Gentoo Weekly Newsletter: 12. Juni 2006
1.
Gentoo News
Portage 2.1 veröffentlicht
Nach mehreren Monaten Entwicklungszeit hat das Portage Team
Portage-2.1 veröffentlicht. Die neue Version bringt eine große Anzahl
neue Features mit, beseitigt Fehler und verbessert die Performance.
Eine ausführliche Beschreibung der Änderungen kann in den
Release Notes oder in den
NEWSnachgelesen werden. Einige Highlights sind:
-
confcache Integration: In Verbindung mit dem
dev-util/confcachePaket können Benutzer jetzt von
gecachten Konfigurationsprüfungen profitieren, die die Erstellungszeit
von vielen Paketen senkt.
-
Neues Cache Framework: Der Portage Cache wurde komplett
überarbeitet, was zu starken Geschwindigkeitsverbesserungen beim
Aktualisieren des Caches nach dem Sync führt, aber auch in anderen
Bereichen spürbar ist.
-
Neue elog Funktionalität: In der Vergangenheit wurden wichtige
Meldungen von ebuilds durch einfo, ewarn und
eerror Funktionen in die Standardausgabe ausgegeben.
Allerdings war es bei Aktualisierungen über mehrere Pakete sehr einfach,
diese zu übersehen. Die neue elog Funktion sammelt nun die
Meldungen für spätere Einsicht und erleichtert damit den
Aktualisierungsprozess für mehrere Pakete.
-
Neues Hooks Framework: Mit dem Benutzen von
/etc/portage/bashrc wird es Benutzern ermöglicht,
bash Funktionen zu definieren, die vor und nach jeder einzelnen
ebuild Phase ausgeführt werden. Für eigene Anpassungen an der
Erstellungsumgebung, die nicht von Portage abgedeckt werden, kann
diese Funktion genutzt werden.
-
Digest Verbesserungen: Das Portage kann nun zusätzlich zu MD5
auch SHA256 und RMD160 Digests zum Überprüfen der Integrität von
heruntergeladenen Dateien benutzen. Dieses Release führt auch die
Unterstützung des neuen Manifest2 Formates ein, das es erlaubt, das
aktuelle Manifest und digest-* Dateien zu einem effizienteren
Dateiformat zu vereinen.
-
Verbesserte Debug-Unterstützung: Mit dem Benutzen von
FEATURES="splitdebug" ist es jetzt möglich, die Performance-Steigerung
der "stripped Binaries" zu erhalten und gleichzeitig Debug-Informationen
zu haben. Das sollte das Erstellen von brauchbaren Fehlerberichten
erleichtern.
-
Farbanpassungen: Durch die Datei
/etc/portage/color.map ist es möglich, die Ausgabefarben
von Portage zu verändern. Wollten Sie nicht schon immer ein rosa
Portage haben? Ohne Änderungen am Sourcecode sind solche Anpassungen
nun möglich.
-
Verbesserungen an der Konfiguration: Bestimmte
Konfigurationsdateien können nun zur leichteren Handbabung in
Unterverzeichnisse aufgeteilt werden. Zum Beispiel werden
/etc/portage/package.unmask/kde,
/etc/portage/package.unmask/xorg zur alten
/etc/portage/package.unmask zusammengefügt.
Selbst /etc/portage kann von verschiedenen Orten geladen
werden, was bestimmte Aufgaben einfacher macht.
-
Verschiedene andere Verbesserungen: Bestimmte Arten von
binären Sicherheitslöchern werden nun automatisch umgangen.
Der erstmalige Import von Portagemodules sollte unter manchen Umständen
schneller sein, konkret wurde das Importieren von externen Scripten
beschleunigt. Emerge unterstützt nun eine -q oder
'sehr leise' Option, welche die Ausgaben auf ein Minimum reduziert.
Es gibt einen
stabilisation bug, in dem man den Fortschritt
des neuen Releases zum stabilen Baum mitverfolgen kann. Es können jetzt
schon Benutzer auf x86, Sparc, HPPA und PPC Plattformen das neue Release
stabil einsetzen. Andere Architekturen sollten in nächster Zeit folgen.
