Gentoo Weekly Newsletter: 9. Januar 2006
1.
Gentoo news
FOSDEM steht bevor: Europas wichtigste Gentoo Veranstaltung
Zu der im nächsten Monat in Brüssel stattfindenden FOSDEM, Europas größte Open Source
Konferenz und wichtigste Veranstaltung im europäischen Gentoo Kalender,
haben bereits dreißig Entwickler ihren Besuch bestätigt.
Letztes Jahr konnte man die erste "dev room" Reservierung für Gentoo
miterleben. Ein ganzer Tag wurde der Benutzung von Gentoo und dessen
Entwicklung gewidmet. Besondere Erwähnung soll das Entwicklermeeting finden,
in dem die Änderungen in der Metastruktur des letzen Jahres angegangen
wurden.
FOSDEM 2006 findet am letzten Februar Wochenende (25.2. und 26.2.) statt.
Den Gentoo dev room gibt es am zweiten Tag, ein vorläufiger Zeitplan
steht auch schon. Wenn du planst, die FOSDEM zu besuchen und Hilfe
bei der Suche nach einer Übernachtung in Brüssel brauchst, schreibe bitte
an Patrick Lauer, er koordiniert
die diesjährige Präsenz von Gentoo auf der FOSDEM.
Besonders wenn du eine der Lücken im Programm mit einer Gentoo
Präsentation füllen willst, solltest du dich melden.
Litauischer Übersetzer gesucht
Ein kleines Team um Ernestas Liubarskij
hat kürzlich begonnen die Gentoo Dokumentation ins Litauische zu
übersetzen (ISO Code: lt). Das Team braucht noch Hilfe. Wenn du Englisch
lesen und Litauisch schreiben kannst und gern dem Team beitreten willst,
kontaktiere Ernestas bitte.
2.
Entwickler der Woche
"I'm an open-source guy with an open mind" -- Andrea Barisani
Abbildung 2.1: Andrea Barisani a.k.a. lcars |
 |
Andrea Barisani kommt aus der schönen
italienischen Stadt Triest. Er leitet - zusammen mit seinem Gentoo Kollegen
Rob Holland - eine Firma (
InversePath), ausserdem versucht
er noch immer seinen Physik Abschluss zu bekommen. Neben vielen anderen
Dienstleistungen, bietet
InversePath komerziellen Gentoo
Linux support für Produktions Systeme an.
Während seinem ersten Jahr an der Universität entdeckte Andrea sein Interesse
an System Administrierung und Sicherheit. In der Universität hat er einen der
frühesten (bekannten) Gentoo Server in betrieb genommen. Durch Bug - Reports
und Patches beschäftigte er sich mehr und mehr mit Gentoo. Das Gentoo System
läuft noch immer an der Universität, zusammen mit
rsync1.it.gentoo.org und lists.gentoo.org welche
beide von Andrea betreut werden. Seine anderen Gentoo Aufgaben beinhalten die
LDAP installation, allgemeine Infrastruktur Arbeit, verwalten der Mailinglisten
und Ansprechpartner des Infrastruktur Projekts zum Thema Sicherheit zu sein.
Die 'Upstream' Version von mlmmj (die Mailinglisten Software) profitiert
von den vielen Patches, welche Andrea schreib während er das System für Gentoo
eingerichtet (und einige Fehler behoben) hat. Zusätzlich betreut er viele der
LDAP Pakete, sendmail, ftester (Firewall Test Tool) und
tenshi (Log Analyzer).
Andrea hat Gentoo auf einer breiten Palette von Systemen (wenn immer passend)
-- Firewalls, Cluster, allgemeine Server, ... Erstaunlicherweise bleibt die
"KDE oder GNOME?" Frage unbeantwortet -- Andrea ist Kommandozeilen 'süchtig'
und verwendet ssh, screen, mutt, vim und
subversion. Nur selten wird X auch nur gestartet und auch dann nur für
firefox oder Openoffice. Neben anderen Dingen betreut er 50
Arbeitsstationen und 6 Server an der Universität, was mehr als nur wettmacht
für seine bescheidene Sammlung von einigen x86 Computern daheim.
