Gentoo Weekly Newsletter: 6. Februar 2006
1.
Gentoo News
GNOME 2.12 ist 'stable'
GNOME 2.12 ist seit 22. Januar 2006 als 'stable' markiert. Ein
Upgrade Guide
ist verfügbar. Falls Probleme auftreten, durchsuche bitte
Bugzilla, gehe in
#gentoo-desktop auf irc.freenode.net, oder schreib
einen Bug.
Notiz:
Wenn du am Test von 2.12 beteiligt warst und Pakete in
package.keywords aufgenommen hast, bitte entferne sie alle
bevor wir neue Versionsn wie 2.12.3 oder 2.13 beta aufnehmen.
|
Wi-Spy Gerät gespendet
Wie im
Weblog Eintrag
beschrieben, hat Ryan Woodings, Präsident von
MetaGeek, LLC, dem Gentoo Entwickler
Henrik Brix Anderseneinen Wi-Spy Spectrum
Analyzer übergeben. Das Gerät wird uns bei der Fehlersuche in verschiedenen
IEEE 802.11 drahtlosen LAN Treibern aus dem Portage helfen. Ein
Riesen-Dankeschön an Ryan für seine Spende.
Die erste Version der 3rd-Party
Open-Source Tools
für das Wi-Spy Gerät sind bereits im Gentoo Portage unter
net-wireless/wispy-tools
verfügbar.
Poppler und KPDF
Wer die Gentoo Sicherheits-Bekanntmachungen (GLSA) verfolgt, dem sind die
Sicherheitslücken in Verbinung mit xpdf im letzten Jahr sicher nicht
entgangen. Um die Fehlerkorrektur einfacher zu gestalten -- so dass Benutzer nur
noch ein Paket erneuern müssen -- wurde die "Poppler" Bibliothek eingeführt.
Unglücklicherweise wurde die Poppler Bibliothek nicht von kpdf benutzt.
Der Grund lag im Fehler einiger Korrekturen in Poppler, die bereits in der
KDE-Kopie von xpdf enthalten waren.
Danke geht an den Gentoo Entwickler
Stefan Schweizer für dessen Hilfe, einen
grossen Patch in Poppler einzuspielen. Wie
nachzulesen
ist, sind fast alle Korrekturen für die kpdf-Integration enthalten.
Allerdings wird im kommenden KPDF noch nicht Poppler benutzt. Der Grund ist,
KDE 3.5 ist bereits "dependency-frozen", so dass keine neuen Abhängigkeiten
hinzugefügt werden dürfen. Kubuntu hat einen Patch von Jonathan Riddell
eingespielt, damit KPDF Poppler benutzt. Gentoo benutzt nun auch, dank
Diego Pettenò, eine -- etwas
verbesserte -- Version.
Während das für Projektadministratoren aufgrund von Sicherheitsaspekten sehr
wichtig ist, hat es aber auch Auswirkungen auf Benutzer. Da KPDF nun direkt
Poppler benutzt, erzeugt es eine neue Abhängigkeiten für kdegraphics und kpdf.
Das Paket poppler-bindings ist nun ebenfalls eine Abhängigkeit von kpdf
und kdegraphics, wenn USE="pdf" benutzt wird. Das Entfernen des doppelten Codes
bedeutet, dass KPDF weniger Zeit und Platz braucht, es zu erzeugen. Ausserdem
scheint es schneller zu sein, als zuvor.
Notiz: Xpdf benutzt nun auch Poppler. Das aktuelle xpdf ebuild im
Portage benutzt nur noch Poppler zum Rendern. |
2.
Gehört in der Community
Web forum
EVDO Zugang für Gentoo
Lebst du in Japan, USA oder irgendwo anders wo EVDO, der Breitbandstandart vom
CDMA2000 Mobil Telefon benutzt wird? Hier ist ein brandneues Howto für die, die
eine EVDO PCMCIA card in ihrem Laptops benutzten wollen:
gentoo-dev
Sollte logrotate ein globales USE-Flag werden?
Diese Woche gab es eine lange Diskussion darüber, ob logrotate ein
globales Use-Flag werden soll. Während einige ebuild ein (lokales)
logrotate Use-Flag haben, ist es nicht optimal, dass über ein Use-Flag
zu steuern. Das Log verhalten zu ändern, sollte eine Config-Option
sein und nicht ein neues Kompilieren erfordern.
USE-Flag Änderung: pdflib --> pdf
Die Vereinigung von drei verschiedenen USE-Flags, die quasi
alle das gleiche machen, hatte Marius Mauch
im Hinterkopf, als er das neue USE="pdf" Flag vorschlug.
3.
Gentoo International
Schweiz: Diet Pentoo veröffentlicht
Mini-Pentoo ist eine zurechtgestutzte
Version der
Pentoo LiveCD,
einer "penetration testing distribution", basierend auf Gentoo und betreut von
Michael Zanetta aus Basel in der
Schweiz. Der Inhalt besteht hauptsächlich aus Programmen für den Test und
Revision von Netzwerken, von normalen Scans bis hin zum Aufspüren von
Schwachstellen. Das gesamte Paket ist ca. 186 MB groß und passt somit auf eine
mini-CD oder einen USB Stick. Die neue Version der Distribution beinhaltet
einige Verbesserungen, ua. sind dies ein 2.6.14 Kernel mit unionfs,
Unterstützung von Modulen wie Slax, dauerhafter Speicher von Nessus-Plugins,
SecurityForests ExploitTree mit Konfigurationsdateien und verbesserte
Unterstützung von drahtlosen Netzwerken.
