Gentoo Weekly Newsletter: 07. Mai 2007
1.
Gentoo News
Gentoo 2007.0, Codename "Secret Sauce", ist veröffentlicht
Das Release Engineering Projekt von Gentoo
ist stolz, verkünden zu können, dass das oft verschobene Gentoo Linux 2007.0,
Codename "Secret Sauce", nun veröffentlicht wurde. Die häufigen Verschiebungen
waren durch die abnormal hohen Sicherheitsschwachstellen in vielen Paketen
begründet, die somit durch ihre neuen, sicheren Versionen ersetzt werden
mussten. Auf halbem Wege musste auch noch ein komplett neuer Snapshot erstellt
werden, da die Veröffenlichung sich so lange hinzog und die Pakete dadurch
nicht mehr ganz so taufrisch waren.
Weitere Informationen zur Veröffentlichung finden Sie in der offiziellen
Pressemeldung. Um die neue Version zu bekommen, schauen Sie bitte unter
http://www.gentoo.org/main/en/where.xml nach.
Kürzliches Coreutils-Update und Shell-Skripting Probleme
Wenn Sie kürzlich das Coreutils-Paket aktualisiert haben oder wenn Sie in
naher Zukunft ein emerge -avNDu world planen, sollten Sie einige
bedeutende Änderungen beachten. Das kürzlich veröffentlichte Update von
sys-apps/coreutils verschob einige Utilities ein wenig. Einige
wurden von /bin nach /usr/bin verschoben und
andere fanden ihren Weg von /usr/bin nach /bin.
Dafür gab es einige wichtige Gründe, darunter z.B. die Möglichkeit des
Zugriffes zu den Tools vom Single User Modus aus. Das bedeutet natürlich
auch einige Änderungen für ihre Shell-Skripte. Wie finden Sie Probleme
und - viel wichtiger - wie können Sie ihre Skripte reparieren?
Viele User lassen die meisten ihrere Skripte als Root durch einen Cron-Job
ausführen und haben die Schutzmaßnahme getroffen, die Pfade zu jedem Binary
im Skript hart zu kodieren ( das ist generell eine sicherere Methode für
das Skripting, weitere Infos finden Sie unter
http://forums.gentoo.org/viewtopic-t-548833.html). Hoffentlich
befindet sich die Verzeichnispfade zu den Binaries in einer Variable zu
Beginn des Skriptes, wie z.B.:
Befehlsauflistung 1.1: Beispielskript |
#!/bin/bash
MYNOHUP=/usr/bin/nohup
MYCOMMAND=/usr/local/bin/somecommand
$MYNOHUP $MYCOMMAND
|
Auf diese Weise ist nur eine kleine Änderung im Skript zu machen. Natürlich ist
dies nicht die einzige Lösung. In einer kürzlich erfolgen Diskussion auf der
gentoo-dev Mailing-Liste, wurden mehrere Vorschläge gemacht. Sie können
den Thread unter http://archives.gentoo.org/gentoo-dev/msg_144236.xml
nachlesen. Eine mögliche Lösung ist, auf eine komplette Pfadangabe zu den
Binaries zu verzichten. Wenn Sie die PATH-Variable zu Beginn des Skriptes
richtig setzen, ist das ganze Problem von Anfang an vermeidbar. Tatsächlich
kann es deswegen sein, dass für diejenigen, die diese Methode bevorzugen, die
Aktualisierung des coreutils-Paketes vollkommen unbemerkt von statten ging.
Ein guter Vorschlag, wie die PATH-Variable in ihren Skripten auszusehen hätte,
wäre:
Befehlsauflistung 1.2: Standart PATH-Beispiel |
PATH=${PATH}:/bin:/usr/bin:/sbin:/usr/sbin:/usr/local/bin:/usr/local/sbin
|
Offensichtlich kann man auch exotischere Pfade zu den Binaries angeben, wie
etwa /opt/vmware/server/bin für den Pfad zu den VMWare Server
Utilities. Eine weitere erwähnte Möglichkeit wäre die command -p
program Methode. Auf der Man-Seite steht geschrieben, das command -p
'den Befehl mittels eines Standartwertes für PATH sucht, der garantiert, dass
alle Standart-Utilities gefunden werden'. Das erscheint zunächst nach einer
sicheren Methode, ein Kommando auszuführen, obschon auf Kosten von einigen
weiteren Tastendrücken. Da command auch in der Bash eingebaut ist, erscheint
es auch nicht im Dateisystem, was es für kommende Änderungen durch coreutils
immun macht. Dazu sollte man natürlich die Bash-Shell als Standard nutzen,
was für die meisten User eine sichere Sache sein sollte.
Ähnlich diesem Befehl, führt env ein Programm in einer modifizierten Umgebung
aus. Ein einfachener Aufruf von env program ruft das Utility mit einem
drastisch reduziertem PATH auf; /bin:/usr/bin laut Email-Thread.
