Dual-boot mit XP zum Schluss installiert
James schreibt an gentoo-user, ob es möglich sei, auf seiner Gentoo Maschine ein Dual Boot System mit Windows XP zu fahren, wobei Gentoo zuerst installiert wird. Er hatte Angst, dass Windows bei der Installation den MBR überschreibt und damit den Zugang zur Gentoo-Installation versperrt. Gentoo User antworteten, dass es ganz einfach möglich sei, nach der Windows-Installation die Live CD zu booten und GRUB erneut von dort aus zu installieren. Mark Shields schreibt eine Zusammenfassung, was man nach booten der Live CD tun sollte.
Befehlsauflistung 1.1: Neuinstallation von GRUB über die LiveCD |
# mount /dev/rootpart /mnt/gentoo # mount /dev/bootpart /mnt/gentoo/boot # mount -t proc none /mnt/gentoo/proc # mount -o bind /dev /mnt/gentoo/dev # chroot /mnt/gentoo /bin/bash # env-update && source /etc/profile # grep -v rootfs /proc/mounts > /etc/mtab (wenn deine Festplatte /dev/hda ist) # grub-install /dev/hda |
Monatliches Treffen des Gentoo Rats im November
Eine freundliche Erinnerung an ein baldiges IRC Meeting führte zu einer interessanten Debate über die Natur von Gentoo und eine Lektion, wie man Gentoo in einer Enterprise-Umgebung verteilen kann.
Steve Long schlug vor, dass Gentoo ein binary-only Repository einrichtet, in dem einige Richtungen (SOHO, Mittelstand und Großfirmen) angeboten werden. Es sollen die Binarys benutzt werden, die die Entwickler während der normalen Arbeit erstellen. Er glaubt, dass dies der beste Weg sei, um zu zeigen, dass es Gentoo ernst ist, in Unternehmen vorzudringen.
Grant Goodyear warf ein, dass Steve die Probleme eines solchen Repositorys unterschätzt und das Interesse der Entwickler überschätzt. Gentoo sollte sich lieber auf seine stärken als Meta-Distribution konzentrieren um es den Usern zu vereinfachen ihre eigene Distribution per Catalyst zu bauen und verteilen.
Stuart Herbert hob hervor, dass er und andere sehr glücklich wären, den Weg für eine Enterprise Adoption zu vereinfachen und Binarys für "Verteiler" zur Verfügung zu stellen. Außerdem sei eine Binary-basierte Distribution genauso anfällig für Fehler wie eine Source-basierte.
Robin Johnson hob hervor, dass seine als Entwickler kompilierten Binarys wenig nützlich für andere wären, da zu viele Eigenschaften nur für sein System zutreffen. Er teilt auch mit uns seine Erfahrungen vom Einsatz Gentoos in einem Unternehmen. Robin bemerkt, dass Firmen Anpassungen auf Firmen-Level brauchen, wo evtl. LDAP oder Kerberos oder was auch immer unternehmensweit eingesetzt wird. Seine Lösung war eine Maschine mit "tinderbox", die sich um die Kompilierung kümmert und dann die Binarys im Unternehmensnetz verteilt. Er erreichte das mit Catalyst und angepassten spec-Dateien. Die größte Umgebung, wo er dieses Verfahren angewendet hat, besteht aus einer beindruckenden Zahl von Maschinen.
Entfernung von Gnome 1.4
Doug Goldstein hat die Entfernung des uralten Gnome 1.4 eingereicht und angefangen, eine Liste der zu Löschenden Pakete bug 154102 zu erstellen.
FEATURES um Überfüssiges nicht zu installieren
John Jawed hatte Gentoo benutzt um ein initrd zu erzeugen, dass über PXE im Netzwerk booten sollte. Die Größe des initrd war kritisch, da eine zu große Datei eine Kernel-Panic erzeugte. Er verringerte das initrd indem er alle man und doc Pages entfernte. Anschließend bereitete er einen Patch für Portage vor, um dieses Feature zu implementieren.
In den Antworten wurde darauf hingewiesen, dass diese Funktionalität bereits in der /etc/make.conf vorhanden sei.
