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2. Auswählen des richtigen Installationsmediums

Inhalt:

2.a. Hardwareanforderungen

Einleitung

Bevor wir loslegen, sollten Sie eine Liste aller Hardwareanforderungen erstellen, um Gentoo erfolgreich auf Ihrem System installieren zu können.

Hardwareanforderungen

CPU (Big Endian port) MIPS3, MIPS4, MIPS5 oder MIPS64-Klasse CPU
CPU (Little Endian port) MIPS4, MIPS5 oder MIPS64-Klasse CPU
Arbeitsspeicher 128 MB
Festplattenspeicher 3.0 GB (ohne Swap-Speicher)
Swap Speicher Mindestens 256 MB

Sie sollten auch sich auch das MIPS Hardware Requirements Dokument, erhältlich auf unserer Webseite, ansehen.

2.b. Anmerkungen zur Installation

Eine Anmerkung zu Prozessorarchitekturen

Bei vielen Architekturen sind die Prozessor durch zahlreiche Generationen gegangen. jede neuere Generation baut auf den Grundlagen der vorherigen auf. MIPS ist da keine Ausnahme. Es gibt mehrere CPU Generationen die unter der MIPS Architektur zusammengefasst sind. Damit Sie Ihren Netboot Stage Tarball auswählen und CFLAGS enstprechend setzen können müssen Sie sich bewusst sein zu welcher Familie der CPU Ihres Systems gehört. Diese Familien werden als Instruction Set Architecture bezeichnet.

MIPS ISA 32/64-Bit Zugehörige CPUs
MIPS 1 32-Bit R2000, R3000
MIPS 2 32-Bit R6000
MIPS 3 64-Bit R4000, R4400, R4600, R4700
MIPS 4 64-Bit R5000, RM5000, RM7000 R8000, R9000, R10000, R12000, R14000, R16000
MIPS 5 64-Bit Bis jetzt keine
MIPS32 32-Bit AMD Alchemy Serie, 4kc, 4km und viele weitere. Es gibt mehrere Revisionen im MIPS32 ISA.
MIPS64 64-Bit Broadcom SiByte SB1, 5kc, usw. Es gibt mehrere Revisionen im MIPS64 ISA.

Notiz: Das ISA-Level von MIPS5 wurde 1994 von Silicon Graphics entwickelt, wurde aber nie in wirklichen CPUs verwendet. Es existiert weiter als Teil des MIPS64 ISA.

Notiz: Die ISAs MIPS32 und MIPS64 sind häufig eine Ursache für Verwirrung. Das ISA-Level MIPS64 ist in der Tat die Obermenge des MIPS5 ISA. Es enthält also alle Anweisungen für MIPS5 und ältere ISAs. MIPS32 ist die 32-Bit-Untermenge von MIPS64; es existiert, da die meisten Anwendungen nur 32-Bit-Verarbeitung benötigen.

Ein weiteres wichtiges Konzept das verstanden werden muss ist das Konzept der endianness. Endianness bezieht sich auf die Art wie der CPU Wörter aus dem Hauptspeicher liest. Ein Wort kann entweder als big Endian (wichtigstes Byte zuerst) oder als little Endian (am wenigsten wichtigstes Byte zuerst) gelesen werden. Apple- und Sparc-Rechner sind Big Endian. Bei MIPS sind Sie entweder das eine oder das andere. Um diese zu differenzieren wird ein el an den Architekturnamen angehängt wenn little Endian verwendet wird.

Architektur 32/64-Bit Endianness Zugehörige Rechner
mips 32-Bit Big Endian Silicon Graphics
mipsel 32-Bit Little Endian Cobalt Servers
mips64 64-Bit Big Endian Silicon Graphics
mips64el 64-Bit Little Endian Cobalt Servers

Diejenigen die willens sind mehr über ISAs zu lernen können die folgenden Webseiten möglicherweise weiterhelfen.

