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Gentoo Weekly Newsletter: 16. Januar 2006

Inhalt:

1.  Gentoo News

Neue USE Vorgaben in der Vorbereitung

Für einige Pakete hat Portage Auto-USE Vorgaben. Wenn ein USE Flag nicht explizit überschrieben wurden, sind sie nach dem emerge eines Paketes aktiv, bzw. inaktiv nach dem unmerge. Ein Beispiel: nach "emerge sqlite" wird der sqlite Flag bei der Ausgabe von "emerge info" und "emerge -vp" sichtbar sein, wenn ein Paketdas sqlite im iuse verwendet und es nicht mittels "-sqlite" oder "-*" ausschaltet (USE Flags in make.conf). Nach dem unmerge von sqlite wird das USE Flag deaktiviert angezeigt (außer sqlite im USE in make.conf).

Das hat einige Verwirrungen verursacht, wenn USE Flags "zufällig" aktiviert/deaktiviert sind, weil ein neues Paket Auto-USE verursacht. Entweder passiert das durch emerge/unmerge oder die package.use Datei wurde geändert. Einige Fehlerberichte sind durch Auto-USE begründet.

Die Änderung wird in einen der nächsten Portage 2.1 Versionen erscheinen. Sie ist bereits im Portage Tree und für fast alle Archiketuren ~ARCH markiert. Benutzer eines "Stable" Systems bleiben von der Änderung für einige Zeit unberührt, das Portage 2.0.x wird sein Verhalten nicht ändern, aber Upgrades können und werden USE Flags ändern. Wenn du gerade zur Portage 2.1 Version migriert hast, solltest du die Ausgaben von "emerge -DuvpN world" anschauen und Flags in make.conf aktivieren, falls etwas wie "-foo*" auftaucht.

Baselayout Änderungen

Das Gentoo Bayelayout Team ist glücklich die Version baselayout-1.12.0_pre14 zu veröffentlichen. Hier ist eine Zusammenfassung der grösseren Änderungen seit 1.11:

  • Netzwerk Hintergrundunterstützung von wpa_supplicant, ifplugd und netplug mit Serviceabhängigkeiten neustarten -- Normalerweise wird ifplugd benutzt, um zu überprüfen, ob das Ethernetkabel eingesteckt ist oder nicht und startet/stoppt den Netzwerk-Dienst dementsprechend. Das Problem war, das wenn ifplugd den Netzwerk-Dienst erneut startete, Dienste vergass, die es beendet hatte! Jetzt ist die ifplugd und netplug Unterstützung in baselayout integriert, womit wir bessere Kontrolle haben und uns Dienste merken können, die beendet wurden. Für wpa_supplicant gilt das nun ebenso.
  • Separate Netzwerkkonfigurationen für jedes Interface -- Jedes Interface kann nun seine eigene resolv.conf und Vorgabe-Route haben. Es wird kabelgebunden gegenüber wireless priorisiert. Aus mehrere resolv.conf Dateien entsteht eine integrierte Konfiguration. Das macht sich besonders für wandernde Laptop Benutzer bezahlt.
  • Interaktives Startup -- Hast du Dienste, welche erheblichen Ärger beim Starten bereiten? Solltest du nicht haben, wenn du aber trotzdem in die Verlegenheit kommen solltest, kannst Du jetzt für jeden einzelnen Dienst interaktiv starten, überspringen, weitermachen oder entfernen. Benutze generic stty und die Shell fragt dich. Wir beeinträchtigen das System dabei nicht und brauchen keinen Daemon.
  • Parallel Starten/Beenden verbessert -- Paralleles Starten und Herunterfahren hielt nicht unbedingt das, was die letzten Versionen versprochen hatten, aber jetzt verlaufen die Vorgänge besser parallel und um einiges schneller als zuvor. Das führen wir auf nachfolgenden Punkt zurück...
  • Verbessertes Sortieren der Dienst-Abhängigkeiten (obwohl langsamer) -- Dank dem parallel Starten, fanden wir heraus, dass das Sortieren der Dienste komplett falsch war, so dass wir es vollkommen neu schreiben konnten. Das war nun schon der vierte Versuch. Jetzt benutzen wir topologische Sortierung, welche in Bash-Scripting geschrieben ist. Die letzten drei Monate funktionierte das sehr gut, so dass wir uns dachten, das wars damit.
  • Status von Dienst-Deamons prüfen -- Dienste, die Daemons per Start/Stop-Daemon anstossen, stellen nun sicher, dass sie wirklich starten und nicht wie manchmal beobachtet: starten - zum Daemon werden - und sterben, weil eine fehlerhafte rc Konfiguration sie zum denken brachte, dass sie bereits liefen. Wenn der Status eines Dienstes überprüft wird, prüfen wir den Status des Daemons ebenfalls. Wenn der Daemon nicht läuft, wird der Dienst samt Abhängigkeiten beendet. Wir beenden jetzt ganz explizit den Dienst, wodurch ein Problem mit cups beseitigt wurde: cups starten, re-emerge cups und dann konnte der Dienst weder gestoppt noch neugestartet werden.

