricks für den aufstrebenden Gentooer.
Unter den Autoren finden sich Grant
Goodyear, Robert Coie, Aaron Walker und Tom Martin, jeder ist eingeladen seine
Vorschläge einzubringen. "Die Zielgruppe besteht aus den Entwicklern und
potentiellen Entwicklern -- ein gewisses Grundwissen über Gentoo aus der
Anwenderperspektive wird dabei vorausgesetzt", sagt Ciaran in der Ankündigung
die letzten Sonntag auf der Entwickler Mailingliste geposted wurde.
Hindernisse auf dem Weg zu OpenLDAP 2.2
Robin Johnson hat soeben die letzte
Version von OpenLDAP, v2.2.26 in den
Portage Tree eingebracht: "I sehe keine Hindernisse mehr, die rechtfertigen
würden, daß die 2.2 Serie nicht in ~arch sein sollte. Ich plane es
in zwei Wochen vom derzeiten package.mask Status nach
~arch zu migrieren. Es sollte keine Problem für die Leute geben,
die OpenLDAP nur als client installiert haben, aber es könnte ein etwas rauherer
Ritt für diejenigen werden die einen OpenLDAP Server laufen haben. Das ebuild
wird abbrechen wenn es Server Daten Dateien einer früheren Version von OpenLDAP
entdeckt und dann Instruktionen zum sicheren Upgrade anzeigen." Robbat2 warnt
davor sie "auf eigenes Risiko zu umgehen, weil es in einer stark korrupten
Datenbank mündet. Außderdem hat sich die slapd.conf Syntax nur
leicht aber auf ein bißchen mühsame Weise geändert, sodaß das Starten von
slapd nicht möglich ist solange die Konfiguration nicht aktualisiert
wurde.
2.
Gehört in der Community
gentoo-dev
Überflüssiger Ebuild-Müll?
Ein eher unkonventioneller Ansatz um Portage potenziell zu beschleunigen (durch Entfernen der unnötigen Ebuilds) war der Beginn dieses Threads über die Langsamkeit von Portage, alternative Architekturen und all die anderen kleinen nervenden Dinge, die mit Portage passieren können.
Kopfjäger Spam
Da Gentoo von Tag zu Tag populärer wird, wird es auch Ziel von Kopfjägern die nach preiswerten Arbeitskräften suchen. Eins der prominenteren Beispiele startete einen netten Thread darüber, warum du dein Publikum kennen solltest, warum man nicht auf Mailinglisten spammt und warum Debian nicht Gentoo ist ...
Kommerzielle Software in Gentoo unterstützen
Da (offensichtlich) Gentoo das Beste seit geschnittenem Brot ist, interessieren sich mehr und mehr "kommerzielle" Anbieter dafür. Da sie eine stabile Umgebung bevorzugen, während Gentoo sich ständig weiterentwickelt, fragte Matthew Marlowe ob ein dediziertes Profil (in diesem Fall für MySQL-Zertifikation) verfügbar gemacht werden könnte.
3.
Gentoo International
Deutschland: KDE-look.org migriert zu Gentoo Linux
Eigentlich war es einmal ein kleines Projekt eines Einzelnen, doch hat es mittlerweile einen grossen Einfluss auf viele Desktops, die unter KDE, XFCE oder Gnome laufen. Auf der Suche nach digitalem und künstlerischem Artwork stösst man bald auf die Seiten, die mittlerweile mehr als 25 Millionen Hits pro Monat verzeichnen können und einen Traffic von zwei Terrabyte verursachen: kde-look.org, kde-apps.org, gnome-look.org
und xfce-look.org. Diese Seite ist eine der meistbesuchten Quellen für Hintergrundbilder und Deskop Themes im Internet.
So ist es auch kein Wunder, dass der Hostmaster Frank Karlitschek ähnlich wachsende Anforderungen an die Leistung und Sicherheit seiner Maschinen stellt. Sein Hauptserver lief die letzten beiden Jahre unter RedHat 8; da aber der Support für diese Version abgelaufen ist und somit keine neuen Sicherheits-Patches für sein System veröffentlich wurden, war es somit unmöglich, sich vor aktuellen Gefahren und Angriffen aus dem Internet zu schützen. Frank hat sich also entschlossen: kde-look.org migriert von einem Celeron 1.2GHz mit 512MB RAM zu einem Pentium 4 mit 3.2GHz und doppelt so viel Hauptspeicher. "Die durchschnittliche Auslastung fiel von 30 zu 1.1" meint Frank Karlitschek. "Ich weiss allerdings nicht, ob das an der neuen Hardware oder an Gentoo Linux liegt."