Besonderer Dank geht an
Alec Warner und
Ned Ludd, die sich Zeit genommen haben,
dem GWN über das neue Release näheres zu berichten.
Statusbericht: Gentoo/Alpha
Das Gentoo/Alpha Team ist dafür verantwortlich sicherzustellen, dass
Gentoo reibungslos auf der Alpha Architektur läuft. Das Team ist kürzlich
um Thomas Cort und
Christel Dahlskjaer angewachsen.
Die letzten Monate waren sehr produktiv.
Stephen Bennett hat seine Arbeit an
SELinux beendet. hardened-sources ist nun für Alpha "keyworded". Dank
geht auch an Stefaan De Roeck und
andere, für deren Arbeit am Modular X, das nun "keyworded" ist und problemlos
läuft. Das Gentoo/Alpha Team kann auch stolz verkünden, dass gnome-2.12.3
und kde-3.5.2 stabilisiert wurden.
Thomas Cort hat zwei Dokumente verfasst, den Alpha Porting Guide und
die Gentoo/Alpha FAQ. Ein weiterer Guide über die SRM Console ist in
Arbeit.
Jose Luis Rivero,
Fernando Pereda und der Rest des
Gentoo/Alpha Teams haben die Projektseite komplett umgebaut. Fernando
Pereda war auch fleißig und hat das Alpha Arch Tester Projekt
eingeführt. Wenn Sie die Gelegenheit nutzen möchten, Gentoo
etwas zurückzugeben, lesen Sie sich bitte auf der Alpha
Arch Tester Projekt Seite ein.
Änderungen an Tetex
Tetex's Projektadministrator Thomas Esser hat bekannt gegeben, keine
weiteren Releases von Tetex machen zu wollen. Das hat einige mittel- und
langfristige Auswirkungen darauf, wie Tetex in Gentoo gewartet wird.
Gentoo Entwickler Martin Ehmsen
zeigt die Möglichkeiten der Handhabung auf – während es nicht entschieden
ist, wie Änderungen in der Zukunft verarbeitet werden. Es bleibt spannend…
Shadow und pam-login Konflikt
Viele Benutzer haben bemerkt, dass sich die neuen Versionen von
pam-login und shadow gegenseitig blockieren. Der Grund dafür liegt in der
Datei /bin/login, welche durch pam-login aus historischen
Gründen benutzt wurde. Jetzt hat shadow 4.0 auch damit begonnen diese
Datei zu benutzen. Um die Verwirrung zu verringern, wird diese Datei
nun von shadow mitgebracht. Der Rest von pam-login wurde ebenfalls in
shadow integriert. Wenn der Konflikt auftritt, einfach pam-login deinstallieren
und shadow aktualisieren.
Nähere Informationen gibt es in
Diego Pettenò's Weblog:
Ukrainische IRC Channels
Die relativ neue und kleine ukrainische Gentoo Community hat
einen offiziellen IRC Channel eröffnet: #gentoo-ua auf
irc.freenode.net. Wenn Sie über Gentoo in ukrainisch diskutieren möchten
oder die Lokalisierungsbemühungen unterstützen möchten, treten Sie dem
Team um George Shapovalov bei.
Bis jetzt gibt es kein Unterforum für Ukrainisch, aber wenn die
Community weiterwächst, ist das sicherlich ein Thema. Bislang ist
"Andere Sprachen" das richtige Forum für ukrainische Fragen.
Gentoo Frauen
Weibliche Computerfreaks sind fast eine Legende. Frauen mache gerade
30% der Computerbenutzer aus und weniger als 2% der Linuxbenutzer.
Aber warum sollte es so sein? Der Grund dafür ist schwer fassbar, wie
die weblichen Linuxbenutzer an sich. Für jede Befragung oder Untersuchung,
die aussagt, sie hätten nicht die selben Chancen oder Gelegenheiten,
gibt es ein anderes, welches das Gegenteil besagt.