Christian Heim verweißt John an die "noman" und "nodoc" FEATURES Flags, Tobias Scherbaum an das "noinfo" FEATURE Flag. Brian Jackson wies noch mal auf das INSTALL_MASK Flag hin, welches verhindert, dass Platzfresser ins Dateisystem kopiert werden, z.B. HACKING.gz und TODO.gz
Die Open Source Bewegung in Italien organisierte am 28. Oktober einen nationalen Linux Tag. Bereits zum vierten Mal hatte die stets größer werdende Gemeinschaft von Gentoo Nutzern in Italien Gelegenheit, sich selbst vorzustellen. In diesem Jahr wurde der sogenannte Gentoo Tag in Zusammenarbeit mit der GLUG (Genuense Linux Users Group) organisiert. Dank der Hilfe von lokalen Vertretern konnte die Veranstaltung am Palazzo Ducale, Piazza De Ferrari in der Innenstadt Genuas stattfinden.
Die eifrigen Anhänger, allesamt Mitglieder des Vereins Gentoo Channel Italia (GeCHI), zeigten mehrere Vorträge für Heim- als auch professionale Anwender. Es gab Vorträge wie "Bildbearbeitung mit OSS", "Befreie Deinen Ipod: Benutze RockBox", "XGL für Spaß und Profit" oder "Praktischer Einsatz von Gentoo im betrieblichen Umfeld".
LinuxHardware.org (2. November 2006)
Der Autor (und Gentoo-Entwickler) Kris Kersey testet Intels ersten Vierkern-Prozessor, den Core 2 Extreme QX6700. In dem Bericht wird 64-bit Gentoo Linux für alle Benchmarks benutzt. Die neue CPU schneidet sehr beeindruckend ab: emerge mozilla-firefox dauerte weniger als 8 Minuten mit der Einstellung MAKEOPTS="-j5". Wenn Sie auf der Suche nach der besten CPU für ein Desktopsystem sind, die man mit Geld kaufen kann, ist dies zur Zeit die Beste.
Suche nach Ebuilds in lokal nicht verfügbaren Overlays
Mit der größer werdenden Verfügbarkeit unterschiedlichster Overlays für die Gemeinschaft wird die Suche nach dem richtigen Overlay für ein gesuchtes Paket schwieriger. Unglücklicherweise kann Portage standardmäßig nur auf dem System bereits installierte Overlays durchsuchen. Stefan Schweizer hat in seinem Planet Gentoo Blog in dieser Woche einen Artikel veröffentlicht, der die Arbeitsweise eines Tools zum Durchsuchen von Overlays beschreibt, welches die Suche in entfernten Overlays wesentlich vereinfacht.
Das Paket, das diese Aufgabe angeht, ist app-portage/eix. Um alle neuen Features benutzen zu können, muss man es in package.keywords freischalten:
Befehlsauflistung 4.1: Installation von app-portage/eix |
# echo app-portage/eix >> /etc/portage/package.keywords # emerge eix |
Danach ist eine Aktualisierung des Index von eix notwendig, damit es alle Informationen der verfügbaren Overlays parat hat:
Befehlsauflistung 4.2: Aktualisierung der globalen Overlay Liste von eix |
# update-eix # update-eix-remote update |
Jetzt ist eix in der Lage, neben dem offiziellen Portage Baum auch alle in der globalen layman Liste verfügbaren Pakete zu durchsuchen.
Befehlsauflistung 4.3: Pakete suchen |
# eix -e xmms
[D] media-sound/xmms
Available versions: [M]1.2.8-r5[2] [M]1.2.10-r6[2] [M]1.2.10-r8[2]
[M]1.2.10-r14 [M]1.2.10-r14[3] [M]1.2.10-r15 [M]1.2.10-r15[3]
[M]1.2.10-r16 [M]1.2.10-r16[3] [M]20101010[1]
Installed: 1.2.10-r15[01:54:46 08/29/06][nls esd mmx
vorbis 3dnow mikmod -directfb alsa oss arts -jack -sndfile -lirc
-flac mad mp3]
Homepage: http://xmms.org
Description: X Multimedia System
[1] (layman/fluidportage)
[2] (layman/gentoojp)
[3] (layman/zugaina)
|
Weitere Informationen gibt es in der eix man Seite und im Blog Artikel (Link unten).