Der stage3-Tarball

Ein stage3-Tarball ist ein Archiv, dass eine minimale Gentoo-Umgebung enthält. Dieses ist dazu geneigt die Gentoo-Installation, mit den Anweisungen in diesem Handbuch, fortzuführen. Bisher beschrieb das Gentoo Handbuch die Installation unter Verwendung eines von drei stage-Tarballs. Obwohl Gentoo weiterhin die stage1- und stage2-Tarballs bereitstellt, verwendet die offizielle Installationsmethode einen stage3-Tarball. Wenn Sie daran interessiert sind eine Gentoo-Installation mit einem stage1- oder stage2-Tarball durchzuführen, lesen Sie bitte die Gentoo FAQ zu Wie installiere ich Gentoo mit einem stage1- oder stage2-Tarball?

2.c. Übersicht: Netbooting

In diesem Abschitt wird behandelt was benötig wird für einen erfolgreichen Netzwerk Boot einer Silicon Graphics workstation oder eines Cobalt Server Geräts. Dies ist nur ein kurzer Leitfaden, er ist nicht darauf ausgelegt sehr detailliert zu sein. Weitere Informationen findem Sie im Diskless HOWTO

Was Sie benötigen: Abhängig von Ihrem Rechner gibt es eine bestimmte Menge an Hardware die Sie benötigen um erfolgreich mit netboot zu starten und Linux installieren zu können.

  • Grundlegend:
    • DHCP/BOAMD Alchemy Serie, 4kc, 4km, viele weitere... Es gibt mehrere Revisionen des MIPS32 ISA. OTP-Server (ISC DHCDp empfohlen)
    • Geduld -- und viel davon
  • Für Silicon Graphics Workstations:
    • TFTP Server (tftp-hpa wird empfohlen)
    • Wenn Sie die serielle Konsole wollen/benötigen:
      • MiniDIN8 --> RS-232 serielles Kabel (nur benötigt für IP22- und IP28-Systeme)
      • Nullmodem-Kabel
      • VT100 oder ANSI kompatibles Terminal mit Unterstützung für 9600 Baud
  • Für Cobalt Server (NICHT der Original Qube):
    • NFS Server
    • Null-modem Kabel
    • VT100 oder ANSI kompatibles Terminal mit Unterstützung für 115200 Baud

Notiz: SGI-Rechner verwenden einen MiniDIN 8 Anschluss für die seriellen Ports. Anscheinend funktionieren Apple Modemkabel einwandfrei als serielle Kabel aber da Apple-Rechner mit USB & internen Modems ausgestattet werden, sind diese schwerer und schwerer erhältlich. Ein Verkabelungsdiagramm findet sich im Linux/MIPS Wiki und die meisten Elektro-Fachgeschäfte sollten die benötigten Stecker im Sortiment haben.

Notiz: Für das Terminal, dies kann ein echtes VT100/ANSI Terminal oder ein PC der Terminal-Emulationssoftware (wie HyperTerminal, Minicom, seyon, Telex, xc, screen -- was immer Sie bevorzugen) ausführt sein, ist es egal auf welcher Plattform der Rechner läuft - solange es einen seriellen RS-232 Port und passende Software hat, können Sie ihn benutzen.

Notiz: Beachten Sie, dass dieser Leitfaden den Original Qube NICHT behandelt. Der Original Qube Server Rechern hatte in seiner Standardausführung keinen seriellen Port und es ist daher nicht möglich Gentoo darauf zu installieren ohne einen Schraubenziehers und eine Ersatzmaschine, welche die Installation vollzieht, zu Hilfe zu ziehen. Die folgende Seite bietet einen Leitfaden zur Installation von Gentoo auf diesen Rechnern. http://www.metzner.org/projects/qube/

Einrichten von TFTP und DHCP -- ein kurzer Leitfaden

Nun da Sie alle Teile zusammen haben soll nun alles eingerichtet werden. Wie vorhin erwähnt ist dies kein kompletter Leitfaden, dies ist die Minimalkonfiguration. welche die Dinge nur ins Rollen bringt. Sie können dies entweder verwenden wenn Sie ein Setup ganz von Anfang an beginnen oder die Empfehlungen verwenden um Ihr existierendes Setup um die Unterstützung von netboot erweitern.

