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Gentoo Weekly Newsletter: 11. September 2006

Inhalt:

1.  Gentoo News

Neues Gentoo Council gewählt

Das Gentoo Council ist der gewählte Aufsichtsrat von Gentoo und entscheidet über globale Probleme und Taktiken, welche mehrere Projekte betreffen. Es handelt ausserdem als ein Berufungsgericht für Disziplinarentscheidungen. Die Mitglieder des Rates wurden für ein Jahr gewählt und müssen monatliche öffentliche Treffen abhalten.

Das neue Concil für das kommende Jahr wurde gewählt. Die Stimmabgabe war einen Monat lang offen, um allen Entwicklern die Chance zu geben, ihre Repräsentanten zu wählen. Die Gewinner dieses Jahres sind:

  • Diego Pettenò (Flameeyes)
  • Mike Doty (KingTaco)
  • Danny van Dyk (Kugelfang)
  • Bryan Østergaard (kloeri)
  • Robin H. Johnson (robbat2)
  • Mike Frysinger (vapier)
  • Chris Gianelloni (wolf31o2)

Vom neuen Aufsichtsrat ist lediglich Mike Frysinger ein zweites Mal dabei. Die GWN-Verantwortlichen gratulieren den neuen Concil-Mitgliedern und wünschen ihnen ein gutes Jahr.

Spende von Cloanto: Amiga Forever CD

Diese Woche erhielt Gentoo eine Spende von Cloanto: die Amiga Forever CD. Der Amiga ist eine Familie von PCs, die früher von Amiga Corporation und später durch Commodore International hergestellt wurden. Diese Computer konnten einen großen Erfolg durch ihre Grafik und Sound, der damals einzigartig war, verzeichnen. Daher stammt auch der Spitzname vom Amiga: die ultimative Spielmaschine. Diese Rechner sind Vergangenheit, aber glücklicherweise macht es moderne PC-Hardware möglich, Amiga-Software und Spiele zu emulieren. Gentoo bietet zwei Amiga-Emulatoren an: app-emulation/uae und app-emulation/e-uae. Um den vollen Nutzen der Programme auszuschöpfen, ist ein Zugriff auf ein Image des Amiga Kickstart ROM notwendig. Um diese Pakete sinnvoll zu warten, ist für Entwickler ist ein Zugriff auf dieses ROM Voraussetzung.

Die Amiga Forever CD ist ein preisgekröntes Konservierungs-, Emulations- und Support-Paket für den Amiga, erstellt von Cloanto, seit 1986 Amiga-Entwickler. Cloanto hat diese CD allen Gentoo Entwicklern bereitgestellt, um der Wartung der Amiga-Emulatoren zu helfen.

Gentoo bedankt sich bei Cloanto für die großzügige Spende.

Monolithisches X wird nicht länger unterstützt

Der Entwickler Donnie Berkholz schrieb in der gentoo-dev-Mailingliste, dass die Unterstützung für monolithisches X-Ebuilds eingestellt wird. Das bedeutet, es wird keine Korrekturen mehr geben, auch keine Sicherheitsupdates. Die Paketverantwortlichen werden damit beginnen, die Abhängigkeiten für monolithische Ebuilds aus ihren Paketen zu entfernen. Donnie hofft, die monolithischen Ebuilds bald in ein Overlay verschieben zu können.

Benutzer, die noch immer die alten monolithischen Ebuilds verwenden, sollten zum modularen X migrieren und das Migrating to Modular X HOWTO benutzen.

2.  Entwickler der Woche

"Gentoo, it's what all the cool kids are doing." - Joshua Nichols


Abbildung 2.1: Joshua Nichols, aka nichoj

Fig. 1: nichoj

Der Entwickler Joshua Nichols, aka nichoj, wohnt in Boston, MA - bekannt für seine Baked Beans und seine Teeparties... okay, für eine insbesondere. Er machte im letzten Frühling einen Doppelabschluss in Computer Science und Psychologie am Rensselaer Polytechnic Institute. Er ist 23 und teilt sich eine Wohnung mit drei Freunden und einem phantomhaften Mitbewohner. Sie haben keine Haustiere, aber Josh hält sich für einen Hundeliebhaber und hofft, dass er einmal einen Deutschen Schäferhund haben wird, wenn er mehr Zeit und Platz haben wird.