Vergessen inmitten der Diskussion ist die Tatsache, dass wenig, wenn
überhaupt etwas, für das Interesse von Frauen an Computer, Linux
oder Gentoo getan wurde.
Gruppen wie das Debian Projekt versuchen das zu ändern. Debian
Women, 2004 gegründet, wurde eingesetzt, um Frauen zu begeistern und
besser in Linux zu involvieren. Die Gruppe betreibt einen IRC Channel und
eine Mailingliste für die Diskussionen von technischen Dingen und um
die öffentliche Präsenz auf Linux-Konferenzen und Veranstaltungen zu
meistern. Zusätzlich läuft ein umfangreiches Mentor-Programm, wodurch
Frauen einen Mentor zugeteilt bekommen, welcher helfen soll, Fragen zu
beantworten und die Distribution (sowie die Community und Linux im
Allgemeinen) kennen zu lernen. Dieses Programm fügt dem Prozess ein
persönliches Element hinzu und hilft Benutzern so, effektiver mit Linux zu
arbeiten. Unglücklicherweise aber, wie der Name impliziert, richtet sich
der Fokus auf die Begeisterung der Mitglieder auf die Benutzung von
Debian.
Die Idee, ein ähnliches Projekt für die Gentoo Frauen zu initiieren,
kam letztens auf und wir möchten Ihre Gedanken darüber erfahren.
Kann ein solches Projekt in der Community ankommen? Und würden einige
daraus Nutzen ziehen können? Was würden Sie gerne sehen, was das Projekt
leistet? Und wie? Würden Sie dazu mit Ihrer Zeit und/oder Geld beitragen,
Menschen (nicht nur Frauen) für Gentoo zu begeistern und ihnen zu helfen?
Alle Gruppen, unabhängig von deren Ursprung, brauchen 'frisches Blut'
um zu überleben - Mitglieder werden zwangsläufig die Gruppen verlassen
und ohne neue Mitglieder werden die Gruppen mit der Zeit geschwächt.
Wenn wir uns nicht in der Community umschauen, werden wir eine Menge
an guten Ideen und talentierten Menschen außen vor lassen.
Lasst uns den Aufwand treiben, bevor wir in Gleichgültigkeit schwälgen
und uns vor Veränderungen verschließen.
2.
Summer of Code - Update
Summer of Code -- Status nach einem Monat
Vor einem Monat begann der diesjährige "Summer of Code", und Gentoos
Projekte haben sich seitdem schnell entwickelt. Unsere Studenten haben an ihren
Projekten hart gearbeitet und gute Fortschritte gemacht. Der "Summer of Code"
wurde bereits im
GWN vom 1. Mai erwähnt. Wenn du wissen willst, was sich genau dahinter
verbirgt, dann solltest du weiter lesen.
Der "Summer of Code", der
jetzt zum zweiten Mal stattfindet, ist ein Programm, das von Google betrieben
wird und welches Studenten unterstützt, wenn sie während der Sommerferien bei
Opensource-Projekten mitarbeiten. Die letztjährige Ausgabe war ein voller
Erfolg, die Liste der
Ergebnisse, bei der einige großartige Projekte dabei sind ist lang.
In diesem Jahr ist das Programm noch größer, mit mehr als doppelt so vielen
Beraterorganisationen und einer entsprechenden Liste von Projekten der
Studenten.
Dieses Jahr nimmt auch Gentoo als Beraterorganisation teil und wir hatten
auch noch so viel Glück, dass uns 14 Projekte anerkannt wurden, inklusive
des in diesem Jahr begehrtesten Studenten - Anant Narayanan hatte sich bei
insgesamt 4 Organisationen erfolgreich beworben und entschied sich, lieber mit
uns, als mit anderen zu arbeiten. Eine gewisse Zeit lang war es ungewiss, ob
wir teilnehmen könnten, immerhin war bereits eine große Anzahl anderer
Linux-Distributionen und Betriebssysteme angenommen worden. Schließlich wurden
wir doch ausgewählt und ergatterten eine überdurchschnittlich hohe
Anzahl an Projekten.
