Gentoo Weekly Newsletter: 20. Februar 2006
1.
Gentoo News
FOSDEM öffnet Tore am Samstag
Europas größte Open-Source Entwicklungs-Konferenz, FOSDEM, wird nächstes
Wochenende (25. und 26. Februar) in Brüssel abgehalten. Gentoo hat einen Stand
am Samstag und Sonntag in der Ausstellungshalle, auf dem mehrere Architekturen
gezeigt werden. Das zweite Jahr in Folge wird Gentoo seine Rolle in der
Entwicklung unterstreichen und einen eigenen "Devroom" haben. Einen ganzen Tag
lang werden Gentoo Entwickler präsentieren, meistens öffentlich. Die Ausnahme
bildet ein internes Gentoo Entwicklungsmeeting um die Mittagszeit. Der Gentoo
Devroom wird am Sonntag, 26. Februar abgehalten.
Der Zeitplan
erstreckt sich von 9:00 bis 16:30 Uhr.
Die europäischen Entwickler freuen sich auf drei Besucher aus Übersee: der
Leiter des Release Engineering Chris Gianelloni
und AMD64 Entwickler Mike Doty aus den
USA, sowie der Projektadmin für CJK Mamoru Komachi
aus Japan werden die europäischen Kollegen im Devroom unterstützen.
Ein Social Event für Gentoo Entwickler ist in Brüssel für Samstag Nacht
angesetzt. Wenn du daran teilnehmen möchtest, schicke bitte eine Email an
Patrick Lauer.
Aufforderung zum Kommentar: Qmail entwickelt sich weiter
Das Qmail Team untersucht die zukünftige Unterstützung von qmail im
Portage-Baum und bewegt sich in Richtung netqmail. Sie entschieden sich,
ihre Aktualisierungsrichtlinien zu ändern und einen grossen Patch
bereitzustellen, anstelle vieler kleiner.
Bei dieser Umstellung interessiert sich das Team auch dafür, welche
Funktionalitäten von qmail nicht benutzt werden und welche Funktionen
vermisst werden.
- Benutzt du etwas anderes als qmail um SMTP Frontends zu bedienen?
Qsmtp, qpsmtp, mailfront? Andere Scripts von
qmail-spp?
- Gibt es überhaupt Benutzer von qmail-mysql? Der letzte Fehler
wurde 2003 berichtet. Wenn das Paket nicht benutzt wird, würden wir es gern aus
dem Baum nehmen.
- Haben Benutzer Erfahrung mit der Wartung und der Anpassung von
qmail-ldap? Bitte kontaktiert das Team, es werden mehr
qmail-ldap erfahrene Benutzer benötigt.
Notiz: Bitte schreibt an qmail-bugs@gentoo.org,
sie freuen sich über deine Nachricht. |
2.
Gehört in der Community
gentoo-dev
Berlios-gehostete SRC_URI Komponenten
Das Berlos Projekt bietet hosting für Open Source Projekte an,
inklusive CVS und Dateimirror. Nach einer Neustrukturierung ihrer
(oft überladenen) Server, hat sich die download Adresse geändert -
direkte URIs werden nicht länger genutzt, stattdessen gibt es jetzt
eine URI mit einem "Magischen Schlüssel". Auch scheint jeder
Download ein extra "Müll" byte zu haben, was sehr effektiv Gentoos
md5 check verhindert. Das bedeutet, so lange Berlios nicht seine
Reglungen ändert, müssen alle SRC_URIs in den ebuilds geändert
werden und Dateien ziehen kann aufgrund einer falschen
Prüfsumme fehlschlagen. Die Diskussion wie man mit der
Situation umgehen soll, ist noch im Gange.
Bugzilla-Knigge Vorschlag
Weil es oft unvollständige, oder doppelte bugs in unserem Bugzilla
gibt, werden die Antworten der bugwranglers (die Personen, die
die Bugs sortieren und zuweisen), unter umständen von den Personen,
die den Bug ausgefüllt haben, als sehr negativ aufgenommen.
Besonders ein INVALID Bug kann eine sehr emotionale Antwort
auslösen. Daniel Drake bietet
einige Vorschläge für die Entwickler, um unnötige Konflikte mit den Bugs
zu vermeiden, aber die folgende Diskussion enthält auch einige HInweise
für Benutzer, die einen Bug einreichen wollen.
Protokoll der Gentoo Rat Sitzung (20060209)
Die monatliche Sitzung Treffen des Gentoo Rates fand am 9. Februar statt. Der
einzige Punkt auf der Tagesordnung war GLEP 44 (Manifest2 support), welcher
erstmal Verschoben wurde, bis einige Technische Probleme geklärt sind.