Andrea ist nicht streng an Linux gebunden, denn wie er sagt, "Die Welt ist
groß und wir haben gute Software für viele verschiedene Dinge" -- während
Linux normalerweise die meisten Features hat, fehlt oft die Konsistenz des
BSD Projektes. Daher verwendet er was immer am besten funktioniert. Wie er
sagt: "Man kann die Vorteile eines mehr kontrollierten Basars in BSD sehen, und
man kann die Vorteile eines enormen Basars in GNU|Wasauchimmer/Linux
Distributionen sehen."
Viele erinnern sich an den "rsync compromise" vor einiger Zeit, wenn ein
Exploit (Sicherheitsloch) im rsync Code ausgenutzt wurde um einige
Server zu übernehmen -- Andrea war einer der ersten welche den Exploit komplett
analysiert hatten. Dieses Sicherheitsloch zeigt auch die Leistungsfähigkeit von
Open Source Entwicklung -- innerhalb von 36 Stunden waren die Fehler behoben und
eine neue rsync Version war veröffentlicht. Ein Interview über diesen
Vorfall kann in der
Harvard Business Review
gefunden werden. Eine kurze Biographie von Andrea und mehr persönliche
Informationen können auf
InversePath Homepage
und der
Speakers Homepage
der letzten PacSec Konferenz in Jokohama, an welcher Andrea teilgenommen hat,
gefunden werden.
3.
Gehört in der Community
gentoo-dev
Leitfaden für Textrels in Packeten
Mark Loeser startete eine
nette technische Diskussion über Textrels. Portage warnt nicht vor
Textrels, die zu Performance und Sicherheitsprobleme führen, eine
zusammenfassende Erklärung, für das wie und warum kann in diesem
Thread gefunden werden.
GLEP 42 (news) Runde sechs
Die Diskussion über Portage Newsreports, die schon seit einigen
Wochen im gange ist, wird erneut wiederholt, in der Hoffnung, eine
brauchbare Lösung zu finden.
Entwicklungsfähigkeit von anderen SCM/Versions Kontroll Systemen
für große Bäume
Während CVS mittlerweile erwachsen und recht stabil ist, bietet
es nicht alle Features von neueren Versions Kontroll Systemen.
Einige Leute haben mit einer migration des gentoo-x86 Baums
experimentiert (was allerdings wegen Logistischer und
Administrativer Gründe nicht in der näheren Zukunft passieren
wird). Donnie Berkholz
fragt über Erfahrungen mit den Alternativen, besonders wegen der
Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.
gentoo-server
Roadrunner's Server Projekt Update
Ricardo Loureiro hat einen Nachfolger seines ersten PDF Dokumentes, das in der
12 Dezember 2005
Ausgabe des GWN erwähnt wurde. Das neue Dokument dreht sich um das
Design Layout der mysql Datenbank, die benutzt wird um Packet informationen zu
speichern. Das Dokument geht sehr in Detail und stellt einen großen Schritt
Richtung Projektziel da.
4.
Gentoo International
Italien: Wieder ein neues Gentoo Derivat
Mit dem Versprechen, Gentoo Linux in nur wenigen Minuten auf einem Computer
installieren zu können, unterscheiden sich die Linux Live DVDs RR4 und RR64,
welche von
Fabio Erculiani
zu beziehen sind. Diese Linux DVDs unterscheiden sich in einigen Punkten vom
Gentoo Original, hauptsächlich im Default Kernel, der Reiser4 aktiviert hat.
Da dies den meisten Gentoo Entwicklern wohl einen Schauer über den Rücken
laufen lassen wird, ist man wohl gut damit beraten, keine Bugs dieser
Distribution im offiziellen Bugzilla von Gentoo zu melden. Trotzdem ist das
RR4/64 Projekt ein interessanter Ansatz, da es ein Live System hat, welches
ein voll funktionstüchtiges KDE und Gnome installiert hat, welche direkt von
der DVD booten können. Die dritte 64-bit Beta-Version von RR wurde am 26.
Dezember veröffentlicht -- ein verspätetes Weihnachtsgeschenk sozusagen...
5.