Es lohnt sich zu erwähnen, dass die verwendenten Server nicht Gentoo Linux verwenden müssen. Sie können genauso gut FreeBSD oder jegliche Unix-ähnliche Plattform verwenden. Dieser Leitfaden wird jedoch annehmen, dass Sie Gentoo Linux verwenden. Sie können TFTP/NFS auch auf einer anderen Rechner als dem DHCP-Server verwenden, wenn Sie dies wünschen.

Warnung: Das Gentoo/MIPS-Team kann Ihnen nicht beim Einrichten anderer Betriebsysteme als Netboot-Server helfen. Wenn Sie ein anderes OS wählen wird davon ausgegangen dass Sie wissen was Sie tun.

Der erste Schritt -- Konfiguration von DHCP. DAit der ISC DHCP-Daemon auf BOOTP Anfragen antwortet (wie gefordert vom SGI & Cobalt BOOTROM) müssen Sie zuerst dynamisches BOOTP für den verwendeten Addressbereich aktivieren. Richten Sie danach einen Eintrag für jeden Client mit Verweisen auf das Boot Image ein.

Befehlsauflistung 3.1: Installieren von ISCs DHCP

# emerge dhcp

Einmal installiert müssen Sie die /etc/dhcp/dhcpd.conf erstellen. Hier ist eine Minimalkonfiguration um Ihnen den Anfang zu erleichtern.

Befehlsauflistung 3.2: Minimalst dhcpd.conf

# dhcpd soll dynamische DNS deaktivieren
# dhcpd wird verweigern ohne dies zu starten
ddns-update-style none;

# Erstellen eines Subnet:
subnet 192.168.10.0 netmask 255.255.255.0 {
  # Adressenpool für unsere bootenden Clients. Vergessen Sie nicht den 'dynamic-bootp' Teil!
  pool {
    range dynamic-bootp 192.168.10.1 192.168.10.254;
  }

  # DNS Server und Standardgateway -- verändern Sie entsprechend
  option domain-name-servers 203.1.72.96, 202.47.56.17;
  option routers 192.168.10.1;

  # Der DHCP server soll wissen, dass er Autorität hat für dieses Subnet.
  authoritative;

  # Erlauben, dass BOOTP in diesem Subnet verwendet wird.
  allow bootp;
}

Mit diesen Einstellungen können Sie nun eine beliebige Anzahl von Clients in der Subnetklausel hinzufügen. Wir behandeln, was Sie einfügen müssen, später in diesem Leitfaden.

Nächster Schritt -- Einrichten eines TFTP-Servers. Es wird empfohlen tftp-hpa zu verwenden, da es der einzige TFTP-Daemon ist, von dem bekannt ist, dass er korrekt funktioniert. Fahren Sie fort indem Sie ihn wie folgt installieren.

Befehlsauflistung 3.3: Installation von tftp-hpa

# emerge net-ftp/tftp-hpa

Dies wird /tftproot, als Speicherort für Netboot-Images, für Sie erstellen.

2.d. Netboot auf SGI-Workstations

Herunterladen eines Netboot-Image

Abhängig vom System auf dem Sie installieren gibt es verschiedene mögliche Images, welche zum Download bereit stehen. Sie sind nach dem Systemtyp und CPU für den Sie kompiliert wurden benannt. Die Rechnertypen sind wie folgt:

Codename Rechner
IP22 Indy, *Indigo 2, Challenge S
IP26 *Indigo 2 Power
IP27 Origin 200, Origin 2000
IP28 *Indigo 2 Impact
IP30 Octane
IP32 O2

Notiz: * Es ist ein häufig vorkommender Fehler den IRIS Indigo (IP12 mit R3000 CPU oder IP20 mit R4000 CPU, keiner von beiden läuft mit Linux), den Indigo 2 (IP22, welcher einwandfrei mit Linux läuft), den R8000-basierenden Indigo 2 Power (unter dem Linux überhaupt nicht läuft) und den R10000-basierenden Indigo 2 Impact (IP28, welcher hoch experimentell ist) zu verwechseln. Bitte denken Sie daran, dass dies verschiedene Rechner sind.

Auch im Dateinamen verweist r4k auf die R4000-Serie Prozessoren, r5k auf R5000, rm5k auf den RM5200 und r10k auf R10000. Sie werden die Images auf den Gentoo Mirrors erhältlich finden.

