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Gentoo Weekly Newsletter: 9. May 2005

Inhalt:

1.  Gentoo News

Druck Experten gesucht

Die Print Developer suchen nach Hilfe für einige ihrer Packete, insbesonders ist Hilfe beim schließen einiger der über hundert Bugs gesucht, die sich angesammelt haben weil das Team stark unterbesetzt ist. Leute die Erfahrung sowohl mit Gentoo als auch mit Applikationen und Utilities wie CUPS, Ghostscript, gimp-print, xpdf, acroread und anderen haben, werden dringend gebeten Heinrich Wendel direkt, oder aber mit Gentoo developer relations in Verbindung zu setzen. Dazu reicht eine kurze Vorstellung und ein paar Worte die die Erfahrung auf dem Gebiet beschreiben.

Neuigkeiten von den Foren

Wieder gibt es personelle Änderungen bei den Foren. Administrator Christian Hartmann ist nach einigen Wochen Auszeit wieder im Spiel. Während seiner Abwesenheit hat sein Kollege Tom Knight die Forumssoftware auf die phpBB Version 2.0.15 aktualisiert und einige nützliche Änderungen an der Suchfunktion vorgenommen. Eine Sammlung dieser und anderer Ankündigungen kann immer im News & Announcements forum eingesehen werden.

2.  Entwickler der Woche

"Es darf keine Grenzen für die Freiheit der Forschung geben." -- Danny van Dyk (kugelfang)


Abbildung 2.1: Danny van Dyk aka kugelfang

Fig. 1: kugelfang

Der Entwickler der Woche ist diesmal Danny van Dyk, der organisatorische Entwicklungsleiter (zusammen mit Mike Doty) und Gentoo/AMD64 Versionsverwalter sowie Mitglied des Gentoo Wissenschaftsprojektes. "Meine Arbeit als organisatorischer Entwicklungsleiter besteht hauptsächlich darin, die Arbeit der anderen Entwickler einzupflegen und deren Arbeit zu koordinieren. Daneben versuche ich noch so viele Bugs wie möglich zu fixen - so kam ich auch zum Team."

Gentoo ist das erste OSS Projekt von Danny und er ist sichtlich stolz auf die Arbeit die er für das AMD64 Team geleistet hat. Er ist Physikstudent an der Universität Dortmund und wendet einen Grossteil seiner Freizeit für Gentoo auf. Wenn er nicht gerade mit lernen beschäftigt ist arbeitet er als Dozent und hilft anderen Studenten mit so einfachen Dingen wie Mathematik, Physik und Programmiersprachen. Da sein Dozentenjob nun ausgelaufen ist, kann man ihn jederzeit als Nachhilfelehrer engagieren.

Er wurde erst vor Kurzem zum Versionsverwalter für AMD64 berufen. Jason Huebel hat mit ihm die 2005.0 Images (LiveCDs, stages, package-CD) erstellt. Seine Computer benennt er nach griechischen Buchstaben um sie interessanter zu machen. Seine Sammlung deckt die x86, ppc und AMD64 Architekturen ab. Seine wichtigste Hardware ist der HP LaserJet 4+ und auf der Softwareseite benutzt er KDE mit Mozilla Thunderbird und XMMS.

Er spielt Flöte und kocht liebend gerne, speziell ungetestete Gerichte die zeigen was ein echter Hacker im echten Leben so machen kann. An alle Frauen in Danny's Alter in Witten (wo Danny lebt): er ist Single und besitzt eine Vielzahl von Fähigkeiten. Danny's Motto stammt von Robert Oppenheimer und ist deutlich länger als nur die Überschrift: "Es gibt keinen Platz für Glauben in der Wissenschaft. Der Wissenschaftler ist frei und muss die Freiheit haben alles zu hinterfragen, Annahmen anzuzweifeln, nach Beweisen zu suchen und Fehler zu korrigieren.