"Mir gefällt es, dass Gentoo in so kurzer Zeit eine Community um die
Distribution herum aufgebaut hat. Für mich ist dies bezeichnend für eine gute
Community und genau das benötigt SoC für die Unterstützung und
Einarbeitung dieser großartigen OSS-Entwickler", nannte Greg Stein von
Google als Begründung, warum er Gentoo vor anderen Projekten auf der
Bewerberliste den Vorzug gab. "Um ein Beispiel zu nennen: Gentoo wurde in das
Programm einbezogen, weil ich toll fand, wie es quasi aus dem
Nichts zu einer der starken Linux-Distributionen wurde. Unter den tausend
Distros, die es gibt, stieg es in sehr kurzer zu einer der wichtigsten auf.
Ich glaube, dass der Grund dafür die starke Fokussierung auf die Community
ist, was, wie ich glaube, einer SoC-Organisation sehr zu Gute kommt."
Eine komplette Liste der von Gentoo akzeptierten Bewerbungen mit
grundlegenden Informationen kann man auf der Seite von Gentoo bei
Google finden; weitere Updates über viele der Projekte gibt es in den
Blogs der Studenten, die Teil von Planet
Gentoo sind und Planet Gentoo
SoC bilden. Dennoch wollen wir hier einzelne Projekte hervorheben, mit
weiteren Informationen und dem aktuellen Status dieser Projekte.
Michael
Kelly hat an einem vereinheitlichen Framework zum
Benutzer-/Gruppen-Management gearbeitet, mit der Intention, diesen in
Paketmanager und den Gentoo-Tree einzuarbeiten, als Implementation von GLEP 27,
der bereits vor langer Zeit angenommen wurde, aber noch nicht ausgeführt
wurde. Der Code befindet sich in seinem öffentlichen Subversion Repository, auf
das man über das Web mit ViewVC
zugreifen kann. Wie sein erster
Vorschlag es skizziert, soll dies starke Verbesserung bieten in
der Art und Weise, wie Ebuilds mit Benutzern und Gruppen umgehen -
das gegenwärtige System ist nur sehr eingeschränkt in seiner
Kompatibilität und Skalierbarkeit, auch wenn es in der Mehrzahl der Fälle
funktioniert. Der Code scheint sich gut zu entwickeln und soll, wenn er
fertiggestellt ist, ein einfaches, flexibles und portables Mittel sein und
Benutzer und Gruppen in Paketmanagern und anderswo zu verwalten.
Alex Martinez arbeitete
daran, Gentoos "Sandbox"-Werkzeug auf FreeBSD-Systeme zu portieren. Das
Gentoo/*BSD Projekt wurde in den letzten Monaten immer aktiver und wird
immer mehr zu einer brauchbaren Plattform für Real-World-Anwendungen.
Allerdings funktioniert das "Sandbox"-Werkzeug, welches hauptsächlich
für die Qualitätssicherung von Ebuilds verwendet wird, aufgrund von
Unterschieden zwischen den C-Bibliotheken von GNU und FreeBSD noch nicht
einwandfrei. Alex' SoC-Projekt soll das ändern und beinhaltet die Analyse der
grundlegenden Bibliotheken des Systems, um herauszufinden, was für die
Probleme verantwortlich ist. Das Projekt wurde wegen der Examens-Zeit
unterbrochen, die bisherige Entwicklung ist aber vielversprechend. Wenn es
abgeschlossen ist, sollte es die verschiedenen Gentoo/*BSD Ports weiter in
Richtung der Verfügbarkeit aller Paketmanagement-Funktionen, die es bei
Gentoo Linux gibt, bringen. Dies wäre ein wichtiger Meilenstein in deren
Entwicklung.