DHCP Konfiguration für einen SGI-Client

Sowie Sie die Datei heruntergeladen haben, plazieren Sie die dekomprimierte Image-Datei in Ihrem /tftproot Verzeichnis (verwenden Sie bzip2 -d zur Dekomprimierung). Editieren Sie nun Ihre /etc/dhcp/dhcpd.conf und fügen Sie den Eintrag für Ihren SGI-Client hinzu.

Befehlsauflistung 4.1: dhcpd.conf Auszug für SGI-Workstations

subnet xxx.xxx.xxx.xxx netmask xxx.xxx.xxx.xxx {
  # ... übliches hier ...

  # SGI-Workstation... ändern Sie 'sgi' auf den Hostnamen Ihres SGI-Rechners.
  host sgi {

    # MAC Adresse des SGI-Rechners.  Normalerweise steht diese auf der Rückseite
    # oder unter dem Rechner.
    hardware ethernet 08:00:69:08:db:77;

    # TFTP Server von dem heruntergeladen wird (standardmäßig derselbe wie der DHCP-Server)
    next-server 192.168.10.1;

    # IP-Adresse die dem SGI-Rechner gegeben wird
    fixed-address 192.168.10.3;

    # Dateiname für das PROM, das heruntergeladen und gebootet wird.
    filename "/gentoo-r4k.img";
  }
}

Kerneloptionen

Wir sind fast fertig, es sind nur noch eine Anzahl kleiner Justierungen nötig. Starten Sie eine Konsole mit Root-Privilegien und geben Sie die folgenden Befehle ein.

Befehlsauflistung 4.2: Eine Korrekturen damit SGI-Rechner richtig mit TFTP zusammenarbeiten

(Deaktivieren von "Path Maximum Transfer Unit", ansosnten findet SGI Prom den Kernel nicht)
# echo 1 > /proc/sys/net/ipv4/ip_no_pmtu_disc

(Setzen des verwendenbaren Bereichs von Ports für das SGI PROM)
# echo "2048 32767" > /proc/sys/net/ipv4/ip_local_port_range

Dies sollte ausreichend sein um es dem Linux Server zu ermöglichen einwandfrei mit dem SGI PROM zu interagieren.

Starten Sie Ihre Daemons...

Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie bereit sein Ihre Daemons zu starten. Geben Sie folgendes ein:

Befehlsauflistung 4.3: Starten der DHCP und TFTP Daemons

# /etc/init.d/dhcp start
# /etc/init.d/in.tftpd start

Wenn nichts schiefgegangen ist beim letzten Schritt, dann sollten Sie jetzt dazu bereit sein die Workstation anzuschalten und mit dem Leitfaden fortzufahren. Wenn der DHCP-Server, aus welchem Grund auch immer, nicht startet, sollten Sie versuchen 'dhcpd' in der Eingabezeile auszuführen um zu sehen was es Ihnen mitteilt. Wenn alles einwandfrei läuft sollte es in den Hintegrund wandern, ansonsten werden Sie 'exiting' sehen, direkt nach der Fehlermeldung.

Ein einfacher Weg festzustellen ob der TFTP Daemon läuft ist es den folgenden Befehl einzutippen. Wenn Sie etwas wie die Ausgabe weiter unten sehen, dann ist alles in Ordnung.

Befehlsauflistung 4.4: Überprüfen ob TFTPd läuft

# netstat -al | grep ^udp
udp        0      0 *:bootpc                *:*
udp        0      0 *:631                   *:*
udp        0      0 *:xdmcp                 *:*
udp        0      0 *:tftp                  *:* <-- (suchen Sie nach dieser Zeile)

Netboot eines SGI-Rechners

Alles ist nun bereit, DHCP und TFTP laufen. Es ist nun Zeit den SGI-Rechner hochzufahren. Schalten Sie den Rechner an, wenn Sie "Running power-on diagnostics" sehen, dann klicken Sie entweder auf "Stop For Maintenance" oder drücken Sie ESCAPE. Ihnen wird ein Menü, ähnlich dem folgenden, präsentiert. Geben Sie die Befehle wie unten gezeigt ein.

