Das KDE Konfigurations HOWTO
1.
Was ist K Desktop Environment?
Das Projekt
Das KDE Projekt ist ein freies
Softwareprojekt, das sich der Entwicklung von KDE widmet, einer grafischen
Opensource Desktopumgebung für alle Linux- und Unixrechner.
Die Entwicklung wird freiwillig von mehreren hundert Software-Entwicklern auf
der ganzen Welt verübt. Sehen Sie dazu auch Was ist das KDE Projekt?.
Die Software
Das K Desktop Environment ist eine sehr einfach zu verwendende
Benutzeroberfläche, die um ein gut durchdachtes Netzwerk von Programmen
aufgebaut wurde. Dies ermöglicht für andere Programme Aktionen wie Drag n
Drop usw. Abgesehen von den erforderlichen Komponenten stellt KDE
auch Programme für 101 Anwendungen bereit: Dateiverwaltung,
Internetbrowser, Büroprogramme, Emailverwaltung, ... Alles wird von KDE
abgedeckt!
Die KDE Umgebung ist in mehr als 70 Sprachen verfügbar und hat daher einen
riesigen Benutzergrundstock. Wen es interessiert: Hier sind einige Screenshots. Für mehr
Informationen, lesen Sie einfach den Was
ist KDE? Artikel auf KDE.org.
Die Community
Es gibt auch sehr viele Community-Seiten rund um KDE. Auf KDEnews.org finden Sie die aktuellsten News
über KDE. KDEdevelopers.org
konzentriert sich speziell auf die KDE-Entwicklung, während das KDE-Forum für große Massen angepasst ist.
Mehr Links finden Sie auf der KDE Family
- Seite.
2.
Installation von KDE
Was braucht man dazu?
Wenn Sie an der Installation von KDE (bzw. an KDE-Support) interessiert sind,
sollten Sie sicherstellen, dass Ihre USE-Variable das Flags kde und
entweder das qt3 oder qt4 (oder beide) enthält. Qt ist die von KDE
verwendete graphische Widget-Bibliothek, und qt3 ist für Version 3.x,
während qt4 Unterstützung für die neuere Qt 4.x Bibliothek einbaut.
Keines dieser beiden USE-Flags wird unbedingt benötigt um KDE zu installieren.
Jedoch gibt es einige Pakete, die Ihnen die Wahl überlassen, ob es entweder die
qt3- oder qt4-Bibliotheken benutzen soll.
Wenn Sie Unterstützung zum automatischen Einbinden von Geräten wollen, sollten
Sie hal zur USE-Variable hinzufügen. Informationen dazu finden Sie weiter
unten im Punkt Geräte von KDE mounten
lassen.
Wenn Sie für Ihre Multimedia-Anwendungen kein aRts verwenden möchten, deaktivieren
Sie bitte die arts USE-Flag. Andernfalls ist sie standardmäßig aktiviert.
Notiz:
Release 2006.1 von Gentoo hat eine Zahl neuer Profile eingeführt, u.a. das
desktop Unterprofil. Möglicherweise wollen Sie zu diesem Unterprofil
wechseln, sofern es für Ihre Architektur existiert, da es eine Reihe von
Änderungen an den Standard-USE-Flags enthält. Bitte lesen Sie die Anleitung zum Upgraden von Gentoo, um
zu erfahren, wie sie zwischen den Profilen hin- und herwechseln können.
|
Installation von KDE aus einzelnen Paketen
Notiz:
Wir empfehlen Ihnen die einzelnen Pakete ("split ebuilds") zu benutzen (anstatt
der monolithischen Pakete; obwohl beide Methoden gezeigt werden), um KDE wie
folgt gezeigt zu installieren.
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Wenn Sie mehr Kontrolle darüber haben möchten, was KDE installiert, haben Sie
die Möglichkeit, nur die Anwendungen zu installieren, die Sie brauchen. Für
nähere Informationen über die Ebuilds der KDE-Programme schauen Sie bitte im
KDE Split Ebuilds HOWTO nach.
Bei den Split Ebuilds ist es ein bisschen schwieriger zu wissen, was Sie
benötigen und was nicht. Gentoo bietet jedoch ein paar Meta-Pakete an, die diese
Wahl erleichtern sollen und für Sie gewisse KDE-Pakete installieren:
-
Wenn Sie eine komplette KDE-Installation haben wollen, installieren Sie
kde-meta.
