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Gentoo Weekly Newsletter: 22. Mai 2006

Inhalt:

1.  Gentoo News

GCC 4.1 auf dem Weg ins Portage

Der lang erwartete Moment, das GCC 4.1 demaskiert wird, ist gekommen. Das toolchain Team wird gcc-4.1.1 diese Woche demaskieren, nachdem es freigegeben wurde. Das Upgrade soll unglaublich einfach sein und benötigt kein manuelles Eingreifen. Die Anzahl von Anwendungen, die sich nicht mit gcc-4.1 kompilieren lassen, ist jetzt sehr klein, und die meisten Benutzer sollten auch keine Probleme haben, wenn einmal ein ~arch Paket sich nicht übersetzen lässt. Um zu Aktualisieren (vorausgesetzt, es wird bereits gcc-3.4 verwendet), ist lediglich GCC zu erneuern und im Anschluß mittels gcc-config das neue Profile auszuwählen. Wenn du von einer früheren Version aktualisieren möchtest, lies bitte den GCC Upgrading Guide für eine detailierte Anleitung.

Wenn du auf eine Anwendung triffst, die sich nicht kompilieren lässt und es noch keinen Fehlerbericht darüber gibt, schreibe bitte einen "GCC Porting" Fehlerbericht und weise ihn gcc-porting@gentoo.org zu, damit das GCC Porting Team sich das Problem ansehen kann.

Gentoo Summer of Code

Es gibt über 6400 Anwendungen von Studenten, fast 90 unterstützende Organistionen - in fast jedem Bereich ist das Summer of Code Programm von Google gegenüber dem letzten Jahr gewachsen. Dieses Jahr wird Gentoo eine der unterstützenden Organisationen sein und mit dem UserRel Projekt als Organisator auftreten. Während die endgültige Anzahl erst am Montag den 22. Mai bekannt gegeben wird, kann man aber schon sagen, dass Gentoo mit 130 Anwendungen vertreten ist. Ungefähr 13 davon werden von Googel gesponsort. Wir sind sehr glücklich darüber, dass Gentoo so grosses Interesse geniest und hoffen, dass alle gesponsorten Projekte erfolgreich sein werden!

Alte PHP Pakete aus dem Portage entfernt

Nachdem die alten PHP Pakete (dev-php/php, dev-php/php-cgi, dev-php/mod_php, und weitere) für eine Zeit in package.mask maskiert waren, wurde sie jetzt aus dem Portage entfernt. Die neuen PHP Pakete (dev-lang/php, dev-php4/*, dev-php5/*, und weitere) sind für die meisten Architekturen stabil.

2.  Gehört in der Community

gentoo-dev

et_EE locale und die Sprache der Fehlermeldungen

Die Gentoo Entwickler müssen sich oft mit Bugs rumschlagen, die Fehlermeldungen in anderen Sprachen haben. Das macht es Schwierig alles zu verstehen und doppelte Bugs zu finden. Eine schnelle Abhilfe für dieses Problem, wäre es die Standartsprache in portage auf "C" zu setzen, welche (aus Historischen Gründen) Englisch ist und der Standart, wenn nichts anderes gesetzt ist. Eine andere Gruppe von Bugs kommt von der Estnischen locale, et_EE: Weil ihre Alphabetordnung anders ist, kommen einige "dumme" buildsysteme ins stolpern, weil [a-z] nicht mehr allen Buchstaben entspricht. Während diese Fehler ziemlich Nervend sind, können sie behoben werden. Locale auf eine andere Sprache zu setzen sollte diese Fehler beheben, aber es wird Empfohlen, das ganze zu Fixen um Probleme in der Zukunft zu vermeiden.

Neue eclasses

Weil es viele Versionsverwaltungs Systeme gibt, ist es oft nützlich ebuild support zum direkten auschecken aus einem repository zu haben. Diese Woche beschert uns einige eclasses, die einem helfen mit darcs, git und mercurial umzugehen. Dies sind relativ neue Versionsverwaltungs Systeme, die schon von vielen Projekten anstatt CVS oder Subversion eingesetzt werden.

