Gentoo Weekly Newsletter: 13. März 2006
1.
Gentoo News
Gentoo Store: 2006.0 Release CDs verfügbar
Offizielle 2006.0
Release CDs sind im Gentoo Store diese Woche eingetroffen! Fünf USD
von jeder verkauften CD gehen an die
Gentoo Foundation. Das ist ein cleverer Weg, um die Entwicklung von Gentoo
direkt durch Verkäufe zu unterstützen.
Gentoo Community Directory
Es ist zunehmend schwieriger, die Vielzahl der internationalen Aktivitäten
rund um das Gentoo Projekt zu verfolgen. Entwickler, Benutzer und Enthusiasten
um den Globus organisieren Gentoo-Veranstaltungen, halten Vortägen an deren
Universitäten oder managen Stände auf Konferenzen und Messen. Um auf dem
Laufenden zu bleiben, was international passiert, sucht das das GWN Team aktiv
nach Gentoo Usergroups, Vereinen, Clubs und Studienkreise, die Benutzer oder
Entwickler in deren Städte und Ländern vertreten. Wenn du eine Gentoo Webseite,
ein Forum, ein regelmäßiges Treffen oder Veranstaltung betreibst, bitte sende
eine kurze Beschreibung deiner Aktivitäten und deine Kontaktdaten an unsere Feedback Adresse, damit
wir ein Gentoo Community Directory installieren können. Vielen Dank im Voraus!
2.
Gehört in der Community
Web forum
glibc 2.4
glibc 2.4 ist offiziel im Portage Baum. Die Forum User waren
Überrascht, dass es direkt ~arch wurde, anstatt erst hard masked. Wie auch
immer, es wurden viele Tests, wie neubau der toolchain gemacht, und alle liefen
gut. Einige haben es sogar mit GCC 4.1 versucht und keine Probleme gehabt.
Trotzdem fanden sie einige kleine Problemchen beim neubau von nur-nptl
Applikationen.
Forum Veteran taskara
hat eine eigene Gentoo LiveCD mit Xgl support released. Benutzer, die sie
ausprobiert haben, sind sehr erfreut über den 3D hardware support auf einer
LiveCD. Links und torrents sind im Thread und natürlich kannst du auch gleich
mitdisskutieren:
3.
Gentoo International
Indien: Dieses Wochenende Open Source Event in Kozhikode
Gentoo EntwicklerShyam Mani wird
während des FOSS.NITC Events am
National Institute of Technology in Kozhikode (früher Kalicut, im Bundesstaat
Kerala) am 18. und 19. März eine Einführungspräsentation zu Gentoo halten.
Zusammen mit dem ebenfalls von Gentoo überzeugten Ashish V plant er, ein Gentoo
BoF (Birds of Feather, zu deutsch Gleichgesinnte) Treffen während des Events zu
veranstalten. Näheres verrät der Terminplan event schedule des
Events.
Deutschland: Gentoo Nutzertreffen in Leipzig
Am Freitag, 17. März 2006, trifft sich eine Gruppe Gentooer aus dem Raum
Leipzig und Halle für einen gemütlichen Abend im Stuk (Studentenkeller) in Sachsen.
Dieses erste Leipziger GUM (Gentoo User Meeting) geht um 19:00 Uhr los. Wenn Sie
Interesse haben, vorbeizuschauen, melden Sie sich bitte kurz bei den
Veranstaltern in diesem Thread im
Forum.
Deutschland: Bericht aus Chemnitz
Wie schon im Jahr 2005 wurden die Linuxtage in Chemnitz (4. und 5. März 2006)
nicht nur von Gentoo Entwicklern besucht, sondern man konnte diese auch an
ihrem Stand zu einem kleinen Schwatz aufsuchen. Ausgestellt wurde eine SGI
Octane, die ununterbrochen am Kompilieren war, am Ende des zweiten Tages aber
noch ein laufendes xorg präsentierte. Am Stand gab es selbstverständlich
Fanartikel wie Plaketten oder eine DVD mit dem 2006.0 Release inklusive
einiger Extras wie Stage Archive und vielen Quellpaketen zu erstehen. Nicht
zuletzt hielt Tobias Scherbaum einen
Vortrag zu Gentoo.