Insgesamt ist der "Summer of Code" eine fantastische Möglichkeit für
Studenten, stärker in ihre Lieblings-OSS-Projekte einbezogen zu werden und
während des Sommers ohne Hinderung das zu tun, was ihnen Spaß macht. Natürlich
bietet er den Projekten großartigen Code, der möglicherweise anders
nicht zu Stande gekommen wäre und weiterhin eine Quelle für potentielle neue
Mitwirkende. Diese Empfindung wurde von Christel Dahlskjaer, dem
Ansprechpartner von Gentoo für den "Summer of Code" wiedergegeben, als sie in
diesem Monat mit dem GWN sprach: "Ich gebe mein Bestes um sicherzustellen,
dass die Studenten alle Unterstützung erhalten, die sei benötigen. Außerdem
wollen wir die Sommermonate für sie zu einer spaßigen Zeit machen und hoffen,
dass sie am Ende ihres 'Praktikums' nicht nur in Form von Code mitgewirkt
haben, sondern sich entschieden haben, an Bord zu kommen und Gentoo als
Entwickler weiter zu unterstützen."
3.
Gehört in der Community
Foren
Genetic - Ein neues Portage Frontend
In den letzen Wochen gab es in den Foren eine Diskussion über ein neues
aus ncurses und wxWidgets basierendes Portage Frontend. Das Projekt ist
immer noch im Anfangsstadium und sucht nach XML/Python/Ncurses-Experten.
GEMS - Gentoo Enterprise Managementsystem
Eine neues Managementsystem im Stil von "Red Hat Network" designed für
Gentoo wurde im Forum angekündigt. Es zielt darauf ab, die Wartbarkeit einer
großen Zahl von Gentoo-Rechnern zu vereinfachen und hat derzeit Features wie:
Inventar von Installierter Software und zugeordneten GLSAs, Überwachung des
Verteilungsstatus und mehr. GEMS ist unter der GPL lizensiert und frei
Erhältlich auf der Webseite.
Verringerte Fehlerquote während der Gentoo Installation
Forum-User new_to_non_X86 bemerkt, wie einfach es derzeit ist, simple Fehler
wie Tippfehler oder das Überspringen eines Installationsschrittes zu machen,
während man dem Handbuch folgt. Wie glaubst du, sollte die Qualität
der Gentoo-Dokumentation verbessert werden, so dass solche Fehler
nicht mehr so oft passieren?
gentoo-dev
GLEP 49 - Klappe, die 2.
Nach einer langen Diskussion über alternative Packetmanager in den letzen
Wochen haben Paul de Vrieze und
Grant Goodyear zwei konkurrierende
GLEPs eingereicht, die die Fähigkeiten, Lizenz und einige andere Sachen, die
ein Paket Manager anbietet, beschreiben. Das könnte zukünftige Diskussionen
über einen Portage-Ersatz auf technische Probleme beschränken.
Security/QA Frühjahrsputz
Ab und an wird ein Sicherheitsproblem gefunden. Wenn dies ein Gentoo-Packet
betrifft, wird ein GLSA herausgegeben, aber bis jetzt wurden die betroffenen
Pakete weder Maskiert, noch aus dem Baum entfernt. Dies ließ einige verwundbare
Ebuilds zurück, so dass Ned Ludd in
Kooperation mit Brian Harring eine
Säuberungsaktion gestartet hat. Dies sollte die User nicht weiter Betreffen,
da nur verwundbare, unsichere und nicht mehr gewartete Ebuilds entfernt werden.
Frühjahrsputz, Teil 2
Eine Aufräumaktion der nicht mehr gewarteten Ebuilds wurde gestartet. Da sie
bereits nicht mehr korrekt liefen, haben die User keine Funktionalität verloren.
Das ist ein Teil der QA-Strategie, um die Gesamte Qualität von Gentoo
zu verbessern.
[RFC Maintainer-Wanted Bugs/Säuberung]
Für von Usern eingereichte oder nicht mehr gewarteten Ebuilds wurde der
"maintainer-wanted" Alias erfunden. Was wie eine gute Idee aussah, endete
in fast 2000 diesem Alias zugewiesenen Bugs. Die meisten ohne Änderungen.
Alec Warner fragt nach Meinungen,
wie man mit diesem Problem in der Zukunft umgehen sollte. Einige Ideen,
wie ein zentrales Overlay für solche Ebuilds oder die Bugs nach einer
vordefinierten Zeit zu schließen wurden in diesem Thread diskutiert, aber
bis jetzt wurde keine Lösung gefunden.
planet.gentoo.org
Gentoo Overlays Projekt braucht ein Logo
Gentoo
Overlays ist ein Projekt, das als sozialer Arbeitsplatz geschaffen wurde.