Gentoo PPC Treffen stellte die Roadmap für 2006.0 und danach auf

Die PPC Entwickler schlugen sich Sonntag Nacht drei Stunden um die Ohren, um über Dinge zu diskutieren, die vor ihnen liegen. Das 2006.0 Release für PowerPCs wird generic Stage 1, 2 und 3 enthalten, ausserdem Stage 3 Tarballs für G3 und G4 (beide als minimale und komplette Installations-CD) und GRP Pakete auf einer Extra CD. Alle 2006.0 Profile (generic und optimiert) werden NPTL enthalten.

Das PPC Team wird einige der offenen Fehlerberichte an einem "Bugday" angehen. Wenn du am Auslichten des Fehlerwaldes helfen willst, begib dich am nächsten Samstag, 21. Januar ab 15 Uhr deutscher Zeit in den Channel #gentoo-ppc auf irc.freenode.net. Bevor eine neue Aktion zum Finden neuer Entwickler startet, wird das Team die derzeit 21 Entwickler auf deren Status überprüfen. Gleichzeitig mit dem Anheben des Aktivitätsniveaus im Team, planen sie auch die Kommunikation mit anderen Architekturen und mit den Benutzern zu verbessern.

AMD64 Projekt Neuigkeiten

Wichtige Errungenschaften rund um Gentoo Linux für die AMD64 Architektur sind in einem Statusbericht letzte Woche veröffentlicht worden. Als die Hardware erschwinglich wurde, wuchs die Anzahl der Benutzer schnell und eine Menge Entwickler standen dem nicht nach. Bestand noch Anfang 2005 das AMD64 Team aus neun Entwicklern, sind es derzeit 32. Zusätzlich sollte man die 16 "Arch Tester" und Power-User erwähnen, die alle Entwicklungen kritisch begutachten und eine Menge Fehlerberichte absetzen. Das "Arch Tester" Konzept funktioniert so gut, dass diese Idee auf andere Architekturen übertragen wird und diese derzeit ihre Testteams zusammenstellen. Schau dir den gesamten Bericht des AMD64 Teams an.

2.  Gehört in der Community

Webforen

Neues toolchain für SPARC

Die Gentoo SPARC Entwickler machen sich bereit für die 2006.0 release. Gustavo Zacarias hat einen neuen gcc (3.4.5) und eine neue glibc plus 2.6.11 kernel headers für stabil erklärt. Die Änderungen werden die Leute, die noch das alte 2005.1 Profile nutzen nicht betreffen, aber dieses Upgrade zwingt die User ihr ganzes System zu re-emergen. Ihr solltet evtl. mal den Thread nach Nützlichen Informationen auschecken, bevor entwas anders als geplant verläuft:

3.  Gentoo International

USA: Seminare zu Gentoo am MIT

Der Gentoo-Entwickler Rajiv Manglani wird für Studenten des Massachusetts Institute of Technology in Boston, Massachusetts zwei weitere Abend-Seminare über Gentoo Linux halten. Das erste (Dienstag) wird eine Einführung in Gentoo geben, während der folgende Kurs einen detaillierteren Einblick in Portage und das Erstellen von Ebuilds geben wird. Wenn sie an einem oder beiden Veranstaltungen teilnehmen wollen, kontaktieren sie bitte schnellstmöglich sipb-iap-gentoo@mit.edu.

  • Einführung in Gentoo Linux: Dienstag, 17. Januar 2006, 20:00-22:00, MIT Gebäude 2, Raum 105
  • Weiterführendes zu Gentoo Linux:Donnerstag, 19. Januar 2006, 20:00-22:00, gleicher Ort

Notiz: Die Ankündigung auf der MIT-Website bietet genauere Auskunft und gibt Informationen, wie man zum Veranstaltungsort auf dem Campus gelangt.