Josh arbeitet für Banta Corporation, ein Druck- und Versorgungskettenmanagementunternehmen, nicht dass jemand damit etwas anfangen könnte. In seiner Abteilung werden Web-Anwendungen für die interne und externe Verwendung entwickelt. Josh arbeitet in einem Team, das modulare Internet-Anwendungen entwickelt, vornehmlich mit Java und J2EE (wie Eclipse, Tomcat, Spring, TDO, Web-Dienste, usw.).

Nichoj hat einige recht übliche Interessen sowie ausgefallenere Beschäftigungen. Er liest gern, meistens Sci-Fi und Fantasy und gelegentlich technische Referenzen als Unterhaltungslektüre. Außerdem mag er es sehr, Adult Swim zu schauen, aber tun wir das nicht alle? Wenn Josh sich mal aus dem Haus begibt, dann um Rollerblades zu fahren oder um mit einem Hackey Sack zu spielen, aber es endet meist unbeabsichtigt wie so viele Unternehmungen in Boston... man nimmt mit Freunden ein paar Drinks in einem der vielen Bostoner Lokale zu sich.

Josh begann in seinem ersten Semester an der Universität, Gentoo zu benutzen. Er war seit Jahren ein Linux-User, aber er fand, dass es rasch sehr kompliziert wurde, wenn man alles von Hand konfiguriert, und entdeckte, dass er mit Gentoo seinen Computer genau so verwalten konnte, wie er es wollte. Etwa vor einem Jahr beschloss Josh, sich stärker an Open-Source-Software zu beteiligen. Er begann, LUGs zu besuchen, Bugs zu berichten, und half Leuten im IRC. Er wurde sehr geübt mit Java, und wurde bald von karltk angeworben. Josh mag seine gegenwärtige Aufgabe bei Gentoo, die des Java-Projektverantwortlichen, sehr.

Sein Anteil am neuen Javasystem, das vor einigen Monaten veröffentlicht wurde, ist vermutlich der Teil der Errungenschaften von Gentoo, auf die er am stolzesten ist. Obwohl es größtenteils in der Zeit entwickelt wurde, als Josh dem Team beitrat, stellten sie schnell fest, dass alle der über 400 Javapakete erneuert werden müssten. Josh ist sehr stolz darauf, zu der Planung und Ausführung beigetragen zu haben, sowie viele der unvermeidlichen Ecken und Kanten auf dem Weg zu ~arch ausgebügelt zu haben. Berichtenswert ist dabei, dass er seine erste 'Hass-Mail' während der Arbeit an diesem Projekt erhielt; er muss wohl etwas richtig gemacht haben. ;-)

Joshs primärer Desktop ist ein AMD64-Rechner, ausgestattet mit einem X2 4400+, 4GB RAM, und einer 7800GT, die an einen 24"-LCD-Monitor angeschlossen ist. Er hat außerdem zwei x86-Laptops von Dell, einen Athlon XP als Dateiserver, und einen G5 für ein paar PPC-Freuden. Die ersten gestarteten Anwendungen? Natürlich Compiz und CGWD, gefolgt von GAIM, Firefox und Thunderbird.

Joshs Worte zum Abschied waren weise: "Es ist sicherlich offensichtlich, aber man sollte genießen, was man tut. Dies kann man sowohl auf die Arbeit in einem Open-Source-Projekt als auch auf den Job anwenden. Wenn man etwas tut, dass einem keine Freude bereitet oder was man sogar hasst, nun ja, das ist schlecht. So etwas lässt die Haare frühzeitig grau werden und man könnte sich sogar aus Frust die Augen ausstechen. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich finde es gut, beide Augen zu haben. Ich fühle mich glücklich, dass ich an meiner Arbeit für Gentoo und an meinen Job Spaß habe.

3.  Gehört in der Community

Forum

Ein Grafisches Programm zur ebuild Erstellung

Die Idee für eine Grafische Oberfäche mit der man ebuilds erstellen kann, in die Richtung einer IDE wurde im Forum vorgeschlagen. Dafür spricht, dass so ein Programm den Aufwand, ein ebuild zu schreiben, deutlich reduzieren würde, da es den User nach allen benötigten Informationen fragt. Dagegen spricht, dass es zu Aufwendig ist, alle Optionen die ein ebuild haben kann, in eine GUI zu gießen, ohne den User einzuschränken oder ein viel zu aufgeblasenes Interface zu haben. Ob Sie die Idee Unterstützen oder nicht, es ist nicht das erste mal, dass so ein Programm gefordert wird. Es gibt einen Ansatz von Pythonhead, einem Gentoo Entwickler, in dem derzeit stagnierenden Paket Abeni.