Seine Entscheidung, Gentoo für die populäre Seite zu verwenden, basiert auf der Einfachheit und Sparsamkeit der Installation: "Mit nur wenigen Paketen kann man ein kleines aber optimiertes System aufsetzen, was mit anderen Distributionen nicht so einfach möglich ist", sagt Frank. Sein Webserver läuft nun auf einem Basissystem mit nur ein paar Megabytes. "Der andere Grund ist die Art und Weise, wie man mit Gentoo Updates einspielen kann, um sein System aktuell zu halten. Sogar für den Kernel, die glibc oder einem neuen gcc sind Updates so einfach zu installieren, was auch die laufende Wartung eines sicheren und aktuellen Gentoo Systems erheblich vereinfacht."
Österreich: Grazer Linuxtage
Der Forum-Administrator Wernfried Haas hat es letztes Jahr erfolgreich geschafft, sich vor den österreichischen Paparrazi zu verstecken (und zwar unter dem Fenster auf der rechten Seite) -- dies wird ihm heuer nicht mehr so einfach gelingen: Zusammen mit anderen Gentoo Benutzern wird Amne und seine Freunde am zweiten Tag der bekannten österreichischen Veranstaltung rund um Linux und OpenSource, den Grazer LinuxTagen am 14. Mai, den anderen Besuchern Gentoo Linux vorstellen. Sie werden Fragen beantworten und denen Helfen, die auf der Suche nach einer LiveCD sind (alle Versionen und eine Anzahl an CD Rohlingen werden mitgebracht). Neben der Messe selbst wird es auch einige Vorträge und Workshops geben. Mehr Information zu den Grazer LinuxTagen gibt es auf dieser Webseite.
USA: Pluckerisiertes Gentoo Handbuch
Obwohl David A. Desrosiers eigentlich hauptsächlich Debian und FreeBSD verwendet, hat er nun das offizielle Gentoo Handbuch in das Plucker Format konvertiert. Dies wird hauptsächlich all jene freuen, die das Dokument unter Palm OS betrachten wollen, was zum Beispiel bei der Installation ganz nützlich sein kann. Mit Hilfe eines entsprechenden plucker-konformen ebook-Betrachters kann das Gentoo Handbuch natürlich auch auf anderen Handheld Plattformen betrachtet werden, darunter WinCE- und Linux-basierende PDAs. Davids konvertiertes Gentoo Handbuch ist für acht Architekturen und 12 Sprachen auf seiner Webseite zu finden. Der Entwickler von Plucker hat übrigens auch schon Pläne, Gentoos RSS Nachrichten (von der offiziellen Webseite) über seinem neuem "Plucker Syndication Server" als online Service anzubieten.
Abbildung 3.1: Pluckerisiert: Das Gentoo Handbuch in Palm-Grösse |
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Deutschland: Gentoo Benutzertreffen in Berlin und Oberhausen
Zwei GMUs in verschiedenen Lokationen, aber zur gleichen Zeit:
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Berlin: 6. Mai 2005, ab 18:00 Uhr, in der Weinerei (Veteranenstraße)
-
Oberhausen: 6. Mai 2005, ab 18:00 Uhr, wie immer im Gasthof Harlos
4.
Gentoo den Medien
Newsforge (28 April 2005)
Ututo-e, der argentinische Gentoo Ableger von Diego Saravia und Daniel Oliveira, wurde vom Newsforge Autor Bruce Byfield gründlich getestet
"Die einzig freie Distribution" (soll heissen: zu 100 Prozent konform mit den Idealen der Free Software Foundation) erhält gute Noten da "Gentoo zeigt wie viel die Freie-Software-Gemeinschaft erreichen kann und wie wenig es den Benutzern kostet deren Prinzipien zu unterstützen."
Als eine Distribution, die nur aus Software die von der FSF überprüft wurde, besteht, fehlt ututo-e eine Java Runtime Umgebung und einige andere "unfreie" Software, welche aber dem Autor nicht abgehen. Der Artikel rief eine Welle von Protesten von Debian-Anhängern nach sich, die die Kommentarfunktion bei Newsforge nutzen um über Richard Stallman's Billigung zu diskutieren.
KDE.news (28 April 2005)
KDE Entwickler Jakub Stachowski gab letzten Donnerstag ein Interview über Zeroconf's Service Verzeichnis auf KDE.news.
Nach einer allgemeinen Einleitung über die Aufgaben von Zeroconf ("Applikationen können ihre Dienste ähnlich freigegebenen Verzeichnissen oder Netzwerkspielen an Zeroconf melden welche dann mit dem zeroconf: ioslave durchsucht werden können."), erklärt Jakub den Status der Zeroconf Unterstützung in KDE, die Beziehung zu Apple's Rendezvouz, und -- auf die Frage nach den Distributionen die Zeroconf mitbringen -- "zuerst war wie üblich Gentoo - man muss lediglich das 'zeroconf' USE-Flag setzen".
