Gentoo Weekly Newsletter: 25. Juli 2005
1.
Gentoo News
Bugzilla: Bug 100.000!
Im Frühjahr 2002 wurde Gentoo Bugzilla
als zentrales Werkzeug um Bugs zu kontrollieren, gestartet. Mit der Zeit wurden
auch andere Dinge wie Anfragen für zusätzliche Funktionen und Versions-Updates
aufgenommen, weil das in Bugzilla recht einfach gemacht werden kann.
Am Stamstag, dem 23. July um 9:58 Uhr wurde Bug
Nummer 100.000 gemeldet.
Abbildung 1.1: Bug 100,000 in Gentoo Bugzilla |
 |
Das ist ein numerischer Meilenstein, der die Popularität von Bugzilla
eindrucksvoll dokumentiert. Die Datenbank benötigt nun fast 1,5GB! Zur Zeit
werden pro Tag mehr als 100 Bugs gemeldet - mit kleineren Spitzen an den
Wochenenden und größeren während den BugDays die wegen der Verteilung der
Teilnehmer auf die verschiedensten Zeitzonen mittlerweile fast zwei Tage dauern.
Ohne die ständigen Basteleien und Upgrades von Jeffrey Forman wäre das nicht mäglich. Ein
großes Dankeschön geht auch an die Bugwranglers die die Bugs verwalten und uns
davor bewahren in einer konstanten Flut neuer Bugs unterzugehen.
gentoo-sources-2.4 Beibehalten
Im letzten Newsletter wurde angekündigt, die Gentoo-2.4-sources
nicht weiterzuführen. Wegen der Menge an Emails die das Gentoo Kernel
Team daraufhin bekam, haben sie beschlossen, die gentoo-sources-2.4
neben den vanilla-sources-2.4 weiterzuführen.
Es gibt ein Update zu sys-kernel/gentoo-sources-2.4.31-r1,
die zur Zeit ~x86 markiert sind. Gentoo Entwickler Tim Yamin bittet um Tests für diese Kernel
Version, weil einige Patches entfernt wurden. Eine detaillierte Liste der
Patches und ein bißchen Hilfe für die Migration können im Blog
von John Mylchreest (Post vom letzten Montag, als die ersten paar User
Emails eintrafen) gefunden werden.
Darüberhinaus bittet John die user die OpenSWAN mit
gentoo-sources-2.4 benutzen und nicht auf einen 2.6 Kernel wechseln
können, ein Email an kernel@gentoo.org zu
schicken, so daß sie eine Entscheidung über die Zukunft dieses Patchsets treffen
können. Zuletzt möchte das Kernel Team drauf hinweisen, daß alle User die
OpenAFS benutzen, bald mit einem Release rechnen können der mit 2.6er
Kernel kompatibel sein wird.
2.
Gehört in der Community
gentoo-dev
Upgrades und rc-scripts
Brian Harring startete eine nette Diskussion
mit der einfachen Frage: “Aus reiner Neugiere, hat jemand von euch es schon mal überlegt
wie man automatisch die rc-skripte nach einem upgrade/re-emerge eines Paketes
neu starten könnte?”
Bugzilla ist nicht nur für Bugs [Erinnerung]
Vielleicht wurden die falschen Worte gewählt oder die Dokumetation ist zu Lückenhaft, aber
Gentoo Bugzilla ist nicht nur für Bugs gedacht sondern auch für Anfragen für Neuerungen und
andere Anliegen. Michael Cummings benutzt es auch
für Rückmeldungen von funktionierden Paketen in ~ARCH damit die Entwickler eine einfacher
Übersicht haben. Natürlich sollte es nicht missbraucht werden!
3.
Gentoo International
Deutschland: Nationales Benutzertreffen im August
Der deutsche Forum-Moderator slick organisiert zur Zeit ein nationales Benutzertreffen für das Wochenende am 13. und 14. August. Passend zu den vielen Festivals im Sommer steht Zelten auf dem Programm, und zwar in der Nähe eines Gasthofs in der Ortschaft Wissen beim Westerwald (zwischen Köln und Frankfurt/Main). Interessierte mögen sich bitte hier anmelden.