USA: Utah Gentoo User Group

Steve Dibb ist der Gründer einer Gruppe von Gentoo-Usern in Utah. Ansässig in West Jordan, hat er vor kurzem eine Website eingerichtet, die eine "einfache Installation von Geeklog verwendet", um im gesamten Bundesstaat Support und Artikel über Gentoo anzubieten (der erste Eintrag ist ein Review von Damien Krotkines flagedit-Tool), und dient als Ausgangspunkt für zukünftige Aktivitäten wie Treffen und Install-Partys. "Utah ist ein wirklich toller Ort wegen der ganzen Unterstützung für Linux, die es hier gibt," sagt Steve, was ihn anfänglich ein wenig verwirrte: "Ich hatte vor einigen Monaten eine E-Mail versendet, um zu sehen, ob überhaupt Interesse bestand, und zu meiner Überraschung erhielt ich ziemlich positive Antworten auf meine Idee, obwohl es in Utah bereits viele lokale Linux-, Unix- und andere Opensource-Gruppen und -Listen gibt." Die einen Monat alte Gentoo-Utah-Gruppe hat nun elf Mitglieder, von denen alle Gentoo sowohl in Produktionsumgebungen als auch privat benutzen. Zusammen mit der Website betreibt Steve eine Mailing-Liste, wo "wir nicht angefeindet werden, weil wir Gentoo verwenden, wie es auf anderen lokalen Listen wäre" und die davon profitiert, dass sie klein und regional begrenzt ist: "Die Liste gibt uns die Möglichkeit, über Gentoo zu diskutieren, ohne durch eine größeren Benutzerbasis überflutet zu werden."

4.  Gentoo in den Medien

Allround PC (9. Januar 2006)

Einen Heim-Kino-PC (HTPC) mit Gentoo Linux einzurichten ist ein typisches Beispiel eine mimimalen Installation und deren Vorteile. Das wurde natürlich schon mehrere Mal gemacht, aber diese Schritt-f ür-Schritt-Anleitung des Vorgehens bietet einen knappen und präzisen Überblick darüber, welche Hardware zu verwenden ist, wo man welche Module konfigurieren muss, wie man Fernbedienungen integriert und vieles mehr. Weil einige der verwendeten Teile noch nicht im offiziellen Portage-Tree enthalten sind, wird man im Artikel auf den Overlay von gentoo.de verwiesen, der zusätzliche VDR-Plugins enthält, die für das HTPC-Setup notwendig sind.

Distrowatch (9. Januar 2006)

Ladislav Bodnar von Distrowatch nahm sich ein Stück der Gentoo-Dokumentation heraus, das neue Gentoo Linux LiveUSB Howto, das nun "Teil der offiziellen Dokumentation des Projektes geworden ist", und welches für ihn "besonders nützlich ist, um Gentoo Linux auf einem modernen Laptop ohne CD-ROM-Laufwerk zu installieren."

Linuxdevices.com (11. Januar 2006)

Ein Artikel über eine Linux-Roboter-Seite, die einen steuerbaren Roboter gebaut hat, erschien letzte Woche auf den Seiten des Onlinemagazins Linuxdevices.com.

5.  Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern

Abgänge

Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:

  • Niemand diese Woche

Zugänge

Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:

  • Martin Ehmsen (ehmsen) - TeX
  • Michal Kurgan (moloh) - Polnischer Organisator für GWN Übersetzung

Veränderungen

Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:

  • Niemand diese Woche

6.  Gentoo Security

mod_auth_pgsql: Mehrere Stringformatierungsschwierigkeiten

Stringformatierungsschwierigkeiten in mod_auth_pgsql könnten zur Ausführung von beliebigem Code führen.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

xine-lib, FFmpeg: Heap-basierender Pufferüberlauf

xine-lib und FFmpeg sind anfällig für einen Pufferüberlauf, der von Angreifern möglicherweise dazu genutzt werden könnte, beliebigen Code auszuführen.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

Blender: Heap-basierender Pufferüberlauf

Blender ist anfällig für einen Pufferüberlauf, der von Angreifern möglicherweise dazu genutzt werden könnte, beliebigen Code auszuführen.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

Wine: Windows Metafile SETABORTPROC Schwachstelle

Ein Fehler in Wine bei der Behandlung von Windows Metafile Dateien (WMF) könnte möglicherweise die Ausführung von beliebigem Code erlauben.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

7.  Bugzilla

Statistik

Die Gentoo Community verwendet Bugzilla ( bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 08. Januar 2006 und 15. Januar 2006 resultieren in:

  • 799 neuen Bugs
  • 447 geschlossenen oder gelösten Bugs
  • 37 wiedergeöffneten Bugs

Von den 9083 zur Zeit offenen Bugs sind 77 als 'blocker', 176 als 'critical' und 489 als 'major' markiert.

Rangliste geschlossene Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:

Rangliste neue Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:

8.  GWN Feedback

Bitte schicken Sie uns Ihr Feedback an Feedback und helfen damit, den GWN besser zu machen.

9.  GWN Abonnenment Infos

Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.

Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.

10.  Andere Sprachen

Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:



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Seite aktualisiert 16. Januar 2006

Zusammenfassung: Der Gentoo Weekly Newsletter der Woche vom 16. Januar 2006.

Ulrich Plate
Editor

Roy Marples
Author

Marien Zwart
Author

Tobias Matzat
Übersetzer DE

Jan Werner
Übersetzer DE

Gilbert Assaf
Übersetzer DE

Matthias F. Brandstetter
Übersetzer DE

Thomas Raschbacher
Übersetzer DE

Denny Reeh
Übersetzer DE

Dennis Nienhüser
Übersetzer DE

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