3.  Gehört in der Community

Webforen

Plötzliche Strenge trifft Nutzer unerwartet

FEATURES="strict" wurde bereits vor einigen Wochen angeschaltet, aber die Anzahl an Nutzern, die durch die neuen Fehlermeldungen verwirrt wurden und Fehler bei der Installation meldeten nimmt nicht ab. Vielleicht ist das der Grund, warum keine "öffizielle" Ankündigung einer Änderung stattfand? Dieser Thread wurde haftend gemacht um Leuten mit den selben Fehlern eine schnelle Referenz zu bieten:

Nächste Generation init Ersatz

Ein weiteres Community Projekt, das aus den "unechten" Seitenlienien eines größeren Gentoo-Reichs stammt, hat nicht nur hunderte von Antworten auf den Originaklthread im Forum angezogen, es wurde nach Freshmeat weitergetragen und bekommt dort einige Medienunterstützung. Der Nutzer des Schwedischen Forums Jimmy Wennlund hat diesen "Ersatz für das alte und auf viele Arten überholte sysvinit" ausgeklügelt, das es gerade letztes Wochenende in den offiziellen Portage-Baum geschafft hat:

Inoffizielle Install-Medien veröffentlicht

Zusammen mit einem kleinen Team von Spendern, hat Bob Predaina (ein Forumsmitglied und Autor eines populären HowTo's um Gentoo mit einer unterliegenden NPTL-Struktur zu installieren) eine Serie von bootbaren CDs veröffentlicht, die Stage 3 Tarballs enthalten, die so arbeiten, als würdest du von Stage 1 installieren. Der Name des Projekts:

gentoo-dev

dev-perl aufteilen (Phase Eins von einer Millionen)

Michael Cummings bringt gute Neuigkeiten aus dem Perl-Camp: "Dieses Wochenende habe ich vor dev-perl in Unterkategorien zu unterteilen, beginnend mit perl-core. Wenn irgendjemand denkt, da wären nicht genug Pakete im aktuellen dev-perl, resync deinen Portagebaum, weil es scheint Jahre her zu sein, das du es getan hast :) perl-core wird die Ebuilds der Module enthalten, die mit der Kerninstallation von Perl mitgeliefert werden (auch wenn Versionen und Patches variieren können, je nach Version, die du installiert hast). Jeder, der Hilfe zu dieser Multi-Phasen-Migration anbieten will kann jederzeit auf bug 75435 posten".

Zertifiziertes Gentoo

Ein interessierter Gentooist, der mit IBM-Hardware arbeitet, fragt was getan werden kann um Gentoo IBM-zertifiziert zu bekommen. Andere Gentooisten fanden sich mit weiteren Fragen ein, wie man Gentoo für Kommerzielle Software zertifiziert bekommt. Es sieht so aus, als würde IBM Distributionen mit einem kommerziellen Hintergrund zertifizieren (wegen Service Level Agreements, etc.), aber es ist immer gut zu sehen, das Menschen versuchen Gentoo auf den nächsten Level zu bringen.

Portage als zweiter Paketmanager

Da Portage Softwaremanagement wirklich gut beherrscht, warum sollte man es nicht in anderen Distros zur eigenen Anpassung? Ähnliche Gedanken müssen zu diesem GLEP-Draft motiviert haben, das Portage erweitern will um fähig zu sein, Software an beliebigen Orten zu installieren und verwalten, auch als zweiter Paketmanager wenn RPM einfach nicht gut genug ist.

4.  Gentoo International

Belgien: Gentoo Webseite online

Letzte Woche hat Gentoo Entwickler Jochen Maes einen Server f¸r Gentoos belgische Pr‰senz im Web installiert und eingerichtet. So wie viele andere lokale Seiten hat auch diese neben den Beitr‰gen der offiziellen Webseite auch andere Features, wie zum Beispiel ein Benutzerforum oder eine Foto-Gallerie. Allerdings ist die Seite noch so neu, dass es nicht mal ein Logo gibt -- aber es l‰uft bereits eine Ausschreibung f¸r ein solches, und zwar bis zum Ende des Monats. F¸r diesen Zweck gibt es im Forum eine eigene Sektion, bei Interesse also einfach mal vorbeischauen...