Abbildung 3.1: Von links nach rechts: Standpersonal tuxus, dertobi123 und Mr. Big |
 |
4.
Gentoo in den Medien
Linux Magazin (4/2006, auf Deutsch)
Die April-Ausgabe des deutschen Linux Magazin widmet ihre Titelgeschichte und
ein halbes Dutzend tiefergehende Artikel im Inneren des Magazins dem Thema
"Virtualisierung" in all seinen Facetten. Die Hauptrollen in einem der Artikel
spielen der Gentoo-Entwickler Benedikt
Böhm und das vserver-Projekt für Linux, aufbauend auf den
vserver-sources und weiteren Hilfsmitteln, die von Gentoo
bereitgestellt werden. Das Magazin ist an Zeitungsständen in deutschsprachigen
Ländern erhältlich.
Open Source Jahrbuch (März 2006)
Letzte Woche veröffentlichten wir einen Verweis auf ein Interview mit Bill
Hilf, dem Leiter von Microsofts Opensource-Abteilung, in dem er unter anderem
über Gentoo Linux und Daniel Robbins sprach. Nun ist die englische Version des
Artikels erhältlich, zusammen mit der Ankündigung der diesjährigen Ausgabe
des Open Source Jahrbuch, die man kostenlos herunterladen oder gegen ein
geringes Entgelt in gedruckter Form kaufen kann. Da das Open Source Jahrbuch
noch nicht komplett übersetzt wurde und somit die englische Ausgabe noch nicht
fertig ist, wurde eine Wiki eingerichtet, wo man Übersetzungen der einzelnen
Artikel eingereicht kann.
5.
Tipps und Tricks
Iproute2 anstelle von ifconfig/route
Für die meisten sind ifconfig und route immer noch die
bevorzugten Befehle, um ein Netzwerk über die Kommandozeile einzurichten. In
modernen Netzwerken hat ifconfig aber auch Nachteile. Und wie man es von
einer Community zu Freier Software nicht anders erwarten würde, sind verbessere
Pakete entwickelt worden. iproute2 ist eines von ihnen und wird immer
beliebter.
Der Standardbefehl um mit iproute2 zu arbeiten ist ip.
Übersichtlich, einfach und sehr leistungsfähig. Seine Fähigkeiten sind in
der Dokumentation gut beschrieben, unter anderem dem iproute2 document
und dem Guide to IP Layer Network
Administration with Linux.
In dieser kurzen Einführung beschränken wir uns auf die einfachen Grundlagen,
die von den meisten Personen benutzt werden, um zu zeigen, wie einfach der
Umstieg von ifconfig (sys-apps/net-tools) auf ip
(sys-apps/iproute2) ist.
Um einen Computer so einzurichten, dass er die IP Adresse 192.168.0.102,
Netzmaske 255.255.255.0 und Standardgateway 192.168.0.1 benutzt, lauten die
"alten" Befehle:
Befehlsauflistung 5.1: Benutzung von ifconfig und route |
# ifconfig eth0 192.168.0.102 netmask 255.255.255.0 up
# route add default gw 192.168.0.1
|
Mit iproute2 wird das zu:
Befehlsauflistung 5.2: Benutzung des ip Befehls von iproute2 |
# ip address 192.168.0.102/24 dev eth0
# ip route add default via 192.168.0.1
|
Die Syntax ist nicht weiter schwierig, oder? Schauen wir uns als nächstes die
aktuelle Routing Tabelle an. Mit route ginge das per route -n:
Befehlsauflistung 5.3: Benutzung von route |
# route -n
Kernel IP routing table
Destination Gateway Genmask Flags Metric Ref Use Iface
192.168.0.0 0.0.0.0 255.255.255.0 U 0 0 0 eth0
127.0.0.0 127.0.0.1 255.0.0.0 UG 0 0 0 lo
0.0.0.0 192.168.0.1 0.0.0.0 UG 0 0 0 eth0
|
Mit ip fragt man nach den routes:
Befehlsauflistung 5.4: Benutzung von ip um die Routing Tabelle anzuzeigen |
# ip route show
192.168.0.0/24 dev eth0 proto kernel scope link src 192.168.0.121
127.0.0.0/8 via 127.0.0.1 dev lo scope link
default via 192.168.0.1 dev eth0
|
Vielleicht kommt Ihnen die Ausgabe komisch vor; sie enthält aber viele nützliche
Informationen. Beispielsweise bedeutet scope link, dass das Netzwerk
erreichbar ist, während proto kernel uns darüber informiert, dass der
Kernel diese Route bei der Aktivierung der Schnittstelle hinzugefügt hat.