Slashdot (27 April 2005)
Ein Slashdot Artikel über Gentoo's grafischer Installationsroutine hat die übliche Mischung von wohlwollenden und wütenden Kommentaren nach sich gezogen. Der Autor Jon Latane findet den derzeitigen Installationsprozess "perfekt geeignet zum Abschrecken von potentiellen Benutzern" aber einige seiner Leser scheinen mehr über den Verlust ihrer "lauthals verkündeten Rechte Gentoo über die Shell installieren zu können..." besorgt zu sein. Wiedermal naiver Slashdot Spass.
5.
Abgänge, Zugänge und Veränderungen
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
- Omkhar Arasaratnam (omkhar) - PPC64
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
6.
Gentoo Security
eGroupWare: XSS- und SQL-Injection Verwundbarkeit
eGroupWare ist von mehreren SQL-Injection und Cross-Site-Skripting
(XSS) Verwundbarkeiten betroffen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Rootkit Hunter: Unsichere Erstellung von temporären Dateien
Rootkit Hunter ist verwundbar für Symlink-Attacken, welche einem
lokalem User womöglich erlauben, beliebige Dateien zu überschreiben.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Convert-UUlib: Pufferüberlauf
Ein Pufferüberlauf wurde in der Convert-UUlib entdeckt, was womöglich
in der Ausführung von beliebigem Code resultieren könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
xine-lib: Zwei Heap-Überlauf Verwundbarkeiten
Zwei Verwundbarkeiten wurden in der xine-lib entdeckt, welche womöglich
zur entfernten Ausführung von beliebigem Code genutzt werden könnten.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Heimdal: Pufferüberlaufverwundbarkeit
Pufferüberlaufverwundbarkeiten wurden im Heimdal Telnet-Client entdeckt,
welche zur Ausführung von beliebigem Code genutzt werden könnten.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Pound: Pufferüberlaufverwundbarkeit
Pound ist verwundbar für einen Pufferüberlauf, welcher zur entfernten
Ausführung von beliebigem Code führen könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
phpMyAdmin: Unsichere SQL-Skript Installation
phpMyAdmin lässt das SQL-Installationsskript mit nicht sicheren Berechtigungen
zurück, was zur Kompromittierung der Datenbank führen könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Horde Framework: Mehrere XSS-Verwundbarkeiten
Verschiedenen Module des Horde-Frameworks sind anfällig für mehrere
Cross-Site-Skripting (XSS) Verwundbarkeiten.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
7.
Gentoo Security
CVS: Mehrere Verwundbarkeiten
Mehrere schwerwiegende Verwundbarkeiten wurden in CVS entdeckt, welche
einem entferntem Angreifer die Möglichkeit bieten könnten, den CVS-Sever
zu kompromittieren oder einen DoS auszulösen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
XV: Mehrere Verwundbarkeiten
Mehrere Verwundbarkeiten wurden in XV entdeckt, welche womöglich dazu
genutzt werden könnten, beliebigen Code auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Mozilla Firefox, Mozilla Suite: Mehrere Verwundbarkeiten
Der neue Mozilla Firefox und die neue Mozilla Suite stopfen
Sicherheitslöcher, wie z.B. Speicherpreisgabe und die Möglichkeit
auf mehrere Arten Javascript-Code mit erweiterten Rechten auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
MPlayer: Zwei Heapüberlauf-Verwundbarkeiten
In MPlayer wurden zwei Verwundbarkeiten entdeckt, die zur entferten Ausführung
von beliebigem Code genutzt werden könnten.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
openMosixview: Unsichere Erstellung von temporären Dateien
openMosixview und der openMosixcollector-Daemon sind verwundbar für
Symlink-Attacken, was einem lokalem User die Möglichkeit bieten könnte,
beliebige Dateien zu überschreiben.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
RealPlayer, Helix Player: Pufferüberlaufverwundbarkeit
RealPlayer und der Helix-Player sind verwundbar für einen Pufferüberlauf,
was zur entfernten Ausführung von beliebigem Code genutzt werden könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
KDE kimgio: Pufferüberlauf bei der PCX-Behandlung
KDE macht einen Fehler bei der Behandlung von PCX-Bildern, wenn es um
die Validierung von Eingaben geht, was zur Ausführung von beliebigem
Code genutzt werden könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Kommander: Unsichere Ausführung von entfernten Skripten
Kommander führt entfernte Skripte ohne Bestätigung aus, was möglicherweise
zur Ausführung von beliebigem Code genutzt werden kann.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
8.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren.
Die Aktivitäten zwischen dem 24. April 2005 und 01. Mai 2005 resultierten in:
- 815 neuen Bugs
- 487 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 29 wiedergeöffneten Bugs
Von den 8572 zur Zeit offenen Bugs sind: 93 als 'blocker', 229 als 'critical' und 627 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
9.
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