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Gentoo Weekly Newsletter: 12. September 2005

Inhalt:

1.  Gentoo News

Größere Paketaktualisierungen für Apache

Das Gentoo Apache Team ist stolz zu verkünden, dass die nun seit über einem Jahr in Bearbeitung befindlichen Paketaktualisierungen nun 'stable' sind. Einige der größeren Änderungen sind:

  • Neue Konfiguration und die Konfigurationsdateien liegen nun an einem Ort, der besser dem Upstream entspricht und reduziert somit das Durcheinander für User, die von einer anderen Distribution kommen.
  • Module nutzen nun eine zentralisierte eclass die erstellt, installiert und Standardinformationen anzeigt, wenn das Modul aktiviert wird. Die erlaubt eine einfachere Wartung der existierenden Module und schnellere Entwicklung von Ebuilds für Module, die noch nicht im Verzeichnisbaum sind.
  • Erweiterte USE-Flags überlassen Ihnen nun die Auswahl, welche MPM kompiliert wird.
  • Ein neues gentoo-webroot das letzendlich ein auf Gentoo getrimmten Icon-Satz, Error-Dokumente und default Webseite enthalten wird. Alles wurde in ein eigenes Paket gesteckt und enthält ein USE-Flag, das angibt gentoo-webroot nicht in /var/www/localhost zu installieren - nützlich, falls Sie ihre eigene Webseite dort platziert haben.
  • Und noch vieles mehr, eingeschlossen das Beheben von vielen vielen Bugs.

Diese Änderunge werden "stable" am Sonntag, den 18. September. Sie wurden auf Herz und Nieren geprüft und viele User haben ihr OK dazu gegeben. Sie erlauben auch die neuen PHP-Ebuilds (mit PHP5-Support) zu nutzen, wenn diese vollständig verfügbar sind.

Wegen diesen Änderungen und Verbesserungen müssen Sie einige Dinge beim Upgrade von Apache beachten. Sie finden alles im Upgrading Apache Dokument, aber in Grundzügen müssen Sie folgendes machen:

  1. Jegliche Anpassungen, die Sie in der Apache-Konfiguaration gemacht habe müssen Sie in die neue Konfiguration in /etc/apache2/httpd.conf (Der Ort der Datei hat sich geändert) einfügen. Beachten Sie, dass das Init-Skript von Apache überprüft, ob es eine Konfigurationsdatei am alten Speicherort gibt und lehnt es ab zu starten, wenn Sie es nicht verschieben/ löschen - dies soll verhindern, dass eine Konfiguration erhalten, die unpassend für ihre Maschine ist.
  2. Aktualisieren Sie alle Module zu denjenigen Versionen, die die neue eclass unterstützen. Ältere Module werden nicht laufen, da Änderungen an den Speicherplätzen gemacht wurden.
  3. Apache neustarten.

Wir haben unser Bestes getan, eine Einfache Migration bereitzustellen, aber wenn Sie Probleme haben, besuchen Sie uns doch in #gentoo-apache auf irc.freenode.net oder auf unserer Mailingliste gentoo-web-user@gentoo.org und wir werden Ihnen weiterhelfen.

2.  Gehört in der Community

gentoo-dev

USE="minimal" für Kernel-Quellen

Die Kernel-Quellen sind ziemlich groß, bringen aber auch "unbrauchbare" Dinge wie Assembler-Quellen für alle Architekturen, die Sie nicht haben mit. So, warum nicht allen unnötigen Ballast abwerfen, sich auf das Wesentliche konzentrieren und wichtigen Speicherplatz sparen? Dieser Thread diskutiert, warum Gentoo einen solchen Kernel anbietet und warum es generell eine schlechte Idee ist, die Kernel-Quellen zu verkleinern.

[Zusammenfassung] Vorläufige x86 Arch Team GLEP

Chris White hat es wieder getan und bringt uns wieder einmal eine Zusammenfassung eines dieser schrecklich langen Threads, die das Lesen der dev - Mailingliste so zeitraubend machen. Danke Chris!

3.  Gentoo in den Medien

ComputerWorld (9 September 2005)

"Einer der größten Kämpfer in der Open-Source Bewegung" Eric S. Raymond scheint relativ leicht der Verlockung entgangen zu sein, bei Microsoft in einer ähnlichen Position wie der Gentoo Gründer Daniel Robbins zu landen, schreibt Robert McMillian in seinem ComputerWorld Artikel. Da sich der Herausgeber der Halloween Dokumente sicherlich unwohl bei der Firma, gegen die er jahrelang kämpfte, gefühlt hätte, muss man davon ausgehen, dass der Personalvermittler wohl nicht so genau wusste wen er gerade anwerben wollte...

REBOL (9 September 2005)

Carl Sassenroth, Chef von REBOL Technologies, erweitert seine Programmiersprache/Systemumgebung auf eine neue Plattform, wie er in einem kurzen Kommentar über REBOL für Linux/PPC bekannt gab. Getestet hat er auf einem PegasosPPC sowohl mit Gentoo als auch Debian Linux und das System für alle zum download bereitgestellt.