3.
Gentoo international
GB: Kaboot, die Distribution basierend auf Gentoo
Kaboot ist eine Linux-LiveCD,
die auf Gentoo aufbaut. Zur Zeit gibt es vier verschiedene Ausrichtungen:
"Recovery", "Lite", "Science" und - soeben veröffentlicht - "Kaboot Komplete".
Die Distribution ziehlt darauf ab, ein komplettes Betriebssystem zu sein,
welches einfach auf CD oder USB-Stick überallhin mitgenommen und auf jedem
System gestartet werden kann. Die Entwicklung schreitet zügig voran, der Author
Hanni Ali plant,
Anfang März eine fertige USB-Version fertig zu haben. Veröffentlicht wurden
bisher ISO-Images von 80 bis ca. 550 mb.
4.
Gentoo in den Medien
Mactel Linux (16. Februar 2006)
Einige Onlinemedien wie Slashdot
,
engadget und PC Magazine
berichteten über den Erfolg von Edgar Huceks Linuxinstallation auf einem der
neuen Intel-Macs, einem 17-Zoll iMac mit Dualcoreprozessor. "Mit elilo
und einem modifizierten Linuxkernel können wir von einer USB-Festplatte aus
den iMac Core Duo booten." Wir benutzen den gehackten
vesafb-Treiber, der den Framebuffer des Bootloaders beerbt.
Gentoo läuft und kann den Linuxkernel kompilieren", berichtet die Projektseite. Wir gratulieren!
PC Web (7. Februar 2006, in japanisch)
Gentoos BSD-Projekt wurde lobend erwähnt in einem von Japans wichtigsten
Online-Computermagazinen, PC Web. Der Autor Daichi Goto zitiert einen Thread
der BSD Mailingliste, und stellt "Gentoo GNU/kFreeBSD" so dar, das es das
Beste beider Welten benutzt: das Userland von Gentoo, den Kernel von FreeBSD.
Interessant auf würde diejenigen, die kein Japanisch lesen können, sind die
vier in dem Artikel enthaltenen Screenshots einer funktionierenden
Installation.
5.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
6.
Gentoo Security
Xpdf, Poppler: Heapüberlauf
Xpdf und Poppler sind anfällig für einen Heapüberlauf, der zum Ausführen von
beliebigem Code ausgenutzt werden könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
KPdf: Heapbasierender Überlauf
KPdf enthält problematischen Xpdf-Code zur Handhabung von PDF-Dateien, wodurch
es anfällig für die Ausführung von beliebigem Code ist.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
ImageMagick: Stringformatierungsschwachstelle
Eine Schwachstelle in ImageMagick erlaubt Angreifern die Anwendung zum Absturz
zu bringen und möglicherweise beliebigen Code auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Sun JDK/JRE: Privilegienerweiterung von Applets
Sun's Java Development Kit (JDK) und Java Runtime Environment (JRE) bieten
keinen ausreichenden Schutz dagegen, das Applets ihre Privilegien erweitern
oder beliebigen Code ausführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
libtasn1, GNU TLS: Sicherheitsfehler in der DER-Dekodierung
Ein Fehler während des Parsings von Distinguished Encoding Rules (DER) wurde in
libtasn1 entdeckt, wodurch möglicherweise beliebiger Code ausgeführt werden
könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
BomberClone: Entfernte Ausführung von beliebigem Code
BomberClone ist anfällig für einen Pufferüberlauf, wodurch von entfernter Stelle
beliebiger Code ausgeführt werden könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
GnuPG: Inkorrekte Signaturverifikation
Anwendungen, die auf die Authentifizierung digitaler Signaturen von GnuPG
vertrauen, könnten fälschlicherweise glauben, das eine Signatur bereits
verifiziert worden ist.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
7.
Bugzilla
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (
bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen,
Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu
protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 12. Februar 2006
und dem 19. Februar 2006 resultieren in:
- 815 neuen Bugs
- 442 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 28 wiedergeöffneten Bugs
Von den 9341 zur Zeit offenen Bugs sind 75 als 'blocker', 152 als 'critical' und
526 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben
sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs
zugewiesen bekommen haben sind:
8.
GWN Feedback
Bitte schicken Sie uns Ihr Feedback an
Feedback und helfen damit, den GWN
besser zu machen.
9.
GWN Abonnenment Infos
Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere
Email an
gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.
Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte
eine leere Email an
gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org
und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.
10.
Andere Sprachen
Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:
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