Einige Leute in der recht grossen deutschen Community sehen sich zwar täglich im IRC oder in den Foren, manchmal auch bei lokalen Gentoo Benutzertreffen, haben aber meist zu wenig Zeit um sich ausführlich miteinander zu unterhalten. Dieses Treffen soll nun dazu dienen, etwas mehr Zeit für Gespräche zu bieten und sich besser kennen zu lernen...
4.
Gentoo in den Medien
Intel's virtualization tests mit Gentoo als Basis
Im NewsForge's Ottawa Linux Symposium Tagebuch wird von einem Vortrag vom Intel Architekten Gordon McFadden über Virtualisierung. Er benutzte Gentoo mit einem 2.6.11-er Kernel und XFS Dateisystem als Basis für User-Mode-Linux. Der Grund für Gentoo war kein philosophischer sondern weil er mal wieder was Neues versuchen wollte.
5.
Tipps und Tricks
Vim zur Anzeige von Man- und Info-Seiten benutzen
Man- und Info-Seiten sind eine sehr gute Ressource, um Informationen zu einem
Programm zu finden. Man-Seiten werden normalerweise von less dargestellt
und für Info-Seiten wird der info Browser benutzt. Insbesondere der Info
Browser ist gewöhnungsbedürftig und schwierig zu benutzen, wenn man nicht gerade
emacs Benutzer ist. In diesem Tipp zeigen wir Ihnen, wie sie vim
als Browser für Man- und Info-Seiten einsetzen.
Zunächst müssen wir ein zusätzliches Programm für den Info Browser in
vim installieren. Der Man-Seiten Browser wird standardmäßig
mitinstalliert, muss aber von der Konfiguration her noch angepasst werden:
Befehlsauflistung 5.1: Installation von app-vim/info |
# emerge app-vim/info
|
Befehlsauflistung 5.2: Konfiguration von vim für Man-Seiten |
# echo "runtime ftplugin/man.vim" >> ~/.vimrc
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Daraufhin benutzen wir bash Funktionen zum Aufruf von vim und erzeugen
dazu Aliase für man und info. Bearbeiten Sie die Datei
~/.bashrc wie folgt:
Befehlsauflistung 5.3: man and info Funktionen erzeugen |
function viminfo () { vim -R -c "Info $1 $2" -c "bdelete 1"; }
alias info=viminfo
function vimman () { vim -R -c "Man $1 $2" -c "bdelete 1"; }
alias man=vimman
|
Der Einsatz eines Aliases hat den Vorteil, das man weiterhin die
Originalkommandos verwenden kann, indem man \man bzw. \info
aufruft.
Im Man-Seiten Browser von vim können Sie CTRL-] benutzen, um die
Man-Seite des Wortes unter dem Cursor aufzurufen. Per CTRL-T gelangen
Sie zurück. Weitere Informationen erhalten Sie über :help Man. Es gibt
weitere Tastenkürzel für den Info Browser. Beim Anzeigen von Info-Seiten bekommen
Sie über H eine kurze Hilfe.
6.
Abgänge, Zugänge und Veränderungen
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
- Bjarke Istrup Pedersen (Gurligebis) (bugday)
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
7.
Gentoo Security
Mozilla Thunderbird: Mehrere Schwachstellen
Mehere Schwachstellen in Mozilla Thunderbird erlauben Attacken von
der Ausführung von Skriptcode mit erweiterten Rechten bis hin zur
Preisgabe von Informationen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
MediaWiki: "Cross-Site Scripting"-Schwachstelle
MediaWiki ist anfällig für eine "Cross-Site Scripting"-Attacke, die
die Ausführung von beliebigem Javaskript-Code zur Folge haben könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
zlib: Pufferüberlauf
zlib ist anfällig für einen Pufferüberlauf, welcher möglicherweise die
Ausführung von beliebigem Code zur Folge hat.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Shorewall: Umgehung der Sichereitsrichtlinien
Eine Schwachstelle in Shorewall erlaubt Clients, die über die MAC-Adresse
authentifiziert wurden, alle anderen Sicherheitsrichtlinien zu umgehen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
8.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren.
Die Aktivitäten zwischen dem 16. Juli 2005 und 23. Juli 2005 resultierten in:
- 81 neuen Bugs
- 426 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 29 wiedergeöffneten Bugs
Von den 8200 zur Zeit offenen Bugs sind: 106 als 'blocker', 193 als 'critical' und 553 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
9.
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10.
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11.
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