Befehlsauflistung 4.5: SGI PROM Maintenance Menu

        Running power-on diagnostics

System Maintenance Menu

1) Start System
2) Install System Software
3) Run Diagnostics
4) Recover System
5) Enter Command Monitor

Option? 5
Command Monitor. Type "exit" to return to the menu.
>> bootp(): root=/dev/ram0

Von diesem Punkt an sollte die Rechner anfangen das Image herunterzuladen. Dann, etwa 20 Sekunden später, sollte Linux anfangen zu booten. Wenn alles gut geht, sollten Ihnen die Busybox ash Shell, wie unten gezeigt, präsentiert werden. Dort können Sie dann fortfahren mit der Konfiguration Ihres Netzwerks.

Befehlsauflistung 4.6: Wenn alles richtig läuft...

init started:  BusyBox v1.00-pre10 (2004.04.27-02:55+0000) multi-call binary

Gentoo Linux; http://www.gentoo.org/
 Copyright 2001-2004 Gentoo Technologies, Inc.; Distributed under the GPL

 Gentoo/MIPS Netboot for Silicon Graphics Machines
 Build Date: April 26th, 2004

 * To configure networking, do the following:

 * For Static IP:
 * /bin/net-setup <IP-Adresse> <Gateway-Adresse> [telnet]

 * For Dynamic IP:
 * /bin/net-setup dhcp [telnet]

 * If you would like a telnetd daemon loaded as well, pass "telnet"
 * As the final argument to /bin/net-setup.

Please press Enter to activate this console.

Fehlerbehebung.

Wenn der Rechner stur bleibt und sich weigert das Image herunterzuladen kann dies zwei mögliche Ursachen haben. (1) sie haben irgendwie sich versehen oder (2) es wird ein wenig Überzeugungsarbeit benötigt. (Nein, noch kein Grund den Vorschlaghammer zu holen!) Hier ist eine Liste von Dingen die Sie überprüfen können:

  • dhcpd gibt dem SGI-Rechner eine IP-Adresse. Sie sollten einige Meldungen sehen über eine BOOTP-Anfrage in Ihren Systemprotokollen. tcpdump kann hier auch hilfreich sein.
  • Berechtigungen sind für Ihren TFTP-Ordner korrekt gesetzt (normalerweise /tftproot -- sollte world readable sein)
  • Überprüfen Sie Ihre Systemprotokolle um zu sehen was der TFTP-Server meldet (Fehler möglicherweise)

Wenn Sie alles auf dem Server überprüft haben, und Sie Timeouts etc auf Ihrem SGI-Rechner erhalten, dann versuchen Sie folgendes in die Konsole zu tippen.

Befehlsauflistung 4.7: Das SGI PROM überreden zu funktionieren

>> resetenv
>> unsetenv netaddr
>> unsetenv dlserver
>> init
>> bootp(): root=/dev/ram0

2.e. Alternative Methode: Gentoo/MIPS SGI LiveCD

Übersicht

Auf Rechnern von Silicon Graphics ist es möglich von einer CD zu Booten um ein Betriebssystem zu installieren. (So wird auch zum Beispiel IRIX installiert.) Seit kurzem sind Images für solche bootbaren CDs zur Installation von Gentoo möglich geworden. Diese CDs sind so gestaltet, dass sie das gleiche tun.

Momentan funktioniert die Gentoo/MIPS Live CD nur auf den SGI Indy, Indigo 2 and O2 Workstations, ausgestattet mit CPUs der R4000- und R5000-Serie. Andere Plattformen sind möglicherweise in der Zukunft auch möglich.

Sie finden die Images der Live CD zum herunterladen auf Ihrem bevorzugten Gentoo Mirror im Verzeichnis experimental/mips/livecd.

Warnung: Dies CDs sind zu diesem Zeitpunkt höchst experimentell. Es kann nicht garantiert werden, dass sie funktionieren. Sie können über Erfolg oder Misserfolg entweder im Bugzilla, diesem Foren-Thread oder im #gentoo-mips IRC-Channel berichten. Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören.