Im Gegensatz zum command-Utility, ist env eine Datei im lokalen Dateisystem und
existiert via symbolischen Links in /bin und /usr/bin.
Letzen Endes hängt ihre Lösung von ihren persönlichen Vorlieben und Erfahrungen
ab. Am besten wäre es, wenn Sie die oben aufgeführten Lösungen Testen und
diejenige nutzen, die ihnen am Komfortabelsten erscheint. Dann wäre da nur noch
eine kleine Sache. Sie müssen sicherstellen, dass Sie alle auf ihren Systen
laufenden Skripte finden und auf das Problem hin testen. Im Debug-Modus können
Sie jedes einzeln auf Schwierigkeiten hin testen.
Befehlsauflistung 1.3: Einen bash-Befehl im Debug-Modus laufen lassen |
$ bash -x sample_cron_job
+ /bin/echo 'Hello World!'
Hello World!
|
Sie sollten auch in /usr/local/bin nach Skripten schauen (wenn das
der Ort ist, wo Sie Ihre Skripte speichern), in /etc/conf.d/local.start
und /etc/conf.d/local.stop. Wenn alles funktioniert, befinden Sie
sich in einer glänzenden Form!
2.
Gehört in der Community
planet.gentoo.org
Status von Gentoo MIPS
Entwickler Alexander Færøy schrieb in seinem Blog über den
derzeitigen optimistischen Status des MIPS Projekts. Mit den
Neuzuwächsen Bryan Østergaard, der an den Generellen
Portierungen arbeiten wird und Richard Brown, der am Ruby
Support arbeiten wird, beschleunigt sich die Fertigstellung
der 2007.0 Release. Alexander weißt auch darauf hin, dass
sie noch neue Rekruten Suchen, die sich dem "coolsten Team
bei Gentoo Anschließen" und redet über seinen Erfolg
mit der neuen Movidis
Box.
gentoo-user
Mache alles, außer eins
Jesse Adelman fragte auf gentoo-user wie es möglich ist, ein
emerge -uDN world auszuführen, ohne das Portage ein
bestimmtes Paket updated. Jesse hatte eine Version von MythTV,
die aus dem Portage Baum entfernt wurde und die er gerne gerne
behalten würde. Wie auch immer die Version im Portage Baum lag
zwischen einer neueren und einer älteren Version und Portage
wollte ihn zum Downgrade zwingen, wenn er
die neue Version in package.mask ein trug.
Vikas Kumar schlug das oft vergessene
/etc/portage/profile/package.provided vor.
Ein Paket in dieser Datei wird nicht geupdated, bis ein anderes
Paket zwingend eine neuere Version benötigt. Mehr Informationen
über package.provided gibt es in der Portage Man Page.
Entwickler Zac Medico schlug vor, nicht nur die höhere Version
zu maskieren, sondern auch die niedrigere Version.
gentoo-dev
Hilfe für Wartung des 2.6 Kernels gesucht
Daniel Drake sucht einen oder mehrere
Leute, die bei der Wartung der gentoo-sources-2.6 helfen möchten.
Wissen von Kernel Interner und/oder Kernel hacking ist nicht erforderlich, sondern
Motivation ist das Wichtigste. Es ist nicht nötig als Gentoo Entwickler Hilfe
anzubieten,das könnte also für eine interessierte Person ein guter Weg sein,
einen Fuß in die Tür als Gentoo Entwickler zu bekommen. Interessierte Leute
sollten Daniel Privat oder über IRC kontaktieren.
3.
Gentoo International
HSM sucht nach Gentoo-Spezialisten
HSM ist ein bekannter sogenannter 'Full-Service-Dienstleister' mit Hauptsitz
in Paderborn/ Deutschland. Ihre Stärke ist die Entwicklung von Schnittstellen
und Add-Ons zu Standardsoftwareprogrammen und Datenbanken, die Programmierung
von kundenindividueller Spezialsoftware und die Bereitstellung von fertigen
Softwareprodukten aus den Bereichen Sicherheit, Warenwirtschaft und
Emulationen.
HSM sucht Linux-Spezialisten mit weitreichenden Gentoo-Kenntnissen zur
weiteren Entwicklung und Kundensupport für ihre linux-basierende universelle
Firewall-Software mit neuem und einzigartigem Produktkonzept. Die Kandidaten
sollten umfangreiche Erfahrungen mit Linux mitbringen, insbesondere
mit TCP/ IP und Routing, Perl, PHP und BASH Skripting, Apache, Bind, DNS,
SQUID, Postfix und MySQL. Dazu sollten Kommunikationsfertigkeiten,
organisiertes Arbeiten und konsequente Kundenorientierung kommen.
Kandidaten mit entsprechender Berufserfahrung bekommen die Möglichkeit auf
eine Position im Management in Aussicht gestellt. Für Berufseinsteiger bieten
werden attraktive Trainings- und Weiterbildungsmöglichkeiten geboten. Für
weitere Informationen kontaktieren Sie HSMs HR Consultant, Hr. Wolf Geldmacher.