4.  Gentoo International

Australien: Software Freedom Day in Canberra

Der Canberra Software Freedom Day am 09. September war ein Event, bei dem es um Software Freiheit ging und der dazu aufruft, Linux auszuprobieren. Gentoo, Ubuntu und TheOpenCD wurden verteilt. Am Schluss des Events besaßen 48 Personen eine neue Gentoo Linux 2006.1 x86 LiveCD und 23 eine 2006.1 amd64 LiveCD.


Abbildung 4.1: Das Software Freedom Day Team

Fig. 1: Das Team

Notiz: Von links nach rechts: Rainer Klein, Neill Cox, Daniel Black (dragonheart), Brian Bishop, Pascal Klein, David Symons und Evan Leybourn -- Es fehlen: Steve Walsh, Troy Newell

Alle Teilnehmer hatten viel Spaß, lernten interessante Leute kennen und schauten die Elephants Dream Produktion. Man interessierte sich für Alternativen, um Spyware/Viren zu vermeiden, die alte PC Hardware sinnvoll weiter als Backup- oder Datenserver zu verwenden oder alte Laptops wieder benutzbar zu machen.

5.  Gentoo in den Medien

LinuxPlanet (7. September)

In dieser Woche beschäftigt sich LinuxPlanet mit Sectoo, einer Distribution mit dem Schwerpunkt auf Sicherheit, die auf Gentoo basiert. Sectoo ist eine LiveCD-Distribution, die entwickelt wurde, um bei Eindringungstests zu helfen, und die außerdem hilfreiche Werkzeuge für Netzwerkadministratoren bietet, die ihre Netzwerke absichern wollen.

6.  Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern

Abgänge

Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:

  • Niemand diese Woche

Zugänge

Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:

  • Javier Villavicencio (The_Paya) Gentoo/FreeBSD
  • Mike Kelly (pioto) creandus/GLEP27/vim
  • Vlastimil Babka (Caster) Java

Veränderungen

Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:

  • Krzysiek Pawlik (nelchael) joined PPC/Java
  • Jorge Manuel B. S. Vicetto (jmbsvicetto) joined UserRel

7.  Gentoo Security

Streamripper: Mehrere entfernt auslösbare Pufferüberläufe

Streamripper ist anfällig für mehrere entfernt auslösbare Pufferüberläufe, was die Ausführung von beliebigem Code erlauben könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

GTetrinet: Entfernte auslösbare Codeausführung

GTetrinet ist anfällig für einen entfernt auslösbaren Pufferüberlauf, was womöglich die Ausführung von beliebigem Code erlauben könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

OpenTTD: Entfernt auslösbarer Denial of Service

The OpenTTD server ist anfällig für einen entfernt auslösbaren "Denial of Service".

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

LibXfont: Mehrere Integerüberläufe

Im PCF Schriften-Parser wurde ein Pufferüberlauf entdeckt, was womöglich die Ausführung von beliebigem Code erlauben könnte.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

OpenSSL, AMD64 x86 emulation Basisbibliotheken: RSA Signaturfälschung

OpenSSL kann PKCS #1 v1.5 Signaturen nicht einwandfrei validieren.

Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung

8.  Bugzilla

Zusammenfassung

Statistik

Die Gentoo Community verwendet Bugzilla ( bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 03. September 2006 und 10. September 2006 resultieren in:

  • 929 neuen Bugs
  • 565 geschlossenen oder gelösten Bugs
  • 38 wiedergeöffneten Bugs

Von den 11040 zur Zeit offenen Bugs sind 38 als 'blocker', 124 als 'critical' und 530 als 'major' markiert.

Rangliste geschlossene Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:

Rangliste neue Bugs

Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:

9.  GWN Feedback

Bitte senden Sie uns Feedback und helfen Sie dabei mit, den GWN besser zu machen.

10.  GWN Abonnenment-Infos

Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.

Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse, mit der Sie bestellt hatten.

11.  Andere Sprachen

Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar:



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Seite aktualisiert 11. September 2006

Zusammenfassung: Der Gentoo Weekly Newsletter der Woche vom 11. September 2006.

Ulrich Plate
Editor

Mark Kowarsky
Author

Daniel Black
Author

Peter Volkov
Author

Chrissy Fullam
Author

Chris Gianelloni
Author

Tobias Matzat
Übersetzer DE

Jan Werner
Übersetzer DE

Gilbert Assaf
Übersetzer DE

Thomas Raschbacher
Übersetzer DE

Denny Reeh
Übersetzer DE

Dennis Nienhüser
Übersetzer DE

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