Brennen einer Live CD

Eine wichtige Sache, die man beachten sollte, ist dass das SGI PROM das ISO9660-Format nicht versteht. Es weiß auch nicht über den El Torito Bootstandard. Diese CD-Images sind als ein SGI-Disklabel konstruiert, mit dem Boot-Image im Volume-Header, wie bei einer Festplatte. Daher muss man beim Brennen der CD sehr präzise vorgehen.

Es folgt ein Beispiel in dem eine 24x Brenngeschwindigkeit auf einem IDE-Brenner angenommen wird. Wenn Sie zum Beispiel einen SCSI-Brenner haben, müssen Sie unter Umständen den dev Ausdruck anpassen. Auch so bei der Option speed, wenn Sie auf Probleme treffen, sollten Sie versuchen die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Befehlsauflistung 5.1: Mit cdrecord brennen

# bzip2 -d mips-livecd-prototype-rc2-20041027.img.bz2
# cdrecord -vv -pad speed=24 dev=ATAPI:0,0,0 -tao mips-livecd-prototype-rc2-20041027.img

Notiz: Es kann möglich sein diese CDs unter Windows zu brennen, vorausgesetzt Ihr Brennprogramm akzeptiert das Image blind, so wie es ist. Jedoch hat bisher noch niemand erfolgreich eine funktionierende CD auf diese Weise erstellt.

Notiz: Wenn Sie nicht wissen, was Sie bei Ihrem dev Argument angeben sollen, führen Sie als root cdrecord -scanbus aus. Dies wird Ihnen mitteilen wo sich Ihr Brenner befindet.

2.f. Netboot auf Cobalt-Servern

Übersicht der Netboot-Prozedur

Anders als bei SGI-Rechnern verwenden Cobalt-Server NFS um Ihren Kernel für den Boot zu transferieren. Sie booten indem Sie die linke & rechte Pfeiltaste gedrückt halten, während Sie den Rechner einschalten. Der Rechner wird versuchen eine IP-Nummer via BOOTP zu erhalten, dann das Verzeichnis /nfsroot vom Server via NFS einzubinden und dann versuchen die Datei vmlinux_raq-2800.gz (abhängig vom Modell), es nimmt an, dass es eine Standard ELF-Binärdatei ist, herunterzuladen und zu booten.

Herunterladen eines Netboot-Image

In http://dev.gentoo.org/~redhatter/mips/cobalt/netboots/ werden Sie die notwendigen Boot-Images finden um Cobalt zum Laufen zu kriegen. Die Dateien die Sie benötigen werden haben den Namen nfsroot-KERNEL-COLO-DATUM-cobalt.tar. Wählen Sie das aktuellste aus und entpacken Sie es in / wie folgt:

Befehlsauflistung 6.1: Entpacken des nfsroot-Image

# tar -C / -xvf nfsroot-2.6.13.4-1.19-20051122-cobalt.tar

Konfiguration des NFS-Servers

Da dieser Rechner NFS verwendet um das Image herunterzuladen müssen Sie /nfsroot auf ihrem Server exportieren. Wenn noch nicht geschehen, müssen Sie das net-fs/nfs-utls Paket installieren.

Befehlsauflistung 6.2: Installieren von nfs-utils

# emerge net-fs/nfs-utils

Sowie dies erledigt ist sollten Sie folgendes in Ihre /etc/exports Datei schreiben. Wenn Sie wünschen können Sie auch härtere Beschränkungen verwenden.

Befehlsauflistung 6.3: Exportieren des /nfsroot Verzeichnisses

/nfsroot      *(ro,sync)

Nun, da dies geschafft ist, können Sie Ihren NFS Server starten:

Befehlsauflistung 6.4: Starten des NFS Server

# /etc/init.d/nfs start

Wenn der NFS Server zu diesem Zeitpunkt schon lief, dann können Sie ih dazu auffordern einen weiteren Blick in die exports Datei zu werfen mit exportfs.

Befehlsauflistung 6.5: Exportieren eines neuen Dateisystems

# exportfs -av

DHCP Konfiguration für Cobalt-Rechner

Der DHCP Teil der Vorbereitungen is relativ simpel. Fügen Sie folgendes Ihrer /etc/dhcp/dhcpd.conf Datei hinzu.