Signing everything, for fun and for profit

Die erste aufgezeichnete Diskussion zum Thema Signierung aller von Gentoo bereitgestellten Dateien, geht zurück ins Jahr 2003. Seit dem gab es einige Versuche ein Gentoo weites System Einzuführen, aber es gab nie eine Einigung und am Ende wurde es niemals voll implementiert. Patrick Lauer belebt die Diskussion neu, in der Hoffnung sie endlich erfolgreich zu beenden.

RFC - Gentoo Knowledge Base

Ein neues Gentoo Projekt wurde von Sven Vermeulen gestartet. Das Ziel ist eine Wissensdatenbank zu schaffen, die "antworten zu spezifischen Fragen und Problemen liefert, die User(oder Entwickler) antreffen können. Sie ist einfach durchsuchbar und wird von Entwicklern gewartet, die viel über das Gebiet wissen. Die Einträge in der Wissensdatenbank (oder wie ich sie gern nenne: "topics") sind keine Dokumentationsleitfäden, sondern sehr spezifisch für bestimmte Umgebungen und Fragen."

Paludis Profile ja or nein?

Was mit der einfachen Frage von Stephen Bennett angefangen hat, ob es Einwände beim hinzufügen eines Profils für den Paludis Packet Manager in Gentoo's Hauptbaumes gibt, wurde zu einer der schnellsten und hitzigsten eMail Diskussionen, die jemails auf der gentoo-dev Mailingliste geführt worden sind. Mit knapp 300 Nachrichten im Hauptthread und drei Nebenthreads ist das eine beeindruckende Debatte:

Planet Gentoo

Baselayout 1.12 wird stabil?

Von vielen Usern erwartet, hat Roy Marples jetzt angekündigt, dass nur noch ein UnionFS Bug übrig ist. Danach kann er das baselayout 1.12.0 tarball bauen. Wenn keine weiteren Bugs auftreten wird es noch einen weiteren Monat dauern, bis baselayout-1.12.0 von unseren ARCH-teams als stabil markiert werden kann.

Apache 2.0.58 Erhältlich

Später als erwartet, ist Apache 2.0.58 endlich im Portage Tree. Mit dabei sind einige Änderungen, wie Apache unter Gentoo läuft. Nennenswert ist dabei die Entfernung von net-www/gentoo-webroot-default, Disskutiert im Bug #90748. Mit 2.0.58 wird das /var/www/localhost Verzeichnis nicht angefasst, wenn es existiert. Wenn es allerdings nicht existiert, wird es Erzeugt und mit Inhalt gefüllt.

3.  Gentoo International

Österreich: Gentoo auf den Grazer Linuxtagen

Wie im vergangen GWN angekündigt, war Gentoo auf dem Linuxtag in Graz vertreten. Markus Lang, Roger Miliker, Gregor Perner und Wernfried Haas standen am Gentoo Stand bereit und verteilten LiveCDs, verkauften Aufkleber für das Gehäuse, verschenkten Sticker und unterhielten sich mit Benutzern über Features von Portage. Wie üblich fragten die Leute von grml, ob wir immer noch irgendwelche Sachen kompilieren würden, was geradewegs durch eine Demonstration des Installers beantwortet wurde. Natürlich waren das nur gutgemeinte Neckereien zwischen den unterschiedlichen Distributionen und die Teams von Funkfeuer, Gentoo, grml und Debian verbrachten eine tolle Zeit miteinander. Wernfried Haas hielt auch einen Workshop zum Thema IRC mit besonderem Fokus auf den beliebten IRC Client irssi und das Freenode Netzwerk ab. Besucher wie auch Aussteller hatten viel Freude am GLT, bedanken sich beim Organisationsteam und freuen sich auf ein Wiedersehen im Jahr 2007.