Dieses Paket bringt alle KDE-Anwendungen als Abhängigkeiten mit sich.
-
Für eine Standardinstallation installieren Sie kdebase-startkde. Sie
können dann jederzeit später andere KDE-Anwendungen nachinstallieren.
-
Wenn Sie etwas zwischen kde-meta und kdebase-startkde wollen,
installieren Sie kdebase-meta. Dies wird einige zusätzliche
Anwendungen, z.B. konsole und kdm, installieren.
Diese drei Möglichkeiten sind die beiden Grenzfälle; wahrscheinlich sind Sie an
einer Mischung aus beiden interessiert :) Um Ihnen die Entscheidung leichter zu
machen, ist in der folgenden Tabelle ein kurzer, unkompletter aber dennoch
hilfreicher Überblick über die verfügbaren KDE-Pakete.
Diese Pakete sind nicht Teil der kdebase-startkde Installation.
| Name des Ebuilds |
Beschreibung |
| akregator |
Anwendung zum Verwalten und Browsen von RSS Feeds.
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| juk |
Ein Playlisten-orientierter Medienplayer der Apple's iTunes ähnelt.
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| kate |
Der KDE Advanced Text Editor, ein
Multidokument-Editor mit Syntax-Highlighting, Code-Folding und vielem mehr.
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| kmail |
Mit KMail können Sie Ihre Emails
sehr effizient organisieren.
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| knetattach |
Mit KNetAttach (auch unter "Netzwerkordner hinzufügen" bekannt)
können Sie sehr einfach Netzwerkordner zu Ihrem Desktop hinzufügen.
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| knode |
KNode ist der mächtige KDE-Newsreader.
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| konsole |
Die Konsole ist der
KDE-Terminal-Emulator.
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| kontact |
Kontact ist der persönliche
Informationsmanager von KDE. Er erleichtert Ihnen das Kommunizieren mit
anderen Personen und organisiert Ihre Arbeit schneller.
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| kopete |
Kopete ist KDE's
Instant-Messenger der alle bekannten IM-Protokolle unterstützt.
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| korganizer |
Korganizer ist der Kalender und
Terminplaner von KDE.
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| kpdf |
Mit KPDF kann man PDFs anschauen und
damit arbeiten. Durch einzigartige Features wird Ihre Lust am Arbeiten mit
diesem Programm irrsinnig gesteigert werden.
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| kscd |
Ein grafischer CD-Player für KDE.
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| ksnapshot |
Mit ksnapshot können Sie Screenshots von Ihrem Desktop machen.
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| kuickshow |
Mit kuickshow kann man durch die verschiedensten Bildformate browsen und
diese Anzeigen.
|
Das ist nur die Spitze des Eisberges. Wenn Sie mehr über alle verfügbaren
KDE-Pakete erfahren wollen, sehen Sie am besten in der kde-base
Kategorie nach. Die Funktionen der Pakete sollte in der Beschreibung
einsehbar sein.
Um zu sehen, was emerge installieren will, sollten Sie emerge -p in
Kombination mit less verwenden, ansonsten kann es sein, dass Sie nicht
alle Pakete sehen können.
Befehlsauflistung 2.1: Vorschau der KDE-Installation |
# emerge -p kdebase-startkde | less
|
Wenn Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind, lasse Sie einfach -p weg. Das
Bilden der Pakete wird ziemlich lange dauern, da KDE eine großes Umfeld hat.
Seien Sie nicht überrascht wenn Ihr System nicht sofort fertig ist.
Installation von KDE "aus einem Guss"
Obwohl die Split-Ebuilds die empfohlene Methode ist, um KDE zu installieren,
haben Sie die Möglichkeit, die monolithischen Ebuilds zu benutzen.
Das KDE-Projekt veröffentlicht neue Versionen seiner Desktop-Umgebung in Form
von ca. 16 großen Paketen. Jedes Paket enthält eine Menge von Programmen
(deswegen "aus einem Guss" bzw. "monolithisch"). Es ist also wichtig, dass Sie
sich entscheiden, welche dieser Pakete Sie installieren wollen.