Der Einsatz von ip in Gentoo ist genauso einfach. Das
sys-apps/baselayout Paket von Gentoo unterstützt sowohl das
ifconfig als auch das ip Format:
Befehlsauflistung 5.5: Konfiguration des Netzwerk in /etc/conf.d/net |
config_eth0=( "192.168.0.102 netmask 255.255.255.0" )
routes_eth0=( "default gw 192.168.0.1" )
modules=( "iproute2" )
config_eth0=( "192.168.0.102/24" )
routes_eth0=( "default via 192.168.0.1" )
|
Notiz:
Weitere Informationen zu /etc/conf.d/net gibt es in der
kommentierten Datei /etc/conf.d/net.example.
|
Das war es fürs Erste; viel Spaß mit Gentoo!
6.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
-
Emanuele Giaquin (exg) - Gentoo/OS X und PPC
-
Alfredo Tupone (Tupone) - Games herd
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
7.
Gentoo Security
IMAP Proxy: Stringformatierungsschwachstelle
Stringformatierungsschwachstellen im IMAP Proxy könnten zur Ausführung von
beliebigem Code führen, wenn man mit einem 'boshaften' IMAP-Server
verbunden ist.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
zoo: Stack-basierender Pufferüberlauf
Ein stack-basierender Pufferüberlauf in zoo könnte dazu ausgenutzt werden,
mittels 'boshafter' ZOO-Archiven beliebigen Code auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
GNU tar: Pufferüberlauf
Ein 'boshaftes' tar-Archiv könnte in GNU tar einen Pufferüberlauf auslösen,
wodurch womöglich beliebiger Code ausgeführt werden könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
flex: Mögliche unsichere Codegenerierung
flex könnte Code mit einem Pufferüberlauf generieren, wodurch Anwendungen,
die solche Scanner nutzen, anfällig für die beliebige Codeausführung sind.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
GnuPG: Inkorrekte Signaturverifikation
GnuPG könnte melden, dass eine modifizierte oder nicht signierte Nachricht
eine gültige digitale Sigantur besitzt.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
SquirrelMail: 'Cross-Site Scripting' und IMAP 'Command Injection'
SquirrelMail ist anfällig für mehrere 'Cross-Site Scripting'- und IMAP
'Command Injection'-Attacken.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Cube: Mehrere Schwachstellen
Cube ist anfällig für einen Pufferüberlauf, falschen Speicherzugriff und
für entfernte Clientcrashs, wodurch ein 'Denial of Service' oder eine
entfernte Codeausführung ausgelöst werden könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
8.
Bugzilla
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (
bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen,
Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu
protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 05. März 2006
und 12. März 2006 resultieren in:
- 849 neuen Bugs
- 413 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 25 wiedergeöffneten Bugs
Von den 9683 zur Zeit offenen Bugs sind 62 als 'blocker', 155 als 'critical' und
539 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben
sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs
zugewiesen bekommen haben sind:
9.
GWN Feedback
Bitte schicken Sie uns Ihr Feedback an
Feedback und helfen damit, den GWN
besser zu machen.
10.
GWN Abonnenment Infos
Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere
Email an
gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.
Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte
eine leere Email an
gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org
und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.
11.
Andere Sprachen
Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:
|