Abbildung 3.1: Amne ordnet die Worte neu

Fig. 1: GLT

Notiz: Weitere Bilder vom Event finden Sie unter

Italien: Gentoo auf dem Linux World Summit in Mailand

Mitglieder von GeCHI (Gentoo CHannel Italia www.gechi.it) verbrachten zwei intensive Tage auf dem Linux World Summit in Mailand. Im Vergleich zu vergangenen Jahren waren die im Marriot Hotel reservierten Räumlichkeiten klein, was wahrscheinlich der Grund für die geringe Zahl kommerzieller Anbieter in der Ausstellungshalle war. Die Stände der Interessensverbände waren größer, farbenfroher und lustiger. Wie im letzten GWN angekündigt, zeigte GeCHI eine Sun Fire V120 und ein OpenMosix Cluster bestehend aus vier Via Epia Motherboards, beides Gentoo Linux Systeme. Im Cluster ist nur der erste Knoten zu den beiden SATA Platten verbunden, während die verbliebenen anderen drei plattenlos vom Netzwerk booten. Aufgrund seines ungewöhnlichen Gehäuses stand das Cluster an beiden Ausstellungstagen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Das GeCHI Team hatte auch eine Gentoo Broschüre vorbereitet, die am Stand verteilt wurde, sowie dazu passende Pinguine und Kühe (lies: Larry).


Abbildung 3.2: Ein Larry, vier Tuxe: GeCHI an der Arbeit

Fig. 2: Gechi

Notiz: Hinten von links nach rechts: deadhead, blackman, ElDios, front: mouser, riquitoi. Weitere Bilder vom Event finden Sie auf den GeCHI Webseiten

4.  Gentoo in den Medien

Dot KDE (16. Mai 2006)

In einer Serien von Interviews mit Unternehmen, die von KDE profitieren -- und umgekehrt auch etwas zurück geben -- sprach man beim KDE Dot Newsmagazin mit dem Gentoo Entwickler Caleb Tennis, der von Beruf ein Systemdesigner bei AEI ist, einer Firma aus Columbus, Indiana, die Dauertests mit Diesel-Motoren und Abgasuntersuchungen durchführt und weitere Dienstleistungen rund um Motoren anbietet. Caleb sieht Zuverlässigkeit als einen Hauptpunkt, warum bei AEI Linux und KDE eingesetzt werden, denn "auf dem Computer der Freundin kann man mit so einigen Sachen leben; wenn dieser aber einen Motorenprototyp überwacht, der eine Millionen Dollar kostet, ist es sehr wichtig, keine Probleme zu bekommen, weil 'Windows abgestürzt ist'."

Newsforge (19. Mai 2006)

Der Vorstand der Gentoo Foundation und Leiter des Infrastructure Teams Kurt Lieber kommt in einem Artikel über den Gentoo Sponsor OSUOSL zu Wort, der betitelt ist mit: "Ein Laboratorium der OSU, dass als Webhost für die Stars der Open-Source-Szene fungiert." Kurt liefert die Einleitung für das folgende Interview mit Scott Kveton vom OSUOSL, und hebt hervor, wie hervorragend die Dienste des Open-Source-Labs für Gentoo waren: "das Angebot ist tatsächlich in vielerlei Hinsicht besser, als dass, was ich jemals von kommerziellen Anbietern erwarten würde."

5.  Tipps und Tricks

Verwaltung von Overlays mit layman

Notiz: Nach längerer Zeit erscheint ein neuer Tipps und Tricks Artikel. Wenn Sie Tipps und Tricks kennen, an denen Sie die Gentoo Community teilhaben lassen möchten, schicken Sie uns bitte eine Email an gwn-feedback@gentoo.org.

layman ist ein kleines, aber feines Python Programm von Gentoo Entwickler Gunnar Wrobel, das eine einfache Benutzung und Synchronisation mehrerer Portage Overlays auf dem lokalen System erlaubt.