Wenn Sie sehen wollen wie es aussieht, wenn man alle Pakete installiert, schauen
Sie einfach selbst nach:
Befehlsauflistung 2.2: Auflisten aller Pakete, die KDE installiert |
# emerge --pretend kde | less
|
Wenn Sie nicht alle Pakete installieren wollen, können Sie auch einzelne
emergen. Das kdebase Paket werden Sie aber installieren müssen, da es die
grundlegenden KDE-Pakete und benötigten Abhängigkeiten enthält. Die folgende
Tabelle zeigt Ihnen ein paar der restlichen verfügbaren Pakete, die Sie
ebenfalls installieren können.
| Paket |
Beschreibung |
| kdeaccessibility |
Zugangsprogramme, die vom KDE
Accessibility Projekt verwaltet werden.
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| kdeadmin |
KDE Administrations-Tools, wie z.B. KCron (Programmplanung),
KUser (Benutzerverwaltung) und KDat (Backupmanager).
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| kdeartwork |
Allerlei graphisches Zeugs, z.B. Bildschirmschoner und Themes. Sehen Sie
sich dazu auch www.kde-artists.org für weitere
KDE-bezogene Artwork an.
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| kdeedu |
Ausbildungsbezogene KDE-Programme für Schulkinder im Alter von 3 bis 18
Jahren. Sehen Sie sich dazu auch das KDE Edu
Projekt an.
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| kdegames |
Verschiedene KDE Spiele. Mehr Informationen gibt es im KDE Games Center.
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| kdegraphics |
Grafische Tools für KDE, z.B. KSnapshot (Screenshot
Software), KolourPaint (Einfacher Grafikeditor), Kpdf
(PDF-Viewer), KIconEdit (Iconeditor) und KPovModeler (ein 3D
Modelierprogramm).
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| kdemultimedia |
Multimediabezogene Programme. Diese beinhalten unterstützung für CD, MP3,
DVD, Sound und Video. Mehr Infos findet man auf der KDE Multimedia Projekt Webseite.
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| kdenetwork |
Netzwerkbezogene Programme wie Kopete (Multi-Protokoll Chatprogramm)
und kppp (Dial-In) and KSirc (IRC-Client). Beachten Sie, dass
konqueror (File Manager und Browser) ein Teil von
kdebase ist!
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| kdepim |
Persönliche Informations- und Verwaltungstools, wie KOrganizer
(Journal), KAddressbook (Adressbuch), Kontact (Groupware) und
KMail (E-mail). Mehr Infos findet man online auf der KDE PIM Projekt Webseite.
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| kdesdk |
Codeentwicklungstools, wie KBabel (Übersetzungstool),
KBugBuster (Frontend zur KDE Bugaufzeichnung) und Kompare (GUI
zum
Vergleichen von Dateien).
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| kdetoys |
Verschiedene Spielzeuge die Sie amüsieren sollen, wenn Sie zum Beispiel auf
eine Pizza warten. Sie finden hier Applets wie eyesapplet und
fifteenapplet, aber auch smarte Programme wie amor, welche
eigentlich nur Ressourcen fressen :)
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| kdeutils |
Grafische Systemtools wie zum Beispiel kcalc (Taschenrechner),
kdessh (SSH Terminal), kfloppy (Programm für Disketten), etc.
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| kde-i18n |
Internationalisierungsbezogene Dateien für KDE. Diese beinhalten übersetzte
Dokumente. Weitere Informationen finden Sie unter Das KDE i18n Projekt.
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Für den Fall, dass Sie KDE zum Beispiel nur mit den Netzwerk- und
Administrationsbezogenen Programmen installieren wollen:
Befehlsauflistung 2.3: Beispiel zur Installation von speziellen Paketen |
# emerge kdebase kdenetwork kdeadmin
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Wenn Sie längere Spaziergänge an der frischen Luft mögen wäre jetzt ein guter
Zeitpunkt für einen: Die Kompilierung von KDE dauert eine Weile.
Externe KDE-Anwendungen
Die Anzahl der KDE-Anwendungen ist nicht auf die der offiziellen KDE-Releases
beschränkt sondern beinhalten hunderte von anderen Applikationen, welche
ebenfalls auf das KDE-Framework und die KDE-Bibliotheken aufbauen. Hier listen
wir Ihnen ein paar der bekanntesten auf.
| Name des Ebuilds |
Beschreibung |
| koffice |
KOffice ist ein umfangreiches
Büroprogramm mit Anwendungsbereichen wie Textverarbeitung (KWord),
Tabellenkalkulation (KSpread), Präsentationen (KPresenter), Bildbearbeitung
(Krita), Datenbankmanagement (Kexi) und vielem mehr. Genau so wie KDE
entweder über kde oder kde-meta installiert werden kann, kann
auch KOffice als gesamtes Paket (koffice) oder einzelne Pakete
(koffice-meta) installiert werden.
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| amarok |
Mit amaroK haben Sie einen
mächtigen Musikplayer für Unix/Linux.
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| k3b |
K3B ist ein komplettes CD- und
DVD-Brennprogramm mit Audio-Unterstützung. CD-Brennen war noch nie so
einfach.
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| kaffeine |
Kaffeine ist ein komplett
ausgestatteter Multimedia-Player für KDE.
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Die ersten Eindrücke
Sehen wir uns also das Ergebnis mal an! Sie haben von Ihrer Mutter sicher schon
oft "Arbeite NIE als Root" gehört. Da wir brave Kinder sind, die auf ihre Mutter
hören, testen wir KDE als einfacher Benutzer. Melden Sie sich also mit Ihrem
Benutzernamen an und konfigurieren Sie die Session so, das KDE gestartet wird,
wenn Sie startx eingeben. Sie können dies tun, indem Sie exec
startkde in ~/.xinitrc hinzufügen (Infos dazu unter Verwenden von startx im X-Server Konfigurations HOWTO):
Befehlsauflistung 2.4: Konfigurieren der lokalen Session |
$ echo "exec startkde" > ~/.xinitrc
|
Nun starten wir die grafische Umgebung indem wir startx eintippen.
Befehlsauflistung 2.5: Starten von KDE |
$ startx
|
Sie werden nun mit einem Programm, genannt KPersonalizer, begrüßt.
Gratulation, werfen wir nun einen Blick auf die Konfiguration von KDE ...
3.
Konfiguration von KDE
KPersonalizer
KPersonalizer ist ein Programm das KDE für Sie konfiguriert. Es ist eine große
Hilfe KDE sehr schnell an seine persönlichen Bedürfnisse anzupassen. Wenn man
KDE das erste Mal startet, wird KPersonalizer ebenfalls gestartet.
Das Erste, was KPersonalizer wissen will ist Ihr Land und Ihre Sprache.
Da wir die entsprechenden Sprachpakete noch nicht installiert haben, wird noch
nicht sehr viel zur Auswahl stehen - wahrscheinlich werden Sie Englisch wählen
müssen. Aber keine Angst: wir werden die Sprache später noch ändern!
Die zweite Auswahl fragt Sie nach dem Systemverhalten. Dies beinhaltet
Fensteraussehen, Mausauswahl, usw. Wenn man ein Verhalten auswählt, wird die
Beschreibung dazu angezeigt, damit man besser bestimmen kann, welches man will.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, brauchen Sie nicht in Panik geraten -- man kann
dies später jederzeit ändern.
Als nächstes fragt KPersonalizer nach den Effekten. Je mehr Effekte man
einstellt, desto "cooler" wird KDE, was jedoch auch bedeutet, dass die CPU mehr
belastet wird. Auf einem 600 MHz Rechner mit 128 MB RAM alle Effekte zu
aktivieren bedeutet also, dass der Computer ziemlich träge werden kann...
Zum Schluss werden Sie noch nach dem Stil gefragt. Ein Stil definiert die
Fensterdekoration, Themen, Knöpfe, usw. Probieren Sie einfach die Stile durch,
damit
Sie sehen, welcher Ihnen am Besten gefällt. Haben wir bereits erwähnt, dass KDE
voll konfigurierbar ist?
Und nun lehnen Sie sich zurück und genießen -- KDE startet nun und Sie werden
durch eine
nette, saubere, funktionierende Desktopumgebung begrüßt!
Installation von Sprachpaketen
Wenn Englisch nicht Ihre Muttersprache ist und Sie KDE gerne in einer anderen
Sprache hätten, lesen Sie hier weiter. Wir werden nun die Sprachpakete für die
Sprache installieren, die Sie nutzen wollen.
Sprachpakete sind im kde-i18n Paket enthalten. Um das Sprachpaket Ihrer
Wahl zu installieren, müssen Sie die LINGUAS Variable entsprechend
setzen. Es ist empfehlenswert dies in /etc/make.conf zu tun,
damit ein Systemupdate das Sprachpaket dann nicht löscht.
Befehlsauflistung 3.1: Einstellen von LINGUAS in /etc/make.conf |
# nano -w /etc/make.conf
LINGUAS="de"
|
Nun brauchen Sie nur noch emerge kde-i18n zu starten und das Sprachpaket
wird installiert. Wenn dies fertig ist, starten Sie KDE und dann das KDE -
Kontrollzentrum (K-Menü > Control Center). Das ist das
Programm, in dem man fast alles von KDE einstellen kann. Es ist viel
umfangreicher wie KPersonalizer.
Um die Sprache zu ändern gehen Sie nach Regional & Accessibility,
Country/Region & Languages. Dann fügen Sie einfach die Sprache Ihrer
Wahl hinzu. Nun können Sie KDE in ihrem vollen Glanz betrachten: Melden Sie sich
ab,
wieder an und genießen Sie...
Grafischer Login
Wenn Sie kdm als grafischen Anmeldungsmanager (dies bedeutet, dass Sie
sich nicht zuerst über die Konsole anmelden müssen, um dann dort startx
zu tippen) verwenden möchten, müssen Sie zuerst eine Konfigurationsdatei
anpassen und Ihr System so konfigurieren, dass es nach dem Boot die grafische
Benutzeroberfläche startet. Wie dies geht wird hier beschrieben:
Notiz:
Aus verschiedenen Gründen ist es möglich, dass Sie kdm bereits
installiert haben. Falls Sie einen Fehler bekommen und Pakete
kde-base/kdm blocken, fahren Sie mit dem nächsten Abschnitt fort.
|
Befehlsauflistung 3.2: kdm installieren |
# emerge --ask kdm
|
In /etc/conf.d/xdm müssen Sie die DISPLAYMANAGER-Variable
mit kdm setzen.
Befehlsauflistung 3.3: Einstellen des DISPLAYMANAGERs in /etc/conf.d/xdm |
# nano -w /etc/conf.d/xdm
DISPLAYMANAGER="kdm"
|
Zum Schluss fügen wir nun xdm zum standardmäßigen Runlevel hinzu:
Befehlsauflistung 3.4: Hinzufügen von xdm zum standardmäßigen Runlevel |
# rc-update add xdm default
|
Wenn Sie nun den Computer neustarten, wird er KDM als grafischen Anmeldemanager
verwenden.
KDM wird Ihnen eine Liste der verfügbaren Sessions anbieten, unter anderem auch
- klarerweise - KDE. KDM listet alle auf dem System installierten Sessions auf,
die in /usr/share/xsessions/ zu finden sind. Wenn Sie KDM verwenden
ist es nicht notwendig die ~/.xinitrc zu editieren.
Geräte von KDE mounten lassen
KDE bietet die Möglichkeit, dass Sie Geräte (CDROM, USB-Stick, ...) mit einem
einzigen Klick mounten können. Um dies zu gewährleisten müssen Sie KDE jedoch
mit der hal USE-Flag kompiliert und die Programme dbus und
hal installiert haben. Sie sollten auch dbus und hal zu
Ihrem default Runlevel und sich selbst in die plugdev-Gruppe hinzufügen.
Befehlsauflistung 3.5: Installation um Geräte zu mounten |
# emerge --ask dbus hal
# rc-update add dbus default
# rc-update add hald default
# gpasswd -a <user> plugdev
|
4.
Die KDE-Installation verwalten
Mehrfache Installationen
Eine Besonderheit wie KDE in Gentoo verwaltet wird ist die, was passiert wenn
eine neue Serie von KDE erscheint (zum Beispiel die 3.5.x-Serie welche die
3.4.x-Serie ersetzt). Gentoo installiert dann die neue Version, behält die alte
aber bei. Das bedeutet folgendes: Wenn Sie bereits KDE 3.4 installiert haben und
jetzt KDE 3.5 installieren, haben Sie zwei Versionen. Einmal in
/usr/kde/3.4/ und einmal in /usr/kde/3.5/.
Es ist auch wichtig, dass die Konfigurationsdateien auch separat in Ihrem
Home-Verzeichnis gespeichert werden. KDE 3.4 liest die Konfiguration aus
/home/<user>/.kde3.4. Wenn Sie nun KDE 3.5 das erste Mal
starten, wird das Verzeichnis /home/<user>/.kde3.5 angelegt,
in welches die Konfigurationen aus dem 3.4'er Verzeichnis übernommen werden. Für
KDE 3.5 wird dann forthin das 3.5'er Verzeichnis verwendet, um Daten und
Einstellungen zu speichern.
Ein weiteres Problem das nicht außer Acht gelassen werden sollte, wenn Sie ein
KDE-Update durchführen, sind die externen KDE-Programme die Sie installiert
haben (zum Beispiel koffice, amarok oder k3b). Es ist
wichtig, dass Sie diese Programme in Ihrer neuen KDE-Version erneut kompilieren
damit die Links in die neuen Bibliotheken stimmen.
Unmergen von älteren Versionen
Mehrere Installationen von KDE werfen das Problem auf, wie man die älteren
Versionen deinstallieren kann, wenn man sich sicher ist, dass man sie nicht mehr
benötigt. Traurigerweise unterstützt Portage das Unmergen von Paketen mit all
ihren Abhängigkeiten nicht mit einem Befehl. emerge --unmerge kde hat
also nicht zur Folge, dass alle KDE-Pakete deinstalliert werden.
Um eine KDE-Installation (zum Beispiel KDE 3.4) zu entfernen, müssen Sie jedes
einzelne Paket entfernen.
Befehlsauflistung 4.1: Entfernen von KDE 3.4 Paketen |
# emerge --unmerge =arts-3.4* =kdelibs-3.4* =kdebase-3.4* ...
|
Klarerweise ist diese Methode ziemlich frustrierend wenn Sie viele KDE-Pakete
installiert haben. Diese Operation kann mit vielen verschiedenen Methoden
automatisiert werden. Die folgende ist nur ein Beispiel dafür.
Zuerst listen Sie alle Pakete auf, die Sie entfernen wollen. Dazu verwenden Sie
den equery Befehl, der ein Teil vom app-portage/gentoolkit-Paket
ist.
Befehlsauflistung 4.2: Pakete zum Entfernen anzeigen |
# equery list kde-base/
# equery list kde-base/ | grep 3.4
|
An dieser Stelle sollten Sie noch eimal überprüfen, ob die Liste mit den
Paketen, die Sie deinstalliern möchten übereinstimmt. Wenn dies der Fall ist
können Sie die Liste dem emerge --unmerge Befehl übergeben.
Befehlsauflistung 4.3: Entfernen der ausgewählten Pakete |
# equery list kde-base/ | grep 3.4 | xargs emerge --unmerge --pretend
|
Überprüfen Sie die Ausgabe nochmal und starten Sie danach den
Deinstallationsprozess indem Sie den Befehl ohne --pretend wiederholen.
Nach dem dieser Befehl abgearbeitet ist, sollte das Verzeichnis
/usr/kde/3.4/ nur noch ein paar Dateien enthalten (hauptsächlich
Konfigurationsdateien; Portage hat die Eigenschaft, dass es diese Dateien
niemals berührt). Wenn Sie wollen, können Sie das Verzeichnis
/usr/kde/3.4/ komplett löschen, um sämtliche Überreste von KDE 3.4
zu vernichten.
5.
Häufig gestellte Fragen
KDE ist beim Starten extrem langsam
Kontrollieren Sie, ob Ihr /etc/hosts File korrekt ist:
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Wenn Sie eine statische IP haben, muss diese, Ihre Domain und Ihr Hostname
hier hinein geschrieben werden. Beispiel: 192.168.0.10 tux.mydomain
tux
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Wenn Sie eine dynamische IP oder gar kein Netzwerk haben, fügen Sie Ihren
Hostname hinter dem Localhost ein. Beispiel: 127.0.0.1 localhost tux
Überprüfen Sie, ob Sie DMA für Ihre Festplatte aktiviert haben:
Befehlsauflistung 5.1: Überprüfen der DMA-Einstellungen |
# hdparm /dev/hda
using_dma = 1 (on)
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