Gentoo in den Medien
Asteria (Dezember 2005)
Jon Hood, ein Entwickler, der für die Asteria Solutions Group, Inc.
arbeitet, dreht mit der aktuellen Betaversion des Gentoo Installers eine Testrunde,
und scheint recht zufrieden mit
dem Ergebnis zu sein. Er nennt das Projekt einen "tollen Schritt für die
Gentoo-Distribution in die richtige Richtung", und ist besonders entzückt
darüber, dass "Leute normalerweise nicht mit Test-Software arbeiten und
diese dann funktioniert, aber das ist genau, was passierte." Sein Review
beinhaltet eine nette kleine Slideshow, die
jeden Schritt der Installation über den GUI-Installer dokumentiert; sehr
interessant für alle, die ihn noch nicht in Aktion erlebt haben.
6.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
- Peter Volkov (pva) - netmon
- Gunnar Wrobel (wrobel) - web apps
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
- Sven Vermeulen (swift) - gab die Organisation des Gentoo Documentation Project (GDP) ab
- Xavier Neys (neysx) - übernahm die Organisation des GDP von swift
7.
Gentoo Security
CenterICQ: Mehrere Schwachstellen
CenterICQ ist anfällig für einen 'Denial Of Service' und dazu für die
Ausführung von beliebigem Code mittels der enthaltenen anfälligen
ktools-Bibliothek.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Mantis: Mehrere Schwachstellen
Mantis hat mehrere Schwachstellen, vom Datei-Upload bis hin zu
'Cross-Site Scripting' und 'HTTP Response Splitting'.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Dropbear: Rechteerweiterung
Ein Pufferüberlauf in Dropbear könnte authentifizierten Usern erlauben,
beliebigen Code als Root-User auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
NBD Tools: Pufferüberlauf im NBD-Server
Der NBD-Server ist anfällig für einen Pufferüberlauf, der in der Ausführung
von beliebigem Code resultieren könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
rssh: Rechteerweiterung
Lokale User könnte sich Root-Rechte verschaffen, indem sie mittels
'chroot' in andere Verzeichnisse wechseln.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
OpenMotif, AMD64 x86-emulation X-Bibliotheken: Pufferüberlauf in der libUil-Bibliothek
Zwei Puferüberläufe wurden in libUil, das Teil des OpenMotif-Toolkits ist,
entdeckt, die möglicherweise die Ausführung von beliebigem Code erlauben
könnten.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
scponly: Mehrere Probleme mit Rechteerweiterungen
Lokale User könnten einen Fehler in scponly ausnutzen um Root-Rechte
zu erlangen und per scponly eingeschränkte User könnten eine andere
Schwachstelle nutzen, um die Shell-Einschränkungen zu umgehen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
XnView: Rechteerweiterung
XnView könnte nach gemainsam genutzten Biblioteheken an nicht sicheren
Orten greifen, wodurch einem lokalem User die Möglichkeit geboten werden
könnte, beliebigen Code mit den Rechten eines anderen Users ausführen zu
können.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
pinentry: Lokale Rechteerweiterung
pinentry ist anfällig für eine Rechteerweiterung.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
KPdf, KWord: Mehrere Überläufe im enthaltenen Xpdf-Code
KPdf und KWord enthalten beide anfälligen Xpdf-Code zur Handhabung von
PDF-Dateien, wodurch sie anfällig für die Ausführung von beliebigem Code
werden.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
HylaFAX: Mehrere Schwachstellen
HylaFAX ist anfällig für die Ausführung von beliebigem Code und für
nicht-authorisierten Zugriff.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
VMware Workstation: Schwachstelle im NAT-Netzwerkbetrieb
VMware Gastbetriebssysteme können belibigen Code mit erweiterten Rechten auf dem
Host-Betriebssystem aufgrund eines Fehlers im NAT-Netzwerkbetrieb ausführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
8.
Bugzilla
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (
bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen,
Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu
protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 18. Dezember 2005
und 08. Januar 2006 resultieren in:
- 2338 neuen Bugs
- 1184 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 84 wiedergeöffneten Bugs
Von den 9097 zur Zeit offenen Bugs sind 78 als 'blocker', 173 als 'critical'
und 498 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben
sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs
zugewiesen bekommen haben sind:
9.
GWN Feedback
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Feedback und helfen damit, den GWN
besser zu machen.
10.
GWN Abonnenment Infos
Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere
Email an
gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.
Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte
eine leere Email an
gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org
und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.
11.
Andere Sprachen
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