Zum jetzigen Zeitpunkt steht noch keine stabile Version von layman zur Verfügung, so dass Sie gegebenenfalls layman in der Datei package.keywords freischalten müssen, bevor Sie es installieren können.

Befehlsauflistung 5.1: Installation von layman

# echo "app-portage/layman" >> /etc/portage/package.keywords
# emerge layman

Um die mit layman verwalteten Overlays in die PORTDIR_OVERLAY Variable zu übernehmen, müssen Sie die Datei einlesen, die alle von layman verwalteten Overlays auflistet. Sie können trotzdem wie gewohnt weitere Overlays zur PORTDIR_OVERLAY Variablen in /etc/make.conf aufnehmen.

Befehlsauflistung 5.2: Einlesen von layman Overlays

# echo "source /usr/portage/local/layman/make.conf" >> /etc/make.conf

Die Konfiguration von layman ist so einfach wie Fahrradfahren ;) Zuerst holen Sie sich eine Liste aller verfügbaren Overlays und fügen dann jene hinzu, die Sie gerne verwenden möchte.

Befehlsauflistung 5.3: Konfiguration von layman

Eine Liste der verfügbaren Overlays holen
# layman -f

Das 'gentoo-de' Overlay hinzufügen
# layman -a gentoo-de

layman -l zeigt eine Liste verfügbarer Overlays an, mit Hilfe des -a Schalters fügen Sie neue Overlays hinzu.

Der -s Schalter synchronisiert die lokalen Kopien der Overlays. Sie können entweder ein einzelnes oder alle Overlays abgleichen.

Befehlsauflistung 5.4: Synchronisation der Overlays

Das 'gentoo-de' Overlay abgleichen
# layman -s gentoo-de

Alle Overlays synchronisieren
# layman -s ALL

6.  Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern

Abgänge

Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:

  • Rob Holland

Zugänge

Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:

  • Steve Dibbs (beandog) - Planet

Veränderungen

Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:

  • Niemand diese Woche

7.  Gentoo Security

libextractor: Zwei heapbasierende Überläufe

libextractor ist anfällig für zwei Heapüberläufe, wodurch beliebiger Code ausgeführt werden könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

Quagga Routing Suite: Mehrere Schwachstellen

Quagga's RIP-Daemon erlaubt das Einfügen von Routen und die Preisgabe von Routing-Informationen. Der BGP-Daemon ist anfällig für einen "Denial of Service".

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

8.  Bugzilla

Statistik

Die Gentoo Community verwendet Bugzilla ( bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 14. Mai 2006 und 21. Mai 2006 resultieren in:

  • 653 neuen Bugs
  • 323 geschlossenen oder gelösten Bugs
  • 24 wiedergeöffneten Bugs

Von den 10139 zur Zeit offenen Bugs sind 56 als 'blocker', 149 als 'critical' und 524 als 'major'markiert.

Rangliste geschlossene Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:

Rangliste neue Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:

9.  GWN Feedback

Bitte schicken Sie uns Ihr Feedback an Feedback und helfen damit, den GWN besser zu machen.

10.  GWN Abonnenment Infos

Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.

Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.

11.  Andere Sprachen

Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:



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Seite aktualisiert 22. Mai 2006

Zusammenfassung: Der Gentoo Weekly Newsletter der Woche vom 22. Mai 2006.

Ulrich Plate
Editor

Sebastian Bergmann
Author

Wernfried Haas
Author

Patrick Lauer
Author

Mark Loeser
Author

Andrea Perotti
Author

Tobias Scherbaum
Author

Tobias Matzat
Übersetzer DE

Jan Werner
Übersetzer DE

Gilbert Assaf
Übersetzer DE

Thomas Raschbacher
Übersetzer DE

Denny Reeh
Übersetzer DE

Dennis Nienhüser
Übersetzer DE

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