Es stellt einen Platz für Gentoo-Projekte und Entwickler bereit, um ihre
Overlays zu hosten. Wenn du dem Overlay Projekt helfen kannst, indem du das Logo
erstellst, schau mal im #gentoo-overlays auf irc.freenode.net vorbei.
KDE 3.5.3 unmaskiert
KDE 3.5.3 wurde unmaskiert und bringt eine verkürzte Startzeit mit. Es
wurden auch über 800 kleine Fehler behoben und einige kleine neue Features
in Akregator, KMail und KAlarm integriert.
Net-setup Verbesserungen
Der Name der Netzwerkinterfaces zwischen einem Live-System und einem
installierten Gentoo-System unterscheiden sich manchmal. Als Hilfe zur
Netzwerkkonfiguration wurde net-setup um zwei zusätzliche Dialoge
erweitert, welche den Interfacenamen, die Interfacebezeichnung und
zusätzliche Informationen darstellen. Das neue net-setup wird in die
nächste Release der livecd-tools integriert.
4.
Gentoo International
Gentoo UK 2006
Etwas später als erwartet ist die Organisation der Gentoo UK 2006 Benutzer-
und Entwicklerkonferenz nahezu fertig. Die Konferenz findet am Samstag,
08. Juli in London statt und wird neben einigen Vorträgen von Gentoo
Entwicklern wahrscheinlich auch Einige von Gästen bieten. Nicht zuletzt wird
es einige soziale Aktivitäten rund um den Event geben.
Die Zahl der Teilnehmer ist begrenzt und aus diesem Grund setzen wir eine
(kostenlose) Vorregistrierung aller Teilnehmer voraus, für die Name und
Emailadresse hinterlassen werden müssen. Die Registrierung ist ab sofort
möglich.
Weitere Informationen gibt es auf den
Webseiten der Konferenz.
Wir freuen uns, Sie dort begrüßen zu können!
5.
Tipps und Tricks
Suche im Portage Baum mit eix
eix ist ein handliches Werkzeug, das Ihren Portage Baum indiziert und
schnell durchsuchen kann. Die derzeit stabile Version 0.55 ist auch kompatibel
mit dem neuen Metadata Backend von Portage 2.1.
Zum Einstieg emergen Sie das Paket und erzeugen den Index:
Befehlsauflistung 5.1: Installation von eix |
# emerge eix
# update-eix
|
update-eix indiziert neben dem eigentlichen Portage Baum auch die
Ebuilds des PORTDIR_OVERLAY.
Sobald das abgeschlossen ist, können Sie ein paar Suchanfragen ausführen.
Benutzen Sie eix foo um nach dem Paket foo zu suchen oder
eix -S bar um in den Paketbeschreibungen nach bar zu suchen. Um nach
einem Paket mit einem festen Namen zu suchen, gebraucht man
eix -e packagename. Sie können standardmäßig auch reguläre Ausdrücke
in ihren Suchparametern verwenden.
Die Ausgabe von eix zeigt jede einzelne verfügbare Version eines Pakets.
Versionen mit vorangestelltem ~ sind stabile Versionen, während ein
! auf eine hartmaskierte Version hinweist.
Befehlsauflistung 5.2: eix firefox |
$ eix firefox
* www-client/mozilla-firefox
Available versions: 1.0.7-r4 ~1.0.8 ~1.5-r9 ~1.5-r11 ~1.5.0.1-r2 ~1.5.0.1-r3
~1.5.0.1-r4 1.5.0.2 ~1.5.0.2-r1 1.5.0.3 1.5.0.4
Installed: none
Homepage: http://www.mozilla.org/projects/firefox/
Description: Firefox Web Browser
* www-client/mozilla-firefox-bin
Available versions: 1.0.7 ~1.0.8 1.5.0.2 1.5.0.3 1.5.0.4
Installed: 1.5.0.3
Homepage: http://www.mozilla.org/projects/firefox
Description: Firefox Web Browser
Found 2 matches
|
Zu guter Letzt noch ein Tipp: Wenn Sie emerge --sync und
update-eix hintereinander ausführen möchten, können Sie stattdessen
auch gleich eix-sync benutzen.