Befehlsauflistung 6.6: dhcpd.conf Auszug für Cobalt-Server

subnet xxx.xxx.xxx.xxx netmask xxx.xxx.xxx.xxx {
  # ... das übliche hier ...

  # Konfiguration für Cobalt-Server
  # Setzen Sie den Hostnamen hier:
  host qube {
    # Pfad zum Verzeichnis nfsroot
    # Dies ist haupsächlich um die TFTP-Bootoption auf CoLo zu verwenden
    # Sie sollten dies nicht ändern müssen.
    option root-path "/nfsroot";

    # Ethernet MAC-Adresse des Cobalt Server
    hardware ethernet 00:10:e0:00:86:3d;

    # Server von dem das Image geladen wird
    next-server 192.168.10.1;

    # IP-Adresse des Cobalt Server
    fixed-address 192.168.10.2;

    # Ort der default.colo relativ zum /nfsroot
    # Sie sollten dies nicht ändern müssen.
    filename "default.colo";
  }
}

Start Sie Ihre Daemons...

Zu diesem Zeitpunkt sollten Sie bereit sein Ihre Daemons zu starten. Geben Sie folgendes ein:

Befehlsauflistung 6.7: Starten des DHCP- und NFS-Daemons

# /etc/init.d/dhcp start
# /etc/init.d/nfs start

Wenn nichts schiefgegangen ist beim letzten Schritt, dann sollten Sie jetzt dazu bereit sein die Workstation anzuschalten und mit dem Leitfaden fortzufahren. Wenn der DHCP-Server, aus welchem Grund auch immer, nicht startet, sollten Sie versuchen 'dhcpd' in der Eingabezeile auszuführen um zu sehen was es Ihnen mitteilt. Wenn alles einwandfrei läuft sollte es in den Hintegrund wandern, ansonsten werden Sie 'exiting' sehen, direkt nach der Fehlermeldung.

Netboot des Cobalt-Rechners

Alles ist nun bereit, DHCP und NFS laufen. Es ist nun Zeit den Cobalt-Rechner hochzufahren. Schliessen Sie Ihr Null-Modem Kabel an und setzen Sie das serielle Terminal auf 115200 Baud, 8 Bits, keine Parität, 1 Stopp Bit, VT100 Emulation. Sobald das geschehen ist müssen Sie die linke & rechte Pfeiltaste gedrückt halten während Sie den Rechner anschalten.

Wenn alles in Ordnung ist, dann sollte das rückwärtige Display "Net Booting" anzeigen und Sie sollten einige Netzwerkaktivität sehen, schnell gefolgt von CoLo. Sie sollten dann am rückwärtigen Display runterscrollen bis Sie "Network (NFS)" sehen, drücken Sie dann EINGABE. Auf der seriellen Konsole sollten Sie dann sehen wie der Rechner startet.

Befehlsauflistung 6.8: Booten des Kernels

elf: 80080000 <-- 00001000 6586368t + 192624t
elf: entry 80328040
net: interface down
CPU revision is: 000028a0
FPU revision is: 000028a0
Primary instruction cache 32kB, physically tagged, 2-way, linesize 32 bytes.
Primary data cache 32kB 2-way, linesize 32 bytes.
Linux version 2.4.26-mipscvs-20040415 (root@khazad-dum) (gcc version 3.3.3...
Determined physical RAM map:
 memory: 08000000 @ 00000000 (usable)
Initial ramdisk at: 0x80392000 (3366912 bytes)
On node 0 totalpages: 32768
zone(0): 32768 pages.
zone(1): 0 pages.
zone(2): 0 pages.
Kernel command line: console=ttyS0,115200 root=/dev/ram0
Calibrating delay loop... 249.85 BogoMIPS
Memory: 122512k/131072k available (2708k kernel code, 8560k reserved, 3424k dat)

Wenn alles gut geht, sollten Ihnen die Busybox ash Shell, wie unten gezeigt, präsentiert werden. Dort können Sie dann fortfahren mit der Konfiguration Ihres Netzwerks.