Kanada: Gentoo LTSP Installation in der Schule

Cory Oldford, Vize-Pr‰sident der Prairie Linux User Group, arbeitet als Leiter eines beachtliches Gemeinschaftsprojekt in Winnipeg. Sein Auftrag: Die Migration eines Labors in einer Grundschule zu Gentoo Linux (siehe GWN Artikel von damals). In diesem Labor stehen in etwa 30 Stationen, von alten P75 mit 16MB RAM bis hin zu einigen PIII 667MHz und 128MB RAM. Leider waren diese Maschinene allesamt st‰ndig von Hardwareausf‰llen und veralteter Software betroffen.

Urspr¸nglich ging man davon aus, dass die alten PIIIs die Last nicht verarbeiten kˆnnen und die Verwaltung mehrerer LTSP Server zu aufw‰ndig w‰re. Die Lˆsung kam vom HC-Linux Team (wie "Holy Cross", der Name der Schule) -- ein openMosix LTSP Cluster, basierend auf Gentoo Linux. Nachdem das Dateisystem f¸r den Server dann endlich erstellt wurde, kam es doch anders: Der Administrator der Schule fand eine viel passendere Server-Hardware f¸r das Projekt, n‰mlich einen AMD Sempron 2500 mit 1,2GB RAM.

openMosix hat eine Zeit lang wunderbar funktioniert, wie Cory meint, aber im Umfeld eines Klassenzimmers ging das Ganze dann nicht mehr so gut, da die Sch¸lder dazu tendierten, die Rechner abzudrehen. Zur Zeit ist openMosix also wieder deaktiviert, kann aber nur durch starten des Service wieder in Betrieb genommen werden. Die Stationen ohne Festplatten verteilen ihre eigene Last nicht, sie warten einfach auf die Prozesse des Servers.

Nachdem ein paar Probleme mit dem Netzwerk gelˆst wurden, lief LTSP wie erwartet. Allerdings machte die geplante grafische Oberfl‰che f¸r die Klienten anfangs noch robleme: 30 Instanzen von KDE und Konqueror forderten eine Menge an Speicher, der Server begann diesen auszulagern. So fiel die Performance mit nur einer einzigen langsamen 40GB IDE Platte schnell ab, wenn alle 30 Stationen benutzt wurde. Der Umstieg zu icewm und einem vereinfachten ROX-Filter lˆsten aber auch dieses Problem. Der Umstieg zu dieser weniger Ressourcen-fressenden grafischen Oberfl‰che schaffte auch genug Speicher, um einige wichtige Applikationen und deren Bibliotheken in eine RAM-Disk vorzuladen, was nat¸rlich wieder zu einer Steigerung der Performance f¸hrte.

Die Mitglieder der HC-Linux Gruppe werden zwar hin und wieder f¸r kleinere Aufgaben gerufen, aber der Server l‰uft nun schon seit Monaten verl‰sslich. Cory ist sehr von der Hilfe der Gemeinde angetan: "Vielen Dank an Michael Imhof, dem Rest des Cluster-Teams und allen anderen Gentoo Entwicklern f¸r deren harte Arbeit!"


Abbildung 4.1: Gentoo auf altert¸mlicher Hardware -- ein Pentium 75MHz mit 16MB RAM

Fig. 1: PentiumI

Notiz: Foto Eigentum von Cory Oldford

5.  Gentoo in den Medien

Coyotegulch (2 Mai 2005)

Letze Woche führte Scott Robert Ladd, der Autor eines Tools für Kompileranalysen mit dem Namen Acovea, einen Benchmark Test zum Vergleich der Kompilierzeiten des GNU C Kompilers (gcc) Version 2.4.3 und dem Neuen gcc 4.0 der erst vor Kurzem veröffentlicht wurde durch. "Egal welche Kompileroptionen ich wähle, irgendjemand wird mir immer emails senden und mir erklären, dass ich alles falsch gemacht habe," sagt der Autor und spielt damit auf die Schwierigkeiten bei Benchmark-Tests an. Er stellt auch keine Vergleiche mit dem Intel oder anderen kommerziellen C Kompilern an. Seine Tests führte er auf AMD64 Dual Opteron und einem Pentium 4 System, beide mit einem Gentoo Linux das er nun mit GCC 4.0 neu kompilieren will, durch: "Version 4.0.0 legt einen Grundstein für die Zukunft und sollte als ein Schritt nach vorne mit einer neuen internen Architektur und dem neu hinzugefügten Fortran 95 gesehen werden. Wenn sie eine Menge C++ Sourcen kompilieren, sollten sie sich GCC 4.0 ansehen, andernfalls können sie nach wie vor die 3.4er Reihe verwenden."