Notiz:
Wenn Sie Tipps und Tricks kennen, die Sie mit der Gentoo Community teilen
möchten, schicken Sie sie uns bitte unter
gwn-feedback@gentoo.org.
|
6.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
7.
Gentoo Security
CherryPy: Directory Traversal Schwachstelle
CherryPy ist anfällig für einen "Directory Traversal", was Angreifern erlauben
könnte, beliebige Dateien zu lesen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
libTIFF: Mehrere Schwachstellen
Mehrere Schwachstellen in libTIFF könnten die Ausführung von beliebigem
Code erlauben oder zu einem "Denial of Service" führen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Opera: Pufferüberlauf
Opera enthält einen Fehler beim Erkennen der "signdness" von Integern,
was zu einem Pufferüberlauf führt und entfernten Angreifern die Möglichkeit
bieten könnte, beliebigen Code auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
shadow: Ausweitung der Privilegien
Ein Sicherheitsproblem in shadow erlaubt lokalen Usern, bestimmte Aktionen
mit erweiterten Rechten auszuführen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Dia: Stringformatierungsschwachstellen
Stringformatierungsprobleme in Dia könnten die Ausführung von beliebigem
Code ermöglichen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Tor: Mehrere Schwachstellen
Tor ist anfällig für einen möglichen Pufferüberlauf, einen "Denial of Service",
die Weitergabe und das Durchsickern von Informationen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Pound: HTTP Request Smuggling
Pound ist anfällig für "HTTP Request Smuggling", was dazu ausgenutzt werden
könnte, Sicherheitsbeschränkingen zu umgehen oder den Web-Cache zu "vergiften".
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
AWStats: Entfernte Ausführung von beliebigem Code
AWStats enthält einen Bug in der "Reinigung" (Sanitization) von
Eingabeparametern, was die entfernte Ausführung von beliebigem Code
zur Folge haben könnte.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Vixie Cron: Ausweitung von Privilegien
Vixie Cron erlaubt lokalen Usern die Ausführung von beliebigen Programmen
als Root-User.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
WordPress: Beliebige Befehlsausführung
WordPress macht nicht ausreichende Überprüfungen des Formates von
gecachten Usernamen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
SpamAssassin: Ausführung von beliebigem Code
SpamAssassin, mit bestimmten Optionen gestartet, könnte lokalen oder auch
entfernten Angreifern erlauben beliebigen Code auszuführen, womöglich auch
als Root-User.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Cscope: Viele Pufferüberläufe
Cscope ist anfällig für mehrere Pufferüberläufe, die zur Ausführung von
beliebigem Code führen könnten.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
JPEG library: Denial of Service
Die JPEG-Bibliothek ist anfällig für einen "Denial of Service".
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Mozilla Firefox: Mehrere Schwachstellen
Verschiedene Schwachstellen in Mozilla Firefox erlauben die Ausweitung
von Privilegien von JavaScript-Code, "Cross Site Scripting"-Attacken,
HTTP Response Smuggling und womöglich die Ausführung von beliebigem Code.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
MySQL: SQL Injection
MySQL ist anfällig für eine "SQL Injection" während des multi-byte
Encoding-Prozesses.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
8.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (
bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen,
Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu
protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 28. Mai 2006 und 11. Juni 2006
resultieren in:
- 1756 neuen Bugs
- 812 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 54 wiedergeöffneten Bugs
Von den 10196 zur Zeit offenen Bugs sind 53 als 'blocker', 144 als 'critical'
und 549 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben
sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs
zugewiesen bekommen haben sind:
9.
GWN Abonnenment Infos
Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere
Email an
gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.
Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte
eine leere Email an
gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org
und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse mit der Sie bestellt hatten.
10.
Andere Sprachen
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