4.  Tipps und Tricks

Noch stärkeres Ausreizen von Kerneloptionen

Erinnern Sie sich noch an unserer prägnanten letztwöchigen Tipp zur Suchfunktion im make menuconfig des Kernels? Ein ähnlicher Tipp ist immer dann hilfreich, wenn sie so etwas wie das Entfernen einer unbekannten Abhängigkeit probieren. Nehmen wir beispielsweise an, sie wollten ihre Kernelkonfiguration von modular auf monolithisch ändern. Die Umstellung wird jedoch blockiert, weil immer noch an irgendeiner Stelle einige Feature als "M" markiert sind.

Eine einfache Möglichkeit, diese versteckten Abhängigkeiten aufzuspüren, ist das Abspeichern in einer anderen Datei: "Save Configuration to an Alternate File". Wählen Sie dort etwas wie .config.now (d.h. geben Sie einfach ".now" ein und drücken die Eingabetaste). Als nächsten öffnen Sie eine andere Konsole und schauen sich die Datei an:

Befehlsauflistung 4.1: Lesen der Konfigurationsdatei

less /usr/src/kernel/.config.now

Schauen Sie sich jetzt das wirkliche Produkt von menuconfig an. Suchen Sie einfach:

Befehlsauflistung 4.2: Suche nach modularen Optionen

/=m

Haben Sie den Verursacher gefunden, können Sie zu make menuconfig zurückkehren und mit Hilfe des Tipps der letzten Woche dessen Platz in der Hierarchie finden (falls es noch nicht deutlich ist).

Dieser Tipp ist insbesondere dann nützlich, wenn Sie ein minimales System erstellen möchte und der Kernel vollgepackt ist mit Unterstützung für veraltete Hardware, die Sie beim ersten Durchschauen übersehen. Beim Durchsuchen der .config und gleichzeitiger Benutzung von menuconfig können Sie die Möglichkeiten voll ausnutzen.

5.  Abgänge, Zugänge und Veränderungen

Abgänge

Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:

  • Niemand diese Woche

Zugänge

Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:

  • Matti Bickel (mabi) - Arch tester for PPC
  • Christian Hartmann (ian) - Official staff (Global forums moderator)
  • Mauricio Lima Pilla (pilla) - Official staff (Global forums moderator)

Veränderungen

Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:

  • Niemand diese Woche

6.  Gentoo Security

OpenTTD: Stringformatierungsschwachstellen

OpenTTD hat Probleme beim Formatieren von Strings, so dass womöglich beliebiger Code von entfernten Angreifern ausgeführt werden könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

phpLDAPadmin: Umgehung der Authentisierung

Ein Fehler in phpLDAPadmin könnte Angreifern die Möglichkeit bieten, Sicherheitseinschränkungen zu umgehen und sich anonym anzumelden.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

Net-SNMP: Insecure RPATH

Das Gentoo Net-SNMP Paket könnte Perl Module, die einen unsicheren DT_RPATH enthalten, zur Verfügung stellen, wodurch womöglich Userrechte erweitert werden könnten.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

Squid: 'Denial of Service'-Schwachstelle

Squid enthält mehrere Bugs, die in einem 'Denial of Service' resultieren, wenn speziell geformte Requests bearbeitet werden.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

7.  Bugzilla

Zusammenfassung

Statistik

Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 28. August 2005 und 04. September 2005 resultieren in:

  • 753 neuen Bugs
  • 393 geschlossenen oder gelösten Bugs
  • 36 wiedergeöffneten Bugs

Von den 8169 zur Zeit offenen Bugs sind: 97 als 'blocker', 197 als 'critical' und 536 als 'major' markiert.

Rangliste geschlossene Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:

Rangliste neue Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:

8.  GWN Feedback

Bitte schicken Sie uns Ihr Feedback an Feedback und helfen damit, den GWN besser zu machen.

9.  GWN Abonnenment Infos

Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn+subscribe@gentoo.org.

Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn+unsubscribe@gentoo.org und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.

10.  Andere Sprachen

Der Wöchentliche Gentoo Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:



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Seite aktualisiert 12. September 2005

Zusammenfassung: Der Gentoo Weekly Newsletter der Woche vom 12. September 2005.

Ulrich Plate
Bearbeiter

Chris X Edwards
Autor

Patrick Lauer
Autor

Michael Stewart
Autor

Markus Luisser
Übersetzer DE

Tobias Matzat
Übersetzer DE

Martin Ebner
Übersetzer DE

Daniel Gerholdt
Übersetzer DE

Matthias F. Brandstetter
Übersetzer DE

Thomas Raschbacher
Übersetzer DE

Tobias Hansen
Übersetzer DE

Dennis Nienhüser
Übersetzer DE

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