4.
Gentoo in den Medien
Linux Magazine (26. April 2007)
Linux Magazine veröffentlichte einen Bericht über Gentoo Linux und Portage.
Der Sonderbeitrag ist gänzlich über Gentoo und nur für Abonnenten von Linux
Magazine verfügbar. Wenn Sie ein Abonnent des Linux Magazine sind, sollten
Sie den Artikel lesen.
5.
Veränderungen bei den Gentoo-Entwicklern
Abgänge
Die folgenden Entwickler haben kürzlich das Gentoo Team verlassen:
Zugänge
Die folgenden Entwickler haben sich kürzlich dem Gentoo Team angeschlossen:
Veränderungen
Die folgenden Entwickler haben innerhalb des Gentoo Projektes kürzlich ihre
Rolle verändert oder neue Verantwortlichkeiten angenommen:
6.
Gentoo Security
Ktorrent: Mehrere Schwachstellen
Mehrere in Ktorrent entdeckte Schwachstellen erlauben möglicherweise
die entfernte Ausführung von beliebigem Code und einen 'Denial of
Service'.
Für weitere Infos siehe die
GLSA Meldung
FreeType: Beliebige Codeausführung
Eine in FreeType entdeckte Schwachstelle erlaubt möglicherweise die
entfernte Ausführung von beliebigem Code.
Für weitere Infos siehe die
GLSA Meldung
Tomcat: Informationspreisgabe
Eine in Tomcat entdeckte Schwachstelle erlaubt möglicherweise die
Preisgabe von sensitiven Informationen.
Für weitere Infos siehe die
GLSA Meldung
Apache mod_perl: 'Denial of Service'
Das mod_perl Apachemodul ist anfällig für einen 'Denial of Service', wenn
Reguläre Ausdrücke verarbeitet werden.
Für weitere Infos siehe die
GLSA Meldung
Quagga: 'Denial of Service'
Eine in Quagga entdeckte Schwachstelle erlaubt möglicherweise einen
'Denial of Service'.
Für weitere Infos siehe die
GLSA Meldung
X.Org X11 Bibliothek: Mehrere Integerüberläufe
Die X.Org X11 Bibliothek enthält mehrere Integerüberläufe, die möglicherweise
die beliebige Codeausführung gestatten.
Für weitere Infos siehe die
GLSA Meldung
7.
Veränderungen bei den Gentoo-Paketen
Dies ist eine Liste derjenigen Pakete, die zum Einen verschoben oder zum
Portage-Baum hinzugefügt wurden und zum Anderen von denen angekündigt wurde,
dass sie in Kürze aus dem Portage-Baum entfernt werden. Die Informationen darüber,
welche Pakete genau entfernt werden sollen, stammen aus vielen Quellen,
darunter das Treecleaner Projekt
und auch viele Entwickler. Die meisten Pakete im Abschnitt 'Letzte Ölung'
benötigen jedoch nur jemanden der sie pflegt und könnten eigentlich im
Portage-Baum verbleiben.
Entfernungen:
Hinzufügungen:
'Letzte Ölung':
8.
Bugzilla
Zusammenfassung
Statistik
Die Gentoo Community verwendet Bugzilla (
bugs.gentoo.org) um Bugs,
Meldungen, Vorschläge und andere Kommunikationen mit dem Entwicklerteam
zu protokollieren. Die Aktivitäten zwischen dem 29. April 2007
und 06. Mai 2007 resultieren in:
- 565 neuen Bugs
- 361 geschlossenen oder gelösten Bugs
- 26 wiedergeöffneten Bugs
- 123 als NEEDINFO/WONTFIX/CANTFIX/INVALID/UPSTREAM geschlossener Bugs
- 104 als Duplikate bezeichneten Bugs
Von den 10028 zur Zeit offenen Bugs sind 11 als 'blocker', 116 als
'critical' und 364 als 'major' markiert.
Rangliste geschlossene Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche die meisten Bugs geschlossen haben
sind:
Rangliste neue Bugs
Die Entwickler und Entwicklerteams welche diese Woche die meisten neuen Bugs
zugewiesen bekommen haben sind:
9.
GWN Feedback
Der GWN lebt von Freiwilligen und Communitymitgliedern, die Ideen und
Artikel beisteuern. Wenn Sie daran interessiert sind, Beiträge für den
GWN zu schreiben, Feedback für den Artikel, den wir veröffentlicht haben
zu bekommen oder einfach nur eine Idee oder einen Artikel haben, den Sie
hier veröffentlicht sehen wollen, senden Sie bitte ihr Feedback zu uns und helfen Sie
dabei mit, den GWN noch besser zu machen.
10.
GWN Abonnenment-Infos
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11.
Andere Sprachen
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