Desktoplinux (8 Mai 2005)

Die Ergebnisse der jährlichen DesktopLinux Umfrage zeigt einen Rückgang der Rückmeldungen, einen unerklärlichen Verschwinden von ca. zwei Drittel der Debian Benutzer und einen komfortablen Zuwachs von Gentoo auf einen doppelt so hohen Marktanteil wie 2003. Allerdings entspricht die Umfrage wohl nicht unbedingt der realen Marktsituation.

6.  Abgänge, Zugänge und Veränderungen

Abgänge

Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:

  • Keine diese Woche

Zugänge

Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:

  • Duncan Coutts (dcoutts) - Haskell

Veränderungen

Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:

  • Tobias Scherbaum (dertobi123) - tratt dem PPC Team bei
  • Bryan Ostergaard (kloeri) - neuer Alpha Architektur Co-lead

7.  Gentoo Security

Oops!: Entfernte Codeausführung

Der Oops! Proxy-Server enthält eine Stringformatierungsverwundbarkeit, die womöglich zur entfernten Ausführung von beliebigem Code genutzt werden könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

Ethereal: Mehrere Verwundbarkeiten

Ethereal ist auf mehrere Arten verwundbar, was zur beliebigen Codeausführung oder zum Programmabbruch führen könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

GnuTLS: "Denial of Service"-Verwundbarkeit

Die GnuTLS Bibliothek is anfällig für "Denial of Service"-Attacken.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

gzip: Mehrere Verwundbarkeiten

gzip enthält mehrere Verwundbarkeiten, die einem Angreifer womöglich erlauben, beliebige Kommandos auszuführen.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

TCPDump: Dekodierungsroutinen sind anfällig für "Denial of Service"

Ein Fehler in der Dekodierung von Netzwerk-Paketen macht TCPDump anfällig für eine, von einem entfernten Angreifer ausgeführte, "Denial of Service"-Attacke.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

8.  Bugzilla

Zusammenfassung

Statistik

Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 01. May 2005 und 08. Mai 2005 resultierten in:

  • 833 neuen Bugs
  • 433 geschlossenen oder gelösten Bugs
  • 27 wiedergeöffneten Bugs

Von den 8576 zur Zeit offenen Bugs sind: 95 als 'blocker', 219 als 'critical' und 629 als 'major' markiert.

Rangliste geschlossene Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:

Rangliste neue Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:

9.  Zum GWN beitragen

Sind Sie daran interessiert, etwas zum Wöchentlichen Gentoo Newsletter beizutragen? Schicken Sie uns eine eMail

10.  GWN Feedback

Bitte schicken Sie uns Ihr Feedback an Feedback und helfen damit, den GWN besser zu machen.

11.  Andere Sprachen

Der Wöchentliche Gentoo Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:



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Seite aktualisiert 9. Mai 2005

Zusammenfassung: Der Gentoo Weekly Newsletter der Woche vom 9. May 2005.

Ulrich Plate
Editor

Patrick Lauer
Author

Cory Oldford
Author

Marc Herren
Übersetzer DE

Markus Luisser
Übersetzer DE

Nadi Sarrar
Übersetzer DE

Tobias Matztat
Übersetzer DE

Martin Ebner
Übersetzer DE

Daniel Gerholdt
Übersetzer DE

Matthias F. Brandstetter
Übersetzer DE

Thomas Raschbacher
Übersetzer DE

Tobias Hansen
Übersetzer DE

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