Abbildung 3.1: 'Der aufreizendeste Fenster-Manager' -- Pentoos neues Enlightenment Thema |
 |
Notiz:
Gentoo Entwickler
Marcelo Góes hat
einen Überblick über Pentoo
verfasst, der durchaus lesenswert ist, wenn man an diesem Projekt interessiert
ist. Weitere Infos gibt es auf Pentoos
kompletten Übersicht über alle Programme.
|
Japan: Das OSC in Tokio
GentooJP bereitet sich bereits mit
vollem Einsatz auf die nächste Open-Source Konferenz in Tokio vor: Die
Frühlings-Ausgabe der japanischen Open-Source Konferenzserie
OSC. Das bevorstehende Event
findet am 17. und 18. März statt, und zwar wie üblich im
Japan Electronics College
in Ogikubo. Der Eintritt ist frei, wer aber am Messestand mithelfen möchte,
der möge dies bitte in der GentooJP Mailingliste
(gentoojp-misc@ml.gentoo.gr.jp) bekannt geben.
GB: EUsecwest Sicherheits-Konferenz in London
Andrea Barisani, seines Zeichens Gentoo
Entwickler (Vorstellung im
GWN vom 9. Jänner 2005
), wird einer der Vortragenden beim
EUSecWest sein, einer Konferenz rund um
das Thema Sicherheit, welche am 20. und 21. Februar in London stattfinden wird.
Sein Vortrag mit dem Titel
"Lessons in open-source security: the tale of a 0-day incident"
wird die Schwachstelle in rsync behandeln (Details dazu unter
GLSA 200312-01 und
GLSA 200312-03), und wie
die Verantwortlichen bei Gentoo damit umgegangen sind. Weiteres Thema ist u.a.
Sicherheit im Open-Source Bereich mit Hilfe von Hardened Gentoo als Beispiel.
4.
Gentoo in den Medien
eWeek.com (29. Januar 2006)
Lee Thompson, der Vizepräsident von E-Trade.com, stellt ausführlich dar,
warum Gentoo aus der Perspektive des Technologiemanagments so ansprechend ist:
"Die Rate, mit der Patches von dem Projekt erscheinen" ist viel höher als bei
irgendeinem anderen Betriebssystem, und außerdem ist "die Menge an
Veränderung, die man aushalten muss, bei Gentoo um einige Größenordnungen
größer." In seinem Job als CEO bei E-Trade weiß er, das Veränderung manchmal
destabilisierend wirken können, aber sie ist dennoch gut, und den größeren
Aufwand wert: "Wenn man mit den Veränderungen besser mithalten kann als andere,
dann wird man überleben, während die Leute, die den Veränderungen nicht
standhalten können, sich nicht weiterentwickeln werden und untergehen werden."
Das einzige, was er vermisst, ist eine eigenständige Gentoo-Variante für
Produktionsserver -- die immer noch unter RedHat laufen, während Gentoo nur auf
seinem Laptop läuft.
Im Artikel
geht es um mehr als nur Thompsons Liebe zu Gentoo, er erklärt auch, wie
man Open-Source-Entwicklung in einem Unternehmen wie E-Trade für
den kommerziellen Erfolg nutzen kann. Außerdem schafft er es, Steven J.
Vaughn-Nichols zu einem
anderen Artikel bei Linux Watch
zu bewegen, in dem er sich auf Thompsons Artikel bezieht, betitelt mit
"Selling Linux to bean-counters."
Wine Headquarter (31. Januar 2006)
Sieh an: Wine, der Nicht-Emulator für Nicht-Linux-Anwendungen unter Linux, ist
tatsächlich schneller als Windows XP, wenn man verschiedene
Windows-Anwendungen laufen lässt, behauptet ein
Benchmarktest von WineHQ.
"Die Ergebnisse können schwanken, das kommt auf die Linux-Konfiguration, die
Version von Wine und die Hardware an," sagt der Autor Tom Wickline, aber es
scheint in diesem Fall zu stimmen, als der Test mit Wine 0.9.5 auf einem
Gentoo Linux System lief.
5.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
-
Zac Medico (zmedico) - Portage
-
Alec Warner (antarus) - Portage
-
Gérald Fenoy (djay) - app-sci herd
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
6.
Gentoo Security
MyDNS: Denial of Service
MyDNS enthält eine Schwachstelle, die eine 'Denial of Service'-Attacke auslösen
könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Xpdf, Poppler, GPdf, libextractor, pdftohtml: Heapüberläufe
Xpdf, Poppler, GPdf, libextractor und pdftohtml sind anfällig für
Integerüberläufe, die zum Ausführen von beliebigem Code genutzt
werden könnten.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
GStreamer FFmpeg plugin: Heapbasierender Pufferüberlauf
Das GStreamer FFmpeg-Plugin ist anfällig für einen Pufferüberlauf, der
von Angreifern zum Ausführen von beliebigem Code ausgenutzt werden könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
7.
Bugzilla
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (
bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen,
Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu
protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 29. Januar 2006
und 05. Februar 2006 resultieren in:
- 830 neuen Bugs
- 435 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 26 wiedergeöffneten Bugs
Von den 9240 zur Zeit offenen Bugs sind 75 als 'blocker', 169 als 'critical'
und 505 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben
sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs
zugewiesen bekommen haben sind:
8.
GWN Abonnenment Infos
Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere
Email an
gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.
Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte
eine leere Email an
gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org
und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.
9.
Andere Sprachen
Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:
|