Befehlsauflistung 6.9: Wenn alles richtig läuft...

VFS: Mounted root (ext2 filesystem) readonly.
Freeing unused kernel memory: 280k freed
init started:  BusyBox v1.00-pre10 (2004.04.27-02:55+0000) multi-call binary

Gentoo Linux; http://www.gentoo.org/
 Copyright 2001-2004 Gentoo Technologies, Inc.; Distributed under the GPL

 Gentoo/MIPS Netboot for Cobalt Microserver Machines
 Build Date: April 26th, 2004

 * To configure networking, do the following:

 * For Static IP:
 * /bin/net-setup <IP-Adresse> <Gateway-Adresse> [telnet]

 * For Dynamic IP:
 * /bin/net-setup dhcp [telnet]

 * If you would like a telnetd daemon loaded as well, pass "telnet"
 * As the final argument to /bin/net-setup.

Please press Enter to activate this console.

Fehlerbehebung

Wenn der Rechner stur bleibt und sich weigert das Image herunterzuladen kann dies zwei mögliche Ursachen haben. (1) sie haben irgendwie sich versehen oder (2) es wird ein wenig Überzeugungsarbeit benötigt. (Nein, noch kein Grund den Vorschlaghammer zu holen!) Hier ist eine Liste von Dingen die Sie überprüfen können:

  • dhcpd gibt dem Cobalt-Rechner eine IP-Adresse. Sie sollten einige Meldungen über eine BOOTP Anfrage in Ihren Systemprotokollen finden. tcpdump ist hier auch hilfreich.
  • Berechtigungen sind für den /nfsroot Ordner korrekt gesetzt. (sollte world readable sein)
  • Stellen Sie sicher, dass der NFS läuft und das Verzeichnis /nfsroot auch exportiert. Überprüfen Sie dies durch exportfs -v auf dem Server.

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Seite aktualisiert 9. Februar 2013

Die Originalversion dieses Dokuments wurde zuletzt am 31. Dezember 2013 aktualisiert

Zusammenfassung: Sie können Gentoo auf viele Arten installieren. Dieses Kapitel erläutert wie Sie Gentoo mit den MIPS-Netboot-Images installieren.

Sven Vermeulen
Autor

Grant Goodyear
Autor

Roy Marples
Author

Daniel Robbins
Autor

Chris Houser
Autor

Jerry Alexandratos
Autor

Seemant Kulleen
Gentoo x86 Entwickler

Tavis Ormandy
Gentoo Alpha Entwickler

Jason Huebel
Gentoo AMD64 Entwickler

Guy Martin
Gentoo HPPA Entwickler

Pieter Van den Abeele
Gentoo PPC Entwickler

Joe Kallar
Gentoo SPARC Entwickler

John P. Davis
Bearbeiter

Pierre-Henri Jondot
Bearbeiter

Eric Stockbridge
Bearbeiter

Rajiv Manglani
Bearbeiter

Jungmin Seo
Bearbeiter

Stoyan Zhekov
Bearbeiter

Jared Hudson
Bearbeiter

Colin Morey
Bearbeiter

Jorge Paulo
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Carl Anderson
Bearbeiter

Jon Portnoy
Bearbeiter

Zack Gilburd
Bearbeiter

Jack Morgan
Bearbeiter

Benny Chuang
Bearbeiter

Erwin
Bearbeiter

Joshua Kinard
Bearbeiter

Stuart Longland
Bearbeiter

Tobias Scherbaum
Bearbeiter

Xavier Neys
Bearbeiter

Joshua Saddler
Bearbeiter

Gerald J. Normandin Jr.
Korrektor

Donnie Berkholz
Korrektor

Ken Nowack
Korrektor

Lars Weiler
Mitarbeiter

Tobias Scherbaum
Übersetzer

Jens Schittenhelm
Übersetzer

Patrick Sudowe
Übersetzer

Torsten Veller
Übersetzer

Michael Frey
Übersetzer

Markus Nigbur
Übersetzer

Boris Ruppert
Übersetzer

Jan Hendrik Grahl
Übersetzer

Christian Hartmann
Korrektor

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