Einen 32-bit mplayer mit einem 64-bit kmplayer benutzen
Auf amd64 System kann man media-video/mplayer-bin benutzen, um Multimedia Dateien abzuspielen, welche die 32-bit Codecs (win32codecs) voraussetzen. Mplayer jedoch macht nicht soviel her wie die 64-bit native Version und integriert sich nicht sonderlich gut ins System. KDE Benutzer können kmplayer benutzen – ein KDE basiertes "Frontend". Wer konqueror einsetzt, kann desweiteren das kmplayer Plugin im Browser benutzen. Damit dieser Tipp funktioniert, muss zunächst der native mplayer deinstalliert werden, falls auf dem System vorhanden. Installiert man kmplayer, wird er nicht funktionieren, da /usr/bin/mplayer fehlt.
Befehlsauflistung 4.4: Einen symbolischen Link auf mplayer anlegen |
ln -sf /usr/bin/mplayer-bin /usr/local/bin/mplayer |
Jetzt wird der native kmplayer wmv Dateien abspielen und man kann in konqueror eine Vorschau davon betrachten.
5. Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
Asterisk: Mehrere Schwachstellen
Asterisk ist anfällig für die entfernte Ausführung von beliebigem Code oder einem 'Denial of Service'.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Screen: Schwachstelle bei der Behandlung von UTF-8 Zeichen
Screen enthält einen Fehler im Code, der für die Behandlung von UTF-8 Zeichen zuständig ist. Dieser könnte einen 'Denial of Service' oder die entfernte Ausführung von beliebigem Code zulassen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
Ein Integerüberlauf in der Behandlung von Qt pixmap könnte möglicherweise zu einem 'Denial of Service' oder die entfernte Ausführung von beliebigem Code zulassen.
Für weitere Infos siehe die GLSA Meldung
7. Anstehende Entfernung von Paketen
Dies ist eine Liste derjenigen Pakete, von denen angekündigt wurden, dass sie in Kürze aus dem Portage-Baum entfernt werden. Die Informationen darüber, welche Pakete genau entfernt werden sollen, stammen aus vielen Quellen, darunter das Treecleaner Projekt und auch viele Entwickler.
| Paket: | Entfernungsdatum: | Kontakt: |
| games-strategy/magnant | 28. November 2006 | Michael Sterrett |
| media-libs/allegttf | 28. November 2006 | Michael Sterrett |
| games-action/phobiaiii | 28. November 2006 | Michael Sterrett |
| games-action/phobiaiii | 28. November 2006 | Michael Sterrett |
| x11-misc/commonbox-utils | 29. November 2006 | David Shakaryan |
| media-sound/bpmdj | 30. November 2006 | Diego Pettenò |
| media-libs/janus | 04. Dezember 2006 | Christian Heim |
| net-analyzer/tcpick | 04. Dezember 2006 | Christian Heim |
| x11-wm/qvwm | 04. Dezember 2006 | Christian Heim |
| media-libs/jpeg-mmx | 05. Dezember 2006 | Mike Frysinger |
| x11-libs/nucleo | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/aewm++ | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/aewm++-goodies | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/golem | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/integrity | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/lwm | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/metisse | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/papuawm | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/pawm | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/pwm | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/trswm | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/wmi | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
| x11-wm/xpde | 05. Dezember 2006 | David Shakaryan |
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla ( bugs.gentoo.org) um Bugs, Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 29. Oktober 2006 und 05. November 2006 resultieren in:
Von den 10999 zur Zeit offenen Bugs sind 30 als 'blocker', 107 als 'critical' und 514 als 'major' markiert.
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben sind:
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs zugewiesen bekommen haben sind:
Bitte senden Sie uns Feedback und helfen Sie dabei mit, den GWN besser zu machen.
Um den Gentoo Weekly Newsletter zu abonnieren, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+subscribe@gentoo.org.
Um das Abonnement des Gentoo Weekly Newsletter zu kündigen, senden Sie bitte eine leere Email an gentoo-gwn-de+unsubscribe@gentoo.org und nehmen als Absender diejenige Email-Adresse, mit der Sie bestellt hatten.
Der Gentoo Weekly Newsletter ist auch in folgenden Sprachen verfügbar: