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10. Konfiguration des Bootloaders
Inhalt:
10.a. Eine Wahl treffen
Einleitung
Nun, da Ihr Kernel konfiguriert und kompiliert ist und die notwendigen
Systemkonfigurationsdateien richtig konfiguriert sind, ist es Zeit ein Programm
zu installieren, dass Ihren Kernel lädt wenn Sie Ihr System starten. Solch ein
Programm nennt man einen Bootloader.
Bevor Sie jedoch einen der beiden Bootloader installieren, informieren wir Sie
darüber, wie der Framebuffer (natürlich nur wenn Sie diesen einrichten wollen)
eingerichtet wird. Mit Framebuffer können Sie die Linux-Kommandozeile mit
(begrenzten) grafischen Erweiterungen (wie die netten Bootsplash-Bilder, die
Gentoo liefert) nutzen.
Optional: Framebuffer
Wenn Sie Ihren Kernel mit Framebufferunterstützung konfiguriert haben
(oder die genkernel Standardkonfiguration nutzen),
müssen Sie eine video Anweisung zu Ihrer Bootloaderkonfigurationsdatei
hinzufügen, wenn sie Framebuffer benötigen.
Zuerst müssen Sie Ihr Framebuffer-Gerät kennen. Sie sollten uvesafb als
VESA driver verwendet haben.
Die video Anweisung kontrolliert Framebuffer-Display-Optionen. Es
benötigt den Framebuffer-Treiber gefolgt von den Kontrollanweisung die Sie
aktivieren möchten. Alle Variablen sind in
/usr/src/linux/Documentation/fb/uvesafb.txt gelistet, wir möchten
Sie daher nur über die häufigsten informieren:
| Option |
Beschreibung |
| ywrap |
Davon ausgehend, dass die Grafik ihren Speicher umbrechen kann (das heißt
am Anfang fortfahren, wenn das Ende erreicht wurde)
|
| mtrr:n
|
Einrichten der MTRR-Register. n kann folgendes sein:
0 - deaktiviert
1 - uncachable
2 - write-back
3 - write-combining
4 - write-through
|
| mode |
Setzen der Auflösung, Farbtiefe und Wiederholungsrate. Zum Beispiel ist
1024x768-32@85 für eine Auflösung von 1024x768, 32-Bit Farbtiefe und
eine Wiederholungsrate von 85 Hz.
|
Das Ergebnis könnte etwas wie video=uvesafb:mtrr:3,ywrap,1024x768-32@85
sein. Schreiben Sie sich diese Einstellung auf, Sie werden sie bald benötigen!
Jetzt sollten Sie den elilo Bootloader installieren.
10.b. Standard: Installation von elilo
Auf der IA64-Architektur wird der Bootloader elilo genannt. Sie müssen
ihn unter Umständen auf Ihrem Rechner erst emergen.
Befehlsauflistung 2.1: Installation von elilo |
# emerge elilo
|
Sie finden die Konfigurationsdatei in /etc/elilo.conf und eine
Beispieldatei im typischen Dokumentationsverzeichnis
/usr/share/doc/elilo-<ver>/. Hier ist eine weitere
Beispielkonfiguration:
Befehlsauflistung 2.2: /etc/elilo.conf Beispiel |
boot=/dev/sda1
delay=30
timeout=50
default=Gentoo
append="console=ttyS0,9600"
prompt
image=/vmlinuz
label=Gentoo
root=/dev/sda2
read-only
image=/vmlinuz.old
label=Gentoo.old
root=/dev/sda2
read-only
|
Die Zeile boot teilt elilo den Ort der Boot-Partition mir (in diesem Fall
/dev/sda1). Die Zeile delay setzt die Anzahl von
Zehntelsekunden, bevor automatisch, im nicht-interaktiven Modus, der Standard
gebootet wird. Die Zeile timeout ist wie die Delay-Zeile, nur für den
interaktiven Modus. Die Zeile default setzt den Standardkerneleintrag
(welcher weiter unten definiert ist). Die Zeile append fügt zusätzliche
Optionen zur Kernelkommandozeile hinzu. Das prompt setzt das
Standardverhalten von elilo auf interaktiv.
Die Abschnitte, welche mit image beginnen, geben verschiedene bootbare
Images an. Jedes Image hat eine informatives label, ein root
Dateisystem und wird das root-Dateisystem nur als read-only mounten
(nur-lesen).
Wenn Sie sich beim Bauen des Linux-Kernels dazu entschieden haben, ein initramfs
zum Booten zu verwenden, dann müssen Sie Ihre Konfiguration so anpassen, dass
Sie auf die initramfs-Datei verweisen und der initramfs mitteilen, welches
Ihr echtes Root-Device ist:
Befehlsauflistung 2.3: ELILO-Auszug für Kernel mit initramfs |
image=/vmlinuz
label=Gentoo
initrd=/initramfs-genkernel-ia64-3.3.8-gentoo
append = "initrd=initramfs-genkernel-ia64-3.3.8-gentoo real_root=/dev/sda2 console=ttyS0,9600"
read-only
|
Wenn die Konfiguration abgeschlossen ist, führen Sie einfach
elilo --efiboot aus. Die --efiboot Option fügt einen Menüeintrag
für Gentoo Linux zum EFI-Bootmanager hinzu.
Befehlsauflistung 2.4: Die elilo-Konfiguration anwenden |
# elilo --efiboot
|
Fahren Sie jetzt mit dem Neustart des Systems fort.
10.c. Neustart des Systems
Verlassen Sie die chroot-Umgebung und unmounten Sie alle gemounteten
Partitionen. Danach tippen Sie den magischen Befehl ein, auf das Sie solange
gewartet haben: reboot.
Befehlsauflistung 3.1: Ausbinden aller Partitionen und Neustart |
# exit
cdimage ~# cd
cdimage ~# umount -l /mnt/gentoo/dev{/pts,/shm,}
cdimage ~# umount -l /mnt/gentoo{/boot,/sys,/proc,}
cdimage ~# reboot
|
Vergessen Sie nicht die bootbare CD aus dem Laufwerk zu nehmen, sonst wird diese
anstatt Ihres neuen Gentoo Systems gestartet.
Wenn Sie neustarten, sollten Sie eine neue Gentoo Linux Menüoption im
EFI-Bootmanager sehen, welche Gentoo starten wird.
Nachdem Sie in die neue Gentoo Installation gebootet haben schließen Sie die
Installation mit Abschließen der Gentoo
Installation ab.
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